Eine häufig geäußerte Kritik an Lenovo lautet, dass das Unternehmen das Design seiner ThinkPad-Serie verwässert, um sie den anderen Lenovo-Laptop-Marken anzunähern. Daran ist sicherlich etwas Wahres dran, zumindest was das Aussehen betrifft. Unter der Haube bestehen jedoch nach wie vor einige Unterschiede zwischen den ThinkPads, die größtenteils von den US-amerikanischen und japanischen Teams von Lenovo entwickelt werden, und den Consumer-Marken von Lenovo, die von Lenovo China entworfen werden.
Wir haben kürzlich das Lenovo Legion 5 15AGP11 getestet, ein Gaming-Laptop der Mittelklasse. Legion ist eine der beliebtesten Lenovo-Marken für Endverbraucher und wahrscheinlich diejenige, die dem ThinkPad in Bezug auf den Bekanntheitsgrad am nächsten kommt. Auf den ersten Blick gibt es einige Ähnlichkeiten, wie beispielsweise die ähnlich aussehende Tastatur sowie der Kamerabuckel auf dem Deckel, über den auch fast alle neueren ThinkPads verfügen. Wie viele der ThinkPads verfügt auch das Legion über eine gute Anschlussausstattung und bietet dem Nutzer Möglichkeiten zur Aufrüstung.
Lenovo Legion: Aufrüstbar, aber Vorsicht bei den Schrauben!
Wenn man Zugang zum Innenleben erhalten möchte, müssen insgesamt zehn Schrauben entfernt werden. Hier unterscheidet sich das Legion von einem ThinkPad und verrät damit seinen Consumer-Herkunft: Bei neueren ThinkPads sind die Schrauben der Bodenabdeckung unverlierbar - sie verbleiben stets im Gehäuse stecken, auch nachdem sie gelöst wurden. Beim Legion ist dies nicht der Fall, da sich die Schrauben vollständig herausdrehen lassen.
Dies mag wie ein unbedeutender Unterschied erscheinen, zeigt jedoch die Liebe zum Detail der ThinkPad-Konstrukteure: Wenn die Schrauben herausfallen, können sie verloren gehen, was möglicherweise die Integrität des Laptops beeinträchtigen kann. Außerdem erleichtern die unverlierbaren Schrauben die Wartung eines ThinkPads, das für Unternehmensflotten und Reparaturfreundlichkeit konzipiert ist, erheblich.



