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Kommentar | Drei Jahre mit Apples Touch Bar: Das coolste und nutzloseste Feature des MacBook Pro

Die Touch Bar macht auf Apples Promo-Videos einen innovativen Eindruck. (Bild: Apple)
Die Touch Bar macht auf Apples Promo-Videos einen innovativen Eindruck. (Bild: Apple)
Es ist mittlerweile fast fünf Jahre her, dass Apple die Touch Bar eingeführt hat. Die Touchscreen-Leiste, welche die Funktionstasten im MacBook Pro ersetzt, spaltet die Meinung von Apple-Fans – höchste Zeit, auf drei Jahre mit einem Touch Bar MacBook Pro zurückzublicken.
Hannes Brecher,
Kommentar-Artikel geben ausschließlich die individuelle Meinung des/der angeführten Autors/Autorin wieder.
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Am 27. Oktober 2016 hat Apple ein MacBook Pro vorgestellt, das gleich in mehrfacher Hinsicht kontrovers war: Das Magic Keyboard führte zu einer Unmenge an Defekten, außer vier Thunderbolt-Ports (USB-C) bot das Notebook keinerlei Anschlüsse und die Touch Bar wollte nicht jedem gefallen. Dabei hinterlässt der Touchscreen-Streifen im Werbespot einen guten Eindruck.

Nachdem Apple beim MacBook Pro der nächsten Generation auf eine Touch Bar verzichten soll, und stattdessen wieder traditionelle Funktionstasten verbauen wird, ist es höchste Zeit, auf meine drei Jahre mit einem 13 Zoll MacBook Pro mit Touch Bar zurückzublicken, um zu verstehen, warum dieses scheinbar innovative Feature unter Nutzern derart unbeliebt ist.

Das Konzept ist durchaus verlockend: Die Touch Bar bietet je nach App unterschiedliche Buttons, sodass beispielsweise Bilder in Photoshop gedreht oder Texte in Affinity Publisher in Bold gesetzt werden können, indem man einfach den entsprechenden Button antippt. Beim Schreiben einer Nachricht lassen sich Emoji direkt auf der Touch Bar auswählen, während ähnlich wie am iPhone Korrektur-Vorschläge angezeigt werden. In Safari oder Opera können Nutzer über die Touch Bar zwischen geöffneten Tabs wechseln, Chrome bietet dagegen ein Suchfeld.

Sobald man aber beginnt, ein MacBook Pro mit Touch Bar zu nutzen, wird schnell klar, dass praktisch jede dieser Funktionen schneller und einfacher erreicht werden kann, indem man auf das Trackpad oder auf die Tastatur zurückgreift. Text in Bold zu setzen geht deutlich schneller von der Hand, indem man die Tasten cmd + b drückt – ganz ohne hinschauen zu müssen. Die Textvorschläge sind derart langsam, dass sie erst erscheinen, wenn man im Text bereits drei Wörter weiter ist. Ein Bild drehen mag sich mit der Touch Bar intuitiv anfühlen, da die Hand in der Regel aber schon auf dem Trackpad oder der Maus ruht ist es schlicht schneller, die Touch Bar zu ignorieren.

Die Emoji-Auswahl ist ganz nett, genau wie die Möglichkeit, die angezeigten Funktionstasten an die eigenen Vorlieben anzupassen. "Ganz nett" reicht aber keineswegs, um den signifikanten Nachteil auszugleichen – denn während Funktionstasten benutzt werden können, ohne hinschauen zu müssen, muss ich bei der Touch Bar auch nach drei Jahren noch schauen, wo sich die Buttons zum Ändern von Bildschirmhelligkeit und Lautstärke befinden.

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Diese lassen sich dann zumindest mit einer intuitiven Wisch-Geste bedienen, es gibt aber eine Verzögerung von etwa einer Sekunde, bevor der Slider reagiert – nervig. Noch unangenehmer wird es, wenn die Touch Bar in den Standby-Modus wechselt, um Strom zu sparen, denn statt einfach eine Taste zu drücken, um das Display heller zu machen, muss man die Touch Bar mindestens zweimal berühren und jeweils kurz warten, bis diese reagiert.

Mittlerweile nutze ich die Touch Bar ausschließlich für die Funktionen, die auch reguläre Funktionstasten bieten – nur dass die Touch Bar diese Aktionen sogar umständlicher macht. Auch nach drei Jahren bin ich noch der Meinung, dass die Touch Bar eine gute Idee war, die durch eine mangelhafte Umsetzung und teils unbrauchbare Software-Unterstützung nie ihren Durchbruch feiern konnte. So wie die Touch Bar derzeit funktioniert begrüße ich die Rückkehr der Funktionstasten.

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Eigene

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Kommentar von Hannes Brecher
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Hannes Brecher
Hannes Brecher - Senior Tech Writer - 5516 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2018
Seit dem Jahr 2009 schreibe ich für unterschiedliche Publikationen im Technologiesektor, bis ich im Jahr 2018 zur News-Redaktion von Notebookcheck gestoßen bin. Seitdem verbinde ich meine langjährige Erfahrung im Bereich Notebooks und Smartphones mit meiner lebenslangen Leidenschaft für Technologie, um unsere Leser über neue Entwicklungen am Markt zu informieren. Mein Design-Hintergrund als Art Director einer Werbeagentur erlaubt mir darüber hinaus tiefe Einblicke in die Eigenheiten dieser Branche.
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Autor: Hannes Brecher,  9.06.2021 (Update:  9.06.2021)