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E-Motorräder brauchen keine Gangschaltung? Neues Getriebe könnte das ändern

Im Bild, ein repräsentatives Elektro-Motorrad.
ⓘ Stafan Lehner / Unsplash
Im Bild, ein repräsentatives Elektro-Motorrad.
Ein neues Zweiganggetriebe soll E-Motorrädern eine bessere Beschleunigung, höhere Effizienz und möglicherweise mehr Reichweite ermöglichen. Die Technik basiert auf einem Schaltkonzept aus dem Motorsport.

Da Elektromotoren über einen großen Drehzahlbereich arbeiten und schon beim Anfahren ein hohes Drehmoment bieten, verzichten Elektrofahrzeuge in der Regel auf ein mehrstufiges Getriebe. Bei E-Motorrädern könnte sich das aber ändern. Das britische Unternehmen E-Motiv Shift Systems hat ein Zweigang-Powershift-Getriebe vorgestellt, das den Gangwechsel ohne Unterbrechung der Kraftübertragung ermöglichen soll. Die offizielle Pressemitteilung ist nur für autorisierte Nutzer zugänglich. Medien wie TheEvReo berichten jedoch bereits darüber – und Motiv Shift Systems teasert das neue Getriebe auf der eigenen Website bereits an. 

Normalerweise müssen Hersteller bei Elektromotorrädern einen Kompromiss zwischen Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit eingehen: Eine kurze Übersetzung sorgt für mehr Zugkraft beim Anfahren, eine lange Übersetzung für mehr Top-Speed. Mit einem Zweiganggetriebe ließe sich beides kombinieren, was viele praktische Vorteile haben könnte. Laut E-Motiv könnte der Elektromotor dadurch bestenfalls häufiger in einem günstigen Wirkungsgradbereich arbeiten, was nicht nur die Beschleunigung verbessern, sondern auch den Energieverbrauch senken und die Reichweite erhöhen könnte. Konkrete Zahlen zu den möglichen Verbesserungen nennt der Hersteller bislang allerdings nicht.

Zeroshift-System liefert technische Basis

Technisch basiert das Getriebe auf dem sogenannten Zeroshift-System, das ursprünglich für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor entwickelt wurde. Anders als herkömmliche Schaltgetriebe verwendet das ursprüngliche System spezielle Schaltringe mit Klauen, die den Wechsel zwischen zwei Übersetzungen unter Last ermöglichen. Dabei kann der nächste Gang bereits eingreifen, während der bisherige noch Kraft überträgt. Anschließend übernimmt der neue Gang die Kraftübertragung, ohne dass eine klassische Schaltpause entsteht. E-Motiv hat das Prinzip für elektrische Antriebe weiterentwickelt. Wie der Mechanismus in der neuen Version genau umgesetzt wurde, ist bislang allerdings nicht bekannt.

Öffentlich präsentiert werden soll das neue Getriebe auf der Motorradmesse EICMA, die vom 3. bis 8. November 2026 in Mailand stattfindet. Parallel arbeitet E-Motiv an einem Demonstrationsmotorrad namens Demo 1, mit dem die Technik erstmals unter realen Fahrbedingungen erprobt werden soll. Die ersten Tests sind für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Quelle(n)

TheEvReo

Bildquelle: Stafan Lehner / Unsplash

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-10 > E-Motorräder brauchen keine Gangschaltung? Neues Getriebe könnte das ändern
Autor: Marius Müller, 27.10.2026 (Update: 27.10.2026)