EA: Schwere Vorwürfe nach Milliardenübernahme – Fans spekulieren über Xbox

Im August 2026 wurde EA für rund 55 Milliarden US-Dollar von einem Konsortium aus dem saudi-arabischen Staatsfonds PIF, Silver Lake und Jared Kushners Investmentfirma Affinity Partners übernommen. Rund 20 Milliarden US-Dollar wurden über Kredite finanziert. Damit gilt die Übernahme als größter sogenannter Leveraged Buyout der Geschichte. Bei diesem Modell wird ein Unternehmen zu einem erheblichen Teil mit geliehenem Geld gekauft, wobei das übernommene Unternehmen die Schulden anschließend mittragen muss.
Nun gibt es allerdings Ärger mit den bisherigen Gläubigern von EA: Wie das Wall Street Journal (Paywall) am 5. Oktober berichtete, werfen mehrere Investoren dem Publisher einen Vertragsbruch vor. Dabei geht es nicht um die neuen Übernahmekredite, sondern um Geld, das sich EA bereits vor der Übernahme geliehen hatte. Die damaligen Geldgeber berufen sich auf eine Vertragsklausel, nach der sie bei einem Eigentümerwechsel unter bestimmten Bedingungen ihr Geld vorzeitig zurückverlangen können. Ihrer Ansicht nach ist dieser Fall durch die Übernahme eingetreten. Deshalb fordern sie rund 1,4 Milliarden US-Dollar zurück – zuzüglich eines Aufschlags in Höhe von einem Prozent.
EA sieht das allerdings anders und will das Geld nicht vorzeitig zurückzahlen. Stattdessen hat der Konzern US-Staatsanleihen als Sicherheit hinterlegt. Diese sollen gewährleisten, dass die Investoren weiterhin ihre vereinbarten Zinsen erhalten und ihr Geld zum ursprünglich vorgesehenen Zeitpunkt zurückbekommen. EA ist der Ansicht, dadurch bestimmte Vertragsklauseln außer Kraft setzen zu können. Die Gläubiger halten dieses Vorgehen jedoch für unzulässig. Ob tatsächlich ein Vertragsbruch vorliegt, ist bislang ungeklärt. Wann eine Entscheidung fallen könnte, ist ebenfalls noch offen.
Community befürchtet Entlassungen und spekuliert über Übernahme durch Xbox
Auf Reddit schlägt die Nachricht hohe Wellen. In einem Thread im Gaming-Subreddit haben sich binnen eines Tages mehr als 12.000 Upvotes und über 800 Kommentare angesammelt. Viele Nutzer kritisieren die hohe Schuldenlast und befürchten, dass die nächste Entlassungswelle in der Gaming-Branche vor der Tür stehen könnte. Interessant sind zudem Spekulationen im Hinblick auf eine mögliche Übernahme durch Xbox. Der Top-Kommentar im Thread von u/SmegmaWarrior0815 lautet:
„Seht zu, wie der Wert von EA stark fällt und Xbox das Unternehmen schließlich übernimmt. Würden EA-Spiele dann exklusiv für Xbox erscheinen, könnte das tatsächlich viele Menschen zum Kauf einer Xbox bewegen. FIFA, Madden – die Spieler wären außer sich, wenn sie auf diese Titel verzichten müssten. Vielleicht hat Satya seinen Freund Donald ja gebeten, etwas in diese Richtung zu unternehmen.“
Der Kommentar zeichnet ein Szenario, in dem EA durch finanzielle Schwierigkeiten an Wert verliert und schließlich von Microsoft übernommen wird. Exklusive Spiele wie EA Sports FC oder Madden NFL könnten der Xbox nach Ansicht des Redditors einen kräftigen Schub geben. Für solche Übernahmepläne gibt es allerdings keinerlei konkrete Hinweise. Wie es für EA weitergeht, bleibt abzuwarten.















