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EU-Kommission: Internetanschlüsse zu teuer und langsam

EU-Kommission: Internetanschlüsse zu teuer und langsam
EU-Kommission: Internetanschlüsse zu teuer und langsam
EU-Kommissarin Neelie Kroes prangert den Breitbandausbau in der EU an. Die Geschwindigkeit der Internetanschlüsse gleiche einem Lotteriespiel und sei viel zu langsam. Die Preise in den Mitgliedsstaaten unterscheiden sich um bis zu 400 Prozent.

Die für die Digitale Agenda zuständige EU-Kommissarin und Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Neelie Kroes fällt zum Breitbandausbau des europäischen Internets ein vernichtendes Urteil: zu teuer, zu langsam und zu kompliziert. Der Preis, die Geschwindigkeit und die Angebotsvielfalt bei Breitbandanschlüssen für das Internet sind für die 400 Millionen Internetnutzer in Europa stark vom Wohnort abhängig.

Das geht aus den vier heute veröffentlichten Studien (BIAC, Sam Knows, Eurobarometer und COCOM) hervor. Auf dem Markt der Breitbandanschlüsse in der EU existiere praktisch keine Logik oder Kohärenz, so die EU-Kommissarin Kroes. Für Verwirrung sorgen vor allem die unterschiedlichen Angaben der Betreiber, die es den Verbrauchern erschweren, das für sie beste Angebot auszuwählen.

Hier die 3 wichtigsten Ergebnisse der Studien:

  • Die Preise für die gängigsten Breitbandanschlüsse können – auch nach Einberechnung der jeweiligen Kaufkraft – teilweise bis zu viermal so hoch sein wie in anderen Mitgliedstaaten.
  • 66 % der Menschen wissen nicht, welche Internetgeschwindigkeit in ihrem Vertrag vereinbart ist.
  • Durchschnittlich werden den Verbrauchern nur 75 % der vertraglich zugesicherten Breitbandgeschwindigkeit bereitgestellt.

Gewaltige Preisunterschiede: Laut dem EU-Kommissionsbericht gibt es die billigsten Breitbandangebote in Litauen: ab 10,30 Euro. In Rumänien ab 11,20 €, Lettland ab 14,60 €. In Ländern wie Zypern kosten die billigsten Angebote stolze 46,20 €, in Spanien 38,70 € oder 31,40 € in Irland. Die größten Preisspannen innerhalb eines Landes gibt es in Polen: Die Angebote für Breitbandinternet reichen von 20 bis 140 Euro. Auch in Kroatien variieren die Preise mit 30 bis 121 Euro besonders stark.

Auch der Unterschied zwischen der von den Betreibern angekündigten und tatsächlichen Übertragungsgeschwindigkeit ist ein schlechter Witz. Wie sich in den Studien herausgestellt hat, beträgt die tatsächliche Anschlussgeschwindigkeit teilweise gerade einmal 64 % der angekündigten Geschwindigkeit. Dies zeigt einmal mehr, dass die Verbraucherrechte gestärkt und harmonisiert werden müssen, so Kroes.

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Autor: Ronald Tiefenthäler, 26.03.2014 (Update: 26.03.2014)
Ronald Matta
Ronald Matta - Senior Editor News - @RonaldTi
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