
Extrem hell, flexibel und vielseitig: Laser-Projektor Jmgo N3 Ultimate im Praxis-Test
Tageslicht-tauglich.
KI-Gimbal, hohe 5.800 ISO Lumen, Google TV und viele weitere Features - der Jmgo N3 Ultimate ist laut Datenblatt ein beeindruckender Laser-Projektor. Ob er auch in der Praxis überzeugt, zeigt unser Test.Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸
Jmgo N3 Ultimate Testfazit: Beeindruckend vielseitig
Der Jmgo N3 Ultimate hat in unserem Praxis-Test eine beeindruckende Leistung an den Tag gelegt. Der Laser-Projektor zaubert nicht nur ein tolles und sehr helles Bild auf die Leinwand, ist so sogar bedingt für den Einsatz bei Tageslicht geeignet.
Das Gerät begeistert auch mit seinen smarten Features. Angefangen vom per Fernbedienungs-Gesten steuerbaren KI-Gimbal, was eine besonders flexible Aufstellung ermöglicht, über die umfangreiche Bildoptimierung bis hin zum flüssig laufenden Google TV. Selbst der Sound ist solide. Dazu ist der Jmgo N3 Ultimate auch für Gaming gewappnet.
Insgesamt hat sich der Jmgo N3 Ultimate im Test nur wenige Schwächen geleistet. Er ist ein vielseitig einsetzbarer Projektor für Heimkino, Gaming und TV-Ersatz, der mit gut 3.000 Euro laut UVP für die gebotene Leistung gar nicht mal so teuer ist - zumal er häufig bereits für weniger erhältlich ist.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung für den Jmgo N3 Ultimate beträgt 3.099 Euro. Erhältlich ist er unter anderem direkt beim Hersteller sowie bei Amazon - oft deutlich unter der UVP.
Jmgo bietet mit dem N3 Ultimate einen auf dem Papier spannenden Laser-Projektor, der unter anderem mit hoher Helligkeit und KI-Gimbal aufwartet. Was das bedeutet und wie gut der Beamer in der Praxis performt, verrät unser Test.
Datenblatt
| Modell | Jmgo N3 Ultimate |
| Auflösung | 4K UHD |
| Projektionsverhältnis | 0.88-1.7:1 |
| Bildgröße | 40 bis 300 Zoll |
| Lichtquelle | RGB-Triple-Laser |
| Helligkeit | 5.800 ISO Lumen |
| Audio | 2x 12,5 W |
| Akku | nein |
| Betriebssystem | Google TV |
| Konnektivität | 2x HDMI 2.1 (1x mit eARC), USB3.0, Wi-Fi 6, BT 5.2 |
| Gewicht | 6,95 kg |
| UVP | 3.099 Euro |
Ausstattung: Spannende Ausstattung
Jmgo bewirbt den N3 Ultimate mit "weltweit erste 3-in-1-Projektion in Perfektion". Der Projektor vereint optischen Zoom, Lens-Shift und ein Ki-Gimbal. Dazu sind Autofokus, automatische Trapezkorrektur und Hindernisvermeidung an Bord. Was das genau bedeutet, schildern wir weiter unten.
Zunächst ein paar Infos zu den sonstigen Eigenschaften und der Ausstattung des Jmgo N3 Ultimate. Der auf DLP-Technologie basierende Projektor ist mit einem RGB-Triple-Laser als Lichtquelle ausgestattet. Das Gerät erreicht laut Herstellerangaben eine beachtliche Helligkeit von 5.800 ISO Lumen und ist damit noch deutlich heller als beispielsweise der Valerion VisionMaster Max.
Das 40 bis 300 Zoll große Bild (Projektionsverhältnis 0.88-1.7:1) löst mit 4K UHD (nicht nativ) auf. Die Bildwiederholrate beträgt bis zu 240 Hz im Gaming-Modus, dann aber mit deutlich reduzierter Auflösung. Dazu wirbt Jmgo unter anderem mit der Unterstützung von Dolby Vision und HDR10. Für die Soundausgabe sind zwei Lautsprecher mit jeweils 12,5 W verbaut.
Die Anschlüsse sitzen alle im Fuß des Projektors. Das ist praktisch, da die Kabel so nicht bei Bewegungen des Gimbal stören. Für Zuspieler verbaut Jmgo zweimal HDMI 2.1 (einmal mit eARC), sodass auch Gamer mit aktuellen Konsolen auf ihre Kosten kommen. Dazu passend unterstützt der N3 Ultimate Variable Refresh Rate (VRR) gegen Tearing und hat laut Herstellerangaben nur 1 ms Eingangsverzögerung. Nachgemessen haben wir dies nicht, können aber extrem schnelle Reaktionen attestieren. Abgerundet wird die überschaubare Anschluss-Armada von einem USB-3.0-Port. Dazu funkt er neben Bluetooth 5.2 mit Wi-Fi 6 für schnelles WLAN bei Streaming und Co.
Geliefert wird der Jmgo N3 Ultimate verpackt in einem "Koffer" aus EPP. Das ist nicht sonderlich umweltfreundlich, schützt den Projektor aber beim Transportieren und Lagern. In diesem findet auch das mitgelieferte Zubehör ihren Platz: ein 300-W-Netzteil, die wertige Fernbedienung mit Aluminiumgehäuse samt zwei AAA-Batterien sowie ein Reinigungstuch und eine Anleitung.
Einrichten & Software: Google TV im Vollgas-Modus
Als Betriebssystem setzt Jmgo beim N3 Ultimate auf Google TV der 5. Generation. Über dessen einfache Einrichtung, die teils auf dem Smartphone erfolgen kann, haben wir bereits bei diversen anderen Projektor-Tests der jüngeren Vergangenheit berichtet.
Viel mehr in den Mittelpunkt stellen wollen wir hier die sehr flüssige Bedienung des Betriebssystem. Dieses reagiert schneller als bei vielen anderen Beamer, was eine quasi verzögerungsfreie Steuerung ermöglicht. Hier leistet der verbaute MediaTek MT9679 samt 4 GB RAM und 64 GB ROM ganze Arbeit. Das Aufrufen von Menüs und deren Nutzung klappt ohne spürbare Wartezeit. Auch Apps wie Prime Video, Netflix und Co starten schneller als bei vielen Wettbewerbern.
Ebenfalls positiv ist, dass Jmgo viele Anpassungsmöglichkeiten ins Einstellungen-Menü steckt. Für die Projektion, das Bild und mehr stehen zahlreiche Optionen zur Wahl, um den N3 Ultimate an die eigenen Präferenzen und den jeweiligen Einsatzzweck anzupassen. Dazu runden die üblichen Google-TV-Features die Ausstattung ab, darunter Sprachsteuerung über den Google Assistant, der Zugang zu zahlreichen Apps wie natives Netflix, Prime Video und YouTube (jeweils mit Shortcut-Taste auf der Fernbedienung, dazu eine frei belegbare Favoritentaste) sowie drahtlose Übertragungen.
Bild: Hell und besonders flexibel
Bevor wir auf die Bildqualität eingehen, zunächst ein paar Worte zur Ausrichtung und Optimierung. Hier hat der Jmgo N3 Ultimate etwas durchaus Spektakuläres zu bieten - ein motorisiertes KI-Gimbal im Fuß des Projektors. Dieses ermöglicht eine einfache Positionierung des Bildes. Hierbei muss nicht mit Tasten herumgefummelt werden, um das Bild auszurichten.
Stattdessen wird einfach die Fernbedienung bewegt und auf den Bereich gezeigt, wo das Bild projiziert werden soll. So lässt sich das Bild nicht nur auf der Leinwand ausrichten, sondern im Zusammenspiel mit dem motorisieren Gimbal frei im Raum bewegen - also auch an andere Wände oder die Decke werfen. Das Bild bewegt sich wie von Zauberhand im Rahmen der Möglichkeiten des Bewegungsradius des Gimbal, dem optischem Zoom (0.88-1.7:1) und dem Vier-Wege-Lens Shift (horizontal +/- 53%, vertikal +/- 130%). Der Beamer kann die verschiedenen Positionen zudem abspeichern und erkennt diese dann später wieder. Das alles hat im Test nicht immer perfekt, aber insgesamt gut funktioniert.
Ist das Bild einmal ausgerichtet, sind Autofokus, automatische Trapezkorrektur und Hindernisvermeidung an der Reihe und optimieren das Bild entsprechend der Gegebenheiten. So ist dank des KI-Gimbal, des recht großen optischen Zoombereichs und dem Lensshift ohne Verzerrung eine sehr flexible Aufstellung möglich, was den Jmgo N3 Ultimate sehr vielseitig einsetzbar macht.
Dazu trägt auch die hohe Helligkeit von 5.800 ISO Lumen (gemäß Herstellerangaben) bei. Aus dem Praxis-Einsatz können wir dem N3 Ultimate in der Tat ein sehr helles Bild attestieren. Das sorgt dafür, dass der Projektor bei eingeschaltetem, gedimmtem Licht im Wohnzimmer-Heimkino ein gut erkennbares Bild liefert. Selbst bei Tageslicht ist die Projektion brauchbar, auch wenn es dann mit dem Erkennen von Details in dunkleren Bildbereichen erkennbar schwieriger wird. Solange die Sonne nicht auf die Leinwand scheint, ist das Ergebnis aber passabel, um zum Beispiel am Wochenende nachmittags Fußball oder Formel 1 zu schauen.
Die Sternstunde des Jmgo N3 Ultimate schlägt natürlich in einem abgedunkelten Raum. Hier taugt er nach unseren Praxis-Eindrücken problemlos als Heimkino-Projektor, der ein helles, farbintensives und kontrastreiches Bild mit sattem Schwarz auf die (in unserem Fall 120 Zoll große Hochkontrast-)Leinwand zaubert. Auch dunkle Szenen werden detailreich wiedergeben, was so kaum ein Projektor in der Preisklasse um 3.000 Euro schafft. Und für Gaming im XXL-Format ist der Jmgo N3 Ultimate ebenfalls absolut tauglich.
Sound: Überraschend solide
Die größte Schwachstelle von Projektoren dieser Art ist in der Regel die Soundausgabe. Die zwei integrierten Lautsprecher mit je 12,5 W des N3 Ultimate von Jmgo machen ihn aber definitiv zu den besseren Vertretern seiner Zunft. Der Klang ist natürlich nicht Heimkino-like, bietet aber durchaus einen gewissen Bass und klare Höhen. Für den Action-Blockbuster am Abend würden wir zu einer externen Lösung raten, während seichte Serien und Sport durchaus auch nur mit dem On-Board-Sound geschaut werden können.
Was wir etwas vermisst haben, sind zusätzliche Audioports. Um Audio zu übertragen, steht nur eARC via HDMI 2.1 zur Verfügung. Das ist definitiv eine gute Wahl, aber nicht immer für jeden Nutzer und Fall passend. Kopfhörer können beispielsweise ausschließlich via Bluetooth 5.2 mit dem Projektor verbunden werden. Hier bieten Wettbewerber in diesem Preissegment mehr, beispielsweise der AWOL Valerion Pro 2 mit S/PDIF und 3,5-mm-Klinke.
Energie & Lautstärke: Leiser Betrieb bei unter 200 W
Im Betrieb ist der Jmgo N3 Ultimate selbst bei maximaler Helligkeit mit rund 33 dB (gemessen aus ca. 50 cm Entfernung) angenehm leise. Damit kann er problemlos mit dem noch teureren Valerion VisionMaster Max (ab ca. 3.900 Euro erhältlich) mithalten. Selbst wenn das flexibel aufstellbare Gerät nah an der Sitzposition steht, ist das Rauschen während der Wiedergabe höchstens in sehr leisen Szenen als leichtes Rauschen wahrzunehmen. Einzig die nach hinten abstrahlende Abwärme mag dann stören.
Den Energieverbrauch haben wir auf höchster von zehn Helligkeitsstufen mit rund 190 W gemessen. Damit lässt er sich bei Bedarf auch an einer kleineren Powerstation problemlos für einige Stunden betreiben. Wobei es für den mobilen Einsatz sicherlich bessere Projektoren gibt als dieses rund 7 kg wiegende Modell.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller oder einem Shop zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Leihstellers auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.




























