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Finnland untersucht Lootboxen

Finnland untersucht Lootboxen (Symbolfoto)
Finnland untersucht Lootboxen (Symbolfoto)
Die Luft für Spiele mit sogenannten Lootboxen wird in Europa zunehmend dünner: Einem Medienbericht zufolge untersuchen nun auch finnische Behörden die überaus umstrittene Praxis der Beuteboxen.

Lootboxen bieten Spielern - zum Teil für Echtgeld - die Möglichkeit, hochwertige Ingame-Items zu gewinnen, wobei die Praxis zum Teil als Glücksspiel bezeichnet wird und von Spielern aufgrund der Möglichkeit, sich für echtes Geld signifikante Spielvorteile zu erkaufen, heftig kritisiert wird. In mehreren Ländern wie etwa Belgien gehen staatliche Stellen bereits gegen die Praxis vor.

Nun gibt es auch in Finnland eine entsprechende Entwicklung. Ausgehend von einer Anzeige und einer daraus folgenden Bitte um Stellungnahme bei der staatlichen Lotterie-Behörde muss diese nun klären, ob und inwieweit es sich bei Lootboxen um Glücksspiel handelt.

Dabei hat die Behörde vier Bedingungen formuliert, welche für die Einstufung als Glücksspiel nötig sind: So ist dies der Fall, wenn Lootboxen ganz oder teilweise mit echter Währung gekauft werden können, wobei dem Spieler nicht genau klar ist, was er direkt erhalten wird. Zudem müssen sich die Box oder deren Inhalt direkt oder indirekt gegen Echtgeld eintauschen lassen. Als letzte Bedingung darf der Publisher nicht im Besitz einer Glückspiel-Lizenz sein.

Aktuell ist unklar, wie die tatsächliche Rechtssprechung in Finnland zu Lootboxen aussehen wird, allerdings dürften zahlreiche Systeme unter die von der Lotterie-Behörde aufgestellten Regeln fallen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2018-09 > Finnland untersucht Lootboxen
Autor: Silvio Werner, 16.09.2018 (Update: 16.09.2018)