Garmin plant Antennen-Revolution – was das für die Fenix 9 heißen könnte

Patente sind immer eine hervorragende Gelegenheit, einmal in die aktuellen technologischen Entwicklungen und möglicherweise auch Schwerpunkte von Unternehmen zu blicken. Dabei sind solche Patente im Grunde öffentlich und beweisen, dass ein Unternehmen an bestimmten Technologien arbeitet. Gleichzeitig wird aber auch nicht jedes Patent einmal zu einer auch tatsächlich genutzten Technologie.
Ein aktueller und ausführlicher Bericht von the5krunner bezieht sich auf die drei Garmin-Patente US 20260086505, US 20260088493 und US 20260086506. Diese wurden am 26. März veröffentlicht, sind allerdings schon knapp ein Jahr alt. Es handelt sich um drei einzelne Patente, gleichwohl sind diese thematisch durchaus ähnlich, was sich auch bei den jeweils ersten Abbildungen zeigt. Im Kern geht es jeweils um die Anordnung von Antennen. Diese ist bei Mobilgeräten und insbesondere bei Smartwatches aufgrund des begrenzten Platzes natürlich nicht ganz trivial - eine große, externe Antenne wie etwa bei einem WiFi-Router lässt sich schlicht nicht nutzen. Gleichzeitig werden an Smartwatches etwa in Bezug auf die Positionierungsgenauigkeit hohe Anforderungen gestellt.
Das Patent US 20260086505 beschreibt dabei die Nutzung von zwei flächigen Antennen. Konkret wäre die Nutzung der Lünette und des Bodens des Gehäuses denkbar. Das Patent US 20260086506 beschreibt wiederum, wie sich Antennen in strukturell essenzielle Teile selbst integrieren lassen können. Das Patent US 20260088493 beschreibt eine Antenne mit einstellbarer Länge - dabei ist natürlich die effektive Länge gemeint. Damit soll sich die Antennenleistung auf verschiedene Anforderungen abstimmen lassen. Dabei hält sich Garmin sozusagen alle Optionen in Bezug auf die zu übertragenden Daten offen. So wären diese Techniken sowohl für die Ortung (GNSS) als auch etwa Mobilfunkanbindungen nutzbar.
Die Verbesserung der Ortung ist für Garmin natürlich tendenziell wichtig, wobei sowohl die Genauigkeit als auch die Robustheit der Positionsbestimmung relevant sind. Wenn die Ortung im Wald nicht funktioniert, wird die Uhr schnell nutzlos. Wir haben Mitte 2025 bereits über eine derartige Verbesserung berichtet. Denkbar wäre es durchaus, dass Garmin diese Technologien in der Garmin Fenix 9 integriert.
Quelle(n)
Garmin, the5krunner, Bildquelle: Marcus Herbrich, Notebookcheck













