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Handelskrieg: Hardware in den USA ab heute durch Strafzölle teurer

Im Handelskonflikt zwischen den USA und China erhebt die Regierung von Donald Trump von nun an auch Strafzölle auf Computer-Hardware, die aus China in die USA importiert wird. Den Preis dafür werden am Ende die Kunden zahlen müssen.

Der Handelskonflikt zwischen der US-Regierung unter Donald Trump und China nimmt weiter an Fahrt auf und trifft jetzt auch Computer-Hardware. Konkret betroffen sind die meisten PC-Komponenten, Komplett-PCs und Peripherie-Geräte. Diese werden ab heute, dem 1. Oktober 2018, mit einem extra Importzoll von 10 Prozent belegt. Doch dieser Schritt reicht der US-Regierung offenbar noch nicht. So kommen zum 1. Januar 2019 nochmal 15 Prozent Einfuhrzölle hinzu, womit die Zölle bei insgesamt 25 Prozent liegen werden und die Preise weiter in die Höhe treiben dürften. Da diese Schritte schon seit längerem erwartet wurden, haben viele Hersteller ihre Lagerhallen in den USA gut aufgefüllt. Aber auch das wird nur kurzfristig Abhilfe schaffen.

Von diesen Schritten sind allerdings nicht nur chinesische Hersteller betroffen. Auch amerikanische Anbieter werden hart getroffen. Denn da auch amerikanische Konzerne wie Apple, Dell, HP usw. in ihren Produkten auch viele Teile von Übersee weiter verarbeiten werden auch hier die Preise anziehen. So hat auch Apple erst kürzlich vor weiteren Strafzöllen gewarnt.

Viele Hersteller machen aktuell klar, dass sie diese Preissteigerungen an die Kunden weitergeben werden müssen, da die Gewinnmargen nicht groß genug sind, um die Steigerungen abfangen zu können. So hat auch der CEO von NZXT angekündigt, dass der Hersteller die Preise für ganz Nordamerika, also inklusive Kanada, anziehen wird.

Da ein Ende des Handelskonflikt aktuell noch nicht absehbar ist, werden sich die amerikanischen Kunden wohl erst mal mit den steigenden Preisen anfreunden müssen.

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Autor: Cornelius Wolff,  1.10.2018 (Update:  1.10.2018)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.