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Intel: CEO Brian Krzanich zur künftigen Konzernstrategie

Intel: CEO Brian Krzanich zur künftigen Konzernstrategie
Intel: CEO Brian Krzanich zur künftigen Konzernstrategie
Intel befindet sich in der Umstrukturierung. Wie sieht die Zukunft des weltweit größten Halbleiterherstellers aus? Intels CEO Brian Krzanich gibt Antworten zu der künftigen Strategie des Weltkonzerns.

Intel-CEO Brian Krzanich baut den weltweit größten Halbleiterhersteller um. Die Umstrukturierung des Chipriesen aus dem kalifornischen Santa Clara, dem Zentrum des Silicon Valley, läuft auf Hochtouren. Und Intel hat es eilig. Das ist kein Wunder, denn auf die Marktveränderungen im Mobile-Sektor hat das Branchenschwergewicht nur sehr schwerfällig reagiert. Wichtige Trends bei den Smartphones wurden verschlafen oder zu spät aufgegriffen. Intel-Boss Krzanich verpasste dem Chipkonzern ein radikales Sparprogramm. Wie die jüngsten Quartalszahlen zeigten: mit Erfolg.

Intel mit neuem Ziel: Marktführer einer smarten, vernetzten Welt

Allerdings fallen im Zuge der Restrukturierung auch eine Menge Jobs bei Intel weg. Bis Mitte 2017 will Intel weltweit rund 12.000 Arbeitsplätze abbauen. Wie wir Anfang April bereits berichteten, hat Topmanager Krzanich auch die Geschäftsbereiche von Intel neu sortiert. Jetzt gab der Intel-Chef auch bekannt, mit welcher Strategie sich Intel für die Zukunft aufstellt. Und in der haben Prozessoren und Chips für Personal Computer, wie Desktops und Notebooks, keine Schlüsselrolle mehr. Krzanich sieht "Intel als Marktführer einer smarten, vernetzten Welt".

Die 5 Säulen von Intel: Cloud & Data Center, FPGA, Memory, Things & Devices und Moore's Law

Krzanich baut Intels Zukunft auf 5 Säulen:

  • Cloud: Die Cloud und damit verbunden Data-Center sowie Server-Prozessoren sind zentraler Dreh- und Angelpunkt einer "smarten und vernetzten Welt" und damit auch einer der wichtigsten Geschäftsbereiche von Intel.
  • IoT: Das "Internet der Dinge" und hierfür optimierte Chips werden künftig ebenfalls eine zentrale Rolle bei Intel spielen und noch enger mit dem Cloud-Bereich verzahnt. Auch das PC-Client-Business mit Chips für Desktops und Notebooks zählen für Krzanich zur "Connected World".
  • Speicher und FPGA: Auch in den Geschäftsfeldern Memory und programmierbare FPGAs liegt der Fokus auf Lösungen für Datenzentren und das "Internet of Things". Das gilt auch für neue Speichertechnologien, wie 3D XPoint.
  • 5G: Intel will beim LTE-Nachfolger die Nase vorne haben und erklärt das künftige 5G-Mobilfunknetz daher schon jetzt zur Schlüsseltechnologie für Wearables, den Zugang zur Cloud bis hin zu autonomen Fahrzeugen.
  • Moore's Law: Als fünfte Säule setzt Krzanich nun doch weiter auf Moore's Law. Mitte vergangenen Jahres hatte der Intel-CEO im Zuge der Quartalsergebnisse das über lange Jahre gültige "Naturgesetz der Chiphersteller" in seiner bisherigen Form für immer schwerer realisierbar erklärt. Strukturverkleinerungen werden immer komplizierter, so Krzanich damals. Doch Moore's Law lebt und Intel will auch weiterhin in Entwicklung und Forschung investierten, um bei der Fertigungstechnologie vorne dabei zu sein.

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Autor: Ronald Tiefenthäler, 27.04.2016 (Update: 27.04.2016)
Ronald Matta
Ronald Matta - Senior Editor News - @RonaldTi
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