Ist Pathtracing bereit für Laptops? NVIDIAs kostenloses DLSS 4.5 Upgrade im Test auf RTX 5090 und RTX 5060

Pathtracing gilt als Königsdisziplin der realistischen Darstellung in modernen Games. Die Technik baut auf Raytracing auf und simuliert, wie Licht in der realen Welt mit Objekten und Materialien interagiert. Dafür ist allerdings viel Rechenleistung erforderlich, weshalb Pathtracing bislang High-End-Hardware vorbehalten ist.
Um auf aktueller Hardware spielbare FPS zu ermöglichen, berechnen die Engines nur wenige Lichtstrahlen. Technologien wie Nvidias Ray Reconstruction sollen das daraus entstehende Bild bereinigen und so einen Kompromiss zwischen Leistung und Bildqualität schaffen. Mit dem heutigen Update wechselt Ray Reconstruction auf dasselbe Transformer-Modell der zweiten Generation, das bereits beim Upscaling beeindruckende Ergebnisse erzielt.
Ist Pathtracing somit nicht mehr nur eine "Tech-Demo", und lassen sich Titel wie Cyberpunk 2077, Alan Wake 2 und Pragmata mit Pathtracing jetzt auch auf Gaming-Laptops zocken?
| Feature | NVIDIA DLSS 4.5 Ray Reconstruction Details |
|---|---|
| Kerntechnologie | Transformer-KI-Modell der zweiten Generation (Preset / Model F) |
| Wichtigste Verbesserungen | Bessere Texturschärfe, weniger Flimmern und Ghosting, verbesserte Rekonstruktion feiner Details |
| Zusätzlicher Leistungsbedarf | Keiner (identische Leistung im Vergleich zum vorherigen Ray-Reconstruction-Modell) |
| GPU-Kompatibilität | Alle NVIDIA GeForce RTX Grafikkarten (RTX 20, 30, 40, und 50 Baureihen) |
| Aktivierung | Manuelle Auswahl über die NVIDIA App, Ray Reconstruction Model F |
| Getestete Laptops | Alienware 18 Area 51 (RTX 5090 Mobile) & Aurora 16X RTX 5060 Laptop |
| Getestete Spiele | Alan Wake II, Cyberpunk 2077, Resident Evil Requiem, Pragmata |
Unsere ausführliche Video-Analyse auf YouTube zeigt Gameplay-Aufnahmen und vergleicht die Bildqualität.
Der DLSS 4.5 "Fix" für Pathtracing
Pathtracing berechnet den physikalisch korrekten Verlauf des Lichts in vollständigen Spielszenen. Aufgrund der begrenzten Leistung heutiger Laptop-GPUs können Echtzeit-Engines jedoch nur wenige Lichtstrahlen pro Pixel berechnen. Ohne Rekonstruktion entsteht dadurch ein körniges, verrauschtes Bild. Die aktualisierte Ray Reconstruction in DLSS 4.5 nutzt ein Modell der zweiten Transformer-Generation, um fehlende Details zu rekonstruieren, und hat im Test genau das geleistet, was es soll.
Der Effekt fällt zwar dezent aus, ist aber dennoch sichtbar. Die Unterschiede zum Vorgängermodell sind allerdings keineswegs "wie Tag und Nacht"!
- Keine Leistungseinbußen: Obwohl das Modell 20 Prozent mehr Parameter mit einer um 35 Prozent höheren Rechenleistung verarbeitet, bleiben die Ausführungszeiten gegenüber den vorherigen Versionen unverändert. Die optische Verbesserung kostet somit keine zusätzliche Leistung.
- Bildschärfe und Stabilität: Das aktualisierte Modell reduziert störende "Boiling"-Artefakte bei Effekten und reflektierenden Oberflächen deutlich, etwa bei Rauch in Cyberpunk 2077, Regeneffekten und Reflexionen in Resident Evil Requiem sowie nachziehenden Lichteffekten und spiegelnden Oberflächen in Pragmata.
- Erhalt feiner Details: Feinstrukturen wie Rauch, Vegetation und komplexe Wandtexturen bleiben scharf, während sie von den zuvor verwendeten aggressiven räumlichen Entrauschungsfiltern häufig verwischt worden sind.

Laptop-Performance im Test: RTX 5090 gegen RTX 5060
Beim Test von Pathtracing auf High-End-Hardware, konkret dem Alienware 18 Area-51 mit einer mobilen GeForce RTX 5090, erreicht die Kombination aus DLSS im Qualitätsmodus und Ray Reconstruction Model F in nativer QHD+-Auflösung problemlos spielbare Bildraten von mehr als 60 FPS. In gemächlicheren, storylastigen Spielen wie Alan Wake 2 oder Pragmata sorgt die höhere Bildschärfe für eine ziemlich immersive Darstellung. Mit (Multi )Frame Generation sind zudem ohne Weiteres dreistellige Bildraten möglich.
Auf einem Laptop der Einsteiger- bis Mittelklasse mit einer GeForce RTX 5060, etwa dem Alienware Aurora 16X, bleibt vollständiges Pathtracing in QHD unspielbar. Bei einer Reduzierung auf 1200p und moderaten Grafikeinstellungen erreichen Titel wie Resident Evil und Pragmata jedoch spielbare Bildraten. Zwar sind dafür einige Abstriche bei der allgemeinen Bildqualität nötig, doch auch ohne High-End-Hardware lässt sich so modernste Grafik genießen.
Der entsprechende Abschnitt unseres Videos vermittelt einen Praxiseindruck und zeigt die gemessenen FPS-Werte.





