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Pragmata im Test: Reicht eine Mittelklasse-GPU für alle optischen Finessen?

Kämpfen trifft Hacking.

Kurz nach Resident Evil Requiem veröffentlicht Capcom direkt den nächsten Hit, welcher sowohl bei der Presse als auch in der Gaming-Community ziemlich gut ankommt. Wir testen, was es mit den vielen Technik-Features auf sich hat und wie es um die Performance bestellt ist.
Florian Glaser 👁 Veröffentlicht am
Gaming Laptop / Notebook Desktop Gamecheck

Technik, Settings & Benchmark

Analog zu Resident Evil Requiem basiert auch Pragmata auf Capcoms hauseigener RE-Engine, die anderen bekannten Technikgerüsten wie der Unreal Engine 5 selten nachsteht. Die Sci-Fi-Welt punktet mit detaillierten Charakteren und schicken Umgebungen, die mit größtenteils scharfen Texturen auffahren. Bei den Effekten gibt es ebenfalls kaum etwas zu verbessern.

Der Einstieg mit dem Weltraumanflug auf eine verlassende Station erinnert dabei sehr stark an Dead Space und erweckt dadurch gleichzeitig gute, aber auch beklemmende Gefühle. Die Atmosphäre fällt dank der gelungenen Inszenierung generell ziemlich dicht aus. Beim Thema Gameplay versucht sich Pragmata vor allem durch das spannende Kampfsystem von der Konkurrenz abzuheben. Die interessante Mechanik mit dem Hacking-Minigame verleiht den Gefechten eine gewisse Dynamik und einen ungewöhnlichen Drive, wenngleich sich manche Gamer von dem daraus entstehenden Multitasking etwas überfordert fühlen könnten.

Pragmata
Pragmata
Pragmata
Pragmata
Pragmata
Pragmata
Pragmata
Pragmata
Pragmata
Pragmata
Pragmata
Pragmata

Ein weiteres Highlight sind aus PC-Sicht die umfangreichen Grafikoptionen, welche sich – wenig überraschend – oft an Resident Evil Requiem orientieren, wobei wir die Strukturierung bzw. die Umsetzung nicht ganz ideal finden. So ist es an sich zwar sehr schön, dass beispielsweise mehrere Presets existieren, allerdings ändern diese auch Optionen, die bei anderen Titeln normalerweise nicht beeinflusst werden, allen voran die Auflösung.

Pluspunkte gibt es derweil für die eingebaute VRAM-Anzeige. Laut den Presets werden für das Performance-Setting 6 GB, für das Balanced-Setting 8 GB und für das Quality-Setting ganze 12 GB Videospeicher fällig, was den anhaltenden Trend zu mehr VRAM-Hunger bzw. -Bedarf und die magere Ausstattung vieler Grafikkarten bestätigt (passionierte Gamer sollten 2026 keinesfalls mehr eine Grafikkarte mit nur 8 GB wählen), wenngleich andere Titel noch verschwenderischer mit VRAM umgehen (z. B. Borderlands 4). Dafür fällt der Titel ansonsten erfreulich kompakt aus. Rund 37 GB auf dem Massenspeicher sind für ein Triple-A-Game heutzutage erstaunlich wenig.

Pragmata
Pragmata
Pragmata
Pragmata

Rein technisch ist Pragmata mit nahezu allen Features vollgepackt, die aktuell möglich sind von Ray Tracing (was ab dem Preset Quality automatisch aktiv ist) über Path Tracing (inklusive Ray Reconstruction), Frame Generation und Upscaling, welches in Form von DLSS und FSR unterstützt wird. Änderungen erfordern übrigens keinen Neustart, was sehr angenehm ist. Pragmata wirkt dabei schon kurz nach der Veröffentlichung (so wie es sein sollte) ziemlich ausgereift, was die Leistung, die Stabilität und die Ladezeiten etc. betrifft.

Quality Preset with Path Tracing and Ray Reconstruction
Quality Preset with Path Tracing and Ray Reconstruction
Quality Preset including Ray Tracing
Balanced Preset
Minimum Preset

Für unsere Benchmarks nutzen wir direkt den Anfang des Spiels, als der Hauptcharakter zum ersten Mal den Komplex betritt. Mit dem Tool CapFrameX wird eine rund 40-sekündige Sequenz aufgezeichnet, die von einem manuellen Sprint in einer automatischen Kamerafahrt mündet.

Ergebnisse

FHD / 1.920 x 1.080

Im Hinblick auf das Grafikniveau würden wir die Hardware-Anforderungen als moderat bezeichnen. Mit einem aktuellen Midrange-Vertreter auf dem Level der GeForce RTX 5060 Laptop sind im Full-HD-Bereich auch maximale Settings kein Problem (das VRAM-Thema äußerst sich tendenziell erst bei höheren Auflösungen). Wenn man auf DLSS Balanced zurückgreift, lassen sich mit der mobilen RTX 5060 sogar Path Tracing und Ray Reconstruction realisieren, wobei die knapp 60 FPS von temporären Rucklern getrübt werden.

Pragmata
    1920x1080 Minimum Preset     1920x1080 Balanced Preset     1920x1080 Quality Preset     1920x1080 Quality Preset + DLSS Balanced + Path Tracing
NVIDIA GeForce RTX 4080, i9-13900K
Desktop-PC Asus ROG Strix Z790-F
265 (103.1min, 180.4P0.1, 215P1) fps ∼100%
202 (89.9min, 129.7P0.1, 156.6P1) fps ∼100%
177.3 (75min, 119.2P0.1, 141.8P1) fps ∼100%
123.1 (87.3min, 89.8P0.1, 95.1P1) fps ∼100%
NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop, Ultra 9 275HX
XMG Neo 16 E25
244 (101.8min, 131P0.1, 191P1) fps ∼92%
188.8 (90min, 105.8P0.1, 138.8P1) fps ∼93%
159 (74.8min, 91.7P0.1, 118.1P1) fps ∼90%
115.2 (75.7min, 79.1P0.1, 87.7P1) fps ∼94%
NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop, Ultra 9 275HX
Tuxedo Stellaris 16
218 (20.9min, 94.6P0.1, 158.4P1) fps ∼82%
162.5 (54.4min, 77.1P0.1, 117.9P1) fps ∼80%
134 (54.9min, 71.5P0.1, 103.3P1) fps ∼76%
94.8 (50.7min, 57.8P0.1, 72.4P1) fps ∼77%
NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop, Ultra 9 275HX
XMG Fusion 16 M25
144.3 (89min, 106.2P0.1, 115.8P1) fps ∼54%
102.3 (63.4min, 75.9P0.1, 80.7P1) fps ∼51%
83 (61.7min, 64.9P0.1, 68.7P1) fps ∼47%
57.7 (8.01min, 32.8P0.1, 45.2P1) fps ∼47%

QHD / 2.560 x 1.440 (+ Upscaling)

Eine Kombination aus QHD-Auflösung (2.650 x 1.440) und dem Quality-Preset erfordert ebenfalls noch keinen High-End-Chip. Eine RTX 5060 Laptop erreicht hier wiederum rund 60 FPS (mit deutlich besseren Minimum-FPS als bei aktivem Path Tracing). Inklusive DLSS Balanced sind es sogar fast 80 FPS im Schnitt.

Pragmata
    2560x1440 Quality Preset     2560x1440 Quality Preset + DLSS Balanced
NVIDIA GeForce RTX 4080, i9-13900K
Desktop-PC Asus ROG Strix Z790-F
136.7 (73min, 103P0.1, 108.9P1) fps ∼100%
165.6 (102.9min, 116.1P0.1, 137.8P1) fps ∼100%
NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop, Ultra 9 275HX
XMG Neo 16 E25
120.1 (75.1min, 86.5P0.1, 94.6P1) fps ∼88%
148.7 (83min, 93.3P0.1, 111.7P1) fps ∼90%
NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop, Ultra 9 275HX
Tuxedo Stellaris 16
98.1 (56.3min, 72.9P0.1, 77.7P1) fps ∼72%
126.6 (68.1min, 77.2P0.1, 100.6P1) fps ∼76%
NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop, Ultra 9 275HX
XMG Fusion 16 M25
59.2 (46min, 46.9P0.1, 47.5P1) fps ∼43%
79.3 (43.3min, 56P0.1, 67.5P1) fps ∼48%

UHD / 3.840 x 2.160 (+ Upscaling)

Erst auf 4K-Displays trennt sich die Spreu vom Weizen. Während die eben erwähnte Notebook RTX 5060 zumindest mit DLSS noch spielbare Frameraten erzielt, sollte es beim Einsatz des Quality-Presets ohne Bildoptimierungen mindestens eine mobile RTX 5070 Ti für solide Ergebnisse sein.

Pragmata
    3840x2160 Quality Preset     3840x2160 Quality Preset + DLSS Balanced
NVIDIA GeForce RTX 4080, i9-13900K
Desktop-PC Asus ROG Strix Z790-F
79.7 (35.6min, 58.6P0.1, 61.6P1) fps ∼100%
114.9 (71.8min, 89.8P0.1, 97.4P1) fps ∼100%
NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop, Ultra 9 275HX
XMG Neo 16 E25
68.8 (48.1min, 50.5P0.1, 54P1) fps ∼86%
97.7 (34.1min, 73.4P0.1, 81.6P1) fps ∼85%
NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop, Ultra 9 275HX
Tuxedo Stellaris 16
55.3 (41.8min, 42.3P0.1, 43.9P1) fps ∼69%
80.2 (57.3min, 63.9P0.1, 67.4P1) fps ∼70%
NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop, Ultra 9 275HX
XMG Fusion 16 M25
31.3 (1.987min, 6.76P0.1, 24.3P1) fps ∼39%
48.4 (19.3min, 39.1P0.1, 40.9P1) fps ∼42%

(Multi) Frame Generation

Da sich der Grafikhunger in Grenzen hält, ist Frame Generation weniger nötig als in anderen Titeln aus dem Jahr 2026. Anhand der Tabelle mit RTX 5080 Laptop und RTX 5090 Laptop können Sie sehen, dass die Technologie wie üblich die zu erwartenden Performance-Sprünge bringt und sich vor allem bei Monitoren mit hoher Bildfrequenz lohnen kann.

3.840 x 2.160, Quality Preset DLSS Balanced DLSS Balanced + MFGx2 DLSS Balanced + MFGx4
GeForce RTX 5090 Laptop 98 fps (1 % low: 69 fps) 148 fps (1 % low: 63 fps) 238 fps (1 % low: 52 fps)
GeForce RTX 5080 Laptop 80 fps (1 % low: 60 fps) 123 fps (1 % low: 52 fps) 196 fps (1 % low: 42 fps)

Fazit - Capcom hat es drauf

Wenn man alle Aspekte betrachtet, haben die Entwickler einen ziemlich guten Job abgeliefert – sei es nun bei der Technik oder dem Spiel an sich. Notebook-Nutzer müssen in den meisten Szenarien nicht unbedingt mit einem waschechten High-End-System ankommen, um Spaß zu haben. Im Notfall bzw. bei Engpässen helfen wie gewohnt Upscaling und Frame Generation.

Testsysteme

XMG Neo 16 E25 (RTX 5090 Laptop)
XMG Neo 16 E25 (RTX 5090 Laptop)
Tuxedo Stellaris 16 Gen7 (RTX 5080 Laptop)
Tuxedo Stellaris 16 Gen7 (RTX 5080 Laptop)
XMG Fusion 16 M25 (RTX 5060 Laptop)
XMG Fusion 16 M25 (RTX 5060 Laptop)

Übersicht

Da Gaming-Benchmarks sehr zeitaufwändig sind und teilweise durch Aktivierungsbeschränkungen hinausgezögert werden, können wir zur Veröffentlichung der Artikel nur eine begrenzte Zahl an Ergebnissen präsentieren. Weitere GPUs folgen.

Einschränkungen anzeigen
PosModell< PrevNext >Pragmata
 Pragmata (2026)
low
1920x1080
Minimum Preset
med.
1920x1080
Balanced Preset
high
1920x1080
Quality Preset
QHD
2560x1440
Quality Preset
4K
3840x2160
Quality Preset
NVIDIA GeForce RTX 4080
265
202
177.3
136.7
79.7
NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop
244
188.8
159
120.1
68.8
NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop
218
162.5
134
98.1
55.3
NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop
144.3
102.3
83
59.2
31.3
(-) * Geringere Werte sind besser. / n123 Anzahl der Benchmarks die zu diesem Wert beitragen / * Geschätzte Position

 

Legende
5ruckelt - Das Spiel wird in dieser Detailstufe wahrscheinlich nicht flüssig mit dieser Grafikkarte laufen. Mindestens ein Benchmarkwert ist kleiner als 25fps
könnte ruckeln - Interpolierte Information. Bei einer langsameren Grafikkarte wurde dieses Spiel als ruckelnd klassifiziert und daher wird dies auch bei dieser angenommen, da keine Benchmarkwerte eingetragen sind.
30flüssig - Dieses Spiel sollte in den betroffenen Einstellungen flüssig laufen, da kein Benchmarkwert eingetragen wird, der die Grenze unterschreitet: 25fps
40flüssig - Dieses Spiel sollte in den betroffenen Einstellungen flüssig laufen, da kein Benchmarkwert eingetragen wird, der die Grenze unterschreitet: 35fps
60flüssig - Dieses Spiel sollte in den betroffenen Einstellungen flüssig laufen, da kein Benchmarkwert eingetragen wird, der die Grenze unterschreitet: 58fps
könnte flüssig laufen - Eine langsamere Grafikkarte wurde als schnell genug klassifiziert und daher wird dies auch für diese geschätzt (da keine Benchmarkwerte eingetragen sind).
?unsicher - Zwei mögliche Fälle: Der kleinste gefundene Benchmarkwert ist zwar unter dem Grenzwert für eine flüssige Darstellung, jedoch ist der Durchschnitt darüber. Zweiter Fall, der Benchmarkwert ist unter der Grenze, jedoch ist die nächst-langsamere Karte als flüssig eingestuft.
unsicher vererbt - Die nächst-langsamere Karte ist als "unsicher" eingestuft und daher wird dieser Wert auch an schnellere Karten vererbt, die keine Benchmarkwerte haben.
Der Wert in den einzelnen Feldern beziffert die durchschnittlichen Bilder pro Sekunde. Bewegen Sie den Mauszeiger auf diesen Wert um eine detaillierte Auflistung aller Benchmarks zu sehen.
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Autor: Florian Glaser, 30.04.2026 (Update: 30.04.2026)