
Resident Evil Requiem zieht uns im Test die Socken aus
Schöner gruseln geht kaum.
Das Jahr ist kaum gestartet und schon ist mit Resident Evil Requiem ein absoluter Brecher für den PC erschienen. Ob neben dem Gameplay auch die Technik überzeugen kann, klären wir in unserem Benchmark-Test.Florian Glaser Veröffentlicht am
Technik, Settings & Benchmark
Resident Evil Requiem basiert auf Capcoms hauseigener RE Engine, die geradezu vor modernen Features strotzt. Im extrem umfangreichen Grafikmenü, das in die Reiter Display und Image aufgeteilt ist (siehe Screenshots), tummeln sich nicht nur Regler für Upscaling (es werden DLSS, FSR und Frame Generation unterstützt), sondern auch ein Schalter für Raytracing bzw. Path Tracing. Wie auf den unteren Bildern zu erkennen ist, sorgt bereits Raytracing für sehr schöne Spiegelungen (beispielsweise auf Fahrzeugscheiben), die mit Path Tracing nochmal an Schärfe gewinnen. Ohne Ray Tracing fallen bestimmte Reflexionen komplett weg, was natürlich etwas an der Atmosphäre kratzt.
Doch selbst ohne die genannten Bildverbesserungen macht die Grafik von Resident Evil Requiem – zumindest ab mittleren Settings – eine gute bis sehr gute Figur, und zwar sowohl was die Stimmung als auch die Qualität betrifft. Die Texturen sind größtenteils knackig und die Effekte (Regen, Rauch etc.) können sich mehr als sehen lassen. Vor allem das Licht-/Schattenspiel erweist sich als sehr gelungen respektive hochwertig. Dazu kommt ein enormer Detailreichtum, der vor einigen Jahren in der Form nicht möglich gewesen wäre.
Pluspunkte gibt es auch für die Tatsache, dass Änderungen im Hauptmenü ohne Neustart übernommen werden. Die stellenweise im Optionsmenü vorhandenen Vergleichsbilder und die Anzeige der VRAM-Auslastung verdienen ebenfalls Lob. Apropos VRAM: Ab hohen Settings werden Grafikkarten mit 8 GB wie die GeForce RTX 5060 voll ausgelastet und brechen bei höheren Auflösungen zum Teil massiv ein. Ab 12 GB VRAM konnten wir soweit keine Probleme mehr feststellen. Mit einer Downloadgröße von rund 72 GB ist Resident Evil Requiem indes weder klein noch besonders wuchtig. Die Ladezeiten gehen auf SSDs völlig in Ordnung.
Als Benchmark-Sequenz nutzen wir direkt den Anfang des Spiels, als die Hauptcharakterin eine dicht bevölkerte Straße entlangläuft. Hier kann man einerseits die zahlreichen Beleuchtungseffekte bewundern und andererseits ist die Passage ziemlich anspruchsvoll, was die Performance betrifft.
Ergebnisse
FHD / 1.920 x 1.080
Solange man auf Ray Tracing verzichtet, sind die Grafikanforderungen ziemlich moderat bzw. human. Schon eine RTX 5060 Laptop knackt bei der Nutzung des High-Presets fast die Marke von 100 fps. Mit maximalen Details und hoher Ray Tracing-Stufe steigt der Anspruch deutlich, wobei besagte RTX 5060 selbst hier noch knapp über 40 fps erzielt, was vielen Gamern zum Spielen reichen sollte.
| Resident Evil Requiem | |
| 1920x1080 Lowest Settings (no upscaling) 1920x1080 Normal Settings (no upscaling) 1920x1080 High Settings (no upscaling) 1920x1080 Max Settings + High Ray Tracing (no upscaling) | |
| NVIDIA GeForce RTX 4080, i9-13900K | |
| NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop, Ultra 9 275HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop, Ultra 9 275HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop, Ultra 9 275HX | |
QHD / 2.560 x 1.440
Knackig wird es erst im QHD-Bereich, wenn sich der VRAM-Bedarf (noch) mehr auswirkt. Mit einer mobilen RTX 5060 verkommen Ultra-Settings und hohes Ray Tracing dann zur Ruckelorgie, sofern man nicht Upscaling dazuschaltet. Eine RTX 5080 Laptop siedelt sich dagegen bei knapp 60 FPS an, was mehr als ordentlich ist.
| Resident Evil Requiem | |
| 2560x1440 Max Settings + High Ray Tracing (no upscaling) | |
| NVIDIA GeForce RTX 4080, i9-13900K | |
| NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop, Ultra 9 275HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop, Ultra 9 275HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop, Ultra 9 275HX | |
UHD / 3.840 x 2.160
Für eine Mischung aus 3.840 x 2.160 Pixeln und maximalen Settings benötigt man ohne Upscaling dann schon fast einen Desktop-PC (z. B. mit RTX 4080 aufwärts), da hier sogar eine RTX 5090 Laptop zu kämpfen hat.
| Resident Evil Requiem | |
| 3840x2160 Max Settings + High Ray Tracing (no upscaling) | |
| NVIDIA GeForce RTX 4080, i9-13900K | |
| NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop, Ultra 9 275HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop, Ultra 9 275HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop, Ultra 9 275HX | |
Path Tracing, Upscaling & Frame Generation
Wie sich die Lage mit Path Tracing verhält, haben wir ebenfalls getestet. Für dieses Setting kam als Ergänzung DLSS Balanced zum Einsatz. 1.920 x 1.080 Pixel sollten hierbei ab einer GeForce RTX 5070 (Ti) Laptop ordentlich laufen.
| Resident Evil Requiem | |
| 1920x1080 Max Settings + Path Tracing + DLSS Balanced | |
| NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop, Ultra 9 275HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 4080, i9-13900K | |
| NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop, Ultra 9 275HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop, Ultra 9 275HX | |
Zusätzlich wurden auf der mobilen RTX 5080 respektive RTX 5090 ein paar Messungen mit Multi Frame Generation durchgeführt (QHD, Max Settings, Path Tracing, DLSS Balanced). Die entsprechenden Ergebnisse sehen Sie in der folgenden Tabelle. Wie üblich sorgt MFG – vor allem auf der Stufe x4 – für einen enormen Framerate-Schub. Bezüglich des Latenzeindrucks konnten wir dabei kaum Unterschiede feststellen.
| 2.560 x 1.440, Max Settings with Path Tracing | DLSS Balanced + MFGx4 | DLSS Balanced + MFGx2 | DLSS Balanced |
| GeForce RTX 5090 Laptop | 179 fps (43 fps 1% low) | 104 fps (47 fps 1% low) | 62,8 fps (50 fps 1% low) |
| GeForce RTX 5080 Laptop | 145 fps (34 fps 1% low) | 85,3 fps (37 fps 1% low) | 51,4 fps (43 fps 1% low) |
Fazit - Grafisches und spielerisches Highlight
Resident Evil Requiem zeigt eindrucksvoll, wie ein aktueller Titel nicht nur technisch, sondern auch inhaltlich fast vollends begeistern kann. Kein Wunder, dass die Wertungen auf Seiten der Gamer und der Presse entsprechend hoch ausfallen. Wir würden den Horror-Spross jedem ans Herz legen, den dieses Genre auch nur halbwegs interessiert, zumal sich die Systemvoraussetzungen ohne Ray Tracing und Co. in Grenzen halten und man notfalls auf Upscaling zurückgreifen kann.
Testsysteme
Übersicht
Da Gaming-Benchmarks sehr zeitaufwändig sind und teilweise durch Aktivierungsbeschränkungen hinausgezögert werden, können wir zur Veröffentlichung der Artikel nur eine begrenzte Zahl an Ergebnissen präsentieren. Weitere GPUs folgen.


















