Notebookcheck

Klein und kleiner: Zwei mobile USB-C DACs von Sharkoon ausprobiert

Links das Mobile DAC, rechts das Mobile DAC PD mit Power Delivery
Links das Mobile DAC, rechts das Mobile DAC PD mit Power Delivery
Die mobilen USB-C-Soundkarten Mobile DAC und Mobile DAC PD von Sharkoon sind unscheinbar kompakt und leicht. Dabei besitzen sie sogar einen integrierten Equalizer und sind Hi-Res-Audio zertifiziert. Wir haben beide Modelle einem Praxistest unterzogen.
Jobs
Wir erweitern unser Test-Team und suchen Notebook-Enthusiasten für unsere Redaktion. Details

Die Firma Sharkoon aus Deutschland, spezialisiert auf PC-Zubehör auch im Gaming-Bereich, hat uns letztes Jahr mit der “Gaming DAC Pro S” eine externe Soundkarte zum Testen zur Verfügung gestellt. Heuer bringt das Unternehmen unter anderem weitere “Digital-zu-Analog-Umwandler” auf den Markt, nämlich den Sharkoon Mobile DAC und Sharkoon Mobile DAC PD. Beide sind, wie der Name schon sagt, für den mobilen Gebrauch gedacht.

Wir haben auch diesmal beide DACs in die Redaktion für eine kurze Hörprobe erhalten. Auffallend ist die Größe, diese ist nämlich rekordverdächtig klein ausgefallen und ist somit ideal für unterwegs geeignet. Beide werden an die Soundquelle über USB-C verbunden. Diese kann sowohl ein PC oder Laptop sein, aber auch beispielsweise eine Nintendo Switch oder ein Smartphone. Die kompakten Gehäuse sind aus Kunststoff gefertigt, besitzen jeweils eine knackige Klick-Taste und vermitteln eine gute Verarbeitung.

Bitrate, Equalizereinstellungen und ...
Bitrate, Equalizereinstellungen und ...
...Power Delivery werden über LEDs angezeigt.
...Power Delivery werden über LEDs angezeigt.

Als Ausgang ist jeweils ein 3,5-mm-Klinkenanschluss vorhanden, das “Mobile DAC PD” verfügt weiters über einen USB-C-Eingang, der als Power Delivery mit bis zu 60 Watt zurecht kommt. Somit kann das Smartphone gleichzeitig aufgeladen werden, während der USB-C-Anschluss mit dem DAC belegt ist. Die Spannung wird dabei durch eine kleine LED angezeigt, ob gerade mit 5 Volt oder mehr aufgeladen wird. Ebenfalls informieren Mini-LEDs bei beiden Modellen über die aktuelle Abtastfrequenz (44 kHz, 48 kHz oder 96 kHz bei 24 Bit). Als Rauschabstand gibt Sharkoon für die Soundkarten 100 dB, einen Klirrfaktor von 0,003% und eine Impedanz von 16 - 250 Ohm an. Die Mobile DACs dürfen sich mit dem “Hi-Res Audio”-Logo schmücken, denn diese wurden von der Japan Audio Society (JAS) zertifiziert.

Als Adapter für USB-C zu 3,5-mm-Klinke einsetzbar

Smartphones mit fehlendem 3,5-mm-Klinkenanschluss sind im Vormarsch, diese besitzen nur mehr einen USB-C-Port. Anstatt sich hier einen normalen Adapter für USB-C-Port auf 3,5-mm-Klinke anzuschaffen, wird dies mit den Sharkoon Mobile DACs auf eine äußerst elegante Weise gelöst. Vor allem der kleinere “Mobile DAC” ohne Power Delivery eignet sich hervorragend als Adapter mit integrierter Soundkarte, der überallhin mitgenommen werden kann. 

Da die DACs von Sharkoon TRRS-Ports und somit neben dem linken und rechten Audiokanal und Masse auch einen vierten AUX-Kontakt für Mikrofon-Signale besitzen, kann hier die Freisprecheinrichtung verwendet werden.

Ebenfalls besitzen beide einen Hardware-Equalizer, der durch Tastendruck durchgeschalten wird. Hier kann ausgewählt werden zwischen Hervorheben des Bass, der Höhen, beides oder alles aus. Bei jeder Einstellung ist der Unterschied klar herauszuhören. 

Der Praxistest

Getestet haben wir beide Soundverstärker sowohl am Laptop, als auch direkt am USB-C-Port eines ASUS Rog 2 Smartphones und das mit unterschiedlichen Kopfhörer-Modellen. 

Auch der sehr hochohmige Beyerdynamic DT 880 (600 Ohm-Version) wurde mit genügend Power versorgt und konnte direkt am Handy mit überzeugender Lautstärke betrieben werden. In-Ears, wie Brainwavz B400, mit 30 Ohm Impedanz bringen ebenfalls eine Verbesserung des Soundvergnügens. Bei einigen niederohmigen Kopfhörern wird die Lautstärke gegenüber dem normalen 3,5-mm-Klinkenanschluss des Smartphones - falls es noch über einen solchen verfügt - merklich angehoben. Gefühlsmäßig wurde zum Beispiel die Lautstärke beim Taotronics TT-BH085 Kopfhörer sogar verdoppelt, während bei den Sennheiser Momentum Kopfhörern der Schalldruck jedoch annähernd gleich blieb.

Nicht nur die vielfältigen Anwendungsbereiche für unterschiedliche Geräte und die Soundqualität überzeugen, auch preislich sind die Sharkoon DACs für Kopfhörer-Träger äußerst attraktiv. Der kleinere Sharkoon “Mobile DAC” ist um circa 15 Euro und der Sharkoon “Mobile DAC PD” um knapp 20 Euro auf Amazon zu finden.

Alle 3 Beträge lesen / Antworten
static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2020-08 > Klein und kleiner: Zwei mobile USB-C DACs von Sharkoon ausprobiert
Autor: Daniel Puschina, 16.08.2020 (Update: 16.08.2020)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.