Lamborghini killt Elektro-Bullen Lanzador: CEO nennt BEV ein "teures Hobby"

Der "Raging Bull" weigert sich standhaft, leise zu werden. Lamborghini hat die Entwicklung der rein elektrischen Version seines ersten Crossover-GTs, des Lanzador, offiziell gestoppt. CEO Stephan Winkelmann lieferte im Interview mit der Times eine Begründung, die einer schallenden Ohrfeige für die bisherige Elektro-Strategie der Branche gleichkommt: Das Interesse der Kunden an einem vollelektrischen Supersportwagen liege derzeit bei "fast null".
Eigentlich sollte der Lanzador ab 2028 eine neue Ära einläuten, doch nun killt Lamborghini die BEV-Version (Battery Electric Vehicle) noch vor der Serienreife. Ein blindes Festhalten an den reinen Elektro-Plänen bezeichnete Winkelmann unmissverständlich als "teures Hobby", das gegenüber Aktionären und Mitarbeitern finanziell unverantwortlich wäre. Wer einen Lamborghini kauft, sucht das mechanische Feedback und den Sound - beides lässt sich mit aktueller Batterietechnik laut Winkelmann nicht authentisch abbilden.
Ganz gestorben ist das Modell jedoch nicht: Lamborghini schwenkt um und plant den Lanzador nun als Plug-in-Hybrid (PHEV). Damit bleibt der Verbrenner als emotionales Herzstück erhalten, während die Elektrotechnik lediglich als Performance-Booster dient. Diese Entscheidung fällt aus einer Position der Stärke heraus: 2025 feierte die Marke mit 10.747 Auslieferungen ein neues Rekordjahr, getragen vom Erfolg des Urus, der allein 60 Prozent der Verkäufe ausmacht.
Besonders brisant ist der Kurswechsel im Vergleich zum Erzrivalen Ferrari. Während Lamborghini den Elektro-Bullen killt, halten die Ingenieure in Maranello an ihrem ersten reinen Stromer, dem Ferrari Luce, fest. Der für Mai 2026 angekündigte Luce soll mit über 1.100 PS beweisen, dass High-End auch elektrisch funktionieren kann. Lamborghini hingegen wettet darauf, dass echtes Benzin im Blut durch nichts zu ersetzen ist.
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