Linux 7.3: Update vervielfacht minimale FPS in Spielen auf alter Hardware

Linux 7.3 erhält eine umfassende Überarbeitung des Schedulers, die gezielt die Spieleleistung verbessern soll. Gemessen an den bisherigen Leistungssteigerungen scheint die Aktualisierung dieses Ziel zu erreichen.
Die Scheduler-Änderungen sind inzwischen in Linux 7.3 integriert worden. Sie sollen insbesondere die Spieleleistung auf schwächer ausgestatteten Systemen und älterer Hardware erhöhen. Der von Peter Zijlstra entwickelte Patch strukturiert neu, wie die Scheduling-Gewichte für cgroups verteilt werden. Technisch betrachtet wird EEVDF so angepasst, dass in bestimmten cgroup-Situationen nur eine einzige Runqueue zum Einsatz kommt. Dadurch sinkt der Jitter bei der Neuplanung, der sich bisher vor allem auf leistungsschwacher und älterer Hardware negativ auf das Frame Pacing ausgewirkt hat.
Die Ergebnisse fallen deutlich aus. Bei Tests auf einem System mit dem mittlerweile betagten Intel Sandy Bridge-Prozessor Core i7-2600K und einer AMD Radeon RX 580 auf Polaris-Basis hat die verbesserte Scheduling-Logik unter hoher Last spürbare Leistungssteigerungen erzielt.
Wie Phoronix hervorhebt, sind die minimalen FPS von 4 auf 29 gestiegen, während sich die durchschnittliche Bildrate von 47,5 auf besser spielbare 59,2 FPS erhöht hat. Die maximale Bildrate ist mit rund 83 bis 84 FPS dagegen erwartungsgemäß nahezu unverändert geblieben. Auch die Frame Times haben sich deutlich verbessert, wie die folgende Abbildung zeigt:

Erfahrene Linux-Nutzer wissen, dass sich neue Kernel-Versionen üblicherweise nur langsam in der Breite durchsetzen. Die leistungsorientierte Arch-basierte Distribution CachyOS hat jedoch bereits angekündigt, die Änderungen in Kürze zu übernehmen, ohne einen genauen Zeitraum zu nennen.







