Droht PS6 und Xbox Helix ein Preis-Schock? Analysten erwarten Rückgang um 38 %

Viele PlayStation-Fans hätten kein Problem damit, wenn die PS6 noch bis 2030 auf sich warten lässt – und ein entscheidender Grund dafür ist der erwartete Preis. Angesichts steigender Hardwarepreise befürchtet man, dass Sony einen vierstelligen Preis aufrufen könnte. Bei Microsofts nächster Xbox, die unter dem Namen Project Helix entwickelt wird, sieht es ähnlich aus. Das Marktforschungsunternehmen Ampere Analysis hat nun untersucht, welche Folgen ein solcher Preis haben könnte.
Das Szenario geht davon aus, dass die PlayStation 6 und die Xbox Helix 2028 als klassische Next-Gen-Konsolen für jeweils 1.000 US-Dollar auf den Markt kommen, die im Vergleich zu ihren Vorgängern (PS5 derzeit 530 Euro bei Amazon) vor allem mehr Leistung und eine bessere Grafik bieten. Laut Ampere Analysis könnten die kombinierten Verkäufe der beiden Konsolen innerhalb der ersten fünf Jahre bis zu 38 Prozent niedriger ausfallen als noch bei ihren Vorgängern. Für 2031 prognostiziert Ampere einen um 3,4 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 12 Prozent kleineren Markt als bei einem Einstiegspreis von 700 US-Dollar.
Fans halten Schätzungen für optimistisch
Die Reddit-Community zeigt sich vom Ergebnis der Analyse kaum überrascht. Im Gegenteil: Viele Nutzer halten selbst den prognostizierten Rückgang von 38 Prozent für optimistisch und rechnen bei einem Preis von 1.000 US-Dollar mit noch deutlich schwächeren Verkaufszahlen. Für einige liegt die persönliche Schmerzgrenze bereits bei 600 bis 700 Dollar. Ein großer Teil der Nutzer erklärt, ihre aktuelle Konsole bei einer solchen Preisgestaltung einfach weiter nutzen oder direkt zu einem Gaming-PC greifen zu wollen.
Laut Analysten führen nur drei Wege am vierstelligen Preis vorbei
Ampere Analysis sieht für Sony und Microsoft drei mögliche Auswege. Beide Hersteller könnten den Generationswechsel über 2028 hinaus verschieben und darauf hoffen, dass die Hardwarepreise bis dahin sinken. Alternativ müssten sie die Hardware stärker subventionieren und die Kosten über Spiele, Abonnements oder neue Monetarisierungsmodelle ausgleichen.
Als dritte Möglichkeit nennt Ampere ein verändertes Konsolenkonzept, bei dem Leistung und eine bessere Grafik nicht länger das wichtigste Argument wären. So könnten etwa neue Formfaktoren oder Nutzungsmöglichkeiten den Wechsel attraktiver machen, ohne zwingend extrem teure High-End-Hardware zu erfordern. Microsoft scheint mit Project Helix, bei dem es sich möglicherweise um einen PC-Konsolen-Hybrid handeln könnte, bereits in diese Richtung zu gehen.

















