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Meizu 16 offiziell: Elegante Randlos-Flaggschiffe ab 340 Euro

Ab 340 Euro bekommt man in China das kleinere Meizu 16 mit Snapdragon 845.
Ab 340 Euro bekommt man in China das kleinere Meizu 16 mit Snapdragon 845.
Keine Notch und dennoch über 91 Prozent Screen-to-Body-Ratio, dazu erstmals bei Meizu ein aktueller Qualcomm-Flaggschiff-SoC im eleganten schwarzen oder weißen Glasgehäuse, ein Fingerabdrucksensor im Display und das alles zu Preisen ab 340 Euro. Meizu 16 und Meizu 16 Plus sind die idealen China-Flaggschiffe, oder?

Meizu will es jetzt endlich mal wissen. Selbst bei den Vorgängern des Meizu 16 und Meizu 16 Plus gab es noch eher Midrange-Kost und traditionelles 16:9-Design, von der MediaTek-Vergangenheit der Chinesen ganz abgesehen. Erstmals greift Meizu beim gestern Abend neu vorgestellten Flaggschiff-Duo aber auf einen aktuellen Qualcomm-Prozessor der Oberklasse zurück. Sowohl das 6 Zoll-Modell Meizu 16 als auch der große Bruder mit 6,5 Zoll Display bieten die Performance eines Snapdragon 845, entweder zusammen mit 6 oder 8 GB RAM sowie 64 oder 128 GB schnellen UFS 2.1 Speicher.

Fingerabdrucksensor direkt im Display

Das Display ist in beiden Fällen ein Super AMOLED-Panel mit der Full-HD+-Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixeln und in allen Varianten, also selbst der günstigsten um umgerechnet 340 Euro packt Meizu einen optischen Fingerabdrucksensor unter das Display, welches übrigens laut Herstellerangaben 91,18 Prozent Screen-to-Body-Ratio erreicht, fast soviel wie Vivos NEX S oder Oppos Find X, die dafür aber auf motorisierte Kameraeinheiten zurückgreifen müssen.

Hohe Screen-to-Body-Ratio ohne Notch

Meizu orientiert sich hier eher an Samsungs Flaggschiffen und hat die Ränder oben und unten auf das allernötigste reduziert ohne auf diese Tricks oder eine Notch zurückzugreifen - sehr löblich, denn dadurch erscheinen die Meizu 16-Flaggschiffe sehr symmetrisch und elegant. An der Rückseite ist eine Dual-Cam zu sehen, die aus einer 12 Megapixel- und einer 20 Megapixel-Cam besteht, erstere bietet eine recht gute F/1.8 Blende, letztere ist mit F/2.6 dann aber deutlich kleiner. Die Hauptlinse ist optisch in 4 Achsen stabilisiert. An der Front gibt es eine 20 Megapixel Selfie-Cam mit Gesichtserkennung, allerdings ohne 3D-Sensoren.

Modem leider auf üblichem Billig-Niveau

Einige weitere Goodies sind die Stereolautsprecher an jeder Seite, der nach wie vor integrierte Kopfhöreranschluss sowie eine recht gute Funksektion mit Bluetooth 5 und 2x2 Gigabit WLAN, beim LTE-Modem greift Meizu aber unverständlicherweise auf ein sehr eingeschränktes Modell zurück, das mangels Unterstützung für Band 20 schon in Europa auf 3G-Niveau zurückfallen wird, weltweite schnelle LTE-Downloads sind damit ausgeschlossen. Sehr schade, dass Meizu in diesem einen Bereich dem klassischen Billig-China-Image treu bleibt. Mit 7,3 mm sind beide Meizu 16-Varianten sehr dünn, bieten aber auch nur 3.010 mAh (Meizu 16) oder 3.640 mAh (Meizu 16 Plus) Akkus, die via USB-C geladen werden.

Preise und Verfügbarkeit

Softwaremäßig greift Meizu natürlich auf Android Oreo mit seiner eigenen Flyme-Oberfläche in Version 7 zurück, setzt aber wie Android Pie bereits auf eine gestenbasierte Steuerung, die wohl bald zum Standard wird. Mit 6 GB RAM und 64 GB Speicher kommt das Meizu 16 auf 2.700 Yuan, das entspricht 340 Euro, für jeweils 300 Yuan oder 38 Euro mehr bekommt man dann 128 GB Speicher und schließlich auch 8 GB RAM. Das Plus-Modell startet bei 3.200 Yuan (404 Euro) und steigert sich ebenfalls in 38 Euro-Schritten auf 128 GB Speicher und 8 GB RAM. Ausgeliefert wird in China ab dem 20. August.

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Autor: Alexander Fagot,  9.08.2018 (Update:  9.08.2018)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.