Naughty Dog und Bungie offenbar unter den Studios, von denen Sony mehr PS5-Spiele erwartet

Einige Fans hatten mit mehr First-Party-Spielen für die PlayStation 5 gerechnet. Studios wie Naughty Dog sollen schließlich exklusive Inhalte für die PlayStation-Hardware entwickeln. Auch Bungie spielt inzwischen eine wichtige Rolle bei den plattformübergreifenden und Live-Service-Ambitionen von Sony. Laut dem Bloomberg-Insider Jason Schreier hatte Sony bei beiden Studios offenbar mit einem höheren Output gerechnet.
Große Investitionen bei sinkender Ausbeute
Auf Bluesky sprach Schreier zuletzt über aktuelle Neuigkeiten rund um Bungie. Nach dem Niedergang von Destiny 2 soll die fehlende Finanzierung der Grund dafür sein, warum das Studio noch nicht mit der Entwicklung von Destiny 3 begonnen habe. Ein Spieler argumentiert, dass sich Sony ebenso Sorgen um die Ausgaben bei Naughty Dog machen sollte. Der Reporter antwortet darauf lediglich: „Oh, damit haben sie definitiv ein Problem.“
Später stellte Schreier in den ResetEra-Foren klar, dass er damit nicht ausschließlich Naughty Dog gemeint habe. Sony sei bei all seinen Studios zunehmend frustriert über explodierende Budgets und immer längere Entwicklungszeiten. Naughty Dog gelte jedoch als ein besonders gutes Beispiel dafür, wie sich die Branche hin zu weniger, dafür aber deutlich teureren AAA-Produktionen entwickelt habe.

Für die Konsolen PlayStation 3 und PlayStation 4 veröffentlichte das kalifornische Studio Naughty Dog seine Spiele noch in vergleichsweise kurzen Abständen. Uncharted: Drake’s Fortune erschien bereits 2007 und wurde später von zwei weiteren Ablegern der Action-Adventure-Reihe gefolgt. Hinzu kam The Last of Us Part I, das den Grundstein für die beeindruckenden Verkaufszahlen der gesamten Reihe legte.
Dieses Momentum konnte das Studio allerdings nicht beibehalten. Viele Fans zeigen sich enttäuscht über die geringe Anzahl an exklusiven Naughty-Dog-Spielen für die PlayStation 5. Statt neuer Titel konzentrierte sich das Unternehmen zuletzt vor allem auf Remakes, Remaster und PC-Ports rund um die The Last of Us-Marke.
Das AAA-Dilemma
Als Grund für die ausbleibenden Neuveröffentlichungen nennen Kritiker vor allem die immer längeren Entwicklungszeiten moderner AAA-Spiele. Derzeit liegt der Fokus des Studios auf dem kostspieligen Projekt Intergalactic: The Heretic Prophet. Die Entwicklung des Sci-Fi-Spiels begann Berichten zufolge bereits 2020, ein konkreter Veröffentlichungstermin ist aber weiterhin nicht bekannt. Fans hoffen nun auf ein Update beim Summer Game Fest oder einem anderen Showcase im Juni.
Auch Sonys verstärkter Fokus auf Live-Service-Spiele könnte eine Rolle gespielt haben. Naughty Dog soll Berichten zufolge sieben Jahre lang an dem Multiplayer-Projekt The Last of Us Online gearbeitet haben. Obwohl sich das Spiel bereits in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium befand, wurde das Projekt 2023 eingestellt. Die teure Entwicklung habe den Fortschritt bei Singleplayer-Spielen behindert – also genau dem Bereich, für den das Studio ursprünglich bekannt wurde.
Die langen Wartezeiten betreffen allerdings nicht nur PS5-Exklusivtitel oder die plattformübergreifenden Spiele von Sony Interactive Entertainment. Das wohl bekannteste Beispiel ist Grand Theft Auto VI von Rockstar Games, dessen Veröffentlichung nun mit steigender Wahrscheinlichkeit im November erwartet wird. Die offene Spielwelt soll unzählige Stunden Spielzeit bieten und durch regelmäßige neue Inhalte erweitert werden. Selbst wenn die Kampagne kürzer ausfallen sollte, hoffen Fans, dass sich das lange Warten auf Intergalactic am Ende ebenfalls auszahlt.









