Nothing Phone (4b): Wie hell ist das Display wirklich?

Das Display gehört zu den auffälligsten Merkmalen des Nothing Phone (4b). Mit 6,77 Zoll ist das AMOLED-Panel großzügig dimensioniert und arbeitet mit einer adaptiven Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz. Nothing nennt eine Spitzenhelligkeit von 2.000 nits. Auf dem Papier klingt das nach einer guten Voraussetzung für den Einsatz im Freien. In unserem Test zeigt sich allerdings ein anderes Bild. Wir messen maximal 1.160 cd/m². Damit bleibt das Smartphone deutlich unter dem beworbenen Spitzenwert.
Das bedeutet nicht, dass das Display grundsätzlich dunkel wäre. Im Alltag reicht die Helligkeit in vielen Situationen aus. Bei direkter Sonneneinstrahlung werden dem Phone (4b) aber durchaus die Grenzen aufgezeigt. Dann kann es schwierig werden, Inhalte komfortabel abzulesen. Wer häufig draußen fotografiert, navigiert oder Nachrichten liest, dürfte den Unterschied zu einem besonders hellen Panel bemerken.
Wie kann Nothing dennoch auf 2.000 nits kommen? Herstellerangaben zur Spitzenhelligkeit beziehen sich häufig auf spezielle Messbedingungen und sehr kleine, helle Bildbereiche. Der Wert beschreibt also nicht zwingend die Helligkeit, die das gesamte Display dauerhaft erreichen kann. Genau deshalb sind unabhängige Messungen für die Praxis aussagekräftiger.
Abseits der Helligkeit gefällt das Panel des 4b durchaus. Die 120 Hz sorgen für flüssige Animationen und Scrollbewegungen, Farben wirken kräftig und die große Diagonale eignet sich gut für Videos und Spiele. Beim PWM-Dimming arbeitet Nothing jedoch nur mit 480 Hz. Die 2.000 cd/m² sind damit weniger ein Alltagswert als ein technischer Spitzenwert unter bestimmten Bedingungen. Wer das Phone (4b) kauft (hier bei Amazon kaufen), bekommt ein gutes AMOLED-Display, sollte aber nicht erwarten, dass es in der Praxis tatsächlich so hell wird.









