Die meisten kompakten eGPUs, die derzeit speziell für die Nutzung mit Gaming-Handhelds vermarktet werden, basieren aktuell auf der AMD Radeon RX 7600M XT, wie etwa die Minisforum MGA1 (ca. 539 Euro auf Amazon). Handheld-Spezialist ETA Prime zeigt im unten eingebetteten Video nun einen Prototyp, der auf der Desktop-Version der Nvidia GeForce RTX 5060 basiert.
Die Grafikkarte ist trotzdem ausgesprochen kompakt, auch wenn das 280 Watt Netzteil ungefähr gleich groß wie die eGPU ausfällt. Der Anschluss an einen Gaming-Handheld erfolgt wahlweise über OCuLink (64 Gbit/s), über USB 4 (40 Gbit/s) oder über Thunderbolt 5 (80 Gbit/s), wobei dieser Standard vom aktuellen Prototyp noch nicht unterstützt wird. In der Praxis dürfte es keinen Performance-Unterschied zwischen OCuLink und Thunderbolt 5 geben, da PCIe-Geräte auch bei Thunderbolt 5 nur eine Bandbreite von 64 Gbit/s erzielen.
Monitore können über zweimal HDMI und zweimal DisplayPort angeschlossen werden. Die GeForce RTX 5060 Desktop-Grafikkarte mit 3.840 CUDA-Recheneinheiten und 8 GB GDDR7-Grafikspeicher zeigt trotz der eingeschränkten Bandbreite eine passable Gaming-Performance. Im Test konnte Cyberpunk 2077 in 1.440p-Auflösung im "Ultra"-Preset mit DLSS Balanced mit durchschnittlich 73 Bildern pro Sekunde dargestellt werden, mit DLSS 4 Multi-Frame-Generation steigt die Bildrate auf über 150 fps.
Doom: The Dark Ages erreicht allerdings nur zwischen 50 und 60 Bilder pro Sekunde in 1.080p-Auflösung. Forza Horizon 5 läuft dagegen einwandfrei, denn die eGPU erzielt in 1.440p-Auflösung mit "Ultra"-Details durchschnittlich 93 fps, während Ghost of Tsushima in 1.440p mit "sehr hohem" Detailgrad und DLSS Balanced immerhin rund 76 fps erreicht. Derzeit ist nicht bekannt, von welchem Hersteller dieser eGPU-Prototyp stammt, oder wann die eGPU auf den Markt kommen wird.
























