OneXPlayer 3 überrascht im Vergleich mit der Valve Steam Machine

Auf den ersten Blick erscheint es unfair, die tragbare Spielkonsole OneXPlayer 3 mit ihrer TDP von lediglich 45 W mit der Valve Steam Machine zu vergleichen, einer Heimkonsole mit bis zu 140 W. Moderne mobile APUs von Intel und AMD haben sich jedoch erheblich weiterentwickelt und verfügen mittlerweile über leistungsstarke integrierte Grafikeinheiten (iGPUs). Der Vergleich zwischen dem OneXPlayer 3 und der Steam Machine ist daher durchaus interessant, insbesondere weil der Handheld mit der Intel Arc G3 Extreme ausgestattet ist.
Die Intel Arc G3 Extreme zählt zu den leistungsstärksten x86-APUs für Gaming auf dem Markt. Sie kombiniert eine 14-Kern-Intel-Panther-Lake-CPU mit einer 12-Kern-Xe-Arc-B390-iGPU. Letztere erweist sich als besonders leistungsfähige Gaming-iGPU, wie wir bereits in unserem Test des MSI Claw 8 EX AI+ feststellen konnten.
Die Tests von ETA Prime, in denen der OneXPlayer 3 und die Steam Machine verglichen wurden, zeigen, dass der OneXPlayer 3 trotz des deutlichen Leistungsunterschieds alles andere als langsam ist – selbst im Vergleich zu einer Heimkonsole.
In Cyberpunk 2077 erreichten der OneXPlayer 3 und die Steam Machine bei 1080p, hohen Einstellungen und Bild-Upscaling im Modus „Qualität“ durchschnittlich 79 bzw. 109 FPS. Der OneXPlayer 3 ist damit 25 % langsamer, was deutlich besser ausfällt, als die technischen Daten und der Unterschied bei der TDP vermuten lassen.
Noch überraschender ist jedoch, dass der OneXPlayer 3 die Steam Machine in Forza Horizon 6 sowohl bei 1080p als auch bei 1440p übertraf. Der OneXPlayer 3 erreichte in Forza Horizon 6 bei 1080p, hohen Einstellungen und XeSS im Modus „Qualität“ 68 FPS, während die Steam Machine unter denselben Bedingungen 67 FPS erzielte. Bei 1440p ohne Bild-Upscaling übertraf der OneXPlayer 3 die Steam Machine ebenfalls und erreichte 51 gegenüber 41 FPS.
Die Leistung der Steam Machine in Forza Horizon 6 steht in starkem Kontrast zu ihrer Leistung in Cyberpunk 2077. Dies deutet darauf hin, dass Forza unter Windows deutlich besser läuft als unter SteamOS.
In Shadow of the Tomb Raider war der OneXPlayer 3 bei hohen Einstellungen und ohne Bild-Upscaling in 1080p bzw. 1440p lediglich 18 % bzw. 7 % langsamer als die Steam Machine.
ETA Prime zeigt schließlich, dass die Multi-Frame-Generierung (MFG) der Intel Arc G3 Extreme es dem Handheld ermöglicht, in Crimson Desert eine Leistung zu erreichen, die nahe an die der Steam Machine herankommt, die ebenfalls MFG nutzt.

Kurz gesagt: Der OneXPlayer 3 mit Intel Arc G3 Extreme zeigt, warum moderne Handheld-Konsolen mittlerweile so leistungsfähig sind, dass man kaum noch zwischen Portabilität und Performance wählen muss. Das derzeit größte Problem ist jedoch der Preis. Der OneXPlayer 3 kostet ab 1.200 Euro. Für diesen Preis bekommt man bereits einen vollwertigen Gaming-PC mit RTX 5070 oder eine Nintendo Switch 2 zusammen mit einer Sony PlayStation 5 für rund 900 Euro.












