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Teaser

Open-World-Hit mit Abstrichen: Crimson Desert im Test

Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Kaum ein Game sorgt auf Steam derzeit für so viel Wirbel wie Crimson Desert. Erfahren Sie in unserem Benchmark-Check, ob das riesige Action-RPG überambitioniert ist oder erfreulich rund läuft.
Florian Glaser Veröffentlicht am
Gaming Laptop / Notebook Desktop Gamecheck

Technik, Settings & Benchmark

Nach unserer Anspiel-Session können wir sagen, dass Crimson Desert, welches vom eher unbekannten Studio Pearl Abyss stammt, ein paar ganz klare Stärken besitzt, aber auch so manche Schwächen hat. Auf der positiven Seite wäre neben der gigantischen Spielwelt (sofern man auf Open-Worlds steht) vor allem das gelungene Kampfsystem zu nennen. Letzteres entpuppt sich als sehr dynamisch, temporeich und schick inszeniert. Auch außerhalb der Kämpfe punktet der Titel mit hübschen Animationen.

Weniger gut hat uns die Steuerung mit Maus und Tastatur gefallen, welche einige Einarbeitungszeit erfordert. Zwar ist die Bedienung kein totaler Reinfall, wirkt an vielen Stellen jedoch nicht ganz zu Ende gedacht, weil sie teils überladen und nicht sehr intuitiv erscheint inklusive seltsamen Tastenbelegungen. Hier haben es die Entwickler in unseren Augen etwas mit den Features bzw. Spielmechaniken übertrieben, was entsprechend zu einer unnötig hohen Komplexität führt.

Crimson Desert
Crimson Desert
Crimson Desert
Crimson Desert
Crimson Desert
Crimson Desert
Crimson Desert
Crimson Desert
Crimson Desert
Crimson Desert

Technisch macht das Spiel schon kurz nach Release derweil einen recht guten Eindruck, wenn man kleinere Probleme wie etwas hohe Ladezeiten und aufploppende Objekte (Figuren etc.) ausklammert. Sofern man mindestens mittlere Settings wählt, zaubert die verwendete Engine sehr schöne Landschaften und Siedlungen bzw. Städte auf den Bildschirm. Nicht zuletzt dank der dichten Vegetation (welche sich manchmal jedoch arg schnell bewegt) und den vielen Effekten erweist sich die Spielwelt als ungemein detailliert und lebendig. Insgesamt hat uns der Titel an eine Mischung aus Kingdom Come Deliverance und Dragon's Dogma erinnert, wobei es diverse weitere Einflüsse bzw. Anleihen gibt (das Endergebnis fühlt sich trotzdem sehr eigenständig an).

Video Options
Video Options
Graphics Options
Graphics Options

Lob gibt es auch für das umfangreiche Grafikmenü, das in gleich zwei Reiter aufgeteilt ist. Angefangen mit den Video-Optionen, bei denen sich nicht nur die Auflösung, sondern unter anderem auch das Upscaling ändern lässt. Zwar unterstützt Crimson Desert kein XeSS, dafür sind FSR 3.1 sowie DLSS 4.0 und DLSS 4.5 an Bord. Wie es sich für ein aktuelles Game gehört, beherrscht der Titel darüber hinaus Frame Generation. Auf Wunsch lässt sich auch Ray Reconstruction aktivieren, das für eine nochmals schönere und glaubwürdigere Beleuchtung sorgt (siehe Screenshots weiter unten).

Ray Tracing, das sich in den Graphics-Optionen tummelt, ist ab dem Preset Medium aktiv. Apropos Presets: Die Entwickler haben gleich sechs Voreinstellungen integriert, welche von Minimum bis hin zu Cinematic reichen. Wer die Qualitätsregler lieber selbst anpasst, kann sich im Graphics-Menü auch so austoben. Praktisch: Mithilfe der eingebauten VRAM-Anzeige lässt sich der Bedarf an Videospeicher abschätzen. Änderungen an den Settings erfordern dabei keinen Neustart.

Cinematic Preset with Ray Reconstruction
Cinematic Preset with Ray Reconstruction
Cinematic Preset
High Preset
Medium Preset
Minimum Preset

Unsere Benchmark-Sequenz findet nach dem Tutorial(-Kampf) im düsteren Wald statt, sobald man die offene Welt erreicht (Savepoint: New Journey, Gebiet: Hernandian Territory bzw. Hernand Town). Wie Sie anhand des Videos sehen können, laufen wir mit dem Hauptcharakter für knapp 40 Sekunden eine bestimmte Strecke entlang. Die Performance wird dabei mit dem Tool CapFrameX aufgezeichnet.

Ergebnisse

FHD / 1.920 x 1.080

Angesichts der gebotenen Grafikqualität sind die Systemanforderungen gerechtfertigt bzw. mehr als in Ordnung. Mit einer aktuellen Midrange-GPU auf dem Level der GeForce RTX 5060 Laptop lassen sich beim Einsatz von 1.920 x 1.080 Pixeln auch maximale Settings flüssig zocken.

Crimson Desert
    1920x1080 Minimum Preset     1920x1080 Medium Preset     1920x1080 High Preset     1920x1080 Cinematic Preset
NVIDIA GeForce RTX 4080, i9-13900K
Desktop-PC Asus ROG Strix Z790-F
202 (92.9min, 137.2P0.1, 159.8P1) fps ∼100%
149.5 (39min, 112.7P0.1, 129.5P1) fps ∼100%
146.9 (100.9min, 111.6P0.1, 123.2P1) fps ∼100%
127.6 (59.3min, 104.5P0.1, 109.6P1) fps ∼100%
NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop, Ultra 9 275HX
XMG Neo 16 E25
130.4 (57.1min, 72.1P0.1, 91.7P1) fps ∼65%
109 (30.5min, 70.1P0.1, 83.5P1) fps ∼73%
106.1 (65.5min, 71.1P0.1, 81P1) fps ∼72%
94.2 (57.1min, 62.1P0.1, 69.5P1) fps ∼74%
NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop, Ultra 9 275HX
Tuxedo Stellaris 16
144.2 (78.9min, 93.1P0.1, 112.4P1) fps ∼71%
107.1 (49.9min, 75.9P0.1, 85.4P1) fps ∼72%
103.8 (51.7min, 65.9P0.1, 75.8P1) fps ∼71%
90.6 (55.8min, 61.2P0.1, 65.7P1) fps ∼71%
NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop, Ultra 9 275HX
XMG Fusion 16 M25
116.7 (42.8min, 76P0.1, 93.1P1) fps ∼58%
68.9 (52.4min, 53.4P0.1, 56.4P1) fps ∼46%
67.3 (49.1min, 51.3P0.1, 54.9P1) fps ∼46%
55.9 (29.9min, 29.9P0.1, 30P1) fps ∼44%

QHD / 2.560 x 1.440 (+ Upscaling)

Bei einer Mischung aus 2.560 x 1.440 Pixeln und dem Preset Cinematic knackt eine mobile RTX 5060 immer noch die 40-fps-Marke.

Crimson Desert
    2560x1440 Cinematic Preset     2560x1440 Cinematic Preset + DLSS Balanced
NVIDIA GeForce RTX 4080, i9-13900K
Desktop-PC Asus ROG Strix Z790-F
99.1 (63.4min, 83.8P0.1, 87P1) fps ∼100%
122.3 (53.2min, 100.5P0.1, 105P1) fps ∼100%
NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop, Ultra 9 275HX
XMG Neo 16 E25
79.4 (49.5min, 53.3P0.1, 57.5P1) fps ∼80%
92.2 (44.2min, 53.8P0.1, 66.9P1) fps ∼75%
NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop, Ultra 9 275HX
Tuxedo Stellaris 16
67.9 (45.9min, 47P0.1, 52P1) fps ∼69%
85.4 (52.1min, 56.5P0.1, 64P1) fps ∼70%
NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop, Ultra 9 275HX
XMG Fusion 16 M25
42 (29.6min, 29.9P0.1, 30P1) fps ∼42%
51.5 (29.7min, 29.9P0.1, 30P1) fps ∼42%

UHD / 3.840 x 2.160 (+ Upscaling)

Analog zum kürzlich getesteten Death Stranding 2 wird ein High-End-Chip erst im 4K-Bereich nötig, sofern man auf Upscaling verzichtet. 3.840 x 2.160 Pixel und volle Details sind ab einer GeForce RTX 5080 Laptop gut spielbar. Die Resultate mit aktivem DLSS (in unserem Fall Balanced) können Sie der Tabelle entnehmen.

Crimson Desert
    3840x2160 Cinematic Preset     3840x2160 Cinematic Preset + DLSS Balanced
NVIDIA GeForce RTX 4080, i9-13900K
Desktop-PC Asus ROG Strix Z790-F
59.1 (50.6min, 50.9P0.1, 51.9P1) fps ∼100%
80.4 (54.4min, 68.6P0.1, 71.2P1) fps ∼100%
NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop, Ultra 9 275HX
XMG Neo 16 E25
50.9 (41.6min, 42.8P0.1, 44.3P1) fps ∼86%
65.7 (39.6min, 52.1P0.1, 57.5P1) fps ∼82%
NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop, Ultra 9 275HX
Tuxedo Stellaris 16
42.1 (34.6min, 35.4P0.1, 36.7P1) fps ∼71%
55.4 (33.7min, 48.2P0.1, 49.2P1) fps ∼69%
NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop, Ultra 9 275HX
XMG Fusion 16 M25
23.2 (18.8min, 19.2P0.1, 19.9P1) fps ∼39%
33.7 (28.2min, 28.5P0.1, 30P1) fps ∼42%

(Multi) Frame Generation

Frame Generation wurde natürlich ebenfalls überprüft. Anhand von Nvidias aktuellem Notebook-Spitzenreiter, der RTX 5090 Laptop, erkennt man zum Beispiel, dass bereits MFGx2 für einen ordentlichen Performance-Boost sorgt. Mit MFGx4 klettert die Framerate im Vergleich zu reinem DLSS sogar um fast das Dreifache.

3.840 x 2.160, Cinematic Preset DLSS Balanced DLSS Balanced + MFGx2 DLSS Balanced + MFGx4
GeForce RTX 5090 Laptop 66 fps (1 % low: 46 fps) 105 fps (1 % low: 36 fps) 177 fps (1 % low: 33 fps)
GeForce RTX 5080 Laptop 55 fps (1 % low: 40 fps) 88 fps (1 % low: 35 fps) 145 fps (1 % low: 32 fps)

Fazit - Anspruchsvolles Mega-ARPG

Auch wenn Crimson Desert sicherlich kein perfektes Spiel ist (Stichwort Steuerung), läuft der ambitionierte Titel schon kurz nach dem Verkaufsstart erstaunlich gut und sieht dank seiner enormen Weitsicht und dem hohen Detailgrad oft wahnsinnig schön aus, zumal die Spielwelt sehr lebendig wirkt.

Testsysteme

XMG Neo 16 E25 (RTX 5090 Laptop)
XMG Neo 16 E25 (RTX 5090 Laptop)
Tuxedo Stellaris 16 Gen7 (RTX 5080 Laptop)
Tuxedo Stellaris 16 Gen7 (RTX 5080 Laptop)
XMG Fusion 16 M25 (RTX 5060 Laptop)
XMG Fusion 16 M25 (RTX 5060 Laptop)

Übersicht

Da Gaming-Benchmarks sehr zeitaufwändig sind und teilweise durch Aktivierungsbeschränkungen hinausgezögert werden, können wir zur Veröffentlichung der Artikel nur eine begrenzte Zahl an Ergebnissen präsentieren. Weitere GPUs folgen.

Einschränkungen anzeigen
PosModell< PrevNext >Crimson Desert
 Crimson Desert (2026)
low
1920x1080
Minimum Preset
med.
1920x1080
Medium Preset
high
1920x1080
High Preset
ultra
1920x1080
Cinematic Preset
QHD
2560x1440
Cinematic Preset
4K
3840x2160
Cinematic Preset
NVIDIA GeForce RTX 4080
202
149.5
146.9
127.6
99.1
59.1
NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop
144.2
107.1
103.8
90.6
67.9
42.1
NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop
116.7
68.9
67.3
55.9
42
23.2
(-) * Geringere Werte sind besser. / n123 Anzahl der Benchmarks die zu diesem Wert beitragen / * Geschätzte Position

 

Legende
5ruckelt - Das Spiel wird in dieser Detailstufe wahrscheinlich nicht flüssig mit dieser Grafikkarte laufen. Mindestens ein Benchmarkwert ist kleiner als 25fps
könnte ruckeln - Interpolierte Information. Bei einer langsameren Grafikkarte wurde dieses Spiel als ruckelnd klassifiziert und daher wird dies auch bei dieser angenommen, da keine Benchmarkwerte eingetragen sind.
30flüssig - Dieses Spiel sollte in den betroffenen Einstellungen flüssig laufen, da kein Benchmarkwert eingetragen wird, der die Grenze unterschreitet: 25fps
40flüssig - Dieses Spiel sollte in den betroffenen Einstellungen flüssig laufen, da kein Benchmarkwert eingetragen wird, der die Grenze unterschreitet: 35fps
60flüssig - Dieses Spiel sollte in den betroffenen Einstellungen flüssig laufen, da kein Benchmarkwert eingetragen wird, der die Grenze unterschreitet: 58fps
könnte flüssig laufen - Eine langsamere Grafikkarte wurde als schnell genug klassifiziert und daher wird dies auch für diese geschätzt (da keine Benchmarkwerte eingetragen sind).
?unsicher - Zwei mögliche Fälle: Der kleinste gefundene Benchmarkwert ist zwar unter dem Grenzwert für eine flüssige Darstellung, jedoch ist der Durchschnitt darüber. Zweiter Fall, der Benchmarkwert ist unter der Grenze, jedoch ist die nächst-langsamere Karte als flüssig eingestuft.
unsicher vererbt - Die nächst-langsamere Karte ist als "unsicher" eingestuft und daher wird dieser Wert auch an schnellere Karten vererbt, die keine Benchmarkwerte haben.
Der Wert in den einzelnen Feldern beziffert die durchschnittlichen Bilder pro Sekunde. Bewegen Sie den Mauszeiger auf diesen Wert um eine detaillierte Auflistung aller Benchmarks zu sehen.
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Autor: Florian Glaser, 25.03.2026 (Update: 25.03.2026)