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#io19 | Pixel 3a & 3a XL: Google mischt die Mittelklasse auf

Das 3a bringt die besten Features des Pixel 3 in ein günstigeres Gerät. (Bild: Google)
Das 3a bringt die besten Features des Pixel 3 in ein günstigeres Gerät. (Bild: Google)
Mit dem Pixel 3a und 3a XL zeigt Google, wie ein Mittelklasse-Smartphone aussehen kann. Das Gerät bringt die wichtigsten Features des Pixel 3 in ein deutlich günstigeres Gesamtpaket, inklusive der Nachtsicht-Kamera, dem großen Akku und drei Jahren Android-Updates.

Gehäuse & Ausstattung

Die Ausstattung ist dem mehr als doppelt so teurem Pixel 3 zum Verwechseln ähnlich: Dieselbe Hauptkamera, OLED-Displays mit sehr ähnlichen Spezifikationen, sogar etwas größere Akkus, ein USB-C-Anschluss mit einem schnellen 18 Watt Ladegerät und als kleines Extra gibt's sogar wieder einen 3,5 mm Klinkenstecker.

Abstriche muss man vor allem beim Prozessor hinnehmen: Der Snapdragon 670 im 3a ist ein ganzes Stück langsamer als der ältere Snapdragon 845 im teureren Bruder. Bei den Materialien spart Google ebenfalls – statt Gorilla Glas 5 beim Display und einem Aluminium Unibody setzt das Mittelklasse-Gerät auf eine nicht näher beschriebene Displayabdeckung sowie ein Plastikgehäuse.

Die Weitwinkel-Frontkamera fehlt beim günstigeren Gerät ebenso wie die Wasserbeständigkeit oder die Möglichkeit, den Akku kabellos aufzuladen. In Anbetracht des enormen Preisunterschiedes scheinen die Abstriche aber größtenteils gute Kompromisse darzustellen.

Kamera

Als Highlight des Pixel 3a preist Google die Kamera des Geräts an. Anders als die meisten Konkurrenzgeräte in diesem Preisbereich kommt das 3a nicht etwa mit zwei oder drei Linsen oder einem hochauflösendem Sensor. Stattdessen setzt das Unternehmen auf die 12 MP Kamera, die auch beim Pixel 3 zum Einsatz kommt. In unserem Test konnte die Kamera relativ gut abschneiden, auch wenn sie mit einigen Konkurrenten nicht ganz mithalten kann.

Der Nachtmodus erlaubt es, im Dunkeln brauchbare Bilder zu schießen.
Der Nachtmodus erlaubt es, im Dunkeln brauchbare Bilder zu schießen.

Da nur eine Kamera zum Einsatz kommt, muss das Pixel für Funktionen wie künstliche Tiefenschärfe auf Software-Tricks zurückgreifen. Das funktioniert in vielen Fällen aber ausgesprochen gut, vor allem Googles Nachtmodus liefert in der Praxis häufig sehr gute Ergebnisse. Dazu gibt es wie gehabt unbegrenzten Cloud-Speicher für Fotos, allerdings nicht mehr in voller Auflösung.

Videos können maximal in 4k-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde oder wahlweise in 1.080p mit bis zu 120 fps aufgenommen werden. Auch die Frontkamera ist recht einfach gehalten: Ein 8 MP Sensor mit einem f/2.0 Objektiv ist für die Selfies verantwortlich, Videos können hier maximal mit 1.080p-Auflösung gemacht werden.

Preise und Verfügbarkeit

Sowohl das Pixel 3a als auch das 3a XL sind ab sofort in "Just Black" oder "Clearly White" erhältlich. Im Google Store kostet das kleinere Gerät 399 Euro, die XL-Variante 479 Euro. Aktuell erhält jeder Käufer einen kostenlosen Google Home Mini – dazu muss dieser einfach zusätzlich in den Warenkorb gelegt werden.

Spezifikationen

Pixel 3aPixel 3a XL
Display5,6 Zoll | 18,5:9 | OLED | 2.220 x 1.080 Pixel | 441 PPI6 Zoll | 18:9 | OLED | 2.160 x 1.080 Pixel | 402 PPI
Frontkamera8 MP | f/2.0 | Video: bis 1080p8 MP | f/2.0 | Video: bis 1080p
Rückkamera12,2 MP | f/1.8 | Bildstabilisierung | Video: 4k 30 fps, 1080p bis 120 fps12,2 MP | f/1.8 | Bildstabilisierung | Video: 4k 30 fps, 1080p bis 120 fps
ProzessorQualcomm Snapdragon 670 | Adreno 615Qualcomm Snapdragon 670 | Adreno 615
Arbeitsspeicher4 GB LPDDR4x4 GB LPDDR4x
Akku3.000 mAh | 18W USB-C-Netzteil3.700 mAh | 18W USB-C-Netzteil
AnschlüsseUSB-C | Nano-SIM | AUXUSB-C | Nano-SIM | AUX
Maße151 x 70 x 8,2 mm160 x 76 x 8,2 mm
Gewicht147g167g

 

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Autor: Hannes Brecher,  8.05.2019 (Update:  8.05.2019)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.