PlayStation: Gehackte PSN-Accounts von Journalisten zeigen massives Sicherheitsproblem

PlayStation-Konten lassen sich offenbar recht leicht hacken, eine Reihe von Vorfällen rückt die Schwachstelle nun in den Fokus. Sony hat bislang noch nicht reagiert, mehrere Nutzer, darunter auch eine Medienpersönlichkeit, haben in den vergangenen Tagen jedoch die Kontrolle über ihre Konten verloren. Das geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem die Preise für PlayStation-Plus-Mitgliedschaften steigen und Singleplayer-Spiele PC-Veröffentlichungen auslassen.
Colin Moriarty, der Inhaber von Last Stand Media und Host eines PlayStation-Podcasts, ist kürzlich Opfer eines Account-Hacks geworden. Dieser soll Teil einer Reihe von "Aktionen gegen zufällige und 'prominente' Nutzer" sein. In mehreren Beiträgen auf X hat Moriarty erklärt, dass ihn ein weiteres Opfer vor zwei Tagen gewarnt hatte, dass "sie" seine Informationen hätten und "sie" sein Konto bald übernehmen würden. Genau das ist dann auch passiert, obwohl er darauf geachtet hatte, keine verdächtigen Links anzuklicken oder sein Passwort irgendwo einzugeben.
Zudem hat sein Co-Podcaster Dustin Furman von Moriartys gehacktem Konto eine Nachricht mit dem Inhalt "you’re next" erhalten. Moriarty hat sich an den PlayStation-Support gewandt und darauf hingewiesen, dass möglicherweise prominente Medienpersonen sowie zufällige Spieler ins Visier genommen werden. Der Support schien davon allerdings nichts zu wissen. Anschließend wurde ihm mitgeteilt, dass eine Lösung drei Wochen dauern würde, während seine Kreditkartendaten in der Zwischenzeit aus dem Konto entfernt worden sind.
Dank seiner Kontakte in der Branche konnte Moriarty sein PlayStation-Konto wiederherstellen, bei vielen anderen Nutzern, die seit Monaten von solchen Vorfällen berichten, dürfte das aber nicht der Fall sein. Laut Pyo auf X ist es für Hacker sehr einfach, Zugriff auf das PSN-Konto einer Person zu erlangen. Benötigt werden lediglich die PSN-ID und ältere Transaktionsdaten, etwa eine Bestellnummer oder die letzten vier Ziffern einer Kreditkarte. Mit diesen Informationen nutzen die Angreifer Sonys internes Support-System, um die verknüpfte E-Mail-Adresse zu ändern und 2FA zu deaktivieren.
Das deutet auf eine größere Schwachstelle hin, die Sony umgehend beheben muss. Bislang hat sich das Unternehmen dazu nicht geäußert.
















