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Powerstation Bluetti AC200MAX mit zwei 350-W-Solarmodulen im Hands-On: Wie weit kommt man mit der großen Inselanlage?

Ein Stück Unabhängigkeit für 3.500 Euro. Zwei 350-W-Solarmodule klingen nach Balkonkraftwerk, aber wir testen sie heute als Teil einer Inselanlage mit der Powerstation ("Solargenerator") Bluetti AC200 Max als 2.048-Wh großen Energiespeicher. Wie weit kommt man damit komplett abseits des eigenen Stromnetzes?

Balkonkraftwerke und Inselanlagen erleben aktuell einen regelrechten Boom. Indikatoren dafür sind zum Einen die fast täglich neu auftauchenden Produkte auf Amazon und Co, andererseits auch die hohen Viewzahlen in unseren eigenen News, Tests, Deals und anderen Artikeln zu "Solargeneratoren", Solarspeichern, Powerstations und Solarpanels.

Einen ersten Einstieg in das Thema gab es für mich durch meinen Test der sehr kleinen, handlichen Powerstation Anker 521. Der tragbare Energiespeicher lässt sich problemlos mit an den See nehmen.

Das ist bei der nun vorliegenden, fast riesigen Powerstation Bluetti AC200Max nur bedingt der Fall, immerhin wiegt das Teil 28 kg, also etwa so viel wie 1,5 Kästen Bier! Hier habe ich es also mit einer ganz anderen Klasse an Energiespeichern zu tun (ja, auch im Vergleich zum Bier).

Damit wir die Megabox auch selbst wieder aufladen können, und zwar abseits der Steckdose, hat uns Bluetti noch zwei PV350 Solarpanel mit jeweils 350 W Peakleistung beigelegt. Diese sind zwar falt- und daher ebenfalls tragbar, mit jeweils 14 kg aber auch nicht unbedingt Strandkandidaten. Mit allen drei Teilen zusammen trägt man also in jeder Hand 28 kg und ist mal eben um mindestens 3.500 Euro ärmer, dafür aber vermeintlich reicher an Unabhängigkeit!

PV350 gefaltet: 90,5 x 61,3 x 6,5 cm; 14 kg
PV350 gefaltet: 90,5 x 61,3 x 6,5 cm; 14 kg
Aufgeklappt über 2m lang: 240 x 90,5 cm
Aufgeklappt über 2m lang: 240 x 90,5 cm

Leistung & Funktionen - Touchscreen, App, 2200 W

Stapelbar: Kann mit 2x B230 oder 2x B300 erweitert werden
Stapelbar: Kann mit 2x B230 oder 2x B300 erweitert werden
Einstellungen am Touchscreen
Einstellungen am Touchscreen

Schuld an dem hohen Gewicht sind die Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePO4) im Inneren, welche auch in E-Autos eingesetzt werden. Diese sind dafür aber auch deutlich resistenter (gegen hohe Temperaturen, Erschütterungen, Druck) und vor allem auch langlebiger als die etwas leichteren Nickel-Mangan-Cobalt-Akkus (NMC).

Mit ganzen 2.048 Wh (Anker 521 = 256 Wh) hat man beim AC200 Max eine deutlich größere Energieunabhängigkeit, die zudem noch über zwei zusätzliche Energiespeicher auf bis zu 8.192 Wh erweitert werden kann. Hinzu kommen zahlreiche Anschlüsse, App-Steuerung, 2x 15 W kabelloses Ladepad sowie hohe Lade- und Entladeleistungen.

Ganze 2.200 W kann die Box nämlich konstant liefern, sehr kurze Anlaufleistungen von über 4.000 W sind auch kein Problem. Denn viele Geräte benötigen für sehr kurze Zeit eine zunächst deutlich höhere Anlaufleistung, was kleinere Powerstations oftmals nicht aufbringen können.

Praktisch ist bei der AC200 Max die Bedienung, sie erfolgt ausschließlich über den guten Touchscreen an der Vorderseite. Hier lassen sich Ausgänge aktiv schalten, Einstellungen vornehmen, Spannungen, Stromstärken, Lade- und Entladeleistungen ablesen und vieles mehr.

Oben: 2 kabellose Ladepads
Oben: 2 kabellose Ladepads
Rechts: Lüfter springt an wenn der Akku warm wird
Rechts: Lüfter springt an wenn der Akku warm wird

Einsatzgebiete - Stromausfall, Handwerker, Camper & Co

Bluetti bewirbt die AC200 Max quasi als den modularen Allrounder in ihrem Produktangebot. Letztlich kann die Powerstation bei entsprechender Muskelkraft sowohl draussen als auch zu Hause eingesetzt werden.

Beim Camping versorgt sie Kühltaschen, Staubsauger etc. Wirklich praktisch ist auch die Verwendung von Geräten und Maschinen ohne eigenen Akku im Freien, wie zum Beispiel die elektrische Kettensäge, Bohrmaschine, Laubbläser, aber auch der elektrische Grill etc. Dadurch könnten auch Handwerker Gefallen an der steckdosenunabhängigen Box finden.

Küchengeräte (Bildquelle: Bluetti)
Küchengeräte (Bildquelle: Bluetti)
Elektrischer Grill (Bildquelle: Bluetti)
Elektrischer Grill (Bildquelle: Bluetti)
Maschinen für Handwerker (Bildquelle: Bluetti)
Maschinen für Handwerker (Bildquelle: Bluetti)

Im Inneren soll das System beim Überbrücken eventueller Stromausfälle helfen. Im Gegensatz zu deutlich kleineren Powerstations (wie der dafür handlichen Anker 521) lassen sich an die AC200 Max sogar Kühlschränke anschließen, aber auch andere Küchengeräte wie Wasserkocher, Toaster, Kaffemaschinen, Reiskocher und so weiter. 

Natürlich kann man auch Laptops daran betreiben, Smartphones sowieso und auch die Beleuchtung kann nicht nur betrieben, sondern dank App auch gesteuert werden. Die Einzelkanalleistung sinkt natürlich beim Betrieb mehrerer Geräte.

Bildquelle: Bluetti
Bildquelle: Bluetti

Zudem muss dabei die Laufzeit beachtet werden, denn gerade bei sehr energiehungrigen Geräten ist die Laufzeit selbst bei einer recht großen Powerstation doch stark begrenzt.

Die vermutlich optimistischen Schätzungen des Herstellers gehen von 30 bis 56 Stunden Kühlschrankbetrieb aus, etwa 136 Tassen Kaffee, über 80 Stunden Licht mit einer 40-W-Lampe, aber eben auch nur 1 Stunde Betrieb eines elektrischen Grills mit 1.650 W.

Geräte, die wie der erwähnte Grill den großen Akku extrem schnell leeren, dürften auch weniger "gesund" für die Langlebigkeit des Energiespeichers sein.

Anschlüsse - Vielseitig und geschützt

Natürlich braucht man Anschlüsse, um seine Geräte an der Powerstation zu betreiben, und die AC200 Max bietet eine Menge davon. Die Ein- und Ausgänge sind mit Gummischutzkappen versehen, sodass die Anschlüsse schmutz- und wassergeschützt sind.

Ausgänge & Nutzung

An Anschlussmöglichkeiten mangelt es der Powerstation nicht. Gleich 4 handelsübliche 230-V-Wechselstromsteckdosen sind mit an Bord, darüber hinaus 4 USB-A-Ausgänge (davon 2x Quickcharge), ein USB-C-Ausgang mit 100 W, ein 12V/10A Zigarettenanzünder-Anschlus, ein spezieller DC-Ausgang für Wohnmobile mit 12V/30A sowie zwei weiterere DC 5521 (12V/10A) Gleichstromausgänge im Steckerformat. 

Auf der glatten, ebenen Oberseite befinden sich noch zwei Ladepas für kabelloses Aufladen. Hier lassen sich kompatible Smartphones einfach auflegen und automatisch aufladen.

4 AC Steckdosen
4 AC Steckdosen
USB-Ports
USB-Ports
DC-Ports
DC-Ports

Betreiben lässt sich daran quasi alles, was die Gesamtleistung der jeweiligen Ausgänge nicht übersteigt. So schaffen die AC-Steckdosen dauerhaft 2.200 W zu liefern, als kurzzeitige Anlaufleistung sind sogar 4.800 W möglich (für 100 ms). Bei allen höheren Lasten schaltet die AC200 Max automatisch ab und schützt sich somit selbst.

Die meisten Anschlüsse müssen erst über den bequemen Touchscreen freigeschaltet werden, damit sie nicht permanent Strom abgeben.

Alle Ausgänge auf einen Blick (Bildquelle: Bluetti)
Alle Ausgänge auf einen Blick (Bildquelle: Bluetti)

Eingänge & Aufladung

Großes (ca. 23 x 10,5 x 6,5 cm) Netzteil mit 411,6 W
Großes (ca. 23 x 10,5 x 6,5 cm) Netzteil mit 411,6 W

Klar, der Akku muss geladen werden, dafür gibt es diverse Eingänge, welche alle zusammen an der unteren, linken Seite liegen. Über die zwei oberen Eingänge lässt sich das modulare System mit bis zu zwei weiteren Bluetti-Zusatzspeichern koppeln. So ist eine Gesamtkapazität von bis zu 8.192 Wh möglich. 

Die beiden unteren Eingänge sind zum Laden vorbehalten. Rechts dockt der Stecker des beiliegenden, riesigen 412-W-Netzteils an, sofern man die AC200 Max per Hausstrom aufladen möchte. 

Interessanter ist sicher der Eingang für den SA2010/S2B “Luftfahrtstecker“. Hier kommt alles andere rein, angefangen natürlich von den Solarmodulen bis hin zum Kfz-Stecker, Adapter dafür liegen bei.

Links: Erweiterungsinputs oben, DC- und AC-Eingänge unten
Links: Erweiterungsinputs oben, DC- und AC-Eingänge unten
Adapterkabel: "Luftfahrtstecker" ist blau
Adapterkabel: "Luftfahrtstecker" ist blau

Die Bluetti verträgt PV-Module bis zu einer Gesamtladeleistung von 900 W. Die Leerlaufspannung aller zusammengeschalteten Module darf zwischen 10 und 145 V liegen. Unsere zwei 350-W-Module müssen wir also zunächst in Reihe schließen (Plus auf Minus), wodurch sich die Leerlaufspannung sowie die Leistung auf etwas unter 100 V bzw. 700 W verdoppeln.

Anschließend können wir die Panel via Adapter an die Box anschließen. Sie verträgt einen Solar-Ladestrom von maximal 15,2 A, in Reihe geschaltet bleibt der Panel-Ladestrom bei maximal 9,2 A. Beim Anschluss der Panels schaltet sich die Station automatisch ein.

Neben der Aufladung via Kfz-Kabel, Säure-Bleibatterien oder sogar Kraftstoffgenerator verträgt die Powerstation sogar eine "Doppelaufladung". Dabei kann man sowohl das Netzteil als auch Solarmodule anschließen, wodurch sich der Speicher mit bis zu 1.400 W Gesamtladeleistung besonders schnell füllt. 

Im Gegensatz zur Bluetti ist bei manchen Powerstations das Netzteil übrigens praktischerweise gleich integriert, so lädt beispielsweise eine Anker 757 per (PC-) Netzstecker mit um die 1.000 W, die Bluetti benötigt neben dem klobigen 400-W-Netzteil noch ein zweites, zusätzlich zu kaufendes, um wenigstens mit 800 W zu laden.

Viele Lademöglichkeiten (Bildquelle: Bluetti)
Viele Lademöglichkeiten (Bildquelle: Bluetti)
Panel angeschlossen
Panel angeschlossen

Praxiserfahrung - Langes Aufladen, lange Nutzung

Aufladen via 2x PV350

Hinter dem riesigen Panel wirkt selbst die große Powerstation winzig
Hinter dem riesigen Panel wirkt selbst die große Powerstation winzig

Wer nur zur Miete in einer Wohnung wohnt, dürfte Schwierigkeiten bei der Aufladung haben. Auf dem Balkon haben die beiden 2,5 m langen Panels keinen Platz und die Box plus zwei Panele sind zu schwer, um sie jedes Mal in den Hof zu schleppen, sofern man nicht parterre wohnt und dieser überhaupt sonnenbeschienen ist.

Man braucht also Platz, am besten also ein eigenes Haus oder einen Garten oder Ähnliches. Natürlich ergibt das Set auch unterwegs im Camper Sinn. Ich habe es sowohl im Garten aufgestellt, als auch unterwegs auf der Wiese, als ich mit dem Auto unterwegs war. 

Mit nur einem Panel stieg die Kapazität der AC200 Max gegen 14:30 Uhr, Anfang Oktober bei gutem Sonnenschein, in etwa 30 Minuten von 68 auf 74 Prozent. Hochgerechnet wäre die Box bei diesen Wetterbedingungen also in etwas über 8 Stunden per Solar vollgeladen.

In 27 Minuten von 68 Prozent...
In 27 Minuten von 68 Prozent...
...auf 74 Prozent mit einem Panel
...auf 74 Prozent mit einem Panel
Guter Oktober-Sonnenschein
Guter Oktober-Sonnenschein
Ladeleistung: 36 V, 297 W
Ladeleistung: 36 V, 297 W

Wenige Tage später hatte ich beide Panels im Park im Einsatz, diesmal musste sich die Sonne aber immer wieder aus einem bewölkten Himmel herausdrängen, Wolken und Sonne wechselten sich ab. Diesmal kam ich in 30 Minuten ebenfalls nur auf einen Zuwachs von 6 Prozent, allerdings von 74 auf 80 Prozent. Man kann also davon ausgehen, dass mit höheren Kapazitäten die Aufladung länger dauert. Zudem verdoppelt sich der Ertrag nicht automatisch bei zwei Panels.

Plus an Minus, beide Panel in Reihe, dann an die Powerstation
Plus an Minus, beide Panel in Reihe, dann an die Powerstation
Die Sonne kommt aus den Wolken hervor
Die Sonne kommt aus den Wolken hervor
Wir starten bei 74 Prozent und laden mit 522 W bei durch leichte Schleierwolken bedeckter Sonne
Wir starten bei 74 Prozent und laden mit 522 W bei durch leichte Schleierwolken bedeckter Sonne
81 % nach 35 Minuten, wieder stärker wolkig, nur noch 212 W
81 % nach 35 Minuten, wieder stärker wolkig, nur noch 212 W

Nutzung der AC200 Max

Zunächst wurden testweise die komplett leeren Laptops Schenker XMG Focus 16 und Acer Predator Helios 300 voll aufgeladen, was etwa zwei Stunden gedauert hat. Ab einer bestimmten Zeit sprang dabei periodisch der Lüfter an. Die Kapazität sank infolge der Nutzung von 82 auf 66 Prozent. Ein anspruchsvoller Gaming-Laptop ließe sich also 10 bis 12 mal aufladen, Officemaschinen sicher deutlich häufiger.

Das XMG Neo 15 lädt mit 97 W auf
Das XMG Neo 15 lädt mit 97 W auf
Neo 15 plus Acer Predator Helios 300 laden 2 h lang mit 219 W auf.
Neo 15 plus Acer Predator Helios 300 laden 2 h lang mit 219 W auf.

Eine Tasse Kaffee am Espressoautomaten lässt die Kapazität von 66 auf 64 sinken, der Automat verbraucht etwa 1.300 W. Auch eine Bohrmaschine ließ sich problemlos an der AC200 Max betreiben.

Espressoautomat an der Powerstation
Espressoautomat an der Powerstation
Ca. 1.300 W Verbrauch lässt Kapazität nach 1 Tasse um 2 % sinken
Ca. 1.300 W Verbrauch lässt Kapazität nach 1 Tasse um 2 % sinken

Auch mein großer Beamer lief problemlos an der Powerstation. Der Verbrauch wird mit 243 W am Touchscreen angezeigt. 10 Minuten Betrieb ließen den Akkustand von 64 auf 62 Prozent sinken. Weniger schön war, dass zusätzlich zum Beamer-Betriebsgeräusch nach etwa 6 Minuten auch der Lüfter der AC200 Max ansprang und so die Filmkulisse etwas beeinträchtigte, da er mit über 38 dB (Abstand etwa 1 m) lauter ist als der Beamer im Quiet-Modus.

Beamer an der AC200 Max
Beamer an der AC200 Max
Verbraucht 243 W
Verbraucht 243 W
Ladepads funktionieren gut
Ladepads funktionieren gut

Die kabellosen Ladepads auf der Oberseite funktionierten mit meinem Mate 20 Pro ebenfalls sehr gut.

Allerdings ist kabelloses Laden wohl weniger effizient und "verschwendet" mehr Energie als beim Laden via Kabel.

Fazit - Starker Energiespeicher, starke Panels

Bluetti AC200 Max, zur Verfügung gestellt von Bluetti
Bluetti AC200 Max, zur Verfügung gestellt von Bluetti

Die AC200 Max ist eine große, schwere, aber dafür eben auch sehr ausdauernde Powerstation, die fast alle Geräte, auch größere, zuverlässig mit Strom versorgt.

Wirklich Spaß macht die Sache vor allem, wenn man den Strom dafür gleich selbst erzeugt. Dafür sollten es schon mindestens zwei 350-W-Panele sein, damit man nicht ewig mit dem Laden zubringt. Die beiden Bluetti PV350 machen da einen guten Job, auch in der Oktober-Nachmittagssonne lieferte ein Panel noch 300 W Ladeleistung ab.

Mobil ist das Set mit 28 + 14 + 14 kg nur sehr bedingt. Um es in den eigenen Garten zu stellen, geht der Kraftaufwand noch, auch lässt es sich unkompliziert im Auto mitnehmen. Alle Strecken die weiter als bis vor die Tür gehen, möchte man die schweren Teile aber nicht schleppen, selbst bis zur Tür wird man wohl eher zweimal gehen als alles zusammen zu tragen.

Daher eignet sich das Set besonders für Leute mit eigenem (Vor)Garten und/oder Campermobil, aber auch Handwerker, die unterwegs steckdosenunabhängig ihre Maschinen betreiben wollen oder Personen, die zu Hause etwaige Stromausfälle überbrücken möchten.

Eine Powerstation zu haben kann sich in zahlreichen Situationen als nützlich erweisen, selbst wenn sie über das Hausnetz aufgeladen wird (Handwerker, Überbrückung Stromausfall). Hier haben wir ein recht großes Modell mit viel Energie für fast alle Geräte.

Die Bluetti AC200 Max ist eine starke Powerstation, welche die meisten Geräte zuverlässig mit Strom versorgt. Zusammen mit den Bluetti PV350-Solarmodulen wird eine performante Inselanlage daraus, dafür braucht man aber auch Platz, Kraft und Geld.

Nachtrag

Die große Powerstation zeigt aber leider auch klar die Grenzen heutiger Batteriespeicher und unseren Energiebedarf auf: Trotz der Größe, des Gewichts und den vielen Dingen, die man daran betreiben kann, reicht es nur für eine läppische Stunde heizen (1650 W).Tatsächlich wurde ich im Park von mehreren Personen angesprochen, darunter auch von zeltenden Aussteigern, die dei riesige PV-Anlage und Powerstation sahen und mich fragten, ob sie damit auch einen Heizlüfter oder Ölradiator im kalten Winter betreiben könnten.

Letztlich macht dieser Anwendungsfall keinen Sinn: Man braucht mehrere Stunden bei gutem Sonnenwetter, um die Station aufzuladen, nur um sie in einer einzigen Stunde heizen wieder zu entleeren. Die Welt braucht dringend effizientere Energiespeicher und noch effizientere Heizmöglichkeiten.

Preise und Verfügbarkeit

Mittlerweile hat es der AC200 Max sogar bis in die lokalen Baumärkte geschafft und ist beispielsweise bei Hornbach für rund 2.100 Euro erhältlich. Auf der Bluetti-Homepage direkt gibt es immer mal wieder Aktionen, in denen die Produkte reduziert sind, so kostet die Powerstation auch aktuell bei Bluetti "nur" rund 2.000 Euro. Auf Amazon ist die AC200 Max ebenfalls zu haben, wahlweise als Set mit einem PV350-Solarpanel für insgesamt 2.900 Euro.

Feststellung: Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller zu Testzwecken kostenlos zur Verfügung gestellt.

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Autor: Christian Hintze, 20.10.2022 (Update: 20.10.2022)