Pragmata: Capcom limitiert Performance-Tests zu Pragmata wegen VRAM-Bedenken

Capcom hat mit Pragmata erneut einen Titel veröffentlicht, der auf Metacritic sehr gute Bewertungen erhalten hat. Dennoch deutet ein auf die Performance fokussierter Test von Pragmata darauf hin, dass die finale Version manche PCs stärker fordern könnte als die Demo. Digital Foundry hat festgestellt, dass eine GPU mit 8GB VRAM mit deutlichen Einbrüchen bei der Bildrate zu kämpfen hatte. Auffällig ist außerdem, dass der Publisher Testern nur erlaubt hat, Ergebnisse von einer einzigen Grafikkarte zu zeigen.
Wie sich VRAM auf die Performance von Pragmata auswirkt
Mit einer RTX 5090 in 4K hat Digital Foundry hohe fps gemessen, selbst bei maximalen Einstellungen. Auf einem Mittelklasse-System mit RTX 4060 in 1440p wirkt die Performance zunächst noch vielversprechend. Die Bildrate ist zwar gelegentlich auf 50 fps oder weniger gefallen, die Probleme werden aber deutlich stärker, sobald es über den Abschnitt aus der Demo hinausgeht.
Nach dem Erreichen des Kontrollzentrums sind stärkere Ruckler klar erkennbar. Die Messwerte sind deutlich unter 60 fps gefallen, und auch die danach folgende Straßenumgebung hat zusätzliche Schwierigkeiten bereitet. In einigen Zwischensequenzen ist die Bildrate im Performance-Test zu Pragmata sogar in den einstelligen Bereich eingebrochen.
Die Seite hat daraufhin die Einstellungen angepasst und den Shadow Cache deaktiviert. Direkt danach lief das Spiel weniger ruckelig und blieb deutlich näher an 60 fps. Der Tester hat festgestellt, dass das Freigeben von Speicher auf der RTX 4060 einen spürbaren Unterschied gemacht hat. Pragmata profitiert von Raytracing und haarbasierten Strähneneffekten, weshalb es wenig attraktiv wirkt, auf diese Vorteile zu verzichten.
PC-Spieler dürften zudem feststellen, dass die Optionsmenüs die Speicherauslastung nicht exakt wiedergeben. In 1440p sollte die RTX 4060 Capcoms Spiel mit DLSS im Balanced-Modus flüssig darstellen können. Digital Foundry geht davon aus, dass die Probleme eher auf eine VRAM-Beschränkung als auf fehlende Rechenleistung oder mangelnde Unterstützung für Nvidia-Funktionen zurückzuführen sind.
Capcom stellt Bedingungen für Benchmarks
Diese Analyse hat mehrere GPUs umfasst, bei vielen Tests zu Pragmata war das jedoch nicht der Fall. Wie sich laut TechPowerUp gezeigt hat, dürfen Journalisten Ergebnisse derzeit nur für eine einzelne Grafikkarte veröffentlichen. Der Autor hat diese Einschränkung als ungewöhnlich bezeichnet, wodurch nach der Veröffentlichung noch Änderungen nötig geworden sind.
Unklar bleibt, ob Capcoms Vorgabe mit einer schwachen Performance auf manchen PCs zusammenhängt. Websites könnten sich dafür entscheiden, ausschließlich Ergebnisse einer RTX 4060 oder einer anderen Grafikkarte mit 8GB VRAM zu zeigen. Unabhängig davon sollen ab dem 16. April ausführlichere Vergleiche veröffentlicht werden dürfen.
Einige Spieler befürchten, dass künftig mehr Titel diese Engpässe sichtbar machen werden. Trotz der anhaltenden Speicherknappheit hatte ein Gerücht zuletzt angedeutet, dass Nvidia die RTX 5060 und RTX 5060 Ti mit GDDR7-Speicher in höherer Kapazität ausstatten könnte.
Auch wir haben unsere ersten Eindrücke zu Pragmata bereits in einem YouTube Short veröffentlicht.









