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Social-Media-Sperre als Kinderschutz: EU-Experten für Mindestalter ab 13 Jahren

Der Sachverständigenausschuss zur Sicherheit von Kindern im Internet hat seine Empfehlungen an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen übergeben.
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Der Sachverständigenausschuss zur Sicherheit von Kindern im Internet hat seine Empfehlungen an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen übergeben.
Die Europäische Union bereitet für mehr Kinderschutz einen massiven Eingriff bei sozialen Netzwerken wie TikTok, Snapchat, Instagram und Co. vor. Um Kinder vor Sucht-Algorithmen und Cybermobbing zu schützen, fordert ein EU-Expertengremium ein Social-Media-Mindestalter von 13 Jahren. Kernstück der Strategie ist eine quelloffene App zur Altersverifikation.

Die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen macht ernst beim Jugendschutz im Internet. Grundlage für den neuen regulatorischen Vorstoß ist der aktuelle Bericht des Sachverständigenausschusses zur Sicherheit von Kindern im Netz. Die Experten unter Leitung von Maria Melchior und dem Ulmer Professor Jörg M. Fegert empfehlen ein klares Mindestalter für Social Media: Bis zum 13. Lebensjahr sollen Kinder soziale Netzwerke nur noch unter elterlicher Aufsicht oder im pädagogischen Rahmen nutzen dürfen.

Die Ansage in Richtung Silicon Valley ist unmissverständlich. Plattformbetreiber haben künftig eine weitreichende Fürsorgepflicht gegenüber Kindern als besonders gefährdete Nutzer. Unter dem Prinzip "Safety by Design" fordert die EU, dass Schutzmechanismen bei den Social-Media-Plattformen tief in den Software-Code der Netzwerke integriert werden. Meldet ein junger Nutzer ein Problem, müssen die Anbieter sofort und effektiv eingreifen.

Den technologisch stärksten Hebel setzt die EU-Kommission bei der Altersverifikation an. Von der Leyen betonte bei der Vorstellung des Berichts, die Debatte drehe sich primär darum, wann und wie Algorithmen auf Kinder zugreifen können. Um die Kontrolle zurückzugewinnen, kündigte die Europäische Kommission eine spezielle App zur Altersüberprüfung an. Dieses Tool soll komplett quelloffen (Open Source) entwickelt werden, maximale Privatsphäre garantieren und die Entscheidungsgewalt wieder direkt in die Hände der Eltern legen.

Ein pauschales Internet-Verbot für Minderjährige sei jedoch nicht das Ziel, so die Kommission. Die EU fokussiere sich laut der heutigen Pressemitteilung auf Plattformen mit nachweislich süchtig machenden Funktionen, intern als "Social Media plus" bezeichnet. Für diese hochgradig suchtfördernden Apps ist ein gestuftes Zugangsmodell geplant. Je nach Alter und geistiger Reife der Nutzer sollen bestimmte Plattformen und Funktionen erst schrittweise freigeschaltet werden.

Massiven Rückenwind für diese Pläne liefert eine zeitgleich veröffentlichte Eurobarometer-Studie. Die Erhebung zeigt einen enormen Handlungsdruck aus der europäischen Bevölkerung. Satte 71 Prozent der Befragten sehen Cybermobbing als größte Bedrohung für Kinder im Netz. Direkt dahinter folgen die Angst vor sexuellem Missbrauch (70 Prozent) und der Kontakt mit extremistischen Inhalten (69 Prozent). Der Ruf nach strengen Gesetzen ist laut: Fast zwei Drittel (63 Prozent) befürworten harte EU-Vorschriften für Altersbeschränkungen. Davon fordern 36 Prozent sogar ein striktes Nutzungsverbot unterhalb einer bestimmten Altersgrenze. Nur 13 Prozent sind der Meinung, der Jugendschutz sei reine Privatsache der Eltern.

Wie genau die rechtlichen Daumenschrauben für Instagram, TikTok und Snapchat aussehen werden, entscheidet sich in den kommenden Monaten. Die EU-Kommission wird den Expertenbericht nun intern evaluieren und direkt nach der Sommerpause 2026 einen verbindlichen Gesetzesvorschlag präsentieren.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-07 > Social-Media-Sperre als Kinderschutz: EU-Experten für Mindestalter ab 13 Jahren
Autor: Ronald Matta, 13.07.2026 (Update: 13.07.2026)