Die Intel-Variante des HP OmniBook X Flip ergibt gegenüber der AMD-Version nur wenig Sinn
Die Intel-Panther-Lake-Option ist deutlich teurer, bietet gegenüber einer ansonsten ähnlich konfigurierten AMD-Zen-5-Variante aber kaum erkennbare Vorteile.
Das kürzlich von uns getestete HP OmniBook X Flip 14 ist ein hochwertiges Convertible, das in vielen Punkten auch als EliteBook durchgehen könnte. Die aktuelle Modellgeneration wird sowohl mit Intel Panther Lake als auch mit AMD Zen 5 angeboten, maximal mit dem Core Ultra 9 386H beziehungsweise dem Ryzen AI 9 465. Bei Gehäuse, Displayoptionen und integrierten Anschlüssen gibt es ansonsten keine größeren Unterschiede. Falls nur eine Variante infrage kommt, stellt sich daher die Frage nach der besseren Wahl.
Die Konfigurationen des OmniBook X Flip 14 mit Intel Core Ultra 9 und AMD Ryzen AI 9 kosten bei ansonsten identischer Ausstattung, also gleichem Display, RAM und Massenspeicher, in den USA aktuell 2.720 Dollar beziehungsweise 2.200 Dollar. Der Aufpreis von rund 500 Dollar müsste sich daher durch eine deutlich höhere Leistung der Intel-Variante rechtfertigen lassen, doch genau das ist hier nicht der Fall. Im besten Szenario liegt der Core Ultra 9 386H bei Multi-Thread-Workloads bis zu 25 Prozent vor dem Ryzen AI 9 465. In manchen Fällen kann die Intel-CPU in Laptops ohne Gaming-Fokus sogar langsamer arbeiten, wie der unten aufgeführte MSI Prestige 13 zeigt.
Beim Vergleich der integrierten GPUs fällt der Vorteil noch klarer zugunsten von AMD aus. Die Radeon 880M liegt in Spielen fast durchgehend vor der Intel Xe3, in Titeln wie Baldur's Gate 3 beträgt der Vorsprung teils bis zu 50 Prozent. In einigen Spielen wie F1 24 schneidet AMD zwar schlechter ab, der Rückstand fällt mit meist 5 bis 15 Prozent aber deutlich kleiner aus. Auch wenn der Intel Core Ultra 9 wegen Thunderbolt-Unterstützung oder etwas besserer Effizienz attraktiv sein kann, dürften diese kleinen Vorteile den hohen Aufpreis gegenüber dem konkurrierenden Ryzen AI 9 in den meisten Einsatzbereichen kaum rechtfertigen.
Autor des Originals:Allen Ngo - Lead Editor U.S. - 5572 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2011
Nach meinem Abschluss in Umwelthydrodynamik an der Universität von Kalifornien studierte ich Reaktorphysik und erhielt vom US NRC die Lizenz zum Betrieb von Kernreaktoren. Man gewinnt ein erstaunliches Maß an Wertschätzung für alltägliche Unterhaltungselektronik, nachdem man mit modernen Reaktorsystemen gearbeitet hat, die erstaunlicherweise noch immer von Computern aus den 80er Jahren betrieben werden. Wenn ich nicht gerade die US-Seite von Notebookcheck betreue, verfolge ich gerne die eSports-Szene und die neuesten Nachrichten aus dem Gaming-Bereich.
Übersetzer:Enrico Frahn - Senior Tech Writer - 8605 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2021
Der Technik-Virus hat mich schon in jungen Jahren befallen, als ich zu Pentium II Zeiten meine ersten Schritte im PC-Bereich wagte. Seither gehören für mich das Modden, Übertakten und die akribische Pflege meiner Hardware einfach dazu. Während meiner Studienzeit entwickelte ich zudem ein spezielles Interesse an mobilen Technologien, die den stressigen Studienalltag erheblich erleichtern können. Nachdem ich bei einer Tätigkeit im Marketing meine Liebe für das Kreieren von Webinhalten gefunden habe, begebe ich mich nun als Redakteur bei Notebookcheck auf die Suche nach den spannendsten Themen aus der faszinierenden Welt der Technik. Außerhalb des Büros hege ich eine besondere Leidenschaft für den Motorsport und das Mountainbiking.