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Sonys neue alte Strategie: Bei Exklusivtiteln fühle ich mich als PC-Spieler wie ein Kollateralschaden

Sony könnte künftig wieder stärker auf Exklusivtitel setzen.
ⓘ Sony, Steam
Sony könnte künftig wieder stärker auf Exklusivtitel setzen.
Berichten zufolge überdenkt PlayStation seine Strategie bei Exklusivtiteln. AAA-Spiele der PlayStation Studios könnten langfristig nicht mehr für den PC erscheinen, was für mich als eingefleischten Gamer eine ziemlich düstere Aussicht ist. Immerhin stammen einige meiner persönlichen Highlights der letzten Jahre ursprünglich von Sonys Konsole.
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Geht es nach Bloomberg-Journalist Jason Schreier, könnten hochkarätige Titel der PlayStation Studios künftig nicht mehr auf den PC portiert werden. Und der Grund dafür ist ausgerechnet Valve: Die kommende Steam Machine soll nach ihrem Release Steams gewaltige Spielebibliothek direkt ins Wohnzimmer bringen. Im Vergleich zu herkömmlichen Konsolen ist die Auswahl an Spielen auf dem PC nicht nur größer (vor allem im Indie-Segment), sondern oft auch günstiger. Während AAA-Produktionen von Unternehmen wie Nintendo inzwischen häufig 80 Euro kosten, liegen die Preise auf dem PC meist niedriger – Ausnahmen bestätigen jedoch auch hier die Regel.

Da ist es verständlich, dass Sony nervös wird. Wenn alles läuft wie angekündigt, könnte die Steam Machine die größten Stärken von PC und Konsole auf einer Plattform vereinen. Einen Hebel hat PlayStation jedoch weiterhin: Exklusivtitel. Sony ist es gelungen, große Fanbases um Marken wie Ghost of Tsushima oder God of War aufzubauen. Wenn klar ist, dass solche Spiele künftig nur noch für die PlayStation erscheinen, könnten sich potenzielle Käufer zweimal überlegen, für welche Konsole sie sich entscheiden. Die Spezifikationen der PS6 sind bisher nicht bekannt, aber ich wage zu behaupten, dass emotionale Bindungen an Geschichten oder Charaktere solche Kaufentscheidungen durchaus beeinflussen können. Ein gutes Beispiel dafür ist ausgerechnet Microsoft, das auf dem heutigen Konsolenmarkt deutlich hinterherhinkt. Ein guter Freund von mir war in unserer Jugend ein fast schon religiöser Verfechter der Xbox. Der Grund: Halo konnte man nun mal nur dort spielen.

Ich persönlich habe dem Konsolenmarkt schon vor Jahren den Rücken gekehrt, weil für mich die Vorteile des PCs klar überwiegen. Gamer bin ich allerdings schon sehr viel länger. Angefangen hat alles auf PS1 und PS2. Metal Gear lässt grüßen, und damit sind wir wieder beim Thema Exklusivtitel. Später folgten die Xbox 360 und schließlich der PC. Dass Sony in den vergangenen Jahren begonnen hat, seine AAA-Titel regelmäßig auch für den PC zu veröffentlichen, war für mich und vermutlich auch für viele andere PC-Spieler eine erfreuliche Entwicklung. Vor allem God of War und God of War Ragnarök haben es mir angetan. Eigentlich hatte ich auch sehnsüchtig auf erste Details zum nächsten Kapitel der Geschichte von Kratos und Atreus gewartet. Zwischenzeitlich gab es schließlich Gerüchte, dass es die beiden in die ägyptische Götterwelt verschlagen könnte. So wie es derzeit aussieht, werde ich das – zumindest auf dem PC – wohl aber nicht erleben.

Ich kann durchaus nachvollziehen, warum es für Sony sinnvoll sein könnte, Käufer mit Exklusivtiteln an die eigene Konsole zu binden. Als PC-Spieler komme ich mir dabei aber trotzdem wie ein Kollateralschaden vor. Nun ist mir schon der Gedanke gekommen, mir zusätzlich eine PlayStation zuzulegen. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir allerdings, dass es keine besonders gute Idee wäre, mehrere Hundert Euro für eine vergleichsweise kleine Auswahl an Spielen auszugeben. Also bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als mich vorerst von Kratos und Atreus zu verabschieden. Wenn auch schweren Herzens. 

Quelle(n)

Eigene | Jason Schreier via Bloomberg

Bildquelle: Steam; PlayStation

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > Sonys neue alte Strategie: Bei Exklusivtiteln fühle ich mich als PC-Spieler wie ein Kollateralschaden
Autor: Marius Müller, 25.03.2026 (Update: 25.03.2026)