Notebookcheck

Test Huawei P8 lite Smartphone

Andreas Kilian, Stefanie Voigt, 18.07.2015

Lite-Produkt? Kurz nach der Veröffentlichung von Huaweis Flaggschiff P8 folgt nun dessen kleinerer Bruder mit dem nach Magerkost klingenden Namenszusatz „lite“. Leider nimmt nicht nur der Preis, sondern auch die Akkulaufzeit etwas ab. Trotzdem könnte das Gerät dank ordentlicher Ausstattung und guter Qualität für manche Kunden sogar die bessere Wahl sein.

P8 lite seitlich

Huawei bringt mit dem neuen Mittelklasse-Smartphone P8 lite die Sparausgabe des bereits von uns getesteten High-End-Modells P8 auf den Markt. Im Vergleich zum Vorgänger, dem Ascend P7 mini, ist der Bildschirm des P8 lite von 4,5 auf 5 Zoll in der Diagonalen gewachsen und somit nur etwas kleiner als die 5,2 Zoll große Anzeige des Huawei Spitzenmodells. Der Klassenunterschied zeigt sich vor allem bei der Displayauflösung (Full-HD vs. HD) sowie den Taktfrequenzen der verbauten Octacore SoCs. Allerdings hat das günstigere P8 lite der hierzulande erhältlichen Variante des teureren P8 die Dual-SIM-Unterstützung voraus. Beim Betriebssystem herrscht hingegen Einigkeit: Beide haben Android 5.0 Lollipop an Bord. Bereits zur Markteinführung ist das neue Modell ab 230 Euro zu haben und kostet somit nur in etwa die Hälfte des großen Bruders. Ob es sich beim P8 lite um ein Schnäppchen handelt, oder der Nutzer im Gegenzug zu viele Kompromisse in Kauf nehmen muss, zeigt der nachfolgende Test.

Im Preisbereich zwischen 180 und 240 Euro trifft das P8 lite auf eine Vielzahl von Mitbewerbern. Neben Samsungs Galaxy Grand Prime sowie ZTEs Blade S6 gibt es mit dem 4X von Honor, Huaweis Zweitmarke, auch einen Konkurrenten aus eigenem Hause. Wer ein anderes Betriebssystem bevorzugt, wird bei Microsofts Windows basiertem Lumia 735 fündig.

Huawei P8 lite (P8 Serie)
Grafikkarte
Hauptspeicher
2048 MB 
Bildschirm
5 Zoll 16:9, 1280 x 720 Pixel, kapazitiver Touchscreen, IPS, spiegelnd: ja
Massenspeicher
16 GB eMMC Flash, 16 GB 
, 10.38 GB verfügbar
Anschlüsse
1 USB 2.0, Audio Anschlüsse: 3,5mm Audio-Mikrofon-Kombiport, Card Reader: microSD bis 32 GB/Kombination mit Nano-SIM-Slot, Sensoren: Beschleunigungs-, Annäherungs-, Lage-, Umgebungslichtsensor, Kompass, A-GPS, GLONASS, NFC, Wifi Direct, Dual-SIM (1x micro, 1x nano)
Netzwerk
802.11 b/g/n (b/g/n = Wi-Fi 4), Bluetooth 4.0, GSM-Quadband (850/900/1800/1900 MHz), UMTS-Pentaband (850/900/1700/1900/2100 MHz), LTE-Quadband (800/900/1800/2600), Bandbreite LTE (Download/Upload): 150Mbps/50Mbps; SAR: 0,331 W/kg
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 7.7 x 143 x 70.6
Akku
8 Wh Lithium-Polymer, 2.200 mAh, Telefonieren 2G (laut Hersteller): 20 h, Telefonieren 3G (laut Hersteller): 13 h, Standby 2G (laut Hersteller): 600 h, Standby 3G (laut Hersteller): 500 h
Betriebssystem
Android 5.0 Lollipop
Kamera
Webcam: 5 MP (Fixfokus f/2.4, 720p-Video @ 30 fps), Hauptkamera: 13 MP (Autofokus f/2.0, LED-Blitz, 1080p-Video @ 30 fps)
Sonstiges
Lautsprecher: Monolautsprecher unten seitlich, Tastatur: virtuell, Netzteil, Headset, USB-Kabel, Slot-Tool, Schnellstartanleitung, EMUI 3.1, Designs, Lupe, Spiegel, Telefonmanager, FM-Radio, 24 Monate Garantie
Gewicht
133 g, Netzteil: 56 g
Preis
230 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

Im Gegensatz zum deutlich teureren P8 setzt das P8 lite zwar nicht auf einen Aluminium-Unibody, dennoch kann sich die Verarbeitungsqualität des Gehäuses sehen lassen. Geringe, gleichmäßige Spaltmaße und handschmeichelnd abgerundete Kanten tragen zu einem guten ersten Eindruck bei, auch wirken die verwendeten Materialien hochwertig. 

Während die Vorderseite komplett von einer Glasoberfläche bedeckt ist, kommt dieser Werkstoff auf der Rückseite nur im Bereich der Kamera sowie des LED-Blitzes zum Einsatz. Ansonsten setzt Huawei hier auf einen griffigen Kunststoff, der mit feinen Linien, leichtem Glitzereffekt und matter Textur hübsch anzusehen ist, Fingerabdrücke jedoch magisch anzieht. Weniger erfreulich ist auch, dass sich am Testgerät bereits nach wenigen Tagen vorsichtiger Nutzung eine leichte Abschürfung im unteren, mittigen Bereich des Smartphone-Rückens zeigte, die sich durch eine punktuell etwas stärker glänzende Oberfläche bei Lichteinfall bemerkbar machte. 

Seitlich findet sich ein umlaufender Metallstreifen im „brushed-metal Look“, dieser beherbergt auch die sich rechts am Gehäuse befindenden Tasten.

Mit 7,7 mm ist das P8 lite zwar etwas dicker als das 6,4 mm schlanke P8, liegt damit im Vergleich zur direkten Konkurrenz aber immer noch auf einem sehr guten Niveau. Auch das Gewicht von nur 131 g unterbietet viele andere Smartphones der 5-Zoll-Klasse. Da das Gerät keine abnehmbare Rückseite besitzt, ist ein Akkutausch durch den Nutzer nicht vorgesehen. Die generelle Stabilität des Gehäuses ist in Ordnung, ohne an Unibody-Konstruktionen heranzureichen: Beim Verwinden ist etwas Knistern zu vernehmen, Druck auf das Displayglas erzeugt erst bei stärkerer Krafteinwirkung Bildfehler. Insgesamt betrachtet macht das P8 lite optisch somit eine tolle Figur und liegt zugleich gut in der Hand.

152.9 mm 77.2 mm 8.65 mm 173 g144.8 mm 72.1 mm 8.6 mm 156 g144 mm 70.7 mm 7.7 mm 134 g144.9 mm 71.8 mm 6.4 mm 147 g143 mm 70.6 mm 7.7 mm 133 g134.7 mm 68.5 mm 8.9 mm 134 g

Ausstattung

Für ein Mitteklassegerät besitzt das P8 lite eine ordentliche Ausstattung. Der verbaute HiSilicon Kirin 620 SoC aus Huaweis eigener Produktion rechnet zwar nur mit 1,2 GHz, hat dafür aber 8 Kerne zu bieten. Mit an Bord sind neben 2 GB RAM außerdem 16 GB eMMC-Speicher. Erweitert werden kann dieser mittels microSD-Karte, offiziell werden hier Kapazitäten bis zu 32 GB unterstützt, allerdings funktionierte im Test eine 64 GB microSDXC-Karte ebenfalls problemlos. Praktischerweise beherrscht das P8 lite auch das Auslagern von Apps auf den Wechseldatenträger, womit der interne Speicherplatz, von dem ab Werk nur etwas mehr als 10 GB zur freien Verfügung stehen, entlastet werden kann. Besonders ist zudem die Dual-SIM-Funktionalität des Gerätes (Hauptkarte Micro-SIM, Zweitkarte Nano-SIM). Da sich der zusätzliche SIM-Kartenslot allerdings den Platz mit dem Einschub für microSD-Karten teilt, muss der Nutzer sich für eine der beiden Verwendungsmöglichkeiten entscheiden.

Der verbaute Micro-USB-2.0-Port unterstützt leider weder OTG zum Anschluss externer Geräte noch den Bildübertragungsstandard MHL. Allerdings beherrscht das Smartphone Medienstreaming via WLAN auf geeignete Empfangsgeräte. Auch NFC ist mit an Bord, was in dieser Preisklasse nach wie vor nicht selbstverständlich ist. Zudem ist eine für Android Geräte typische Multicolor-LED für Benachrichtigungszwecke integriert, deren Funktionsweise allerdings nicht mit der vorinstallierten Software beeinflusst werden kann.

rechte Seite: Micro-SIM-Kartenslot, Nano-SIM / microSD-Kartenslot-Kombination, Power Button, Lautstärkewippe
rechte Seite: Micro-SIM-Kartenslot, Nano-SIM / microSD-Kartenslot-Kombination, Power Button, Lautstärkewippe
linke Seite: keine Bedienelemente oder Anschlüsse
linke Seite: keine Bedienelemente oder Anschlüsse
oben: Mikrofon, 3,5-mm-Headset-Anschluss
oben: Mikrofon, 3,5-mm-Headset-Anschluss
unten: Lautsprecher, Micro-USB-2.0-Anschluss
unten: Lautsprecher, Micro-USB-2.0-Anschluss

Software

Als Betriebssystem kommt Android 5.0 mit Huaweis angepasster Benutzeroberfläche EMUI 3.1 zum Einsatz. Diese verzichtet auf den sonst üblichen Appdrawer, sodass alle installierten Apps auf dem Homescreen landen. Damit die Übersicht nicht verloren geht, können Ordner angelegt werden, die bei mehr als 9 abgelegten Icons sogar scrollbar sind. 

Auch bringt die überarbeitete Benutzeroberfläche weitere Detailverbesserungen mit sich. Zu nennen wären hier unter anderem die optionale Double-tap-to-wake-Funktion sowie die nützlichen Schnellzugriffe auf dem Lockscreen, die per Fingerwisch vom unteren Displayrand eingeblendet werden. Das Öffnen bestimmter Apps (Audiorecorder, Taschenrechner, Taschenlampe, Kamera) funktioniert auf diese Weise sogar, ohne das Smartphone zu entsperren. Als weitere Schnellzugriffsmöglichkeit kann eine Gestensteuerung aktiviert werden, bei der durch das Zeichnen bestimmter Buchstaben auf den deaktivierten Bildschirm zuvor definierte Programme geöffnet werden.

Für weniger versierte Nutzer steht auch eine alternative Benutzeroberfläche zur Verfügung, deren Ziel die Reduktion aufs Wesentliche ist: Besonders große Schaltflächen lassen sich einfacher bedienen und geben dennoch Zugriff auf die wichtigsten Smartphone-Funktionen.

Huaweis Software-Paket umfasst neben dem bereits von früheren Geräten bekannten Telefonmanager mit Optimierungs- und Verwaltungsfunktionen auch Programme von Drittanbietern wie Facebook und Twitter sowie diverse Spiele-Demos. Letztere können bei Bedarf deinstalliert werden. Den innovativen Regisseur-Modus des teureren Schwestermodells P8 hat das P8 lite nicht zu bieten.

Shortcuts auf dem Lockscreen
Homescreen
Schnelleinstellungen
Benachrichtigungen
Ordnerinhalt
wählbare Designs
Auswahl der alternativen Benutzeroberfläche
Spezifikationen des Testgeräts

Kommunikation & GPS

GPS-Empfang in der Wohnung
GPS-Empfang in der Wohnung
GPS-Empfang in einem Supermarkt
GPS-Empfang in einem Supermarkt
GPS Empfang im Freien
GPS Empfang im Freien

Das Mobilfunkmodul des Huawei P8 lite deckt alle hierzulande gebräuchlichen GSM-, 3G- und LTE-Funkfrequenzen ab. Auch am Empfang gab es nichts zu bemängeln, dieser war während des Tests im Netz von Vodafone jederzeit auf dem Niveau vergleichbarerer Geräte. 

Das integrierte WLAN-Modul ist leider nur nach 802.11 b/g/n spezifiziert und beherrscht daher den Betrieb im 5-GHz-Frequenzband nicht, dafür kann die Empfangsqualität im 2,4-GHz-Band überzeugen: Auch durch zwei Wände eines Stahlbetongebäudes hindurch war es dem Smartphone möglich, eine funktionierende Verbindung zum Router aufrechtzuerhalten. Zudem verfügt das Gerät über NFC sowie Bluetooth, letzteres jedoch nur in der nicht mehr ganz aktuellen Version 4.0 (Huawei P8: Bluetooth 4.1).

Im Freien findet das P8 lite schnell die aktuelle Position, in Innenräumen kommt es hierbei auf den Einzelfall an: Während das Smartphone im dritten Stockwerk eines Wohngebäudes mit insgesamt 4 Etagen keinen GPS-Fix abseits der Fenster herstellen konnte, war dies innerhalb eines eingeschossigen Supermarktes problemlos möglich. 

Wie sich das P8 lite in der Praxis schlägt, zeigt die Auswertung einer Teststrecke, die wir zu Vergleichszwecken zusätzlich mit dem Navigationsgerät Garmin GPSMAP 64s aufgezeichnet haben. Während das Smartphone hier eine Weglänge von 13,11 km ermittelt, zeigt das Garmin Navi lediglich 11,12 km an. Diese starke Abweichung von knapp 18 % ergibt sich zum einen durch einen deutlichen Ausreißer bei der Positionsbestimmung seitens des P8 lite, der für einen falschen Wegpunkt auf der Streckenkarte sorgt. Zum anderen fällt bei genauer Betrachtung die grundsätzlich eher grobe GPS-Datenerfassung des Smartphones ins Auge. Insbesondere am westlichen Wendepunkt wurde auf diese Weise ein sich deutlich von den tatsächlichen Gegebenheiten unterscheidender Streckenverlauf aufzeichnet. Wer auf eine präzise Navigation Wert legt, wird beim P8 lite somit nicht fündig. Positiv anzumerken ist hingegen der relativ schnelle GPS-Fix im Freien.

Garmin GPS Map 64s - Streckenverlauf
Garmin GPS Map 64s - Streckenverlauf
Garmin GPS Map 64s - Kreuzung
Garmin GPS Map 64s - Kreuzung
Garmin GPS Map 64s  - Wendepunkt
Garmin GPS Map 64s - Wendepunkt
Huawei P8 lite - Streckenverlauf
Huawei P8 lite - Streckenverlauf
Huawei P8 lite - Kreuzung
Huawei P8 lite - Kreuzung
Huawei P8 lite - Wendepunkt
Huawei P8 lite - Wendepunkt

Telefonfunktionen und Sprachqualität

Telefon-App
Telefon-App

Die übersichtlich gegliederte Telefon-App bietet neben der obligatorischen Wählfunktion auch den Zugriff auf gespeicherte Kontakte, eine chronologisch sortierte Anruferliste, die das Design der Benachrichtigungsanzeige wieder aufgreift, sowie direkten Zugang zu empfangenen SMS- und MMS-Nachrichten.

Beim normalen Telefonieren kann die Verständlichkeit auf beiden Seiten als sehr gut bezeichnet werden: Beide Teilnehmer empfanden den Klang als recht natürlich und frei von Störgeräuschen. Nutzt man den eingebauten Freisprecher des Smartphones, ändert sich auf der Gegenseite wenig, die Verständlichkeit bleibt weiterhin sehr gut. Allerdings neigt der Lautsprecher des P8 lite bei hohen Lautstärken zu einer verzerrten Wiedergabe, wodurch der Klang ein wenig leidet. Bei Nutzung des beigelegten Headsets hörte sich die Stimme des Gesprächspartners etwas unnatürlich an, doch leistete das Mikrofon auch hier gute Dienste. Insgesamt hinterlässt das Smartphone im Bereich Telefonie einen wirklich guten Eindruck.

Kameras

Frontkamera
Frontkamera
Hauptkamera (HDR)
Hauptkamera (HDR)

Das P8 lite ist mit einer 13-Megapixel-Hauptkamera sowie einer 5-Megapixel-Selfie-Cam auf der Vorderseite ausgestattet. Damit liegt es hinsichtlich der technischen Spezifikationen gleichauf mit den Konkurrenzmodellen Honor 4X und ZTE Blade S6, während Samsungs Galaxy Grand Prime und Nokias Lumia 735 hier teilweise weniger Pixel zu bieten haben.

Die technische Basis der Hauptkamera unterscheidet sich von der des höher positionierten Schwestermodells P8 trotz identischer Auflösung und gleicher maximaler Blendenöffnung (f/2.0). So kommt beim P8 lite lediglich ein normaler RBG-Sensor statt der neuen RGBW-Variante des Topmodells zum Einsatz, zudem besitzt das Mittelklasse-Smartphone keinen optischen Bildstabilisator und nur einen einfarbigen LED-Blitz. Entgegen den Angaben auf der deutschsprachigen Hersteller-Homepage beträgt die maximale Auflösung nicht 4.160 x 2.336 Pixel, sondern 4.160 x 3.120 Pixel (4:3-Format), allerdings ist standardmäßig das 16:9-Format ausgewählt, sodass die Aufnahme entsprechend beschnitten wird.

Die Bildqualität kann insbesondere in Relation zur Preisklasse durchaus überzeugen. So erreicht die Schärfe und Detailzeichnung bei Tageslicht zwar nicht das Niveau des High-End-Modells Samsung Galaxy S6, überzeugt trotz der ab und an etwas zu kalten Farbdarstellung jedoch mit gelungener Belichtung und einem homogenen, natürlichen Bildeindruck. Praktisch ist auch die automatische HDR-Funktion, die bei einer entsprechenden Bildkomposition selbstständig ein zusätzliches Bild mit erweitertem Dynamikumfang speichert. Bei schlechteren Lichtverhältnissen (Szene 3) ist hingegen ein deutlicher Detailverlust zu verzeichnen, der wahrscheinlich durch die aggressive Rauschunterdrückung verursacht wird. Das Fokussieren gelang der Kamera ausreichend flott, wenn auch nicht so schnell wie bei einem mit Laser-Autofokus ausgerüstetem LG G3, das hier als Vergleichsgerät diente.  

Die Webcam auf der Vorderseite bietet Selfie taugliche 5 Megapixel (2.592 x 1.944 Pixel), die auch von dem großen Aufnahmewinkel profitieren dürften (Kleinbildformat äquivalente Brennweite von 22 mm). Die Qualität reicht naturgemäß nicht an die der Hauptkamera heran – Details erscheinen deutlich verwaschener, Farben werden weniger akkurat abgebildet, und Bildrauschen setzt früher ein. Für einen gelegentlichen Schnappschuss dürfte die Komponente aber dennoch geeignet sein.

Praktisch ist zudem, dass die Lautstärke-Tasten wahlweise mit einer Auslöser-, Zoom- oder Fokus-Funktion belegt werden können. So ist es beispielsweise möglich, Bilder auch ohne Berührung des Touchscreens aufzunehmen. Damit kein noch so kurzer Moment verpasst wird, bietet das P8 lite darüber hinaus die Option, direkt aus dem Standby-Betrieb ein Foto zu schießen. Hierfür muss bei deaktiviertem Bildschirm die Leiser-Taste in schneller Folge zweimal betätigt werden – etwa 1,5 Sekunden später ist bereits das erste Bild im Kasten. Einziger Nachteil dieser Funktion ist der inaktive Autofokus, sodass Nahaufnahmen auf diese Weise nicht gelingen.

Die Foto-App ermöglicht es, diverse Effektfilter bereits auf das Live-Bild anzuwenden, um anschließend Aufnahmen mit einem besonderen Look zu erhalten. Dem P8 vorbehalten sind hingegen die Funktionen Lichtmalerei, Super-Nachtmodus sowie der Regisseur-Modus. Weniger vorteilhaft ist zudem, dass der Blitz bei niedrigem Akkustand nicht nutzbar ist. Nach Meinung des Autors sollte diese Entscheidung dem Nutzer überlassen sein.

Bildervergleich

Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Foto, welches mit dem Testgerät aufgenommen wurde.

Szene 1Szene 2Szene 3
Zum Laden anklicken

Neben Fotos können die beiden Kameras selbstverständlich auch Videos aufnehmen. Während die Hauptkamera diese mit bis zu 1.920 x 1.080 Pixeln und einer Bildwiederholrate von 30 fps aufzeichnen kann, ist dies bei der Frontkamera nur mit bis zu 1.280 x 720 Pixeln und 30 fps möglich – auf der deutschen Huawei Webseite sind hier leider inkorrekt die Daten des Schwestermodells P8 angegeben, dessen vorderseitige Webcam Full-HD-Aufnahmen mit 27 fps beherrscht. Auch im Video-Modus können die bereits erwähnten Live-Effektfilter angewandt werden, darüber hinaus ist eine Zeitrafferfunktion auswählbar. Zeitlupenaufnahmen oder Bildwiederholraten mit mehr als 30 fps sind nicht möglich.

Die Full-HD-Videoaufnahmen der Hauptkamera sind angesichts des Smartphone-Preises in Ordnung und sollten für gelegentliche Erinnerungsvideos genügen. Hinsichtlich ihrer Schärfe können sie jedoch nicht durchweg überzeugen, denn Details werden durch die vergleichsweise starke Kompression der Bilddaten gerade bei Bewegungen merkbar verwaschen. Dies zeigen auch die unten stehenden Screenshots, welche zwei Beispielvideos entnommen wurden, die unter gleichen Bedingungen mit dem Testgerät sowie einem LG G3 entstanden sind. Vor allem im Bereich der Vegetation zeigt sich hier die geringere Bildschärfe der Videoaufnahme des P8 lite.

Problemlos gelingt dem Smartphone hingegen die Audioaufzeichnung, wodurch auch leise Töne präzise und frei von störenden Nebengeräuschen eingefangen werden.

Full-HD Video - Screenshot Huawei P8 lite (Datenrate 1,15 MB/s)
Full-HD Video - Screenshot Huawei P8 lite (Datenrate 1,15 MB/s)
Full-HD Video - Screenshot LG G3 (Datenrate 2,4 MB/s)
Full-HD Video - Screenshot LG G3 (Datenrate 2,4 MB/s)
Full-HD Video - Screenshot Huawei P8 lite (Datenrate 1,15 MB/s)
Full-HD Video - Screenshot Huawei P8 lite (Datenrate 1,15 MB/s)
Full-HD Video - Screenshot LG G3 (Datenrate 2,4 MB/s)
Full-HD Video - Screenshot LG G3 (Datenrate 2,4 MB/s)

Zubehör

Das optisch ansprechend in einem aufwendig gestalteten Karton verpackte Smartphone wird mit einem 5-Watt-USB-Netzteil samt Kabel, einem Headset sowie einem Öffnungswerkzeug für die beiden Kartenslots des Geräts ausgeliefert. Zudem ist eine gedruckte Schnellstartanleitung mit im Paket enthalten.

Der Hersteller selbst bietet für das P8 lite kein modellspezifisches Zubehör an, doch sind diverse Smartwatches und ein Bluetooth-Headset verfügbar.

Garantie

Huawei gewährt eine zweijährige Produktgarantie, die allerdings nicht erweitert werden kann.

Eingabegeräte & Bedienung

Die gesamte Vorderseite des P8 lite wird von einer Glasoberfläche bedeckt, die im Test völlig kratzerfrei blieb und die Finger sehr leicht auf dem Touchscreen gleiten ließ. Abgegrenzt wird es durch den fühlbar erhabenen Rand der Seitenteile, der angenehm abgerundete Kanten aufweist. Hierdurch hat das Glas auf einer ebenen Ablagefläche - bei nach unten weisendem Display - keinen Kontakt mit der Unterlage und wird so zusätzlich geschützt. Die Druckpunkte der Lautstärkewippe sowie des Power Buttons sind knackig, allerdings wiesen am Testgerät beide Bedienelemente etwas seitliches Spiel auf, sodass sie einen leicht wackeligen Eindruck hinterließen.

Hinsichtlich der Texteingabe lässt einem der Hersteller die Wahl zwischen der Standard-Android-Tastatur und einem Huawei Swype genannten Keyboard. Letzteres ist standardmäßig aktiviert und bietet einige Vorteile, wie z. B. eine direkte Eingabemöglichkeit deutscher Umlaute, eine einstellbare Tastaturhöhe sowie diverse Gestensteuerungsoptionen. Als Nachteil könnte man die Leertaste benennen, die insbesondere bei der Nutzung im Querformat aufgrund ihrer geringen Größe nur schwer von rechts zu erreichen ist.

Die generell sehr schnellen Reaktionen des Geräts sorgen für ein flüssiges Nutzungserlebnis: Vorinstallierte Programme starten flott, Animationen werden flüssig abgespielt, und die Drehung des Bildschirms erfolgt nahezu verzögerungsfrei. Auch werden Touchscreen-Berührungen präzise umgesetzt.

Swype-Tastatur vertikal
Swype-Tastatur vertikal
Swype-Tastatur horizontal
Swype-Tastatur horizontal

Display

Das Huwei P8 lite ist mit einem 5,0-Zoll-IPS-Display im 16:9-Format ausgestattet, welches mit 1.280 x 720 Pixeln auflöst und somit eine klassenübliche Pixeldichte von rund 294 ppi bietet. Diese sorgt in Zeiten von QHD-Auflösungen bei Spitzenmodellen zwar nicht mehr für Begeisterungsstürme, genügt aber für eine ausreichend scharfe Darstellung aller Inhalte. Höhere Auflösungen finden sich im Vergleichsfeld nur beim deutlich teureren Schwestermodell P8, während Samsungs Galaxy Grand Prime sogar mit einer geringeren Pixelanzahl auskommen muss.

Mit einer maximalen Helligkeit von 365 cd/m² bekleckert sich das P8 lite nicht mit Ruhm und ordnet sich häufig deutlich unterhalb der Konkurrenten ein. Lediglich das Nokia Lumia 735 bietet eine noch geringere Luminanz, kann dies jedoch durch den kontraststarken AMOLED-Bildschirm wieder ausgleichen. Ausgezeichnet ist hingegen die gleichmäßige Displayausleuchtung des Testgeräts von 93 %, die alle Vergleichsmodelle übertrifft.

350
cd/m²
339
cd/m²
356
cd/m²
357
cd/m²
365
cd/m²
362
cd/m²
349
cd/m²
342
cd/m²
358
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 365 cd/m² Durchschnitt: 353.1 cd/m²
Ausleuchtung: 93 %
Helligkeit Akku: 365 cd/m²
Kontrast: 869:1 (Schwarzwert: 0.42 cd/m²)
ΔE Color 5.2 | 0.6-29.43 Ø6
ΔE Greyscale 5.85 | 0.64-98 Ø6.2
91.25% sRGB (Argyll 3D) 70.86% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.17
Huawei P8 lite
1280 x 720 px 5.0'' (IPS)
Samsung Galaxy Grand Prime
960 x 540 px 5.0'' (TFT)
ZTE Blade S6
1280 x 720 px 5.0'' (IPS)
Honor 4X
1280 x 720 px 5.5'' (IPS)
Nokia Lumia 735
1280 x 720 px 4.7'' (AMOLED)
Huawei P8
1920 x 1080 px 5.2'' (IPS-NEO)
Bildschirm
Helligkeit Bildmitte
365
426
17%
386
6%
522
43%
291
-20%
453
24%
Brightness
353
415
18%
377
7%
514
46%
293
-17%
439
24%
Brightness Distribution
93
90
-3%
90
-3%
89
-4%
93
0%
91
-2%
Schwarzwert *
0.42
0.83
-98%
0.44
-5%
0.62
-48%
0.28
33%
Kontrast
869
513
-41%
877
1%
842
-3%
1618
86%
DeltaE Colorchecker *
5.2
5.98
-15%
7.12
-37%
6.36
-22%
4.04
22%
4.7
10%
DeltaE Graustufen *
5.85
6.03
-3%
6.7
-15%
6.51
-11%
2.87
51%
5.03
14%
Gamma
2.17 101%
2.48 89%
1.98 111%
2.17 101%
2.49 88%
2.27 97%
CCT
7252 90%
7983 81%
7784 84%
8044 81%
6432 101%
7439 87%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
70.86
72.04
2%
Color Space (Percent of sRGB)
91.25

* ... kleinere Werte sind besser

Mit einem Schwarzwert von 0,42 kann das P8 lite an den meisten Konkurrenten vorbeiziehen. Hierdurch erreicht das Smartphone trotz der eher geringen maximalen Helligkeit einen guten, klassenüblichen Kontrast von 869:1. Subjektiv wirkt die Bilddarstellung recht natürlich und gibt nur wenig Anlass zur Kritik.

Die unter Zuhilfenahme der Software CalMAN und einem Fotospektrometer ermittelten DeltaE-Werte von 5,2 (Farbe) bzw. 5,85 (Graustufen) können zwar nicht ganz an Spitzenmodelle heranreichen, im Klassenvergleich schlägt sich das P8 lite aber sehr ordentlich. Lediglich das Nokia Lumia 735 kann mit seinem AMOLED-Panel eine höhere Farbgenauigkeit erzielen. Selbst das in anderen Bereichen weit überlegene NEO-IPS-Display des großen Schwestermodells P8 verfügt hier nur über etwas bessere Werte. Die Farbtemperatur ist mit 7.252 K zwar leicht erhöht, liegt damit aber immer noch näher am Optimum von 6.500 K als die Anzeigen vieler Vergleichsgeräte. Auch bei der Farbraumabdeckung erreicht das P8 lite nahezu das Niveau des deutlich teureren P8.

Farbgenauigkeit (sRGB)
Farbgenauigkeit (sRGB)
Farbsättigung (sRGB)
Farbsättigung (sRGB)
Graustufen (sRGB)
Graustufen (sRGB)
Farbraum (sRGB)
Farbraum (sRGB)
Farbraum (AdobeRGB)
Farbraum (AdobeRGB)

Beim Einsatz unter freiem Himmel ist das P8 lite mit seiner relativ geringen Bildschirmhelligkeit etwas im Nachteil. Spiegelt sich die Sonne allerdings nicht direkt im Display, kann es auch bei wolkenlosem Himmel recht gut abgelesen werden. Eine minimale Verbesserung der Sichtbarkeit unter diesen Bedingungen bewirkt auch die Option „Lesbarkeit bei Sonnenlicht verbessern“, die für etwas stärkere Kontraste sorgt.

Lesbarkeit des Displays bei schräg einfallendem Sonnenlicht
Lesbarkeit des Displays bei schräg einfallendem Sonnenlicht
Lesbarkeit des Displays bei direktem Einfall von Sonnenlicht
Lesbarkeit des Displays bei direktem Einfall von Sonnenlicht

Die Blickwinkelstabilität des IPS-Displays ist ordentlich, ohne jedoch mit dem NEO-IPS-Panel des Huawei P8 oder dem AMOLED-Bildschirm des Nokia Lumia 735 mithalten zu können. Als etwas störend erwies sich im Test vor allem, dass sich beim flachen Einblick von links oben und rechts unten ein gelblicher Schleier über das Bild legte. Analog wurde von rechts oben und links unten eine Verschiebung in kältere Farbbereiche sichtbar, besonders flache Betrachtungswinkel konnten hier sogar leichte Invertierungen in dunklen Bereichen offenbaren. Da derartige Abweichungen jedoch nicht in der horizontalen sowie vertikalen Achse auftreten, dürfte die Blickwinkelstabilität den meisten Anwendern im Alltagseinsatz genügen.

Blickwinkel
Blickwinkel

Leistung

Das P8 lite ist mit Huaweis hauseigenem HiSilicon Kirin 620 SoC ausgestattet. Dieser bietet 8 Rechenkerne, die mit jeweils 1,2 GHz getaktet werden und auf einer 64bit-Architektur basieren. So besitzt das Gerät auf dem Papier zwar eine starke Multicore-Performance, die Leistung eines einzelnen Kerns sollte durch den relativ niedrigen Takt aber weniger eindrucksvoll ausfallen.

Gut zu sehen ist dieser Effekt bei Geekbench 3, wo das P8 lite im Single-Core-Test vom ZTE Blade S6 um 15 % geschlagen wird. Dessen schneller 4-Kern-Rechencluster arbeitet mit 1,7 GHz, während 4 weitere Kerne des Qualcomm 615 Octacore-SoC mit deutlich geringeren 1,0 GHz zu Werke gehen. Im Multi-Core-Test dreht sich der Spieß um, denn dort kann das ZTE Blade S6 nicht mehr so stark von seinen teilweise höheren Taktraten profitieren und wird vom P8 lite sogar um 20 % überholt. Generell hinterlässt das P8 lite im Konkurrenzumfeld hinsichtlich der CPU-Leistung einen guten Eindruck.

Die im Kirin 620 SoC integrierte Grafikeinheit Mali-450 MP4 hat hingegen keinen leichten Stand gegen die Adreno 405 GPU des ZTE Blade S6. Im 3DMark (2013) sowie im T-Rex-HD-Test von GFXBench kann letztere einen Vorsprung von über 50 % für sich verbuchen. Die weniger performanten Grafikeinheiten des Nokia Lumia 735 sowie des Samsung Galaxy Grand Prime kann das P8 lite jedoch übertreffen. OpenGL 3.0 wird seitens der Mali-450 MP4-GPU nicht unterstützt, weswegen der Manhattan Benchmark des GFXBench 3.0 nicht durchgeführt werden konnte.

AnTuTu v5 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
34247 Points ∼35%
Honor 4X
30558 Points ∼31% -11%
ZTE Blade S6
30329 Points ∼31% -11%
Huawei P8
45927 Points ∼46% +34%
Geekbench 3
64 Bit Multi-Core Score (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
2754 Points ∼7%
Honor 4X
2151 Points ∼6% -22%
ZTE Blade S6
2291 Points ∼6% -17%
Huawei P8
3458 Points ∼9% +26%
64 Bit Single-Core Score (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
588 Points ∼12%
Honor 4X
541 Points ∼11% -8%
ZTE Blade S6
676 Points ∼14% +15%
Huawei P8
864 Points ∼18% +47%
BaseMark OS II
Web (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
616 Points ∼30%
Honor 4X
592 Points ∼29% -4%
ZTE Blade S6
707 Points ∼35% +15%
Nokia Lumia 735
409 Points ∼20% -34%
Huawei P8
694 Points ∼34% +13%
Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
303 Points ∼1%
Honor 4X
268 Points ∼1% -12%
ZTE Blade S6
800 Points ∼3% +164%
Nokia Lumia 735
235 Points ∼1% -22%
Huawei P8
882 Points ∼3% +191%
Memory (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
816 Points ∼11%
Honor 4X
597 Points ∼8% -27%
ZTE Blade S6
608 Points ∼8% -25%
Nokia Lumia 735
765 Points ∼10% -6%
Huawei P8
1216 Points ∼16% +49%
System (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
1467 Points ∼9%
Honor 4X
1355 Points ∼8% -8%
ZTE Blade S6
1084 Points ∼7% -26%
Nokia Lumia 735
608 Points ∼4% -59%
Huawei P8
1860 Points ∼11% +27%
Overall (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
687 Points ∼8%
Honor 4X
598 Points ∼7% -13%
ZTE Blade S6
782 Points ∼9% +14%
Nokia Lumia 735
460 Points ∼5% -33%
Huawei P8
1085 Points ∼13% +58%
Smartbench 2012
Gaming Index (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
3753 points ∼82%
Honor 4X
3670 points ∼80% -2%
ZTE Blade S6
3723 points ∼81% -1%
Huawei P8
4340 points ∼94% +16%
Productivity Index (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
2941 points ∼16%
Honor 4X
3792 points ∼20% +29%
ZTE Blade S6
404 points ∼2% -86%
Huawei P8
5433 points ∼29% +85%
PCMark for Android - Work performance score (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
3717 Points ∼19%
ZTE Blade S6
3045 Points ∼16% -18%
Huawei P8
4479 Points ∼23% +21%
GFXBench (DX / GLBenchmark) 2.7
1920x1080 T-Rex HD Offscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
9.9 fps ∼0%
Honor 4X
9.2 fps ∼0% -7%
ZTE Blade S6
15 fps ∼0% +52%
Nokia Lumia 735
4.2 fps ∼0% -58%
Huawei P8
10 fps ∼0% +1%
T-Rex HD Onscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
15.3 fps ∼0%
Honor 4X
15 fps ∼0% -2%
ZTE Blade S6
25 fps ∼1% +63%
Nokia Lumia 735
7.7 fps ∼0% -50%
Huawei P8
11 fps ∼0% -28%
3DMark
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Physics (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
8206 Points ∼9%
Honor 4X
6861 Points ∼8% -16%
ZTE Blade S6
7526 Points ∼9% -8%
Samsung Galaxy Grand Prime
9264 Points ∼11% +13%
Huawei P8
10494 Points ∼12% +28%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Graphics Score (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
5167 Points ∼1%
Honor 4X
4997 Points ∼1% -3%
ZTE Blade S6
8933 Points ∼2% +73%
Samsung Galaxy Grand Prime
3954 Points ∼1% -23%
Huawei P8
8743 Points ∼2% +69%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Score (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
5629 Points ∼2%
Honor 4X
5318 Points ∼2% -6%
ZTE Blade S6
8577 Points ∼4% +52%
Samsung Galaxy Grand Prime
4531 Points ∼2% -20%
Huawei P8
9080 Points ∼4% +61%

Legende

 
Huawei P8 lite HiSilicon Kirin 620, ARM Mali-450 MP4, 16 GB eMMC Flash
 
Honor 4X HiSilicon Kirin 620, ARM Mali-450 MP4, 8 GB eMMC Flash
 
ZTE Blade S6 Qualcomm Snapdragon 615 MSM8939, Qualcomm Adreno 405, 16 GB eMMC Flash
 
Samsung Galaxy Grand Prime Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 8 GB eMMC Flash
 
Nokia Lumia 735 Qualcomm Snapdragon 400 MSM8926, Qualcomm Adreno 305, 8 GB eMMC Flash
 
Huawei P8 HiSilicon Kirin 930, ARM Mali-T628 MP4, 16 GB eMMC Flash

Bei den Browser Benchmarks rief das Huawei P8 lite gemischte Gefühle hervor. So konnte es sich nahezu immer gegen die Konkurrenten von Nokia und Samsung sowie das mit dem gleichen SoC ausgestattete Honor 4X durchsetzen. Das ZTE Blade S6 und das deutlich teurere Schwestermodell Huawei P8 schnitten allerdings durchwegs besser ab. Sonderbar sind hingegen die vergleichsweise schlechten Ergebnisse im Sunspider Benchmark, die aufgrund einer Fehlermeldung des Stock Browsers mit Google Chrome ermittelt werden mussten.

Octane V2 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
2483 Points ∼5%
Honor 4X
1857 Points ∼4%
ZTE Blade S6
3655 Points ∼7%
Samsung Galaxy Grand Prime
1447 Points ∼3%
Nokia Lumia 735
1260 Points ∼2%
Huawei P8
4084 Points ∼8%
Sunspider - 1.0 Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
1985.6 ms * ∼22%
Honor 4X
1373.1 ms * ∼15%
ZTE Blade S6
1213 ms * ∼13%
Samsung Galaxy Grand Prime
1400 ms * ∼15%
Nokia Lumia 735
1247.1 ms * ∼14%
Huawei P8
1163.6 ms * ∼13%
Mozilla Kraken 1.1 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
15866 ms * ∼27%
Honor 4X
18885.1 ms * ∼32%
ZTE Blade S6
11668 ms * ∼20%
Samsung Galaxy Grand Prime
18882 ms * ∼32%
Nokia Lumia 735
26362.9 ms * ∼44%
Huawei P8
11807.9 ms * ∼20%
WebXPRT 2015 - Overall Score (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
47 Points ∼6%
Huawei P8
70 Points ∼9%
WebXPRT 2013
Offline Notes (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
2114.8 ms * ∼44%
Honor 4X
2279 ms * ∼48%
ZTE Blade S6
1534 ms * ∼32%
Nokia Lumia 735
2794.7 ms * ∼58%
Huawei P8
1355.4 ms * ∼28%
Stocks Dashboard (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
2084.7 ms * ∼56%
Honor 4X
2485.4 ms * ∼66%
ZTE Blade S6
1739 ms * ∼46%
Nokia Lumia 735
2494.6 ms * ∼67%
Huawei P8
1223.7 ms * ∼33%
Face Detection (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
2572.4 ms * ∼21%
Honor 4X
10129.3 ms * ∼84%
ZTE Blade S6
2005 ms * ∼17%
Nokia Lumia 735
5839.6 ms * ∼48%
Huawei P8
2145 ms * ∼18%
Photo Effects (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
1213.7 ms * ∼14%
Honor 4X
1321.9 ms * ∼15%
ZTE Blade S6
1088 ms * ∼12%
Nokia Lumia 735
2038.6 ms * ∼23%
Huawei P8
1432.4 ms * ∼16%
Overall Score (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
216 Points ∼9%
Honor 4X
141 Points ∼6%
ZTE Blade S6
267 Points ∼12%
Nokia Lumia 735
138 Points ∼6%
Huawei P8
276 Points ∼12%
Google V8 Ver. 7 - Google V8 Ver. 7 Score (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
2352 Points ∼12%
Honor 4X
1654 Points ∼8%
ZTE Blade S6
3635 Points ∼19%
Nokia Lumia 735
1137 Points ∼6%
Huawei P8
4419 Points ∼23%

* ... kleinere Werte sind besser

Der eingebaute eMMC-Speicher des P8 lite überzeugt im AndroBench 3 mit guten Schreib- und Leseraten. Im Vergleichsumfeld positioniert sich das Testgerät damit fast immer an der Spitze der Charts, lediglich beim Lesen kleinerer Datenblöcke wird es vom Honor 4X leicht geschlagen. Erstaunlich ist zudem, dass selbst das High-End-Modell P8 beim sequenziellen Schreiben unterlegen ist.

AndroBench 3-5
Random Write 4KB (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
8.32 MB/s ∼3%
Honor 4X
3.83 MB/s ∼2%
ZTE Blade S6
2.85 MB/s ∼1%
Samsung Galaxy Grand Prime
2.3 MB/s ∼1%
Huawei P8
10.04 MB/s ∼4%
Random Read 4KB (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
18.46 MB/s ∼9%
Honor 4X
19.47 MB/s ∼10%
ZTE Blade S6
7.85 MB/s ∼4%
Samsung Galaxy Grand Prime
17.5 MB/s ∼9%
Huawei P8
22.46 MB/s ∼11%
Sequential Write 256KB (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
52.79 MB/s ∼9%
Honor 4X
19.02 MB/s ∼3%
ZTE Blade S6
51 MB/s ∼9%
Samsung Galaxy Grand Prime
18 MB/s ∼3%
Huawei P8
39.58 MB/s ∼7%
Sequential Read 256KB (nach Ergebnis sortieren)
Huawei P8 lite
139.48 MB/s ∼9%
Honor 4X
136.13 MB/s ∼9%
ZTE Blade S6
128 MB/s ∼9%
Samsung Galaxy Grand Prime
103 MB/s ∼7%
Huawei P8
139.95 MB/s ∼9%

Spiele

Das Huawei P8 lite ist mit einer Mali-450 MP4 GPU ausgestattet. Diese kann – wie bereits weiter oben bei den Benchmarks beschrieben – zwar nicht mit den Klassenbesten mithalten, bietet jedoch eine ausreichend flotte Performance für aktuelle Mobile-Games.

So konnte das Smartphone das grafisch anspruchsvolle Rennspiel Asphalt 8 mit mittleren Grafikoptionen flüssig wiedergeben und vermittelte dabei ein realistisches Geschwindigkeitsgefühl. Sogar beim Wechsel auf hohe Einstellungen blieben deutliche Ruckler aus, die Bildwiederholrate sank jedoch merklich. Sehr gut funktionierten hier der präzise Touchscreen sowie die feinfühligen Lagesensoren. Auch andere Spiele, wie z. B. Angry Birds Transformers, bereiteten dem P8 lite keine Probleme.

Etwas ungünstig beim Spielen im Querformat ist die Positionierung des Lautsprechers im unteren Bereich der rechten Gehäusekante, wo er leicht durch die Hand abgedeckt wird. Abhilfe schafft hier nur das Drehen des Geräts um 180°.

Screenshot Asphalt 8
Screenshot Asphalt 8
Screenshot Angry Birds Transformers
Screenshot Angry Birds Transformers

Emissionen

Temperatur

Die Gehäusetemperaturen des Testgeräts liegen im Idle-Betrieb stets über den Werten der Mitbewerber. Auch unter Last ist die Situation ähnlich, lediglich das ZTE Blade S6 mit seinem starken Octacore-SoC wird hier noch ein wenig wärmer. Es handelt sich zwar nicht um kritische Temperaturen, da ein Smartphone aber in der Hand gehalten wird, sind Maximalwerte um 40°C schon deutlich spürbar. Kurios ist, dass das potentere Schwestermodell P8 mit seinem schlanken Aluminiumgehäuse selbst unter Last kühlere Oberflächen bietet als das P8 lite im Idle-Betrieb.

Der GFXBench-Akku-Test, welcher den T-Rex-Onscreen-Benchmark dreißigmal in Folge startet, zeigt, ob die Hardware-Komponenten unter anhaltender Last an Leistungsfähigkeit verlieren. Hier ist beim P8 lite gut zu sehen, dass die maximale Performance nur anfangs zur Verfügung steht, sich allerdings die Einbußen im zeitlichen Verlauf mit maximal 2,6 % in engen Grenzen halten. Somit kann dem P8 lite im Stresstest ein nahezu konstantes Arbeitstempo bescheinigt werden.

GFXBench 3.0: Akkuverbrauch während des Tests
GFXBench 3.0: Akkuverbrauch während des Tests
GFXBench 3.0: Performance im zeitlichen Verlauf
GFXBench 3.0: Performance im zeitlichen Verlauf
GFXBench 3.0: Frametimes
GFXBench 3.0: Frametimes
GFXBench 3.0: Temperaturentwicklung
GFXBench 3.0: Temperaturentwicklung
Max. Last
 40.1 °C39.8 °C39.4 °C 
 40.2 °C39.6 °C40.2 °C 
 37.4 °C38.3 °C37.9 °C 
Maximal: 40.2 °C
Durchschnitt: 39.2 °C
37.8 °C41.1 °C40 °C
38.2 °C39.6 °C37.6 °C
37.1 °C37.2 °C36.6 °C
Maximal: 41.1 °C
Durchschnitt: 38.4 °C
Netzteil (max.)  33.5 °C | Raumtemperatur 24.3 °C | Voltcraft IR-260
(-) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 39.2 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Smartphone v7 auf 33.1 °C.
(±) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 40.2 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 35.5 °C (von 22.4 bis 51.7 °C für die Klasse Smartphone v7).
(±) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 41.1 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 34.1 °C).
(±) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 33.2 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 33.1 °C.

Lautsprecher

Obwohl sich am Fuße des Smartphones zwei Gitter befinden, die vermuten lassen könnten, es handle sich um ein Dual-Speaker-System, ist nur auf der linken Seite ein Lautsprecher verbaut. Dieser kann bis zu einer Lautstärke von etwa 60 % einen recht ausgewogenen Klang erzeugen, der sogar etwas Bass erkennen lässt. Darüber nimmt die Wiedergabequalität leider merklich ab: Musik hört sich zunehmend verzerrt und kratzig an, das Klangspektrum verschieb sich in Richtung höherer Töne. Glücklicherweise genügt eine mittlere Lautstärke in ruhigeren Umgebungen zumeist, die Maximaleinstellung kann also Situationen vorbehalten bleiben, in denen ohnehin Störquellen einen problemlosen Musikgenuss verhindern. Beim Freispeicher-Betrieb sieht es ähnlich aus, auch hier sollte man nach Möglichkeit auf maximale Lautstärke zugunsten einer besseren Verständlichkeit verzichten. 

Das mitgelieferte Headset erfüllt zwar seinen Zweck, wird mit seinem dumpfen, unnatürlichen Klang Musikbegeisterte jedoch nicht überzeugen können. Bei Anschluss eines höherwertigen Kopfhörers ist die Wiedergabe über die 3,5-mm-Klinkenbuchse hingegen einwandfrei.

Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Beim Thema Stromverbrauch sticht das P8 lite aus der Masse heraus – leider nicht im positiven Sinn. Bis auf das besonders energiehungrige ZTE Blade S6 kommen alle Mittelklasse-Vergleichsgeräte mit einer geringeren Leistungsaufnahme aus. Selbst das mit einem schnelleren Octacore-Prozessor sowie einem größeren Full-HD-Display ausgestattete High-End-Gerät P8 verbraucht im Idle-Betrieb bis zu 50 % weniger Strom. Auffällig ist zudem, dass das Honor 4X mit dem gleichen SoC trotz einem größeren und extrem leuchtstarken Bildschirm sogar unter Last und maximalen Helligkeitseinstellungen günstigere Werte erzielen kann. Dieses lief zum Testzeitpunkt jedoch noch mit Android 4.4.2, sodass hier die Ursache für einen Teil der Abweichungen liegen könnte. Dagegen spricht allerdings, dass Android Lollipop sogar einen geringeren Energieverbrauch mit sich bringen sollte.

Ein leerer Akku kann mit dem beiliegenden 5-Watt-Netzteil bei eingeschaltetem, aber inaktivem Smartphone in etwa 2 Stunden und 40 Minuten wieder voll aufgeladen werden.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0 / 0.4 Watt
Idledarkmidlight 1.4 / 2.3 / 2.5 Watt
Last midlight 3.9 / 6 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Voltcraft VC 870
Huawei P8 lite
Mali-450 MP4, Kirin 620, 16 GB eMMC Flash
Samsung Galaxy Grand Prime
Adreno 306, 410 MSM8916, 8 GB eMMC Flash
ZTE Blade S6
Adreno 405, 615 MSM8939, 16 GB eMMC Flash
Honor 4X
Mali-450 MP4, Kirin 620, 8 GB eMMC Flash
Nokia Lumia 735
Adreno 305, 400 MSM8926, 8 GB eMMC Flash
Huawei P8
Mali-T628 MP4, Kirin 930, 16 GB eMMC Flash
Stromverbrauch
Idle min *
1.4
0.4
71%
1.6
-14%
0.8
43%
0.6
57%
0.7
50%
Idle avg *
2.3
0.9
61%
2.5
-9%
1.7
26%
1.4
39%
2
13%
Idle max *
2.5
1.1
56%
2.8
-12%
2
20%
1.9
24%
2.1
16%
Last avg *
3.9
2.9
26%
5.5
-41%
3.6
8%
2.6
33%
4.9
-26%
Last max *
6
3.5
42%
6.3
-5%
5.5
8%
3.6
40%
7.4
-23%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Die recht hohe Leistungsaufnahme des P8 lite in praktisch allen Betriebszuständen sorgt erwartungsgemäß für vergleichsweise kurze Akkulaufzeiten. So ist es nicht verwunderlich, dass das Gerät im praxisnahen WLAN-Test nur 5 Stunden und 51 Minuten durchhält und damit das klare Schlusslicht der Vergleichsgruppe bildet. Dies ist auch bei fast allen anderen Messwerten der Fall, allerdings geht dem als energiehungrig bekannten ZTE Blade S6 unter Last noch eher die Puste aus. Bei der Video-Wiedergabe zieht das Testgerät mit seinem Konzernkollegen Honor 4X praktisch gleich, beim großen Bruder P8 gehen die Lichter jedoch erst gut dreieinhalb Stunden später aus. Im Notfall bietet das P8 lite bei niedrigem Akkustand einen Ultra-Energiesparmodus an, der noch für etwas zusätzliche Laufzeit sorgen kann. Dieser sollte aber wohlüberlegt eingesetzt werden, da gleichzeitig die Funktionen des Geräts auf Telefonie und SMS-Nutzung beschränkt sind.

Trotz dieser unterdurchschnittlichen Ausdauer genügt der volle Akku für gewöhnlich, um bei gelegentlicher Nutzung des Smartphones gut über den Tag zu kommen. Erfahrungsgemäß war bei diesem Szenario nach 12 Stunden Betrieb mit aktiven Funkmodulen und eingeschalteter Synchronisation noch knapp 50 % Restladung vorhanden.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
11h 55min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
5h 51min
Big Buck Bunny H.264 1080p
6h 9min
Last (volle Helligkeit)
3h 14min
Huawei P8 lite
Mali-450 MP4, Kirin 620, 16 GB eMMC Flash
Samsung Galaxy Grand Prime
Adreno 306, 410 MSM8916, 8 GB eMMC Flash
ZTE Blade S6
Adreno 405, 615 MSM8939, 16 GB eMMC Flash
Honor 4X
Mali-450 MP4, Kirin 620, 8 GB eMMC Flash
Nokia Lumia 735
Adreno 305, 400 MSM8926, 8 GB eMMC Flash
Huawei P8
Mali-T628 MP4, Kirin 930, 16 GB eMMC Flash
Akkulaufzeit
Idle
715
986
38%
922
29%
1105
55%
1108
55%
826
16%
H.264
369
497
35%
373
1%
643
74%
581
57%
WLAN
351
512
46%
432
23%
569
62%
434
24%
Last
194
149
-23%
267
38%
301
55%
215
11%
WLAN (alt)
761

Pro

+ Dual-SIM-Fähigkeit mit LTE
+ sehr gute Sprachqualität
+ microSD-Karten-Slot
+ NFC und Bluetooth mit an Bord
+ starke WLAN-Performance
+ flüssige Bedienbarkeit
+ Design und Qualitätsanmutung
+ ordentliches Display
+ gute Fotoaufnahmen, aber...

Contra

- zu hohe Videokomprimierung
- ungenaues GPS
- unterdurchschnittliche Akkulaufzeit
- Display könnte heller sein
- mäßiger Klang des Headsets
- WLAN nur im 2,4-GHz-Band
- Akku fest verbaut

Fazit

Im Test: Huawei P8 lite. Zur Verfügung gestellt von Huawei Deutschland.
Im Test: Huawei P8 lite. Zur Verfügung gestellt von Huawei Deutschland.

Der Käufer erhält mit dem P8 lite ein solides Gerät, das im Alltag mit flüssiger Bedienung, guter Sprachqualität bei Telefonaten und einem ordentlichem Bildschirm punkten kann. Auch das Gehäuse hinterlässt insgesamt einen guten, recht wertigen Eindruck, auch wenn die Verarbeitungsqualität punktuell kleinere Schwächen zeigt, wie beispielsweise bei den etwas wackeligen Tasten. Zwar fehlen dem abgespeckten Smartphone einige Features des High-End-Schwestermodells P8, doch muss auf nichts Grundlegendes verzichtet werden. Im Gegenteil: Die optionale Dual-SIM-Fähigkeit hat hierzulande bisher nur das P8 lite zu bieten. Bedacht werden muss allerdings, dass bei deren Nutzung die Möglichkeit einer Speichererweiterung mittels microSD-Karte entfällt.

Auch Fotofreunde kommen mit dem P8 lite auf ihre Kosten, die Bildqualität kann insbesondere im Klassenvergleich überzeugen, und mit der Ultra-Schnappschuss-Option direkt aus dem Standby wird eine praktische Zusatzfunktion geboten. Auch die Aufzeichnung von Full-HD-Videos ist möglich.

Worüber sich potenzielle Interessenten weniger freuen dürften, sind die recht kurzen Akkulaufzeiten, das unpräzise GPS-Modul sowie das mäßig klingende Headset. Auch könnte die maximale Displayhelligkeit etwas höher ausfallen, wenngleich im Test immer eine Position gefunden werden konnte, in welcher der Bildschirm auch bei Sonnenschein gut ablesbar war. 

Mit dem ab rund 230 Euro im Handel erhältlichen P8 lite ist Huawei ein gutes Gerät für all diejenigen gelungen, die Wert auf ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis legen, ohne dabei allzu viele Kompromisse bei der Alltagstauglichkeit in Kauf nehmen zu wollen.

Huawei P8 lite - 18.07.2015 v4(old)
Andreas Kilian

Gehäuse
80%
Tastatur
66 / 75 → 88%
Pointing Device
92%
Konnektivität
46 / 60 → 77%
Gewicht
94%
Akkulaufzeit
90%
Display
83%
Leistung Spiele
55 / 63 → 87%
Leistung Anwendungen
27 / 70 → 39%
Temperatur
86%
Lautstärke
100%
Audio
63 / 91 → 69%
Kamera
70%
Durchschnitt
73%
83%
Smartphone - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Andreas Kilian (Update: 15.05.2018)