Notebookcheck

Test "Lenovo IBM Thinkpad" (51nb) X62 Custom Laptop

Douglas Black, Stefanie Voigt (übersetzt von Martina Osztovits), 12.04.2017

Verjüngter Klassiker? Das X62 ist ein von einem Dritthersteller selbst gefertigter "Quasi-Nachfolger" des beliebten Lenovo X61 Subnotebooks. Kann das mit einem Intel Chipsatz der 5. Generation aufgerüstete und mit einem seltenen 4:3-SXGA+IPS-Display ausgestattete Custom-X62 die hohen Standards, die seine ThinkPad Nachfolger im Hinblick auf die modernen Konkurrenten erbringen, ebenso erfüllen?

Das erste Mal haben wir über diesen ziemlich einzigartigen Laptop Ende Jänner dieses Jahres berichtet. Geschichtlich gesehen wurden Lenovos X60 und X61 von vielen wegen ihrer (ziemlich) kompakten Abmessungen, ihres Gewichts und ihrer Leistung geliebt. Abgesehen davon, dass es sich um ein ausgezeichnetes Allround-Subnotebook gehandelt hat, war das X61 Teil der letzten ThinkPads Generation, die Lenovo mit 4:3-Bildschirmen herausgebracht hat. Originale X61/X61s sind in unterschiedlichem Zustand auf eBay für zirka 100 US-Dollar erhältlich, obwohl das original X61 ThinkPad heute bereits über zehn Jahre alt ist. Heute eignen sich seine veraltete Intel Core 2 Duo CPU und 2 GB RAM am besten für Linux-Distributionen und nur die leichtesten Aufgaben.

Allerdings ist nicht jeder bereit, das X61 in der Versenkung und Veralterung verschwinden zu lassen. Von China aus begannen die Administratoren der Notebook-Website 51nb ein Projekt zur Modernisierung der klassischen ThinkPads. Heute verfügt das Team über ihren eigenen kleinen Motherboard-Hersteller, der ein genau in die winzigen Abmessungen des X61 passendes, modernes Innenleben entwickelt. Die Modernisierung des X61 ist als X62 bekannt, und der Hersteller erzeugt kleine Chargen (normalerweise zirka 60 Stück pro Durchlauf) dieses speziellen, benutzerdefinierten Laptops zum Verkauf an Fans. Wir schätzen uns glücklich, dass Notebookcheck ein eigenes Testmodell des X62 ThinkPads zum Test erhalten hat.

Für einen Preis zwischen 750 und 980 US-Dollar erhält man ein X62 Barebone (SSD, RAM und Akku vom Käufer). Der Hauptunterschied zwischen den beiden Modellen ist, dass das 750-US-Dollar-Modell eine Broadwell-U i5 ES (Engineering Sample) CPU mit einem Basistakt von 2.0 GHz nutzt (sehr ähnliche Spezifikation zum i5-5200U), das teurere Modell jedoch über eine Core i7-5600U verfügt.

Abgesehen von der CPU wurde beim X62 das XGA-TN-Panel des Vorgängers durch einen 12,1 Zoll großen IPS-FlexView-Bildschirm mit einer Auflösung von 1.400 x 1.050 Pixeln ersetzt. 12,1-Zoll-Bildschirme mit 4:3-Seitenverhältnis sind extrem selten und von ThinkPad Fans heiß begehrt. Das maßgeschneiderte Broadwell Mainboard des X62 unterstützt nun 32 GB RAM sowie eine mSATA-SSD. Zudem bietet es Mini-HDMI-, Mini-DP- und USB-3.0-Ports.

 X62
Prozessor
Grafikkarte
Intel HD Graphics 5500, Kerntakt: 850 MHz, Speichertakt: 800 MHz, Shared Memory
Hauptspeicher
8192 MB 
, SK Hynix HMT351S6EFR8C-PB
Bildschirm
12.1 Zoll 4:3, 1400 x 1050 Pixel 145 PPI, IPS Flexview HV121P01-100, spiegelnd: nein
Massenspeicher
,  GB 
, SATA 3 SSD 120GB
Soundkarte
Intel Broadwell PCH-LP - High Definition Audio Controller
Netzwerk
Intel Dual Band Wireless-AC 7260 (a/b/g/n = Wi-Fi 4/ac = Wi-Fi 5)
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 35.5 x 268.7 x 212
Betriebssystem
Microsoft Windows 10 Home 64 Bit
Sonstiges
6 Monate Garantie
Gewicht
1.2 kg, Netzteil: 230 g
Preis
730 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

Das matte Kunststoff-/Magnesium-Gehäuse mit verstärktem Rahmen des X62 ist so klassisch ThinkPad wie möglich. Es ähnelt dem alten "Bento Box"-Design viel stärker als Lenovos aktuellem Flagship, dem X1 Carbon. Das Design des X62 ist klassisch, nahezu quadratisch (wegen des 4:3-Bildschirms) sowie viel dicker als seine Zeitgenossen. Die Bauhöhe von 35,5 mm (1,41 Zoll) an der Rückseite verjüngt sich nach vorne zu etwas. Die Breite von 268,7 mm (10,58 Zoll) und die Tiefe von 212 mm (8,35 Zoll) sind nicht mehr zeitgemäß klobig. Allerdings trägt das kastenartige Aussehen zum Charm dieses Gerätes bei (wäre dies nicht so, wäre dies Produkt nicht geschaffen worden).

Das kastenförmige ThinkPad bringt Vorteile in puncto Robustheit. Abgesehen von ziemlich offensichtlichen Gebrauchsspuren an der gummierten Oberfläche der Bildschirmrückseite bei unserem Testgerät weist nur wenig darauf hin, dass das beim X62 verwendete Material über zehn Jahre alt ist. Passgenauigkeit und Oberfläche des schwarzen Kunststoffs sind ausgezeichnet - vor allem für ein Gerät, dessen Gehäuse ursprünglich vor über einem Jahrzehnt gefertigt wurde, bevor es für dieses Gerät generalüberholt wurde. Chassis, Tastatur und Scharniere wirken allesamt besonders gut zusammengebaut. Nur die am unteren Rahmen und am ThinkVantage Panel hinzugefügten Aufkleber weisen darauf hin, dass es sich nicht um eine Original-Produktion von IBM oder Lenovo handelt.
Schließlich gibt es ein weiteres erwähnenswertes Designelement am X62 Gehäuse: Es nutzt den klassischen ThinkPad Riegel zum Sichern des Bildschirmdeckels. Es mag etwas brauchen, sich daran zu erinnern, vor dem Öffnen den Riegel zu ziehen, es sei denn, Sie hätten zirka zehn Jahre lang Ihren Laptop nicht gewechselt.

Der einzige strukturelle Schwachpunkt ist die linke Handballenablage, dort, wo ursprünglich der ExpressCard Slot war. Wie bei vielen anderen ThinkPads mit diesem Slot (beispielsweise dem X220 oder X230), ist es hier hohl und gibt unter mittlerem Druck etwas nach. Allerdings ist es, anders als beim X220 oder X230, ziemlich unwahrscheinlich, dass die Handballenablagen beim Aufheben des Notebooks knarren. Das X62 ist überraschend leicht. Das führt zu einem weiteren kleinen Kritikpunkt am Notebook, nämlich die ungleichmäßige Gewichtsverteilung: Der Bildschirm lässt sich über seinen gesamten 190-Grad-Bewegungsbereich extrem flüssig bewegen, doch nach etwa 125 Grad liegt das Gewicht zu weit hinten, und die Handballenablage des Laptops kann sich von der Unterlage abheben. Dies passiert bereits mit dem kleineren (leichteren) 32-Wh-Akku und wird mit sich durch den größeren und schwereren 75-Wh-Akku möglicherweise verschlimmern. Wegen des leichten Gewichts des X62 (zirka 1,2 kg) in Kombination mit seinem notwendigerweise schweren, entfernbaren Akku, ist dies allerdings unvermeidbar.

322.4 mm 222.8 mm 19.8 mm 1.4 kg305.5 mm 208.5 mm 20.3 mm 1.4 kg305 mm 209 mm 18 mm 1.3 kg304 mm 200 mm 18.5 mm 1.3 kg268.7 mm 212 mm 35.5 mm 1.2 kg280.5 mm 196.5 mm 13.1 mm 920 g

Aussattung

Der Name “ThinkPad” bedeutet, dass Sie übliche Business-Schnittstellen und Aufrüstbarkeit erwarten könnten, doch das X62 basiert auf einem Laptop, der für Verwendung im Jahre 2007 gestaltet wurde. Trotzdem hat das X62 die Schnittstellenausstattung ziemlich gut erneuert: Es gibt einen mSATA-Slot, der via Tastatur erreicht werden kann und entweder mit einer SSD oder einer WWAN-Karte bestückt werden kann. Die ursprüngliche WiFi-Karte wurde durch eine Intel 7260AC Kombi-Karte (etwas veraltetet, jedoch immer noch solide) ersetzt. Der linke USB-Type-A-Port wurde auf USB 3.0 aufgerüstet, während die beiden an der rechten Seite bei USB 2.0 verblieben.

Allerdings bringen die Ports und die Modernisierung kleine Nachteile. Während die wenigsten User das 56K-Modem oder 1394 vermissen werden, wurden die Dock- und CardBus-Anschlüsse ebenfalls stillgelegt. Außerdem führten die neu hinzugekommen Mini-HDMI- und DP-Ports zum Weglassen des ursprünglichen VGA-Ports. Es ist etwas schade, dass bei einem Laptop mit der Business-Erbschaft des ThinkPad der VGA-Port verschwinden musste. Außerdem ist es etwas unglücklich, dass kein HDMI-Port in voller Größe verbaut werden konnte, denn ein Mini-HDMI-Kabel ist selten.

Schlussendlich sind zwar die meisten Ports einfach zugänglich, doch der SD-Kartenschacht befindet sich sehr nahe an der Unterseite des Gehäuses, sodass Karten ohne Anheben des Gehäuses nur sehr schwer eingeschoben werden können. Weiters stehen der Mini-HDMI-, der Mini-DP-Port und der SD-Kartenslot kopfüber. Das mag technisch oder aus anderen Gründen notwendig gewesen sein, erinnert aber auch etwas daran, dass es sich um eine eigene Kreation und nicht um ein original IBM oder Lenovo ThinkPad handelt.

links: USB 3.1, Mini-DP, Mini-HDMI, Gigabit Ethernet, SD-Kartenslot
links: USB 3.1, Mini-DP, Mini-HDMI, Gigabit Ethernet, SD-Kartenslot
rechts: Stromanschluss, 2x USB 2.0, 3,5-mm-Audioeingang, 3,5-mm-Audioausgang
rechts: Stromanschluss, 2x USB 2.0, 3,5-mm-Audioeingang, 3,5-mm-Audioausgang

SD-Kartenleser

Der SD-Kartenleser befindet sich an der unteren linken Seite. Unsere Messungen ergaben eine maximale Übertragungsrate von 14 MB/s und einen Durchschnittswert von 9 MB/s beim Übertragen von 1-GB-JPEG-Dateien. Zum Test des SanDisk-SD-Caddys nutzten wir eine Kingston 64 GB MicroSD Class 10 Karte mit Nennraten von 45 MB/s beim Lesen und 10 MB/s beim Schreiben. Daher glauben wird, dass die Ergebnisse die Grenzen des SD-Kartenlesers selbst zeigen.

SDCardreader Transfer Speed
average JPG Copy Test (av. of 3 runs)
Dell Latitude 7280
 
77 MB/s ∼100% +839%
Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
 
62.2 MB/s ∼81% +659%
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
 
22.8 MB/s ∼30% +178%
X62
 
8.2 (min: 3.6, max: 9.8) MB/s ∼11%
maximum AS SSD Seq Read Test (1GB)
Dell Latitude 7280
 
90.92 MB/s ∼100% +536%
Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
 
88 MB/s ∼97% +515%
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
 
27.02 MB/s ∼30% +89%
X62
 
14.3 MB/s ∼16%

Kommunikation

Die Intel-7260AC-Kombi-WiFi-/Bluetooth-Karte ist mit 867 Mbps spezifiziert, arbeitet mit Sende- und Empfangsraten von 425 Mbps bzw. 522 Mbps. Gegenüber der ursprünglichen Karte im X61 ist sie dennoch eine deutliche Verbesserung. Zudem ist die verbaute Karte mit 2,4-GHz- und 5-GHz-Netzwerken kompatibel. Der Signalempfang scheint gut, und wir hatten keine Probleme mit Verbindungsabbrüchen oder schwachen Signalen.

Während das X61 ursprünglich mit einem 56K-Modem ausgestattet war, wurde dies mit dem neuen Mainboard gestrichen. Dafür bietet das X62 einen Gigabit-LAN-Port an der linken Seite und die Möglichkeit, am internen PCIe-Expansion-Slot eine WWAN-Karte anzuschließen.

Interessant ist, dass beim X62 eine Webcam fehlt. Undenkbar für einen heute herausgebrachten Laptop kann nirgends am schlanken Rahmen seines 12,1-Zoll-Bildschirms eine solche angetroffen werden. Dies könnte für jene, die unterwegs an Video-Konferenzen teilnehmen wollen, einen Kauf vollständig ausschließen. Sicherheitsbewussteres User könnten sein Fehlen jedoch möglicherweise begrüßen.

Networking
iperf3 Client (receive) TCP 1 m 4M x10
Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
671 MBit/s ∼100% +29%
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
645 MBit/s ∼96% +24%
Dell Latitude 7280
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
641 MBit/s ∼96% +23%
X62
Intel Dual Band Wireless-AC 7260
522 MBit/s ∼78%
iperf3 Client (transmit) TCP 1 m 4M x10
Dell Latitude 7280
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
530 MBit/s ∼100% +25%
Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
512 MBit/s ∼97% +20%
X62
Intel Dual Band Wireless-AC 7260
425 MBit/s ∼80%
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
Intel Dual Band Wireless-AC 8265
297 MBit/s ∼56% -30%

Sicherheit

Das X62 verfügt über einen Fingerabdruckleser, jedoch über eine alte "Swiping"-Variante. Er ist funktionell, jedoch bei Weitem nicht so praktisch wie die heutigen "Press"-Sensoren: Oftmals muss man mehrfach darüber streifen, bis der Scan erkannt wird. Während er mit Windows 10 kompatibel ist, mussten wir die ThinkVantage-Fingerprint-Software installieren, bevor wir ihn am Login-Bildschirm verwenden konnten.

Weitere Sicherheitsmerkmale umfassen einen Kensington-Lock-Slot und einen Hardware-Schalter zum (De-)Aktivieren der Netzwerkkarte.

Zubehör

Beim Kauf von 51nb wird mit dem X62 kein Zubehör mitgeliefert. Es handelt sich um ein Barebone-System ab 750 US-Dollar. Das heißt, dass weder RAM noch HDD inkludiert sind, obwohl diese als Erweiterung gekauft werden können. Zudem müssen User ihre eigenen Akkus und Stromadapter beziehen - keine schwierige Aufgabe, jedoch eine zusätzliche Unannehmlichkeit.

Wartung

Das Innenleben ist für Ugrades leicht erreichbar - genau so, wie man es sich von einem ThinkPad erwarten würde. Die beiden SO-DIMM-Slots sind via einer mit zwei Schrauben fixierten Wartungsklappe erreichbar, während für Zugriff auf den SATA-Schacht die gesamte Unterseite abgenommen werden muss. Das mSATA- und das WiFi-Modul sind nach Entfernen der Tastatur zugänglich, da sie sich auf der anderen Seite der Hauptplatine befinden. 

Das X62 kann Akkus, die für das X60, das X61 und das X61S (allerdings nicht für die jeweiligen Tablet-Varianten) entworfen wurden, nutzen. Verfügbar sind sowohl 4-Zellen- als auch 8-Zellen-Akkus, die sich, abhängig davon, ob man einen generischen chinesischen Ersatz oder ein original Lenovo Teil kauft, zwischen 25 und 85 US-Dollar bewegen.  

Garantie

51nb inkludiert eine 6-Monate-Garantie bei Kauf eines ihrer selbstgemachten Laptops.

Eingabegeräte

Tastatur

Eines der beliebtesten Aspekte von ThinkPads sind ihre Tastaturen und TrackPoints mit physikalischen Tasten. Während ThinkPads immer noch an ihrer legendären TrackPoint Maus und physikalischen Tasten festhalten (abgesehen von der unglücklichen Existenz der x40 Serie), schätzen viele Fans die klassische Tastatur mit 7 Zeilen und Vorläufer-Design zum aktuellen Stil. Auch heute noch nutzen einige Laptops Tastaturen mit klassischem Design (Alienware gehört zu den wenigen Produkten, die diese beibehalten haben). Daher sieht die klassische Tastatur mit 7 Zeilen des X62 und einer Reihe an Status-LEDs für den Durchschnitts-User möglicherweise veraltet aus, doch genau deshalb könnten viele ThinkPad Fans dieses Notebook schätzen.

Gestaltung beiseite: Die Tastatur bietet einen langen Hubweg (1,5 mm) und vorwiegend Tasten in voller Größe. Die Ausnahme sind die äußeren Tasten, einschließlich Tab, Feststelltaste, Rücktaste und Eingabetaste. Das ist in Anbetracht der kleinen Grundfläche des 12,1-Zoll-Laptops jedoch ein vertretbarer Preis: Die Tastatur reicht von einer Kante zur anderen. Man beachte, dass eine Tastatur mit absolut voller Größe in ein Notebook mit 16:9- oder 16:10-Formfaktor passt, während das 4:3-Seitenverhältnis viel weniger Platz für die Tastatur bietet.

Wenn Ihnen ThinkPad-Tastatur-Layouts bereits bekannt sind, wissen Sie und sind daran gewöhnt, dass die Fn- und Strg-Tasten verglichen mit den meisten anderen Laptops umgekehrt herum angeordnet sind, sodass dies nicht zum Ärgernis wird. Das einzige, was auch noch nach einigen Tagen das Tippen lähmt, ist, dass sich die F1-Taste dort befindet, wo normalerweise die ESC-Taste ist. Es ist uns mehrfach versehentlich passiert, dass wir in Chrome anstatt ESC die F1-Taste erwischt haben, sodass das Hilfe-Menü mehrmals am Tag angezeigt wird.

Ein weiteres Zugeständnis an eine Tastatur von 2007 ist das Fehlen eines Hintergrundlichts - das war natürlich zu erwarten. Drückt man allerdings Fn+Bild-auf, grüßt ein weiterer Vorzug des X62: das ThinkLight. Ab 2005 waren die meisten ThinkPads mit diesem kleinen, nach unten gerichteten Licht ausgestattet, welches die Tasten von oben aus dem Display beleuchtet. Es wirkt deutlich anders als das "traditionelle" Hintergrundlicht, doch es beleuchtet die Tastatur gut genug, damit man die Tasten problemlos finden kann.

Ärgernisse beim Layout beiseite: Die Haptik der Tastatur ist absolut hervorragend: Auch unter starken Druck gibt die Tastatur absolut nicht nach. Aufgrund von Hubweg, Stabilität und Mechanik ist das Tippgefühl insgesamt ziemlich angenehm.

Trackpoint

Jenseits der Tastatur ist das Erste, was den meisten Usern möglicherweise auffallen wird, das Fehlen eines Touchpads. Zwar wurde es entfernt, um Platz zu sparen, doch die meisten ThinkPad Liebhaber würden sich sowieso nicht mit der Nutzung eines TouchPads abgeben. Für die Uneingeweihten: Ein Vorteil des TrackPoints ist, dass es dem User ermöglicht, die Maus zu nutzen, während er seine Hände in der Grundstellung belässt, was die Produktivität verbessert. Wenn Sie TrackPoint Mäuse gar nicht mögen, dann wird das X62 für Sie ein Fehlgriff sein. Wir konnten feststellen, dass der TrackPoint in unserem Testmodell trotz seinem Alter immer noch problemlos und genau funktionierte. Die physikalischen Tasten selbst arbeiten ebenso glatt und zufriedenstellend wie jene eines neuen ThinkPads und zeigen keine Verschleißerscheinungen.

Tastatur und TrackPoint
Tastatur und TrackPoint
ThinkLight
ThinkLight
Beleuchtung durch das ThinkLight
Beleuchtung durch das ThinkLight
Tastatur, Fingerabdruckleser und Trackpoint
Tastatur, Fingerabdruckleser und Trackpoint

Display

Beim Bildschirm des X62 handelt es sich um ein einzigartiges 12,1 Zoll großes Panel namens BOE Hydis HV121P01 mit einer Auflösung von 1.400 x 1.050 Pixeln und matter Oberfläche. Da es schon lange nicht mehr hergestellt wird, handelt es sich beim Panel um den am schwierigsten erhältlichen Bauteil, was sicherlich zum relativ hohen Preis des X62 beiträgt. Einer der historischen Schwachstellen von ThinkPads war ihr Bildschirm - und das X62 ist keine Ausnahme. Der erstmals im Jahre 2007 hergestellte SXGA+-Bildschirm ist technisch nicht der Beste - vor allem verglichen mit heutzutage üblichen Einheiten. Er nutzt eine CCFL-Beleuchtung mit spezifizierten 10.000 Stunden Verwendung, doch die Helligkeit wurde mit den Jahren schwächer. Ursprünglich mit 190 cd/m² spezifiziert, konnten wir bei unserem Testmodell ein Maximum von 168,3 cm/m² im zentralen Bereich und eine etwas ungleichmäßige Ausleuchtung in den anderen Quadranten messen. Zum Vergleich: 168,3 cd/m² sind etwa halb so hoch wie die maximale Helligkeit von modernen IPS-Bildschirmen. Während dies für Innenräume hell genug ist, ist es trotz matter Oberfläche schwierig, unter direktem Sonnenlicht etwas zu erkennen. Deshalb kaufen viele User von klassischen ThinkPads wie diesem ein nachträgliches LED-Backlight-Kit. Leider ist dies keine Option, die bereits beim Kauf des X62 vorinstalliert werden kann, sodass Sie hier selbst Hand anlegen müssen.

Man beachte, dass das 4:3-Seitenverhältnis des Bildschirm abhängig von den Vorlieben des Nutzers ein Vorteil oder ein Nachteil sein kann. Wir haben es beim einseitigen Browsen als vorteilhaft empfunden, und es verkleinert die Grundfläche des Gerätes, doch Multitasking mit nebeneinander angeordneten Fenstern wird wegen der eingeschränkten Breite fast unmöglich.

Subpixel-Raster
Subpixel-Raster
Saturation Sweep (unkalibriert)
Saturation Sweep (unkalibriert)
ColorChecker (unkalibriert)
ColorChecker (unkalibriert)
Grayscale (unkalibriert)
Grayscale (unkalibriert)
148.5
cd/m²
162
cd/m²
149.5
cd/m²
165.2
cd/m²
168.3
cd/m²
155.8
cd/m²
154.8
cd/m²
160.6
cd/m²
150.9
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
IPS Flexview HV121P01-100
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 168.3 cd/m² Durchschnitt: 157.3 cd/m² Minimum: 26.2 cd/m²
Ausleuchtung: 88 %
Kontrast: 306:1 (Schwarzwert: 0.55 cd/m²)
ΔE Color 6.1 | 0.6-29.43 Ø6
ΔE Greyscale 0.7 | 0.64-98 Ø6.2
54.2% sRGB (Argyll 3D) 35% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.19
X62
IPS Flexview HV121P01-100, , 12.1, 1400x1050
Dell XPS 13-9343
SHP1421, IPS, 13.3, 3200x1800
Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
Innolux N125HCE-GN1, IPS LED, 12.5, 1920x1080
Dell Latitude 7280
AUO236D , IPS, 12.5, 1920x1080
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
LP133WF2-SPL78, IPS, LED, 13.3, 1920x1080
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz
APPA027, IPS, 12, 2304x1440
Response Times
19%
24%
24%
18%
Response Time Grey 50% / Grey 80% *
59.6 (16.8, 42.8)
40.8 (21.2, 19.6)
32%
32.4 (12.4, 20)
46%
43.6 (20.8, 22.8)
27%
41.2 (15.6, 25.6)
31%
Response Time Black / White *
32 (18, 14)
30.4 (16.4, 14)
5%
31.2 (9.2, 22)
2%
25.2 (12.8, 12.4)
21%
30.4 (6.8, 23.6)
5%
PWM Frequency
26040 (50)
30860 (90)
Bildschirm
51%
-19%
-12%
3%
69%
Helligkeit Bildmitte
168.3
367.3
118%
283
68%
310.4
84%
306
82%
387
130%
Brightness
157
372
137%
281
79%
301
92%
307
96%
358
128%
Brightness Distribution
88
77
-12%
94
7%
88
0%
89
1%
88
0%
Schwarzwert *
0.55
0.178
68%
0.25
55%
0.32
42%
0.36
35%
0.47
15%
Kontrast
306
2063
574%
1132
270%
970
217%
850
178%
823
169%
DeltaE Colorchecker *
6.1
5.92
3%
6.1
-0%
5.9
3%
5.1
16%
1.6
74%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
30.5
15.4
50%
21
31%
13.3
56%
4
87%
DeltaE Graustufen *
0.7
4.79
-584%
6
-757%
5.1
-629%
3.9
-457%
1
-43%
Gamma
2.19 100%
2.42 91%
2.05 107%
2.33 94%
2.17 101%
2.26 97%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
35
63
80%
42.26
21%
42
20%
38.24
9%
61.6
76%
Color Space (Percent of sRGB)
54.2
96.4
78%
65.43
21%
65
20%
59.75
10%
82.2
52%
CCT
7013 93%
6832 95%
6816 95%
6829 95%
6680 97%
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
51% / 51%
0% / -12%
6% / -6%
14% / 6%
44% / 60%

* ... kleinere Werte sind besser

Abgesehen von der schlechten Helligkeit liefert das FlexView Panel eine ziemlich niedrige Farbraumabdeckung (54,2 Prozent von sRGB und 35 Prozent von AdobeRGB). Der nach Kalibrierung gemessene Kontrast beläuft sich auch auf ziemlich schlechte 437:1 (304:1 im Auslieferungszustand). Für den Bildschirm spricht, dass die Hintergrundlichtfrequenz (PWM), die zur Veränderung der Helligkeit benutzt wird, so hoch ist (20 kHz), sodass sie auch von den empfindlichsten menschlichen Augen wohl nicht erkennbar ist. Die Blickwinkel sind mit 178 Grad dank IPS-Technologie gut.

Insgesamt würden wir empfehlen, die Daten des Bildschirms zu relativieren: Es handelt sich um ein 10 Jahre altes Panel, welches zu seiner Zeit bemerkenswert war und nicht mehr hergestellt wird. Unterdurchschnittliche Helligkeit und Farben sind bei Büroarbeit (dem wahrscheinlichen Einsatz dieses Gerätes) wenig relevant, seine für Einsätze im Freien unzureichende Helligkeit ist allerdings ein großer Schwachpunkt. Ein vollständiges LED-Backlight-Kit, welches die Helligkeit auf über 300 cd/m² erhöht, ist für zirka 50 US-Dollar erhältlich und würde den größten Nachteil des im X62 verbauten Bildschirms verbessern. Das bedeutet, dass sich dieser Notebook-Bildschirm für Büroarbeit mit Textverarbeitung, Web-Surfen, Video-Wiedergabe usw. eignet, jedoch nicht für Grafikkünstler oder andere, die für ihre Arbeit ein hohe Farbgenauigkeit benötigen. 

AdobeRGB-Abdeckung: 35 %
AdobeRGB-Abdeckung: 35 %
sRG-Abdeckung: 54,2 %
sRG-Abdeckung: 54,2 %
PWM ist so hochfrequent (20 KHz), dass es nicht erkennbar ist.
PWM ist so hochfrequent (20 KHz), dass es nicht erkennbar ist.
Graustufen (kalibriert)
Graustufen (kalibriert)
Saturation Sweeps (kalibriert)
Saturation Sweeps (kalibriert)
ColorChecker (kalibriert)
ColorChecker (kalibriert)

Obwohl der Bildschirm eine matte Oberfläche aufweist, ist er wegen seiner schlechten Helligkeit (168,3 cd/m²) nicht die beste Wahl für Einsätze im Freien.

der FlexView-Bildschirm (mit CCFL-Hintergrundlicht) im Freien bei maximaler Helligkeit
der FlexView-Bildschirm (mit CCFL-Hintergrundlicht) im Freien bei maximaler Helligkeit

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
32 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 18 ms steigend
↘ 14 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 82 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten schlechter als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (24.9 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
59.6 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 16.8 ms steigend
↘ 42.8 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 95 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten schlechter als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (39.7 ms).

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM nicht festgestellt ≤ 100 % Helligkeit
≤ 168.3 cd/m² Helligkeit

Im Vergleich: 51 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9354 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Der FlexView IPS schneidet besser ab als das originale XGA-TN-Panel, mit welchem das X61 ausgeliefert wurde.

die Blickwinkel des ThinkPad X62 von 51nb
die Blickwinkel des ThinkPad X62 von 51nb

Leistung

Das X62 kann mit einer i5-Engineering-Sample-CPU, die einer i5-5200U ähnelt, oder einer i7-5600U, bestellt werden. Das i5-Modell nutzt einen Basistakt von 2,0 GHz und einen Turbo-Takt von bis zu 2,3 GHz. Die i7-5600U arbeitet mit einem Basistakt von 2,6 GHz und Turbo-Takt bis zu 3,2 GHz. In Anbetracht von einem Aufpreis von 230 US-Dollar für die i7 CPU sind wir uns nicht sicher, ob sich bei dieser Art Laptop diese Zusatzkosten auszahlen.

Wir erhielten das X62 ohne RAM und HDD. Daher wurden die Benchmarks dieser Teile nicht aufgenommen, denn sie sind nicht standardmäßig. Wir haben unser Testmodell mit 8 GB SK Hynix DDR3 RAM und einer Intel-120-GB-SATA-III-SSD ausgestattet.

 
 

Prozessor

Unser Testmodell wird von einem i5-5xxxx Engineering-Sample-Chip angetrieben. Der Cache und andere Spezfikationen der Architektur sind am ehesten mit einer i5-5200U vergleichbar. Der größte Unterschied ist, dass der ES-Chip eine Basistakt von 2,0 GHz aufweist und nur auf 2,3 GHz bei Single-Core-Last und 2,2 GHz bei Belastung von 2 bis 4 Kernen hochtaktet. Allerdings bleibt der Chip kühl und drosselt auch bei Wiederholung anspruchsvoller Benchmarks nicht.

Cinebench R15
CPU Single 64Bit
Dell Latitude 7280
Intel Core i7-7600U
164 Points ∼75%
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
Intel Core i7-7500U
145 Points ∼67%
Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
Intel Core i5-7200U
129 Points ∼59%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.3 GHz
Intel Core m7-6Y75
110 Points ∼50%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz
Intel Core m3-6Y30
91 Points ∼42%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz
Intel Core m3-6Y30
90 Points ∼41%
Dell XPS 13-9343
Intel Core i5-5200U
88 Points ∼40%
CPU Multi 64Bit
Dell Latitude 7280
Intel Core i7-7600U
351 Points ∼8% +60%
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
Intel Core i7-7500U
351 Points ∼8% +60%
Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
Intel Core i5-7200U
330 Points ∼8% +51%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.3 GHz
Intel Core m7-6Y75
251 Points ∼6% +15%
X62
Intel Core i5-5200U
219 (min: 217, max: 220) Points ∼5%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz
Intel Core m3-6Y30
218 Points ∼5% 0%
Dell XPS 13-9343
Intel Core i5-5200U
217 Points ∼5% -1%
Cinebench R11.5
CPU Single 64Bit
Dell Latitude 7280
Intel Core i7-7600U
1.87 Points ∼77%
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
Intel Core i7-7500U
1.67 Points ∼68%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.3 GHz
Intel Core m7-6Y75
1.17 Points ∼48%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz
Intel Core m3-6Y30
1 Points ∼41%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz
Intel Core m3-6Y30
0.95 Points ∼39%
Dell XPS 13-9343
Intel Core i5-5200U
0.98 Points ∼40%
CPU Multi 64Bit
Dell Latitude 7280
Intel Core i7-7600U
3.89 Points ∼9%
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
Intel Core i7-7500U
3.87 Points ∼9%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.3 GHz
Intel Core m7-6Y75
2.53 Points ∼6%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz
Intel Core m3-6Y30
2.35 Points ∼5%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz
Intel Core m3-6Y30
2.29 Points ∼5%
Dell XPS 13-9343
Intel Core i5-5200U
2.33 Points ∼5%
Cinebench R10
Rendering Single 32Bit
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
Intel Core i7-7500U
4835 Points ∼45% +7%
X62
Intel Core i5-5200U
4511 Points ∼42%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz
Intel Core m3-6Y30
3353 Points ∼31% -26%
Dell XPS 13-9343
Intel Core i5-5200U
2656 Points ∼25% -41%
Rendering Multiple CPUs 32Bit
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
Intel Core i7-7500U
11109 Points ∼17% +18%
X62
Intel Core i5-5200U
9419 Points ∼14%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz
Intel Core m3-6Y30
7355 Points ∼11% -22%
Dell XPS 13-9343
Intel Core i5-5200U
7208 Points ∼11% -23%
wPrime 2.0x - 1024m
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz
Intel Core m3-6Y30
793 s * ∼9%
Dell XPS 13-9343
Intel Core i5-5200U
642.757 s * ∼8%
Dell Latitude 7280
Intel Core i7-7600U
482 s * ∼6%
Super Pi Mod 1.5 XS 32M - ---
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz
Intel Core m3-6Y30
3995 Seconds * ∼18%
Dell XPS 13-9343
Intel Core i5-5200U
744 Seconds * ∼3%
Dell Latitude 7280
Intel Core i7-7600U
526 Seconds * ∼2%

* ... kleinere Werte sind besser

Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
4511
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
9419
Cinebench R10 Shading 32Bit
6054
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
219 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
30.62 fps
Hilfe

System Performance

Obwohl man sagen kann, dass das X62 veraltet ist, weil es nicht über einen Kaby-Lake-Prozessor verfügt, hat es in Wirklichkeit seit Intels 4. Generation keine großen Leistungsunterschiede gegeben. Die i5 CPU der fünften Generation, die man hier antrifft, ist für alle Büro- und Internet-Aufgaben mehr als angemessen.

PCMark 8
Work Score Accelerated v2
Dell Latitude 7280
HD Graphics 620, 7600U, SanDisk X400 M.2 2280 256GB
4957 Points ∼76% +32%
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
HD Graphics 620, 7500U, Toshiba NVMe THNSF5512GPUK
4838 Points ∼74% +29%
Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
HD Graphics 620, 7200U, Toshiba NVMe THNSF5512GPUK
4660 Points ∼72% +24%
X62
HD Graphics 5500, 5200U
3748 Points ∼58%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.3 GHz
HD Graphics 515, 6Y75, Apple SSD AP0256
3636 Points ∼56% -3%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz
HD Graphics 515, 6Y30, Apple SSD AP0256
3550 Points ∼54% -5%
Dell XPS 13-9343
HD Graphics 5500, 5200U, Lite-On IT L8T-256L9G
3225 Points ∼50% -14%
Creative Score Accelerated v2
Dell Latitude 7280
HD Graphics 620, 7600U, SanDisk X400 M.2 2280 256GB
4662 Points ∼44% +39%
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
HD Graphics 620, 7500U, Toshiba NVMe THNSF5512GPUK
4583 Points ∼43% +37%
X62
HD Graphics 5500, 5200U
3349 Points ∼32%
Dell XPS 13-9343
HD Graphics 5500, 5200U, Lite-On IT L8T-256L9G
3288 Points ∼31% -2%
Home Score Accelerated v2
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
HD Graphics 620, 7500U, Toshiba NVMe THNSF5512GPUK
3705 Points ∼61% +27%
Dell Latitude 7280
HD Graphics 620, 7600U, SanDisk X400 M.2 2280 256GB
3667 Points ∼60% +25%
Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
HD Graphics 620, 7200U, Toshiba NVMe THNSF5512GPUK
3575 Points ∼59% +22%
X62
HD Graphics 5500, 5200U
2928 Points ∼48%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.3 GHz
HD Graphics 515, 6Y75, Apple SSD AP0256
2651 Points ∼44% -9%
Dell XPS 13-9343
HD Graphics 5500, 5200U, Lite-On IT L8T-256L9G
2582 Points ∼42% -12%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHz
HD Graphics 515, 6Y30, Apple SSD AP0256
2550 Points ∼42% -13%
PCMark 7 Score
4729 Punkte
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
2928 Punkte
PCMark 8 Creative Score Accelerated v2
3349 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
3748 Punkte
Hilfe

Massenspeicher

Da das X62 als Barebone-System verkauft wird, hängen die Speicher-Benchmarks von der Wahl der SSD oder HDD ab. Unser Testmodell wurde mit einer Intel SSDMCEAC120A3 120-GB-SSD, angeschlossen am SATA-III-Port, ausgestattet. Das X62 ist sowohl mit mSATA- als auch SATA-III-Laufwerken kompatibel, jedoch nicht mit neueren NVMe-PCIe-Laufwerken.

X62
 
Dell XPS 13-9343
Lite-On IT L8T-256L9G
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.3 GHz
Apple SSD AP0256
Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
Toshiba NVMe THNSF5512GPUK
Dell Latitude 7280
SanDisk X400 M.2 2280 256GB
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
Toshiba NVMe THNSF5512GPUK
CrystalDiskMark 3.0
129%
134%
258%
100%
236%
Write 4k QD32
137.7
326.3
137%
223.9
63%
418.3
204%
183
33%
443.1
222%
Read 4k QD32
107.1
354
231%
271.9
154%
495.3
362%
344.4
222%
578
440%
Write 4k
34.1
79.3
133%
24.87
-27%
124.5
265%
59.51
75%
138.5
306%
Read 4k
11.43
34.76
204%
16.28
42%
35.27
209%
30.23
164%
31.96
180%
Write 512
144.6
395.5
174%
736.6
409%
527.8
265%
323.2
124%
517.6
258%
Read 512
462.1
371.9
-20%
671.5
45%
857.5
86%
370.1
-20%
628.9
36%
Write Seq
154.4
424.2
175%
660.1
328%
984.6
538%
477.4
209%
652.5
323%
Read Seq
512.3
489.6
-4%
820.9
60%
1190
132%
470.8
-8%
1143
123%
Sequential Read: 512.3 MB/s
Sequential Write: 154.4 MB/s
512K Read: 462.1 MB/s
512K Write: 144.6 MB/s
4K Read: 11.43 MB/s
4K Write: 34.1 MB/s
4K QD32 Read: 107.1 MB/s
4K QD32 Write: 137.7 MB/s

Grafikleistung

Alle Modelle des X62 werden von der integrierten Intel HD Graphics 5500 angetrieben. Als integrierte GPU nutzt sie den Systemspeicher mit. Die HD Graphics 5500 im X62 hat einen effektiven Speicher- und Kerntakt von 800 MHz, welche sich jeweils auf 850 MHz erhöhen können. Die HD 5500 ist ungefähr halb so langsam wie eine eigenständige Einstiegs-Grafikkarte, beispielsweise die Nvidia 940M

3DMark 11
1280x720 Performance Combined
X62
Intel HD Graphics 5500, 5200U
1294 Points ∼6%
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
Intel HD Graphics 620, 7500U
1219 Points ∼5% -6%
Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
Intel HD Graphics 620, 7200U
1176 Points ∼5% -9%
Dell Latitude 7280
Intel HD Graphics 620, 7600U
1104 Points ∼5% -15%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.3 GHz
Intel HD Graphics 515, 6Y75
1091 Points ∼5% -16%
1280x720 Performance GPU
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
Intel HD Graphics 620, 7500U
1508 Points ∼3% +39%
Dell Latitude 7280
Intel HD Graphics 620, 7600U
1442 Points ∼3% +33%
Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
Intel HD Graphics 620, 7200U
1426 Points ∼3% +32%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.3 GHz
Intel HD Graphics 515, 6Y75
1202 Points ∼2% +11%
X62
Intel HD Graphics 5500, 5200U
1082 Points ∼2%
3DMark
1920x1080 Fire Strike Graphics
Dell Latitude 7280
Intel HD Graphics 620, 7600U
819 Points ∼2% +4%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.3 GHz
Intel HD Graphics 515, 6Y75
789 Points ∼2% +1%
Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
Intel HD Graphics 620, 7200U
789 Points ∼2% +1%
X62
Intel HD Graphics 5500, 5200U
784 Points ∼2%
1280x720 Cloud Gate Standard Graphics
Dell Latitude 7280
Intel HD Graphics 620, 7600U
7032 Points ∼4% +7%
X62
Intel HD Graphics 5500, 5200U
6591 Points ∼4%
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.3 GHz
Intel HD Graphics 515, 6Y75
6497 Points ∼4% -1%
Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
Intel HD Graphics 620, 7200U
6483 Points ∼4% -2%
3DMark 06 Standard
7382 Punkte
3DMark 11 Performance
1220 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
4912 Punkte
3DMark Fire Strike Score
729 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Die integrierte Broadwell HD 5500 in den i5- sowie i7-Modellen schneiden ähnlich wie die aktuellere HD 520 in Skylake CPUs ab. Sie reicht also für sehr gelegentliches Gaming  - und auch dann sollte man seine Erwartungen zügeln. Ältere oder weniger fordernde Games wie CS:GO oder Dota 2 sind bei niedrigen Einstellungen und Auflösungen spielbar. Allerdings sollte man sich nicht erwarten, dass moderne 3D-Titel mit mehr als 768p gespielt werden können - wenn überhaupt. Für weitere Informationen, wie gut ein bestimmtes Spiel auf dieser Hardware läuft, verweisen wir auf die Benchmark-Ergebnisse zur Intel HD Graphics 5500 in unserer Datenbank.

Stresstest

Das X62 schafft es unter Prime95, FurMark und kombinierter Last, kühl zu bleiben. Im Prime95 Test konnte der i5 während der gesamten Testdauer seine maximale Turbogeschwindigkeit von 2,2 GHz bei einer Durchschnittstemperatur von 66 °C beibehalten. Während FurMark erwärmt sich die GPU auf durchschnittlich 73 °C, behielt jedoch ihren Takt die gesamte Zeit über bei. Wegen der 15-W-TDP des Gerätes wurde dafür der CPU-Takt auf 800 MHz verringert. Im kombinierten Test waren die Temperaturen mit 75 °C für sowohl CPU/iGPU etwas höher (was zu erwarten war, denn sie befinden sich am gleichen Die), und wir konnten beobachten, dass die CPU versucht, sich etwas von der 15-W-TDP von der GPU zu erkämpfen. Wie bei ULV-Laptops mit integrierten GPUs üblich, reicht das 15-W-PL1-Limit nicht annähernd, CPU und iGPU bei längerer maximaler Last gleichzeitig zu versorgen  — und es ist die CPU, die ihren Anteil an der TDP abgibt.

CPU und GPU während des Prime95+FurMark Stresstests
CPU und GPU während des Prime95+FurMark Stresstests
CPU Clock (GHz) GPU Clock (MHz) durchschnittl. CPU-Temperatur (°C) durchschnittl. GPU-Temperatur (°C)
Prime95 Stress 2.2 848 66 61
FurMark Stress 800 848 73 73
Prime95+FurMark Stress 1.2 848 75 75

Emissionen

Geräuschemissionen

Lüftercharakteristik
Lüftercharakteristik

Der Lüfter im X62 scheint, leise zu laufen, sobald der Laptop eingeschaltet ist. Bei einem Messwert von 31,8 dB ist dies kaum hörbar, es sei denn, man hielte das Ohr direkt an die Seite des Geräts. Unter Last erreicht der Lüfter ein - noch immer relativ leises und unauffälliges - Maximum von 40,8 dB. Obwohl es anders als ein lüfterloses System nicht vollständig lautlos arbeitet, wird das X62 mit seinem aktiven Kühlsystem niemanden stören.

Lautstärkediagramm

Idle
31.8 / 31.8 / 31.8 dB(A)
Last
34.1 / 40.8 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Audix TM1, Arta (aus 15 cm gemessen)   Umgebungsgeräusche: 28.8 dB(A)
X62
HD Graphics 5500, 5200U
Dell XPS 13-9343
HD Graphics 5500, 5200U, Lite-On IT L8T-256L9G
Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
HD Graphics 620, 7200U, Toshiba NVMe THNSF5512GPUK
Dell Latitude 7280
HD Graphics 620, 7600U, SanDisk X400 M.2 2280 256GB
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
HD Graphics 620, 7500U, Toshiba NVMe THNSF5512GPUK
Geräuschentwicklung
-1%
5%
8%
9%
aus / Umgebung *
28.8
29
-1%
29.4
-2%
29.1
-1%
Idle min *
31.8
30.2
5%
29
9%
29.4
8%
29.1
8%
Idle avg *
31.8
30.3
5%
29
9%
29.4
8%
29.1
8%
Idle max *
31.8
30.4
4%
30.4
4%
30
6%
29.1
8%
Last avg *
34.1
34.4
-1%
34.1
-0%
30.6
10%
31.9
6%
Witcher 3 ultra *
37.45
Last max *
40.8
48
-18%
37.6
8%
32.7
20%
31.9
22%

* ... kleinere Werte sind besser

Temperatur

Das originale X61 litt unter sehr warmen Handballenablagen, denn unter diesen befanden sich beide Funkmodule. Das X62 schneidet diesbezüglich etwas besser als sein Vorgänger ab. Fast alle Teile des Laptops bleiben auch unter Last kühl, nur die linke Handballenablage erreicht unter leichter Last warme 34,4 °C (94 F). Unter Last erhöht sich dies auf heiße 39,4 °C (102,92 F). Wir haben herausgefunden, dass die Abwärme der WiFi-Karte durch Verändern der Energieeinstellungen auf Ausgewogen oder Maximum verbessert werden kann. Dennoch bleibt die linke Handballenablage bei Verwendung des Notebooks der wärmste Teil, und Sie werden das bemerken (wenn es Sie nicht sogar stört).

Max. Last
 29 °C27.4 °C24 °C 
 29.8 °C28.8 °C24 °C 
 39.4 °C28.8 °C23.6 °C 
Maximal: 39.4 °C
Durchschnitt: 28.3 °C
27 °C29 °C34.6 °C
26.6 °C32.6 °C37 °C
25.2 °C31.4 °C44.2 °C
Maximal: 44.2 °C
Durchschnitt: 32 °C
Netzteil (max.)  41.4 °C | Raumtemperatur 20 °C | Raytek Raynger ST
(+) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 28.3 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse auf 33.3 °C.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 39.4 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 39.1 °C (von 24.6 bis 47.1 °C für die Klasse ).
(±) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 44.2 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 39.4 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 29.5 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 33.3 °C.
(±) Die Handballen und der Touchpad-Bereich können sehr heiß werden mit maximal 39.4 °C.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 32.6 °C (-6.8 °C).

Lautsprecher

Die Lautsprecher des X62 sind schwach. Das Fehlen von Bass und Mitten ähnelt manchmal Kopfhörern bei maximaler Lautstärke. Positiv ist, dass sie laut genug sind, dass man die Lautstärke meistens nicht auf mehr als 15  bis 20 Prozent stellen muss.

Einzigartig für ein nicht auf Gaming ausgerichtetes Notebook dieser Tage ist, dass das X62 über getrennte 3,5-mm-Line-in- und -Line-out-Buchsen verfügt.

dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2036.234.22532.9343132.633.74033.4345031.9326332.432.38031.132.210031.131.212529.629.116028.230.120028.630.425026.630.331526.834.540025.942.55002552.563024.85780024.657.8100024.960.8125024.266.2160023.974.6200023.671.8250023.269.3315023.269400023.568.8500023.470630023.368.4800023.266.21000023.359.51250023.256.11600023.554SPL36.180.8N2.642.5median 24.2median 57.8Delta1.614.835.331.434.433.431.731.229.829.328.228.525.9282628.824.627.224.528.62328.222.83121.437.220.147.719.551.818.9501851.317.454.817.353.516.654.616.652.916.453.416.454.216.35416.653.216.958.816.958.917.354.517.350.917.252.217.15029.366.81.221.3median 17.3median 52.22.16hearing rangehide median Pink Noise X62Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
X62 Audio Analyse

(-) | Nicht sonderlich laut spielende Lautsprecher (52 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 26.8% niedriger als der Median
(+) | lineare Bass-Wiedergabe (4.3% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(±) | zu hohe Mitten, vom Median 7.9% abweichend
(-) | die Mitten sind nicht linear (16% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 9.5% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (6.2% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(-) | hörbarer Bereich ist nur wenig linear (38.4% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 98% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 1% vergleichbar, 1% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 98% aller getesteten Geräte waren besser, 1% vergleichbar, 1% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00 Audio Analyse

(-) | Nicht sonderlich laut spielende Lautsprecher (66.8 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 18.8% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (11.1% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 1.5% abweichend
(+) | lineare Mitten (5.4% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(+) | ausgeglichene Hochtöne, vom Median nur 3.1% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (6.4% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (18.5% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 32% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 9% vergleichbar, 59% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 8%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 51%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 33% aller getesteten Geräte waren besser, 7% vergleichbar, 60% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Frequency Comparison (Checkbox selectable!)
Graph 1: Pink Noise 100% Vol.; Graph 2: Audio off

Energieverwaltung

Stromverbrauch

Der Idle-Stromverbrauch des Lenovo X62 (~9 W) ist höher als er mit der Broadwell-ULV-CPU sein sollte. Wir glauben, dass die hohe Helligkeitstufe des Hintergrundlichts (90 bis 100 %), die notwendig ist, um mit dem ineffizienten CCFL-Hintergrundlicht über 150 cd/m² zu erreichen, hauptsächlich dafür verantwortlich ist. Wird die Helligkeit auf 25 % verringert, fällt der Idle-Verbrauch auf 5,5 W. 

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.58 / 0.72 Watt
Idledarkmidlight 9.09 / 13.9 / 13.99 Watt
Last midlight 23.8 / 39.7 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy
X62
5200U, HD Graphics 5500, , , 1400x1050, 12.1
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
7500U, HD Graphics 620, Toshiba NVMe THNSF5512GPUK, IPS, LED, 1920x1080, 13.3
Lenovo ThinkPad X220T 4298-2YG
2620M, HD Graphics 3000, Seagate Momentus Thin ST320LT000-9VL142, , 1366x768, 12.5
Stromverbrauch
32%
-32%
Idle min *
9.09
3.16
65%
7.4
19%
Idle avg *
13.9
5.9
58%
12.2
12%
Idle max *
13.99
6.5
54%
13.2
6%
Last avg *
23.8
30.6
-29%
53.1
-123%
Last max *
39.7
35.8
10%
68.3
-72%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Der Idle-Stromverbrauch fiel auf 5,5 W, als die Helligkeit auf 25 Prozent erniedrigt wurde. Die Ineffizienz des alten CCFL-Hintergrundlichts wird in unserem Reader's Test sichtbar, für welchen der Laptop bei minimaler Helligkeit in den Flugmodus versetzt wird: In diesem Szenario hielt das X62 (mit seinem winzigen, generischen 32-Wh-Akku) 351 Minuten durch. Dagegen schaffte es im WLAN-Surf-Test nur zirka 130 Minuten und 55 Minuten unter Volllast. Aufrüsten auf ein LED-Hintergrundlicht sollte das X62 viel energieeffizienter machen als mit dem Basis-Hintergrundlicht. Unabhängig davon empfehlen wir den Kauf eines größeren 75-Wh-Akkus für dieses Gerät.

Akkulaufzeit
   32WHr Battery
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
1h 53min
Surfen über WLAN
2h 15min
Big Buck Bunny H.264 1080p
2h 51min
Last (volle Helligkeit)
0h 55min
Note: These battery runtimes were measured with a 32WHr battery with 4% wear.
   91WHr extended battery (original CCFL backlight, 100% brightness)
Surfen über WLAN
5h 35min
X62
5200U, HD Graphics 5500,  Wh
Dell XPS 13-9343
5200U, HD Graphics 5500, 52 Wh
Apple MacBook 12 (Early 2016) 1.3 GHz
6Y75, HD Graphics 515, 41.4 Wh
Lenovo ThinkPad X270-20HMS00T00
7200U, HD Graphics 620, 46 Wh
Dell Latitude 7280
7600U, HD Graphics 620, 60 Wh
Lenovo ThinkPad 13-20J2S00G00
7500U, HD Graphics 620, 42 Wh
Akkulaufzeit
397%
278%
447%
732%
378%
Idle
113
912
707%
1023
805%
1553
1274%
904
700%
WLAN (alt)
135
580
330%
Last
55
140
155%
208
278%
104
89%
159
189%
85
55%
WLAN
554
324
682
475

Pro

+ einzigartig
+ 4:3-Bildschirm (?)
+ robuste Bauweise
+ kompaktes Design
+ leicht
+ Tastatur + TrackPoint
+ ThinkLight
+ einfache Wartung
+ relativ starke Leistung

Contra

- dunkler, stromfressender Bildschirm
- 4:3-Bildschirm (?)
- Chassis kann leichten Verschleiß zeigen, denn es wird ein X61-Gehäuse wiederverwendet
- kein TrackPad
- linke Handballenauflage wird warm
- schlechtes Audio

Fazit

Im Test: X62 (Generation 3). Zur Verfügung gestellt von 51nb.com
Im Test: X62 (Generation 3). Zur Verfügung gestellt von 51nb.com

Das X62 übernimmt das solide und kompakte Gehäuse eines X61 aus dem Jahre 2007 und versucht es zu einem effizienten Arbeitstier für heute zu modernisieren. Großteils kann das X62, welches uns von 51nb zur Verfügung gestellt wurde, dieses Ziel erfüllen: Das klassische ThinkPad Chassis zeigt sich von seiner besten Seite. Die Tastatur gibt nicht nach, und es macht Freude, auf ihr zu tippen. Die Leistung der Broadwell-ULV-CPU der fünften Generation ist gleichauf oder besser als Notebooks mit ähnlicher Spezifikation. Allerdings ist der Bildschirm sogar für ThinkPad Standards dunkel, bietet dafür aber eine ausgezeichnete Auflösung von 1.400 x 1.050 Pixeln auf einem 12,1-Zoll-Formfaktor. Obwohl der Kauf eines LED-Hintergrundlicht-Upgrade-Kits möglich ist, erhöht dies den Preis des X62 zirka um weitere 50 US-Dollar. Dass der Bildschirm fast immer auf maximaler Helligkeit genutzt werden muss, schadet auch der Akkulaufzeit dieses Gerätes. Das bedeutet, dass der größere 75-Wh-Akku mit 8 Zellen auch ohne optionales Hintergrundlicht notwendig ist.

Das X62 ist ein absolut einzigartiges ultraportables Gerät - eine Mischung aus Nostalgie und moderner Funktionalität.

Das X62 ist ein Liebesbrief an die Tage der klassischen ThinkPads, ThinkLights und 4:3-Bildschirme. Sein Bastler-Charakter und das fast unumgängliche Nachrüsten eines LED-Hintergrundlichts bedeutet, dass sich dieser Laptop eher für Bastler als Durchschnitts-User eignet. Unserer Meinung nach ist das ok, denn von diesem Gerät werden nur sehr wenige hergestellt werden, sodass man sie eher als Sammlerstücke betrachten kann. Das X62 Barebone (ohne RAM, HDD, Akku oder Stromadapter) kostet bereits eine nicht unwesentliche Summe von 750 US-Dollar für das i5 Basismodell. Für zukünftige X62 Varianten würden wir uns wünschen, dass das bessere LED-Hintergrundlicht standardmäßig eingebaut ist und Akku sowie Stromadapter zum Lieferumfang gehören.

Sollten Sie am X62 oder einer anderen Kreation von 51nb interessiert sein, können Sie den Hersteller via dessen Webseite kontaktieren.

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Autor: Douglas Black, 12.04.2017 (Update: 30.04.2019)