Notebookcheck

Test Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT - Leiser Desktop-PC mit Leistungseinbußen

Lamellen statt Lüfter. Das ThinkCentre M90n Nano IoT ist die lüfterlose Version von Lenovos neuestem Mini-PC. Das widerstandsfähige Gehäuse ist zwar grundsolide und das Gerät im Betrieb gänzlich lautlos, allerdings lässt die Leistung - vor allem in Anbetracht des Preises - zu wünschen übrig.
Sam Medley, 👁 Allen Ngo, Andrea Grüblinger (übersetzt von Marius S.),

In unserem kürzlich durchgeführten Test von Lenovos ThinkCentre M90n-1 Nano hat dieses sich als solide, wenn auch teure Wahl für Mini-PC-Fans herausgestellt. Was aber, wenn man auf der Suche nach einem geräuschlosen Desktop-Computer ist? Hier kommt das ThinkCentre M90n-1 Nano IoT ins Spiel.

Der kleine Desktop-PC setzt auf eine vollständig lüfterlose Konstruktion. Die Gehäuseoberseite ist mit großen Metalllamellen bestückt, wodurch ohne Luftverdrängung Wärme abgeführt werden kann. Das Ergebnis ist ein komplett lautloses System, das sich für kommerzielle Zwecke wie zum Beispiel im Vertrieb oder als Teil eines IT-Systems eignet. Aber wie schlägt sich das M90n Nano IoT im Heimanwender-Bereich? Das werden wir uns im folgenden Test genauer ansehen.

Unsere Testkonfiguration ist mit einem Intel Core i3-8145U, 4 GB RAM und einer 512-GB-SSD ausgestattet. Dieses Gesamtpaket kostet in Lenovos eigenem Webshop 584 US-Dollar (~524 Euro).

Die kleinen Abmessungen des M90n Nano IoT machen es zu einem der kleinsten Desktop-PCs, den wir je getestet haben. Wir werden das Nano IoT mit anderen kleinen Desktops im "small form factor" (SFF) wie dem Intel NUC8i7BEH, Intel NUC8i3CYSM, Lenovos ThinkCentre M90n Nano und dem Zotac ZBOC-CI660 Nano vergleichen.

Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT
Prozessor
Intel Core i3-8145U 2 x 2.1 - 3.9 GHz, Whiskey Lake-U
Grafikkarte
Intel UHD Graphics 620 - 1024 MB, Kerntakt: 1196 MHz, Integrated, Intel UHD Graphics 620 25.20.100.6617
Hauptspeicher
4096 MB 
, DDR4-2666
Mainboard
Intel Cannon Lake-U PCH-LP Premium
Massenspeicher
Samsung SSD PM981a MZVLB256HBHQ, 256 GB 
Soundkarte
Intel Cannon Lake-LP - cAVS
Anschlüsse
5 USB 3.1 Gen2, 1 DisplayPort, 1 Kensington Lock, 2 Serial Port, Audio Anschlüsse: Combo headphone/mic
Netzwerk
Realtek RTL8168/8111 Gigabit-LAN (10/100/1000/2500/5000MBit/s), Intel Wireless-AC 9560 (a/b/g/n = Wi-Fi 4/ac = Wi-Fi 5), Bluetooth 5.0
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 22 x 179 x 88
Betriebssystem
Microsoft Windows 10 Pro 64 Bit
Sonstiges
12 Monate Garantie, Ruggedized
Gewicht
720 g, Netzteil: 374 g
Preis
584 USD
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Bew.
Datum
Modell
Gewicht
Dicke
Größe
Auflösung
Preis ab
01.2020
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT
i3-8145U, UHD Graphics 620
720 g22 mmx
12.2019
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano
i5-8265U, UHD Graphics 620
499 g22 mmx
09.2018
Zotac ZBOX-CI660 Nano
i5-8550U, UHD Graphics 620
1.1 kg68 mmx
07.2019
Intel NUC8i7BEH Asura NVMe SSD
i7-8559U, Iris Plus Graphics 655
683 g51 mmx
05.2019
Intel NUC8i3CYSM
i3-8121U, Radeon RX 540
660 g52 mmx

Gehäuse und Ausstattung

Das ThinkCentre M90n Nano IoT sieht im Vergleich zu den klassischen, rechteckigen Gehäusen, in denen die meisten Desktop-PCs stecken, ziemlich einzigartig aus. Das liegt vor allem an den großen Lamellen, die der Wärmeabfuhr dienen; diese sind notwendig, da beim Nano IoT keine Lüfter zum Einsatz kommen. Die mattschwarze Lackierung der Metalllamellen auf der Oberseite sieht zwar gut aus und ist wenig anfällig für Fingerabdrücke, allerdings wird das für die meisten Nutzer vermutlich ohnehin keine Rolle spielen, da das Nano IoT wahrscheinlich oft unter einem Schreibtisch, hinter einem Bildschirm oder in einem Serverrahmen verstaut werden wird. Das Metallgehäuse macht einen stabilen Eindruck und nimmt von versehentlichen Stürzen in der Regel keinen großen Schaden. Die robuste Konstruktion verhilft dem Nano IoT zu einer MIL-STD-810G-Zertifizierung.

Die Anschlussausstattung richtet sich an professionelle Anwender, die im Vertrieb und in IoT-Umgebungen tätig sind. Daher sind unter anderem zwei der mittlerweile als überholt geltenden seriellen Schnittstellen an Bord. Das Nano IoT verfügt jedoch auch über moderne Anschlüsse. Sowohl die drei USB-A- als auch die zwei USB-C-Anschlüsse unterstützen den Standard USB 3.1 Gen 2. Außerdem kann der USB-C-Anschluss auf der Rückseite zum Anschluss eines Displays oder für die Stromversorgung genutzt werden. Abgerundet wird die Anschlussausstattung von zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüssen (RJ45) und einem vollwertigen DisplayPort-Anschluss.

Größenvergleich

204 mm 129 mm 68 mm 1.1 kg179 mm 88 mm 22 mm 720 g179 mm 88 mm 22 mm 499 g117 mm 112 mm 52 mm 660 g115 mm 111 mm 51 mm 683 g

Anschlüsse

Vorderseite: Ein-Aus-Schalter, 2x serielle Schnittstelle, USB 3.1 Gen. 2 Typ-C, 2x USB 3.1 Gen. 2 Typ-A, Mikrofon-/Kopfhörer-Klinkenanschluss
Vorderseite: Ein-Aus-Schalter, 2x serielle Schnittstelle, USB 3.1 Gen. 2 Typ-C, 2x USB 3.1 Gen. 2 Typ-A, Mikrofon-/Kopfhörer-Klinkenanschluss
Rückseite: Netzanschluss, DisplayPort, USB 3.1 Gen. 2 Typ-A, USB 3.1 Gen. 2 Typ-C (Verwendung als Stromversorgung/Anschluss von Displays möglich), 2x Ethernet, Kensington lock
Rückseite: Netzanschluss, DisplayPort, USB 3.1 Gen. 2 Typ-A, USB 3.1 Gen. 2 Typ-C (Verwendung als Stromversorgung/Anschluss von Displays möglich), 2x Ethernet, Kensington lock
Networking
iperf3 Client (receive) TCP 1 m 4M x10
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano
Intel Wireless-AC 9560
643 MBit/s ∼100% +8%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT
Intel Wireless-AC 9560
598 MBit/s ∼93%
Zotac ZBOX-CI660 Nano
Intel Dual Band Wireless-AC 3165
301 MBit/s ∼47% -50%
iperf3 Client (transmit) TCP 1 m 4M x10
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano
Intel Wireless-AC 9560
604 MBit/s ∼100% +14%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT
Intel Wireless-AC 9560
531 MBit/s ∼88%
Zotac ZBOX-CI660 Nano
Intel Dual Band Wireless-AC 3165
218 MBit/s ∼36% -59%

Eingabegeräte

Lenovo legt dem Nano IoT eine kabellose Tastatur und Maus bei. Die Tastatur besitzt die gleiche, unten abgerundete Tastenform wie viele andere Lenovo-Laptops. Allerdings wirkt die Tastatur relativ billig. Die Tastenkappen wackeln beim Tippen hin und her und auch das Tastenfeedback ist eher schwammig. Der Tastenhub ist angenehm groß und die Tippgeräusche sind akzeptabel, wenn nicht sogar eher auf der lauteren Seite. Ähnlich sieht es bei der Maus aus; sie besteht aus billigem Plastik und wirkt dünn und hohl. Alles in allem erfüllt das Zubehör seinen Zweck, wirklich Spaß macht die Bedienung jedoch nicht.

Leistung

Aufgrund der lüfterlosen Konstruktion des Nano IoT sind die Konfigurationsmöglichkeiten eingeschränkt. Zur Auswahl stehen Intel-Celeron- und ein Core-i3-Prozessor sowie bis zu zwei 512-GB-M.2-SSDs. Alle Modelle sind mit 4 GB Arbeitsspeicher, der auf dem Mainboard verlötet und nicht aufrüstbar ist, ausgestattet.

Die Leistung ist, gemessen am Preis von 360 US-Dollar (~323 Euro), insgesamt unterdurchschnittlich. Das ist zum Teil auf die leistungsschwachen Hardware, aber auch auf das temperaturbedingte Drosseln zurückzuführen. Das lüfterlose Design ist für die Begrenzung der Lautstärke zwar praktisch, die Leistung leidet allerdings spürbar darunter.

Prozessor

Lenovo bietet zwei CPU-Optionen für das Nano IoT an: Den Intel Celeron 4205U und den Intel Core i3-8145U. Unser Testgerät ist mit dem Core i3-8145U bestückt. Der auf der Whiskey-Lake-Architektur (14 nm++) basierende 8145U ist ein Zweikernprozessor mit Hyperthreading, der oft in günstigen oder energiesparenden Systemen zum Einsatz kommt. Mit einem Basistakt von 2,1 GHz und einer maximalen Boostfrequenz von 3,9 GHz im Single-Core-Betrieb (3,7 GHz im Dual-Core-Betrieb) eignet sich der 8145U gut für einfache Anwendungsfälle wie Büroaufgaben oder Surfen.

Der Core i3-8145U überfordert das lüfterlose Design des Nano IoT. Andere Laptops mit dem gleichen Prozessor liegen in Cinebench R15 deutlich vor dem Nano IoT. Beim Erledigen von längerfristigen Aufgaben werden die Schwächen des Mini-PCs noch deutlicher. In unserem Cinebench-R15-Schleifentest (30 Durchläufe) legt das Nano IoT zwar einen guten Start hin, allerdings beginnt es bereits nach kurzer Zeit zu drosseln. Obwohl der Pentium Gold 4417U (den man zum Beispiel in einem Modell des Acer Swift 3 findet) einer niedrigeren Leistungs- und Preiskategorie angehört, schlägt sogar dieser den Nano IoT in Aufgaben, die den Prozessor dauerhaft auslasten. Hier sollte man sich gut überlegen, ob sich der Aufpreis von 90 US-Dollar (~81 Euro) für das Core-i3-Modell wirklich lohnt.

0102030405060708090100110120130140150160170180190200210220230240250260270280290300310320330340350360370380390400410420430440450460470480490500510520530540550560570580590600610620630640650660670680690700710Tooltip
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT Intel Core i3-8145U, Intel Core i3-8145U: Ø206 (162.74-294.84)
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano Intel Core i5-8265U, Intel Core i5-8265U: Ø513 (491.14-523.79)
Zotac ZBOX-CI660 Nano Intel Core i7-8550U, Intel Core i7-8550U: Ø571 (537.26-702.3)
Intel NUC8i3CYSM Intel Core i3-8121U, Intel Core i3-8121U: Ø316 (304.79-319.39)
Dell Latitude 3400 Intel Core i3-8145U, Intel Core i3-8145U: Ø313 (269.14-350.09)
Acer Swift 3 SF314-54-P2RK Intel Pentium Gold 4417U, Intel Pentium Gold 4417U: Ø227 (224.21-228.14)
Cinebench R15
CPU Single 64Bit
Zotac ZBOX-CI660 Nano
Intel Core i7-8550U
156 Points ∼68% +12%
Dell Latitude 3400
Intel Core i3-8145U
154 Points ∼67% +11%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano
Intel Core i5-8265U
148 Points ∼64% +6%
Durchschnittliche Intel Core i3-8145U
  (139 - 154, n=4)
148 Points ∼64% +6%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (68 - 218, n=39)
146 Points ∼63% +5%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT
Intel Core i3-8145U
139 Points ∼60%
Intel NUC8i3CYSM
Intel Core i3-8121U
133 Points ∼58% -4%
Acer Swift 3 SF314-54-P2RK
Intel Pentium Gold 4417U
89 Points ∼39% -36%
CPU Multi 64Bit
Zotac ZBOX-CI660 Nano
Intel Core i7-8550U
702 Points ∼16% +99%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (188 - 2021, n=41)
700 Points ∼16% +98%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano
Intel Core i5-8265U
524 Points ∼12% +48%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT
Intel Core i3-8145U
353 Points ∼8%
Dell Latitude 3400
Intel Core i3-8145U
350 Points ∼8% -1%
Durchschnittliche Intel Core i3-8145U
  (318 - 361, n=4)
346 Points ∼8% -2%
Intel NUC8i3CYSM
Intel Core i3-8121U
317.56 (304.79min - 319.39max) Points ∼7% -10%
Acer Swift 3 SF314-54-P2RK
Intel Pentium Gold 4417U
228 Points ∼5% -35%
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
139 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
353 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
38.02 fps
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
97.8 %
Hilfe

System Performance

Dass die Systemleistung gut ist, hat das Nano IoT hauptsächlich den schnellen PCIe-SSDs zu verdanken. Durch den verlöteten Arbeitsspeicher, der eine Kapazität von nur 4 GB besitzt, werden sich manche Nutzer beim Multitasking oder Surfen mit vielen Tabs jedoch eingeschränkt fühlen. Während des Testzeitraums ist uns aufgefallen, dass der Desktop-PC Webseiten regelmäßig neu lädt, wenn 5 oder mehr Tabs in Edge oder Firefox geöffnet sind. Daher sollte Lenovo in Erwägung ziehen, eine Variante mit mehr Arbeitsspeicher anzubieten.

Wie LatencyMon zeigt, ist das Nano IoT nicht dazu in der Lage, Echtzeitaudioinhalte und andere Aufgaben über einen längeren Zeitraum hinweg zufriedenstellend simultan zu bearbeiten. Bei kurzen Aufgaben sind die LatencyMon-Ergebnisse gut. Allerdings treten nach ca. 30 Sekunden in einem konstanten Intervall von 10 Sekunden Latenzspitzen auf.

PCMark 10
Digital Content Creation
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (972 - 11987, n=27)
3841 Points ∼30% +118%
Zotac ZBOX-CI660 Nano
UHD Graphics 620, i5-8550U, OCZ Vertex OCZSSD2-1VTX120G
2939 Points ∼23% +67%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano
UHD Graphics 620, i5-8265U, Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
2917 Points ∼23% +66%
Intel NUC8i3CYSM
Radeon RX 540, i3-8121U, Seagate ST1000VT001
2902 Points ∼22% +65%
Durchschnittliche Intel Core i3-8145U, Intel UHD Graphics 620
  (1762 - 2433, n=3)
2196 Points ∼17% +25%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT
UHD Graphics 620, i3-8145U, Samsung SSD PM981a MZVLB256HBHQ
1762 Points ∼14%
Productivity
Zotac ZBOX-CI660 Nano
UHD Graphics 620, i5-8550U, OCZ Vertex OCZSSD2-1VTX120G
6481 Points ∼62% +14%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano
UHD Graphics 620, i5-8265U, Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
6337 Points ∼61% +11%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (2883 - 8515, n=27)
6157 Points ∼59% +8%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT
UHD Graphics 620, i3-8145U, Samsung SSD PM981a MZVLB256HBHQ
5689 Points ∼55%
Durchschnittliche Intel Core i3-8145U, Intel UHD Graphics 620
  (5274 - 6096, n=3)
5686 Points ∼55% 0%
Intel NUC8i3CYSM
Radeon RX 540, i3-8121U, Seagate ST1000VT001
5302 Points ∼51% -7%
Essentials
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano
UHD Graphics 620, i5-8265U, Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
8551 Points ∼75% +12%
Zotac ZBOX-CI660 Nano
UHD Graphics 620, i5-8550U, OCZ Vertex OCZSSD2-1VTX120G
8051 Points ∼70% +6%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (4418 - 10598, n=27)
7702 Points ∼67% +1%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT
UHD Graphics 620, i3-8145U, Samsung SSD PM981a MZVLB256HBHQ
7625 Points ∼67%
Durchschnittliche Intel Core i3-8145U, Intel UHD Graphics 620
  (6911 - 7625, n=3)
7240 Points ∼63% -5%
Intel NUC8i3CYSM
Radeon RX 540, i3-8121U, Seagate ST1000VT001
5576 Points ∼49% -27%
Score
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (1658 - 7329, n=27)
3990 Points ∼49% +31%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano
UHD Graphics 620, i5-8265U, Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
3876 Points ∼48% +27%
Zotac ZBOX-CI660 Nano
UHD Graphics 620, i5-8550U, OCZ Vertex OCZSSD2-1VTX120G
3837 Points ∼47% +26%
Durchschnittliche Intel Core i3-8145U, Intel UHD Graphics 620
  (3042 - 3399, n=3)
3207 Points ∼40% +5%
Intel NUC8i3CYSM
Radeon RX 540, i3-8121U, Seagate ST1000VT001
3161 Points ∼39% +4%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT
UHD Graphics 620, i3-8145U, Samsung SSD PM981a MZVLB256HBHQ
3042 Points ∼38%

Massenspeicher

Die Samsung PM981-PCIe-SSD ist das wahrscheinlich beste Ausstattungsmerkmal des Nano IoT. Dank dem Laufwerk werden Programme schnell gestartet und das Benutzererlebnis wirkt flüssiger, als es die übrigen Eckdaten erahnen lassen würden. Allerdings ist das Laufwerk hier ein gutes Stück langsamer als im Normalfall. Auch hier ist die Ursache vermutlich wieder das Temperaturmanagement. Die Samsung PM981 ist dafür bekannt, unter Last warm zu werden. Daher kann die fehlende aktive Kühlung hier für die eingeschränkte Leistung verantwortlich sein.

Interessanterweise unterscheiden sich die CrystalDiskMark-Ergebnisse stark von den Ergebnissen in AS SSD. Das ist möglicherweise auf die unterschiedlichen Benchmarkstrukturen zurückzuführen.

Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT
Samsung SSD PM981a MZVLB256HBHQ
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano
Samsung SSD PM981 MZVLB512HAJQ
Intel NUC8i7BEH Asura NVMe SSD
Asura Genesis Xtreme NVMe M.2 SSD 1 TB
Durchschnittliche Samsung SSD PM981a MZVLB256HBHQ
 
Durchschnitt der Klasse Desktop
 
AS SSD
48%
108%
50%
-19%
Score Total
1853
2716
47%
4454
140%
2647 (1853 - 3685, n=9)
43%
1851 (142 - 4454, n=22)
0%
Score Write
665
1305
96%
2193
230%
1190 (648 - 1902, n=9)
79%
691 (52 - 2193, n=22)
4%
Score Read
782
942
20%
1502
92%
974 (733 - 1184, n=9)
25%
773 (61 - 1524, n=22)
-1%
Access Time Write *
0.047
0.032
32%
0.083
-77%
0.0392 (0.025 - 0.085, n=9)
17%
0.1233 (0.025 - 0.406, n=21)
-162%
Access Time Read *
0.06
0.039
35%
0.031
48%
0.0653 (0.046 - 0.089, n=9)
-9%
0.1042 (0.025 - 0.26, n=22)
-74%
4K-64 Write
499.12
1073.77
115%
1828.9
266%
896 (282 - 1565, n=9)
80%
516 (20 - 1829, n=22)
3%
4K-64 Read
642.98
726.4
13%
1221.61
90%
690 (508 - 903, n=9)
7%
610 (16.8 - 1258, n=22)
-5%
4K Write
78.04
116.47
49%
173.28
122%
117 (78 - 148, n=9)
50%
84.8 (14.1 - 173, n=22)
9%
4K Read
40.25
48.46
20%
51.94
29%
49.5 (40.3 - 60.3, n=9)
23%
37.1 (9.18 - 128, n=22)
-8%
Seq Write
877.58
1150.28
31%
1908.19
117%
1771 (878 - 2187, n=9)
102%
905 (107 - 2315, n=22)
3%
Seq Read
992.04
1668.47
68%
2288.13
131%
2346 (992 - 2980, n=9)
136%
1257 (286 - 2640, n=22)
27%

* ... kleinere Werte sind besser

Grafikkarte & Gaming

Die Onboard-Grafikkarte Intel UHD Graphics 620 GPU ist für die Videokodierung, -dekodierung und Büroaufgaben ausreichend, bietet darüber hinaus jedoch nicht viele Reserven. Das Nano IoT erzielt in 3DMark konstant 25 % niedrigere Ergebnisse als eine durchschnittliche Intel UHD Graphics 620. Ähnlich wie bei der gedrosselten CPU-Leistung ist auch hier das unzulängliche Temperaturmanagement dafür verantwortlich, dass die iGPU ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen kann. Dadurch ist die Grafikleistung selbst für ein Gerät mit einer iGPU sehr niedrig.

Beim Gaming auf dem Nano IoT ist man auf ältere und wenig anspruchsvolle Titel beschränkt. Spiele wie Half Life 2 und auch Indie-Titel wie Stardew Valley sind spielbar. Allerdings sind auch nur minimal anspruchsvollere Spiele wie BioShock Infinite schlichtweg unspielbar.

3DMark
1920x1080 Fire Strike Graphics
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (433 - 43404, n=31)
7282 Points ∼100% +744%
Intel NUC8i3CYSM
AMD Radeon RX 540, Intel Core i3-8121U
3242 Points ∼45% +276%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano
Intel UHD Graphics 620, Intel Core i5-8265U
1183 Points ∼16% +37%
Durchschnittliche Intel UHD Graphics 620
  (557 - 1418, n=195)
1152 Points ∼16% +33%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT
Intel UHD Graphics 620, Intel Core i3-8145U
863 Points ∼12%
1280x720 Cloud Gate Standard Graphics
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (3366 - 182888, n=27)
26824 Points ∼100% +285%
Intel NUC8i3CYSM
AMD Radeon RX 540, Intel Core i3-8121U
18704 Points ∼70% +168%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano
Intel UHD Graphics 620, Intel Core i5-8265U
9590 Points ∼36% +38%
Durchschnittliche Intel UHD Graphics 620
  (6910 - 11436, n=207)
9227 Points ∼34% +32%
Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT
Intel UHD Graphics 620, Intel Core i3-8145U
6971 Points ∼26%
3DMark Cloud Gate Standard Score
6043 Punkte
3DMark Fire Strike Score
811 Punkte
Hilfe
min. mittel hoch max.
BioShock Infinite (2013) 26 19 16 5 fps

Emissionen und Energieverwaltung

Geräuschemissionen

Einer der (wenigen) Vorteile des Nano IoT ist die lüfterlose Konstruktion. Dadurch ist der Desktop-PC vollständig lautlos. Auch Spulenfiepen konnten wir nicht feststellen.

Temperatur

Die Kerntemperaturen sind die Achillesferse des Nano IoT. Trotz der großen Lamellen ist das Potenzial des Desktop-PCs aufgrund der hohen Temperaturen eingeschränkt. Das Chassis wird unter Last extrem warm und die Oberflächentemperaturen dann unangenehm hoch.

Lastet man das System eine Stunde lang mit Prime95 aus, zeigt sich das volle Ausmaß des problematischen Temperaturmanagements. Hier schwankt die CPU dauerhaft zwischen 400 und 2.600 MHz und stabilisiert sich nicht etwa innerhalb von einem kleineren Bereich. Das Nano IoT hat mit hoher Grafiklast (hier simuliert mit FurMark) ähnliche Probleme; die iGPU pendelt sich im Laufe des einstündigen Tests bei ungefähr 600 MHz ein und bricht zwischenzeitlich oft auf 300 MHz ein. Insgesamt reagiert das System unter hoher, langfristiger Last träge. Kurzfristige Auslastungsperioden sind zwar kein Problem, bei allem, was über 10 Minuten hinausgeht, wird das Gerät jedoch furchtbar langsam.

Prime95
Prime95
FurMark
FurMark
Prime95 + FurMark
Prime95 + FurMark
Leerlauf
Leerlauf
Last
Last

Lautsprecher

Das Nano IoT verfügt über einen kleinen Monolautsprecher, der zwar fürs Einrichten des PCs gut genug ist, für den Mediengenuss sollte man jedoch zu externen Lautsprechern oder Kopfhörern greifen. Der Monolautsprecher knackt auf hohen Lautstärkestufen und klingt insgesamt etwas mager.

Energieaufnahme

Der Stromverbrauch des Nano IoT ist gering. Im Leerlauf liegt er bei ca. 3,5 Watt. Auch unter Last bleibt der Verbrauch unter 40 Watt und beträgt im Schnitt ungefähr 25 Watt. Dieser Desktop-PC ist eine gute, energiesparende Lösung für den IT- und Vertriebsbereich.

Volllast
Volllast
3DMark
3DMark
Prime95
Prime95
Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.53 / 1.7 Watt
Idledarkmidlight 3.3 / 3.7 / 3.8 Watt
Last midlight 25.4 / 38.8 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy

Pro

+ geräuschloser Betrieb
+ gute Anschlussausstattung, vor allem für IT-Spezialisten
+ kompakt
+ gute Verarbeitung

Contra

- Leistung unter Last gedrosselt
- Chassis wird unter Last warm
- schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis

Fazit

Im Test: Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT. Testgerät zur Verfügung gestellt von Lenovo
Im Test: Lenovo ThinkCentre M90n-1 Nano IoT. Testgerät zur Verfügung gestellt von Lenovo

Das Lenovo ThinkCentre M90n Nano IoT ist ein interessantes Gerät. Hierbei handelt es sich definitiv nicht um einen Desktop-PC für Privatanwender. Möchte man einen Lenovo-Mini-PC für zu Hause oder fürs Büro kaufen, sollte man einen Blick auf das Nicht-IoT-Modell, das ThinkCentre M90n Nano, werfen. Für potenzielle Käufer kommen auch verschiedene NUCs von Intel infrage.

Das IoT-Modell eignet sich hingegen eher für den großflächigen Einsatz in Unternehmen, da hier ein leiser Betrieb, eine kompakte Grundfläche und ein niedriger Verbrauch unabdinglich sind. Diese Bedingungen erfüllt das Nano IoT. Das Gerät ist winzig, sparsam, mit vielen vor allem für professionelle Nutzer wichtigen Anschlüssen ausgestattet und gänzlich lautlos.

Wie der Name schon vermuten lässt, eignet sich das Nano IoT am besten als Bestandteil des "Internet of Things". In normalen Anwendungsfällen versagt es hingegen auf ganzer Linie. Das Gerät wird heiß und die Leistung aufgrund von Temperaturgrenzwerten schnell gedrosselt.

Für bestimmte Anwendungsfälle, in denen ein Computer für kurze Transaktionsberechnungen benötigt wird (wie im Vertrieb oder in einem Serverzusammenschluss), ist das Nano IoT eine sinnvolle Investition. Abgesehen davon ist das Nano IoT den hohen Preis jedoch nicht wert. Privatnutzer sollten sich definitiv anderweitig umsehen.

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Autor: Sam Medley, 13.01.2020 (Update: 17.01.2020)
Sam Medley
Editor of the original article: Sam Medley - Review Editor - @samuel_medley
Ich bin schon mein ganzes Leben lang ein "Technik-Freak". Nach meinem College-Abschluss in Mathematik arbeitete ich einige Jahre im Finanz- und Bankwesen, bevor ich eine Stelle als Systemanalytiker für meinen örtlichen Schulbezirk annahm. Seit Oktober 2016 arbeite ich mit Notebookcheck und habe es seither genossen, Nachrichtenartikel und Rezensionen zu schreiben. Zu meinen Interessengebieten gehören die geschäftliche Seite der Technologie, Retro-Gaming, Linux und innovative Gadgets. Wenn ich mich nicht gerade über ein elektronisches Gerät beuge oder Code für eine neue Datenbank schreibe, bin ich entweder draußen mit meiner Familie, spiele ein zehn Jahre altes Videospiel, oder sitze hinter einem Schlagzeug.