Notebookcheck

Test Intel NUC8i3CYSM

Daniel Puschina, Felicitas Krohn, 23.05.2019

Zu früh gefreut? Eine 10-nm-CPU ist auf dem Markt und das seit Ende 2018. Intel verbaut den Cannon Lake gleich mal in den Intel NUC8i3CYSM, doch ist der Schritt womöglich zu früh erfolgt? Die integrierte Grafikeinheit bleibt vorerst ab Werk deaktiviert und auch die 10-nm-Architektur bringt keine wirklich nennenswerten Vorteile gegenüber den 14-nm-Modellen, denn der i3-8121U taktet und rechnet langsamer.

Die NUC-Familie von Intel ist um ein weiteres Modell reicher geworden. Nach unserem letzten Test des Mini-PCs NUC8i7BEH (Bean Canyon mit i7-8559U) testen wir diesmal den NUC8i3CYSM mit dem Intel Core i3-8121U aus der neuen Cannon-Lake-Modellreihe. Von außen sind die beiden kaum zu unterscheiden: gleiche Bauform, gleiches Design, nur einen Hauch größer, wie wir dann nachher sehen werden. Etwas kleiner ist die CPU-Fertigungstechnologie geworden, denn die Cannon-Lake-Serie basiert auf 10 nm, statt auf den bisher üblichen 14 nm. Darauf gehen wir beim Kapitel Leistung näher ein.

Intel hat mittlerweile eine ganze Reihe von NUCs auf den Markt gebracht, die wir im folgenden Test zum Vergleich mit dem Zotac ZBox-CI660 Nano und Chuwi GBOX CWI560 heranziehen:

Anders als das Bean-Canyon-Modell ist der NUC8i3CYSM kein Barebone-Kit, sondern beim Kauf bereits voll ausgestattet. Leider gibt es ein paar unangenehme Überraschungen bei den Komponenten und der Ausstattung, dazu aber später.

No, or more than one (0) Rating for the given SpecsID 309262 found

Intel NUC8i3CYSM
Grafikkarte
AMD Radeon RX 540 - 2048 MB, Kerntakt: 1124 MHz, Speichertakt: 1500 MHz, 25.20.15008.2
Hauptspeicher
8 MB 
, LPDDR4-2400
Mainboard
Intel Cannon Lake-U PCH-LP Premium
Massenspeicher
Seagate ST1000VT001, 1024 GB 
, 5400 U/Min
Soundkarte
ATI Radeon HDMI @ AMD K12 - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
1 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 2 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Kopfhörer/Mikro kombiniert, Card Reader: SDXC mit UHS-I support
Netzwerk
Intel Ethernet Connection I219-V (10/100/1000MBit), Intel Wireless-AC 9560 (a/b/g/n/ac), Bluetooth 5.0
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 52 x 117 x 112
Betriebssystem
Microsoft Windows 10 Home 64 Bit
Sonstiges
36 Monate Garantie
Gewicht
660 g
Preis
454,90 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse & Ausstattung - Quadratisch und klein

Auf das quadratische Gehäuse wollen wir gar nicht groß eingehen, denn viel hat sich gegenüber dem NUC8i7BEH und seinen Vorgängern nicht geändert. Das Gehäuse ist durchgehend aus Kunststoff gefertigt, mit links und rechts jeweils einem Lüftungsgitter aus Metall. Vorn und hinten sind die Anschlüsse verteilt. Die Oberseite, welche per Hand abgenommen werden kann, ist glänzend schwarz. Das Ganze wirkt kompakt und recht stabil, viel kann hier nicht schiefgehen.

Größenvergleich

204 mm 129 mm 68 mm 1.1 kg221 mm 142 mm 39 mm 1.3 kg211.1 mm 116.1 mm 27.9 mm 623 g187.6 mm 138.3 mm 37.3 mm 558 g117 mm 112 mm 52 mm 660 g115 mm 111 mm 51 mm 683 g115 mm 111 mm 51 mm 577 g

Anschlussausstattung

An drei Seiten des Gehäuses finden wir Ports und Anschlüsse verteilt. Die Gehäusefront bietet neben dem Ein/Aus-Schalter und einem kombinierten Audio-Klinkenanschluss (Kopfhörer/Mikrofon) weiterhin ein IR-Empfangsmodul und zwei USB 3.0-Typ-A-Ports, wobei der gelb markierte mit einer permanenten Stromversorgung zum Aufladen (bis max. 1,5 A) ausgestattet ist, während die anderen USB-Ports mit 900 mAh versorgt werden. An der Rückseite finden wir den Anschluss für das Netzteil, zwei HDMI 2.0b-Ports, einen Ethernet-Port und zwei weitere USB 3.0-Typ-A-Anschlüsse. Auf der linken Gehäuseseite ist noch ein SD-Kartenleser verbaut.

Drahtlos verbindet sich der Mini-PC mit dem Intel Wireless-AC 9560D2W-Modul (802.11ac R2, 2x2).

Als Zubehör werden neben dem 90-Watt-Netzteil auch eine VESA-Montagehalterung für 100 mm und 75 mm mitgeliefert.

Leistung - 10 nm mit Abstrichen, Radeon RX 540 hilft aus

Im Inneren des NUC8i3CYSM findet sich ein Intel-Core-i3-8121U-Prozessor mit 8 GB RAM (LPDDR4-2400), die allerdings fest im Gerät verlötet sind. Somit ist auch keine Erweiterung des Speichers über 8 GB hinaus möglich. Anders sieht es bei der Festplatte aus, hier raten wir dringend zu einem Austausch gegen eine SSD. Denn ausgeliefert wird der NUC8i3CYSM mit einer 1 TB großen 2,5-Zoll-HDD, die merklich das gesamte System ausbremst. Die gute Nachricht: Laut Datenblatt werden hier zwei Laufwerke, nämlich ein 2,5-Zoll-SATA und ein M.2 auf dem Mainboard gleichzeitig unterstützt. 

Als Grafiklösung dient eine dedizierte Radeon RX 540 mit 2 GB GDDR5, die wir mit Hilfe einiger Benchmark-Tests auf "Spielbarkeit" testen werden.

Prozessor

Im NUC begrüßen wir mit dem Intel Core i3-8121U erstmals den Cannon-Lake-Prozessor mit 10-nm-Architektur. Performance schaut allerdings anders aus, mit zwei Kernen und 15 Watt TDP fährt dieser eher auf der sparsamen Schiene. Mit Basistaktraten von 2,2 GHz und einem Maximalturbo von 3,2 GHz taktet der NUC8i3CYSM trotz der neuen 10-nm-Fertigung um 200 MHz langsamer als das Einsteiger-Modell Intel Core i3-8130U der Kaby-Lake-Serie.

0102030405060708090100110120130140150160170180190200210220230240250260270280290300310320330340350360370380390400410420430440450460470480490500510520530540550560570580590600610620630640650660670680690700710Tooltip
Intel NUC8i3CYSM Intel Core i3-8121U, Intel Core i3-8121U: Ø316 (304.79-319.39)
Intel NUC7CJYH Intel Celeron J4005, Intel Celeron J4005: Ø146 (143.42-146.64)
Zotac ZBOX-CI660 Nano Intel Core i7-8550U, Intel Core i7-8550U: Ø571 (537.26-702.3)
Chuwi GBox CWI560 Intel Celeron N4100, Intel Celeron N4100: Ø186 (184.81-188.15)

133 Punkte im CPU Single 64Bit und 319 Punkte im CPU Multi 64 Bit sind ebenfalls nicht berauschend, aber die niedrigen Taktraten lassen kein besseres Ergebnis zu. Unser NUC mit der Intel Core i3-8121U reiht sich somit wie erwartet deutlich vor den Intel-Celeron-Modellen ein, aber auch nicht überraschend hinter den anderen NUCs mit den Intel i7-Prozessoren.

Cinebench R15
CPU Single 64Bit
Intel NUC8i7BE
Intel Core i7-8559U
180 Points ∼83% +35%
Intel Hades Canyon NUC8i7HVK
Intel Core i7-8809G
178 Points ∼82% +34%
Zotac ZBOX-CI660 Nano
Intel Core i7-8550U
156 Points ∼72% +17%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (68 - 218, n=25)
146 Points ∼67% +10%
Intel Skull Canyon NUC6i7KYK
Intel Core i7-6770HQ
139 Points ∼64% +5%
Intel NUC8i3CYSM
Intel Core i3-8121U
133 Points ∼61%
Durchschnittliche Intel Core i3-8121U
 
133 Points ∼61% 0%
Intel NUC7CJYH
Intel Celeron J4005
77 Points ∼35% -42%
Chuwi GBox CWI560
Intel Celeron N4100
68 Points ∼31% -49%
CPU Multi 64Bit
Intel Hades Canyon NUC8i7HVK
Intel Core i7-8809G
864 Points ∼20% +172%
Intel Skull Canyon NUC6i7KYK
Intel Core i7-6770HQ
711 Points ∼16% +124%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (176 - 2021, n=27)
702 Points ∼16% +121%
Zotac ZBOX-CI660 Nano
Intel Core i7-8550U
678 Points ∼15% +114%
Intel NUC8i7BE
Intel Core i7-8559U
672 Points ∼15% +112%
Durchschnittliche Intel Core i3-8121U
 
318 Points ∼7% 0%
Intel NUC8i3CYSM
Intel Core i3-8121U
317.56 (min: 304.79, max: 319.39) Points ∼7%
Chuwi GBox CWI560
Intel Celeron N4100
176 Points ∼4% -45%
Intel NUC7CJYH
Intel Celeron J4005
144 Points ∼3% -55%
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
133 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
76.4 fps
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
98 %
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
317.56 Points
Hilfe

Stresstest

Im Stresstest haben wir den NUC mit FurMark und Prime95 gleichzeitig bis an seine Grenzen gequält. Nach dem anfänglichen Turbo-Boost auf 3,2 GHz reduzierte sich die Taktrate auf die geplanten 2,2 GHz, die dann über den Rest des Verlaufs recht konstant eingehalten wurden. Die Temperatur erreichte hierbei bei der CPU ein Maximum von 110 °C, bei der AMD Radeon RX 540 genau 70 °C.

FurMark und Prime95 liefen gleichzeitig für eine halbe Stunde
FurMark und Prime95 liefen gleichzeitig für eine halbe Stunde

System Performance

Die empfundene Wahrnehmung der langsamen System Performance manifestiert sich bei den synthetischen Benchmarktests von PCMark. Der NUC8i3CYSM findet sich recht deutlich hinter dem Durchschnitt wieder.

PCMark 10
Digital Content Creation
Intel Hades Canyon NUC8i7HVK
Vega M GH, 8809G, Intel Optane 120 GB SSDPEK1W120GA
5598 Points ∼50% +93%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (972 - 8141, n=16)
4010 Points ∼36% +38%
Intel NUC8i7BE
Iris Plus Graphics 655, 8559U
4007 Points ∼36% +38%
Zotac ZBOX-CI660 Nano
UHD Graphics 620, 8550U, OCZ Vertex OCZSSD2-1VTX120G
2939 Points ∼26% +1%
Intel NUC8i3CYSM
Radeon RX 540, 8121U, Seagate ST1000VT001
2902 Points ∼26%
Durchschnittliche Intel Core i3-8121U, AMD Radeon RX 540
 
2902 Points ∼26% 0%
Intel NUC7CJYH
UHD Graphics 600, J4005, SanDisk Ultra II
990 Points ∼9% -66%
Chuwi GBox CWI560
UHD Graphics 600, N4100, SanDisk DA4064
972 Points ∼9% -67%
Productivity
Intel Hades Canyon NUC8i7HVK
Vega M GH, 8809G, Intel Optane 120 GB SSDPEK1W120GA
7915 Points ∼82% +49%
Intel NUC8i7BE
Iris Plus Graphics 655, 8559U
7236 Points ∼75% +36%
Zotac ZBOX-CI660 Nano
UHD Graphics 620, 8550U, OCZ Vertex OCZSSD2-1VTX120G
6481 Points ∼67% +22%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (2883 - 8515, n=16)
6264 Points ∼65% +18%
Intel NUC8i3CYSM
Radeon RX 540, 8121U, Seagate ST1000VT001
5302 Points ∼55%
Durchschnittliche Intel Core i3-8121U, AMD Radeon RX 540
 
5302 Points ∼55% 0%
Intel NUC7CJYH
UHD Graphics 600, J4005, SanDisk Ultra II
3289 Points ∼34% -38%
Chuwi GBox CWI560
UHD Graphics 600, N4100, SanDisk DA4064
2883 Points ∼30% -46%
Essentials
Intel Hades Canyon NUC8i7HVK
Vega M GH, 8809G, Intel Optane 120 GB SSDPEK1W120GA
9125 Points ∼86% +64%
Intel NUC8i7BE
Iris Plus Graphics 655, 8559U
8994 Points ∼84% +61%
Zotac ZBOX-CI660 Nano
UHD Graphics 620, 8550U, OCZ Vertex OCZSSD2-1VTX120G
8051 Points ∼75% +44%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (4418 - 9689, n=16)
7511 Points ∼70% +35%
Intel NUC8i3CYSM
Radeon RX 540, 8121U, Seagate ST1000VT001
5576 Points ∼52%
Durchschnittliche Intel Core i3-8121U, AMD Radeon RX 540
 
5576 Points ∼52% 0%
Chuwi GBox CWI560
UHD Graphics 600, N4100, SanDisk DA4064
4418 Points ∼41% -21%
Intel NUC7CJYH
UHD Graphics 600, J4005, SanDisk Ultra II
4188 Points ∼39% -25%
Score
Intel Hades Canyon NUC8i7HVK
Vega M GH, 8809G, Intel Optane 120 GB SSDPEK1W120GA
5301 Points ∼68% +68%
Intel NUC8i7BE
Iris Plus Graphics 655, 8559U
4580 Points ∼59% +45%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (1658 - 6100, n=16)
4062 Points ∼52% +29%
Zotac ZBOX-CI660 Nano
UHD Graphics 620, 8550U, OCZ Vertex OCZSSD2-1VTX120G
3837 Points ∼49% +21%
Intel NUC8i3CYSM
Radeon RX 540, 8121U, Seagate ST1000VT001
3161 Points ∼41%
Durchschnittliche Intel Core i3-8121U, AMD Radeon RX 540
 
3161 Points ∼41% 0%
Chuwi GBox CWI560
UHD Graphics 600, N4100, SanDisk DA4064
1658 Points ∼21% -48%
Intel NUC7CJYH
UHD Graphics 600, J4005, SanDisk Ultra II
1136 Points ∼15% -64%

Massenspeicher

Vorsichtig öffnen: Die HDD ist mit einem Flachbandkabel mit dem Mainboard verbunden.
Vorsichtig öffnen: Die HDD ist mit einem Flachbandkabel mit dem Mainboard verbunden.

Intel stattet den NUC8i3CYSM von Haus aus mit einer 1 TB großen HDD von Seagate mit der Bezeichnung ST1000VT001-1RE172 aus. Und das ist unserer Meinung nach auch das schwache Glied in der Kette, weshalb wir zum Austausch gegen eine SSD raten. Ein Blick auf die CrystalDiskMark-Tabelle macht den Flaschenhals deutlich. Selbstverständlich ist der Vergleich zwischen einer HDD und SSD unfair und hinkt, doch sie zeigt das Potential bei einem Austausch auf.

Intel NUC8i3CYSM
Seagate ST1000VT001
Intel Skull Canyon NUC6i7KYK
Samsung SSD 850 EVO m.2 120GB
Intel NUC7CJYH
SanDisk Ultra II
Durchschnitt der Klasse Desktop
 
CrystalDiskMark 3.0
Write 4k QD32
1.34
309.5
22997%
109
8034%
133 (0.606 - 295, n=9)
9825%
Read 4k QD32
0.857
375.9
43762%
132.8
15396%
151 (0.534 - 369, n=9)
17520%
Write 4k
1.434
87.82
6024%
51.65
3502%
51.7 (0.623 - 134, n=9)
3505%
Read 4k
0.328
38.67
11690%
29.45
8879%
18.4 (0.261 - 57.6, n=9)
5510%
Write 512
77.9
379.8
388%
365.5
369%
295 (44.6 - 671, n=9)
279%
Read 512
19.69
420.1
2034%
309.8
1473%
400 (19.7 - 1413, n=9)
1931%
Write Seq
81.42
442.7
444%
443
444%
518 (81.4 - 1407, n=9)
536%
Read Seq
47.09
487.6
935%
426.4
806%
701 (47.1 - 2062, n=9)
1389%
Seagate ST1000VT001
Sequential Read: 47.09 MB/s
Sequential Write: 81.42 MB/s
512K Read: 19.69 MB/s
512K Write: 77.9 MB/s
4K Read: 0.328 MB/s
4K Write: 1.434 MB/s
4K QD32 Read: 0.857 MB/s
4K QD32 Write: 1.34 MB/s

Grafikkarte

Überraschenderweise wurde bei der sehr früh veröffentlichten Intel Core i3-8121U die dazugehörige iGPU deaktiviert. Stattdessen finden wir eine eigens verlötete AMD Radeon RX 540 mit 2 GB GDDR5 vor, die über PCIe Gen3 4x mit der CPU verbunden ist. In den 3DMark-Benchmarktests schlägt sich die Radeon im Vergleich zu den Intel UHDs und Iris Pro gar nicht schlecht und platziert sich mit fünf Prozentpunkten Abstand knapp hinter den Durchschnittswerten anderer RX 540, die wir in der Vergangenheit getestet haben.

3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU
Intel Hades Canyon NUC8i7HVK
AMD Radeon RX Vega M GH, Intel Core i7-8809G
14302 Points ∼100% +221%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (484 - 31656, n=21)
9278 Points ∼65% +108%
Durchschnittliche AMD Radeon RX 540
  (4443 - 4983, n=5)
4699 Points ∼33% +5%
Intel NUC8i3CYSM
AMD Radeon RX 540, Intel Core i3-8121U
4458 Points ∼31%
Intel Skull Canyon NUC6i7KYK
Intel Iris Pro Graphics 580, Intel Core i7-6770HQ
3220 Points ∼23% -28%
Intel NUC8i7BE
Intel Iris Plus Graphics 655, Intel Core i7-8559U
3081 Points ∼22% -31%
Zotac ZBOX-CI660 Nano
Intel UHD Graphics 620, Intel Core i7-8550U
1769 Points ∼12% -60%
Intel NUC7CJYH
Intel UHD Graphics 600, Intel Celeron J4005
579 Points ∼4% -87%
Chuwi GBox CWI560
Intel UHD Graphics 600, Intel Celeron N4100
484 Points ∼3% -89%
3DMark
1920x1080 Fire Strike Graphics
Intel Hades Canyon NUC8i7HVK
AMD Radeon RX Vega M GH, Intel Core i7-8809G
10248 Points ∼100% +216%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (603 - 22887, n=19)
7187 Points ∼70% +122%
Durchschnittliche AMD Radeon RX 540
  (3242 - 3876, n=4)
3623 Points ∼35% +12%
Intel NUC8i3CYSM
AMD Radeon RX 540, Intel Core i3-8121U
3242 Points ∼32%
Intel NUC8i7BE
Intel Iris Plus Graphics 655, Intel Core i7-8559U
2260 Points ∼22% -30%
Intel Skull Canyon NUC6i7KYK
Intel Iris Pro Graphics 580, Intel Core i7-6770HQ
1903 Points ∼19% -41%
Intel NUC7CJYH
Intel UHD Graphics 600, Intel Celeron J4005
448 Points ∼4% -86%
1280x720 Cloud Gate Standard Graphics
Intel Hades Canyon NUC8i7HVK
AMD Radeon RX Vega M GH, Intel Core i7-8809G
59162 Points ∼100% +216%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (5027 - 110542, n=16)
28654 Points ∼48% +53%
Durchschnittliche AMD Radeon RX 540
  (18704 - 25616, n=4)
23165 Points ∼39% +24%
Intel NUC8i3CYSM
AMD Radeon RX 540, Intel Core i3-8121U
18704 Points ∼32%
Intel NUC8i7BE
Intel Iris Plus Graphics 655, Intel Core i7-8559U
16698 Points ∼28% -11%
Intel Skull Canyon NUC6i7KYK
Intel Iris Pro Graphics 580, Intel Core i7-6770HQ
14594 Points ∼25% -22%
Intel NUC7CJYH
Intel UHD Graphics 600, Intel Celeron J4005
3513 Points ∼6% -81%
3DMark 06 Standard
18661 Punkte
3DMark 11 Performance
4465 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
9431 Punkte
3DMark Fire Strike Score
2748 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Zum Glück wird die deaktiverte integrierte Grafikeinheit von Intel bei der Spieleperformance nicht vermisst. Denn hier kommt zu 100 % die Radeon RX 540 von AMD zum Einsatz, und das ist auch gut so!

Obwohl der NUC im Alltagsgebrauch speziell bei den PCMark-Benchmarks nicht glänzen konnte, kann im Vergleich dazu die Performance bei den Spielen als zufriedenstellend bezeichnet werden. Zumindest scheinen die meisten neuen Spiele wie Anno 1800 und Far Cry New Dawn mit den Mindestdetail-Einstellungen mehr als nur flüssig zu laufen. Tom Clancy's The Division 2 ist mit der AMD Radeon RX 540 unerwarteteterweise sogar mit bis zu hohen Details spielbar. 

min. mittel hoch max.
Far Cry New Dawn (2019) 40181716fps
Anthem (2019) 242017fps
The Division 2 (2019) 5639378fps
Anno 1800 (2019) 541811fps

Pro

+ kompaktes Design
+ aktuelle Spiele auf minimalen Details flüssig spielbar
+ M.2-Slot verfügbar
+ microSD-Kartenleser
+ kein Throttling

Contra

- 10-nm-Technologie bringt kaum Vorteile
- Turbo-Boost kommt nur auf 3,2 GHz
- HDD statt SSD beim Kauf
- deaktivierte iGPU
- kein Thunderbolt-Anschluss
- RAM angelötet

Fazit

So richtig schlau werden wir nicht daraus, wieso Intel bereits so früh einen anscheinend noch nicht ganz ausgereiften Cannon Lake im NUC8i3CYSM verbaut hat. Den Vorteil der 10-nm-Fertigungstechnologie merkt man weder auf dem Papier noch in der Praxis.

Der Intel Core i3-8121U taktet niedriger, rechnet langsamer und hat mit 15 Watt TDP die gleiche thermische Verlustleistung wie der Intel Core i3-8130U aus der Kaby-Lake-Serie mit 14 nm. Zudem fehlt der Cannon-Lake-CPU derzeit noch die iGPU und Intel lässt sich von AMD mit der Radeon aushelfen. 

Selbstverständlich gibt es aber auch Neuerungen und Positives von der neuen Modellreihe zu vermelden, hier werden beispielsweise beim Arbeitsspeicher nun LPDDR4-2400-Riegel unterstützt, statt vorher nur LPDDR3-2133. Auch besitzt der Cannon Lake 16 PCIe-Gen3-Lanes statt 12. Diese Vorteile macht Intel aber schnell wieder zunichte, denn der NUC8i3CYSM wird mit einer HDD ausgeliefert. Wer also Leistung aus dem Gerät holen möchte, sollte sich ernsthaft die Anschaffung einer 2,5 Zoll großen SSD oder einer M.2 SSD überlegen. Da die RAMs angelötet und somit nicht auf 16 GB erweiterbar sind, gibt es auch keine weiteren Möglichkeiten, den NUC ein wenig selbst upzugraden.

Man hat das Gefühl, dass Intel hier eine noch unfertige Version der Cannon-Lake-Serie veröffentlicht hat, die glücklicherweise von der Grafikleistung her dank AMD keine Einbußen hinnehmen muss. Das Verkaufsargument mit 10-nm-Fertigungstechnologie geht bei dem derzeitigen Modell somit noch ins Leere.

Preisvergleich

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Autor: Daniel Puschina, 23.05.2019 (Update: 23.05.2019)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.