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Teurer Windows-7-Support: Im Jahr 2022 verlangt Microsoft 200 USD

Windows 7 bringt ab 2020 Sicherheits-Updates Einnahmen
Windows 7 bringt ab 2020 Sicherheits-Updates Einnahmen
Windows 7 ist längst noch nicht tot, mit rund einem Drittel Marktanteil ist das Betriebssystem vor allem noch in Firmen in Verwendung. Der Support endet zwar im nächsten Jahr, kann aber auf weitere drei Jahre verlängert werden - dafür muss allerdings pro PC bezahlt werden.

Der offizielle Support mit all seinen Sicherheitsupdates für Windows 7 läuft im Jahr 2020 aus, und zwar am 14. Januar. Jedoch nutzen noch viele Unternehmen das zehn Jahre alte Betriebssystem von Microsoft und manche werden es auch nicht schaffen, in den nächsten elf Monaten auf Windows 10 umzusteigen. Nicht nur alleine die Umstellung eines Betriebssystems ist eine einfache Aufgabe, auch haben Firmen oder Behörden, die mit Spezialsoftware arbeiten, manchmal aufgrund von Kompatibilitätsproblemen gar keine andere Wahl, als Windows 7.

Für diese Unternehmen hat Microsoft jedoch eine Lösung, auch wenn diese mit Kosten verbunden ist. Hier ist man bereit, bis ins Jahr 2023 die Windows 7-Kunden mit dem "Extended Security Program" weiterhin mit Sicherheit-Updates zu versorgen. Immerhin sind das laut Statcounter noch beachtliche 35 Prozent Marktanteil. Ab Januar 2020 verlangt Microsoft von seinen Win-7-Kunden für den erweiterten Support 50 US-Dollar pro PC, im nächsten Jahr verdoppelt sich der Preis auf 100 US-Dollar. Im letzten Jahr von 2022 bis 2023 ist erneut eine Preisverdopplung geplant, hier kostet der Support dann 200 US-Dollar pro Rechner.

Großkunden mit Dutzenden von PCs werden wahrscheinlich eine Preisermäßigung erhalten, was allerdings nicht geht, ist das Überspringen von Jahren. Wer erst im Jahr 2022 mit Sicherheits-Updates versorgt werden möchte, muss die Jahre davor nachzahlen.

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Autor: Daniel Puschina,  7.02.2019 (Update:  7.02.2019)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.