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Typisch Surface: Microsoft Surface Duo ist kaum reparierbar

Das Dual-Display-Handy Surface Duo von Microsoft zeigt sich im iFixit-Teardown als typisches Surface: Es ist kaum reparierbar.
Das Dual-Display-Handy Surface Duo von Microsoft zeigt sich im iFixit-Teardown als typisches Surface: Es ist kaum reparierbar.
Die lange Entwicklungszeit ist offensichtlich nicht in eine besser Reparierbarkeit geflossen: Das in den USA um 1.400 US-Dollar bereits erhältliche Dual-Display-Handy namens Surface Duo zeigt sich im iFixit-Teardown als typisches Microsoft Surface-Gerät: Reparierbarkeit ist keine Stärke des neuen Formfaktors.
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Wenn man auf der Webseite von iFixit nach Teardowns von Surface-Produkten sucht, erhält man jede Menge schlecht bewerteter Geräte, Microsofts Surface-Lineup gilt seit Jahren als de facto nicht reparierbar, selbst das neueste Surface Pro 7 (bei Amazon ab 750 Euro) bekam gerade mal einen von maximal 10 möglichen Punkten für seine Reparierbarkeit, der facto praktisch ein Wegwerfartikel. Wichtige Ausnahme war etwa das ARM-basierte Surface Pro X im Vorjahr, mit dem Microsoft eine überraschend positive Entwicklung vollzogen hat und damit sechs Punkte von iFixit verliehen bekam.

Die Entwicklung des Surface Duo begann dagegen viel früher und das zeigt sich auch am Ergebnis des aktuellen iFixit-Teardowns. Zwei von 10 Punkten sind immerhin eine Spur besser als bei den 2-in-1-Produkten aber wie diese leidet auch das Dual-Display-Handy an recht ähnlichen Problembereichen aus Sicht eines Reparaturprofis. Es gibt exakt zwei Dinge, die das iFixit-Team am Surface Duo lobt, das ist einerseits das erstaunlich einfach konstruierte und dennoch gut funktionierende 360 Grad Scharnier, andererseits auch die Tatsache, dass Display und Glas-Rückseite recht einfach ohne Zerlegen des gesamten Chassis austauschbar sind.

Das ist wohl der einzige Grund für die zwei Punkte, denn alles andere wird als negativ bewertet. Von den nicht üblichen Schrauben über den am Mainboard angelöteten USB-C-Port bis hin zum exzessiven Einsatz von Klebstoff, was auch für das Fixieren der Akkus gilt, die nur äußerst schwert zu entfernen sind. Beim Reparieren muss man zudem besonders auf die empfindlichen AMOLED-Displays von LG aufpassen, die für fast alle Reparaturen entfernt werden müssen. 

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Autor: Alexander Fagot, 13.09.2020 (Update: 13.09.2020)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.