Valve Steam Machine startet trotz hohem Preis wohl erfolgreich

Valves Steam Machine musste zum Start einiges an Kritik einstecken. Die Hauptkritik richtete sich vor allem gegen den Preis, den Valve mit der aktuellen Speicherkrise begründet. Trotzdem scheint sich die Konsole trotz des hohen Preises überraschend gut zu verkaufen.
Laut einer Analyse von Boiling Steam verkauft sich der mit SteamOS ausgestattete Gaming-PC derzeit schätzungsweise zwischen 10.000 und 15.000 Einheiten pro Woche. Die Einschätzung basiert allerdings nicht auf offiziellen Verkaufszahlen, sondern auf öffentlich verfügbaren Daten der Steam-Hardwareumfrage. Eine genaue Zahl lässt sich derzeit nur schwer ermitteln, da Valve keine Verkaufszahlen für seine Hardware veröffentlicht.
Die Veröffentlichung kam zu dieser Einschätzung, indem sie den wachsenden Anteil von SteamOS-Nutzern nach dem Start der Steam Machine analysierte und die Veränderungen in der Steam-Hardwareumfrage über einen längeren Zeitraum verglich. Auch wenn diese Methode keine exakte Zahl der ausgelieferten Geräte liefern kann, handelt es sich um einen der ersten Versuche, die Verkaufszahlen von Valves neuer Hardware ohne offizielle Angaben einzuschätzen.
Valve selbst hat bislang nicht bekannt gegeben, wie viele Steam Machines verkauft wurden. Sollte die Schätzung zutreffen, würde Valve etwa 50.000 bis 60.000 Geräte pro Monat ausliefern. Im Vergleich zu klassischen Konsolen wären diese Zahlen zwar kaum mehr als ein Rundungsfehler, allerdings tritt die Steam Machine auch nicht direkt gegen die PlayStation 5, die Xbox Series S|X oder die Nintendo Switch 2 an.
Zudem dürften die anfänglichen Verkaufszahlen vermutlich durch die aktuelle Verfügbarkeit begrenzt sein. Die Steam Machine ist derzeit nur über ein Reservierungssystem erhältlich, was darauf hindeutet, dass möglicherweise eher das Angebot als die Nachfrage der begrenzende Faktor ist. Beeindruckende Verkaufszahlen könnten außerdem dadurch ausbleiben, dass Valve bereits zuvor eingeräumt hatte, wegen höherer Komponentenpreise und Speicherengpässen die ursprünglichen Produktionspläne reduzieren zu müssen.
Steam Machine scheint frühen Erfolg des Steam Decks zu wiederholen
Interessanterweise könnte die Steam Machine beim Start einen ähnlichen Verlauf nehmen wie das ursprüngliche Steam Deck. Auch für den Handheld veröffentlichte Valve nie offizielle Verkaufszahlen. Schätzungen auf Basis der Steam-Hardwareumfrage, die von Ars Technica ausgewertet wurden, kamen jedoch zu dem Ergebnis, dass bis Ende Mai 2022 – etwa drei Monate nach der Veröffentlichung – rund 77.000 Steam Decks verkauft worden sein könnten.
Bei einer geschätzten Verkaufsrate von 10.000 bis 15.000 Steam Machines pro Woche könnte das neue Gerät innerhalb der ersten Monate eine ähnliche Gesamtzahl erreichen. Das wäre bemerkenswert, da die Steam Machine mit einem deutlich höheren Einstiegspreis startet und sich an eine deutlich kleinere Zielgruppe richtet. Die aktuellen Verkaufszahlen sollten jedoch weiterhin als fundierte Schätzung und nicht als bestätigte Werte betrachtet werden.
Sollte Valve tatsächlich zwischen 10.000 und 15.000 Steam Machines pro Woche ausliefern, scheint das Gerät trotz des vierstelligen Preises eine stabile Nische unter Enthusiasten zu finden, die nach einer kompakten, konsolenähnlichen PC-Gaming-Lösung suchen. Falls die Steam Machine nicht das richtige Gerät ist, stehen außerdem zahlreiche ähnliche Alternativen bereit: Viele Hersteller haben inzwischen eigene Varianten von Valves PC-Konsolen-Hybrid entwickelt.









