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Verwirrung bei Sicherheitspatches: Warum Motorola verschiedene Update-Zeiträume für Smartphones nennt

Das Motorola Razr 70 Plus hat viele Vorzüge – Eine klare Kommunikation des Updatezeitraums gehört leider nicht dazu.
Das Motorola Razr 70 Plus hat viele Vorzüge – Eine klare Kommunikation des Updatezeitraums gehört leider nicht dazu.
Mal sind es vier Jahre, mal sechs Jahre Sicherheitsupdates für ein und dasselbe Smartphone – Beim Motorola Razr 70 Plus stellen wir wieder fest, dass unterschiedliche Angaben über den Updatezeitraum kursieren. Warum das so ist und ob Nutzer in Europa tatsächlich besser dran sind.

Motorola tut es schon wieder: In der EU-Datenbank EPREL und auf der offiziellen Supportseite des Herstellers tauchen unterschiedliche Updatezeiträume für das Clamshell-Foldable Razr 70+ (circa 850 Euro bei amazon.de) auf. Was hat das zu bedeuten?

In der offziellen EU-Datenbank sieht alles gut aus

Während in der EPREL-Datenbank brave sechs Jahre Update-Verfügbarkeit angekündigt werden, spricht der Hersteller auf seiner eigenen Website nur von vier Jahren Updates. Neue Android-Versionen soll es für drei Jahre, also bis 2029 geben. 

Nun könnte man das so interpretieren, dass Motorola vielleicht in Europa extra zwei weitere Jahre Sicherheitspatches für die Nutzer bereitstellt und sich dem Druck der EU gebeugt hat. Leider ist das aber wohl nicht der Grund, vielmehr hat es etwas mit der Auslegung des Verordnungstextes durch Motorola zu tun. 

In den Ökodesign-Anforderungen verlangt die EU mittels Verordnung verpflichtend mindestens fünf Jahre Updates für alle Smartphones seit Mitte 2025. Und zwar nicht ab dem Erscheinungszeitpunkt, sondern ab dem Inverkehrbringen der letzten Einheit, also dürfte der tatsächliche Zeitraum noch deutlich länger ausfallen.

Spitzfindigkeiten in der Interpretation

Motorola interpretiert die Verordnung nun aber nicht so, dass Hersteller fünf Jahre lang neue Patches zur Verfügung stellen müssen, sondern lediglich, dass der jeweils aktuellste Patch noch verfügbar sein muss. Das heißt: Wenn der letzte Patch nach drei Jahren erscheint, muss man ihn nach fünf Jahren noch herunterladen können. Das reicht laut Motorola aus, um die Anforderungen zu erfüllen.

Und so brüstet sich Motorola in der zentralen EPREL-Datenbank der EU mit (selbst eingetragenen) sechs Jahren Updatezeitraum für das Razr 70 Plus nach dessen Auslaufen, während tatsächlich wohl nur vier Jahre ab Marktstart neue Updates zur Verfügung gestellt werden.

Nicht sonderlich kundenfreundlich

Nun kann man sich ärgern, dass offenbar der Text der Verordnung diese Interpretation zulässt und dass das niemandem aufgefallen ist. Man kann aber Motorola auch vorwerfen, hier nicht sonderlich kundenfreundlich zu handeln. Unerfahrene Nutzerinnen und Nutzer können nun noch leichter auf das angebliche Versprechen von sechs Jahren aktueller Software hereinfallen.

Das ist schade, denn das Razr 70 Plus ist ein durchaus interessantes Foldable, wie wir in unserem ausführlichen Testbericht festgestellt haben.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-08 > Verwirrung bei Sicherheitspatches: Warum Motorola verschiedene Update-Zeiträume für Smartphones nennt
Autor: Florian Schmitt, 15.08.2026 (Update: 15.08.2026)