
Wie gut ist der neue LiDAR-Mähroboter? Mova LiDAX Ultra 1200 im Test
Kleiner Bruder des Dreame A2.
Er sieht fast so aus wie der Dreame A2 und bietet auch viele identische Features. Gibt es dennoch Unterschiede? Das klärt unser Mova LiDAX Ultra 1200 Test.Marcus Schwarten Veröffentlicht am
Mova LiDAX Ultra 1200 Test-Fazit: Sehr guter LiDAR-Mähroboter
Der Mova LiDAX Ultra 1200 hat im Test nur wenige Schwächen gezeigt. Er manövriert dank LiDAR und Kamera ganz ohne Kabel und RTK systematisch durch den Garten, mäht den Rand dank verschiebbarem Mähwerk besser als viele andere Modelle seiner Preisklasse und erkennt Hindernisse (mit den richtigen Einstellungen) zuverlässig.
Nach unseren Test-Eindrücken ist der Mova LiDAX Ultra hervorragend für durchschnittliche Gärten ohne allzu große Anforderungen wie Steigungen und Unebenheiten geeignet. Welche Variante die passende Wahl ist, hängt von der Rasengröße ab. Bis 1.600 Quadratmeter kann die Mähroboter-Serie abdecken. Im Test hatten wir das mittlere Modell bis 1.200 Quadratmeter für rund 1.000 Euro, womit das Modell auch preislich sehr attraktiv ist.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung für den Mova LiDAX Ultra 1200 beträgt 1.099 Euro. Im Handel ist er häufig bereits für weniger erhältlich, beispielsweise bei Amazon.
Der kleinere Mova LiDAX Ultra 800 liegt laut UVP bei 949 Euro. Die größere Ausführung LiDAX Ultra 1600 mit Link-Modul liegt bei 1.499 Euro UVP.
Inhaltsverzeichnis
- Mova LiDAX Ultra 1200 Test-Fazit: Sehr guter LiDAR-Mähroboter
- Ausstattung & Lieferumfang: 3D-LiDAR statt RTK
- Einrichten & Wartung: Mit komfortabler KI-Kartierung
- App & Bedienung: Umfangreich und gewohnt
- Navigation & Hinderniserkennung: Zuverlässig ohne RTK
- Mähleistung & Randschneiden: Verschiebbares Mähwerk
- Laufzeit & Lautstärke: Sparsam und leise
Dass Dreame und Mova sehr eng verbandelt sind, zeigt sich bei vielen Produkten. Besonders stark ist es beim Mova LiDAX Ultra zu sehen. Die 2026er Mähroboter-Neuheit von Mova sieht dem Dreame A2 (ca. 1.600 Euro bei Amazon) aus dem vergangenen Jahr nicht nur zum Verwechseln ähnlich, sondern ist auch technisch in vielen Belangen gleich.
Allerdings positioniert sich der Mova LiDAX Ultra sowohl preislich als auch hinsichtlich der maximal möglichen Quadratmeter deutlich unter dem Dreame A2 3000. Während dieser 2025 bis zu 3.000 Quadratmeter gemeistert hat, richtet sich Mova an kleinere Gärten zwischen 800 und 1.600 Quadratmeter maximaler Rasenfläche. Wir hatten das mittlere Modell, den Mova LiDAX Ultra 1200, im Test und verraten, was Käufer erwartet.
Datenblatt Mova LiDAX Ultra (Vergleich mit Dreame A2 3000)
| Eigenschaft/Modell | Mova LiDAX Ultra 1200 (800/1600) | Dreame A2 3000 |
|---|---|---|
| Fläche | 1.200 m² (800/1.600 m²) | 3.000 m² |
| Navigation und Hinderniserkennung | UltraView 2.0 (360° 3D-LiDAR + KI-Vision) | OmniSense 2.0 (360° 3D-LiDAR + KI-Kamera) |
| Mähwerk | Mähscheibe mit UltraTrim 1.0 | Mähscheibe mit EdgeMaster |
| Anzahl Klingen | 3 | 3 |
| Schnittbreite | 20 cm | 22 cm |
| Schnitthöhe | 3 - 10 cm | 3 - 7 cm |
| Schnitthöhe einstellen | elektrisch | elektrisch |
| Steigung | 45% / 24° | 50% / 26,5° |
| Display | ja | ja |
| Akkukapazität | 5 Ah (4/5 Ah) | 5 Ah |
| Gewicht | 13,7 kg | 16,3 kg |
| Abmessungen | 666 mm × 444 mm × 273 mm | 666 x 444 x 273 mm |
| Wasserdichtigkeit | IPX6 | IPX6 |
| Garage im Lieferumfang | nein | nein |
| Anzahl Klingen im Lieferumfang | 3 + 9 | 3 + 81 |
| Farbe | Grau | Silber |
| UVP | 1.099 Euro (949 Euro/1.499 Euro) | 1.999 Euro |
Ausstattung & Lieferumfang: 3D-LiDAR statt RTK
Optisch gleichen sich der Mova LiDAX Ultra und der Dreame A2 extrem stark. Allerdings setzt Mova auf einen grauen und matten Look, das weniger kratzanfällig wie das silberne Hochglanzdesign von Dreame wirkt. Technisch ist ebenfalls vieles identisch, auch wenn die beiden Hersteller unterschiedliche Namen verwenden.
So wartet der Mova LiDAX Ultra 1200 mit UltraTrim 1.0, dank dem sich das Mähwerk seitlich bis auf rund 5. cm Abstand zum Gehäuserand bewegen kann. Das kann auch der Mähteller des Dreame A2, nur dass es hier EdgeMaster heißt. Unterschiedlich ist aber, dass der LiDAX Ultra mit einer um 2 cm schmaleren Schnittbreite von 20 cm aufwartet, was aufgrund der geringeren Flächenauslegung aber verkraftbar scheint. Dafür kann hier die Schnitthöhe mit 30 bis 100 mm deutlich weiter nach oben angepasst werden. Ein Griff im Heck erleichtert das Tragen des rund 14 wiegenden Mähroboters.
Für die Navigation durch den heimischen Garten nutzen beide Mähroboter 3D-LiDAR mit 360-Grad-Sicht, unterstützt von einer KI-Kamera (UltraView 2.0) in der Front. Eine RTK-Antenne muss also nicht im Garten aufgestellt werden. Die Technologie hat gerade bei Grundstücken mit vielen Bäumen und anderen Hindernissen, die den GPS-Empfang von RTK-Modellen stören können, Vorteile.
Der Lieferumfang des Mova LiDAX Ultra 1200 umfasst neben dem Mähroboter und der Ladestation samt Bürste für die LiDAR-Reinigung, Netzteil und Erdschrauben zum Befestigen auch ein Tuch zum Reinigen sowie neun Ersatzmesser samt Schraubendreher. Dies langt für den dreimaligen Tausch des mit drei Klingen bestückten Mähwerks.
Einrichten & Wartung: Mit komfortabler KI-Kartierung
Die Inbetriebnahme des Mova LiDAX Ultra 1200 hat im Test problemlos funktioniert und ist zügig über die Bühne gegangen. Nachdem der Mähroboter samt Ladestation und Zubehör ausgepackt ist, muss nur die Station an einer geeigneten Position in Rasennähe aufgestellt werden. Der Aufbau einer RTK-Antenne ist wie gesagt nicht erforderlich.
Anschließend erfolgt der Verbindungsaufbau zur Mova App sowie dem heimischen WLAN-Netzwerk. Auch hier gab es im Test keine Probleme, da sowohl die App las auch das Display des Roboters unter der aufklappbaren Abdeckung gut und in deutscher Sprache durch die erforderlichen Schritte führen.
Wie schon vom A2 bekannt, bietet auch der Mova LiDAX Ultra 1200 eine KI-Kartierung. Diese hat im Test gut funktioniert, teils sogar besser als beim Dreame A3, den wir ebenfalls in Kürze in einem Test vorstellen. Kahle Flächen ohne Rasen am Rand, an oder auf dem wahlweise gefahren wird, hat er bei der Kartierung ausgespart. Einmal hat sich der Mähroboter allerdings von einem Schatten ablenken und zu einem Schwenker am Rasenrand verleiten lassen.
Alternativ lässt sich die virtuelle Karte manuell anlegen. Dies erfolgt über einen virtuellen Joystick auf dem Display, der eine sehr zielgenaue und feinfühlige Navigation des Roboters ermöglicht. Da können sich manch andere Hersteller eine Scheibe abschneiden.
Der Klingenwechsel bei Mova ist nicht ganz so komfortabel wie beim deutlich teureren Dreame A2, bei dem dies werkzeuglos gelingt. Der erforderliche Schraubendreher liegt aber im Lieferumfang bei. Zudem kann auch der LiDAX Ultra problemlos mit dem Gartenschlauch gereinigt werden, da er gemäß IPX6 geschützt ist.
App & Bedienung: Umfangreich und gewohnt
Auch die Mova App erinnert bekanntermaßen stark an das Pendant von Dreame. Das ist aber nicht schlimm, schließlich ist die Vorlage in vielen Belangen durchaus gelungen. Wie üblich zeigt der Geräteeintrag in der Übersicht die Karte samt Live-Fortschritt, wenn gerade gemäht wird.
Die Möglichkeiten zum Anpassen der Mäheinstellungen sind umfangreich. Neben der Mäh-Effizienz (Standard, Effizient), der individuellen Mährichtung samt Kreuz- und Schachbrettmuster lässt sich die Schnitthöhe über einen feinteiligen Schieberegler in 5-mm-Schritten zwischen 3 und 10 cm anpassen. Auch für das Randmähen mit oder ohne UltraTrim 1.0 gibt es diverse Optionen, ebenso zur Hinderniserkennung. Auf diese gehen wir weiter unten in unserem Mova LiDAX Ultra 1200 Test ein.
Die Bearbeitung der Map ermöglicht viele Optionen, darunter mehrere Zonen samt individueller Einstellungen und Verbindungspfaden, Sperrzonen sowie der Festlegung von verschiedenen Mähformen einschließlich Herzen und Co. Karten lassen sich sichern und wiederherstellen sowie auf Wunsch auch in einer spacig erscheinenden 3D-Ansicht darstellen.
Abgerundet wird die Mova App von einem umfangreichen Menü mit zahlreichen Punkten von Aktivitätsprotokollen über Regen- und Frostschutz bis hin zu Diebstahlschutz und Firmware-Aktualisierungen. Dazu gibt es eine Video-Funktion, mit der über die App nahezu in Echtzeit auf die Kamera des Mähroboters zugegriffen wird.
Wer neben Bluetooth und Wi-Fi auch über das Mobilfunknetz auf den Mähroboter zugreifen möchte, kann dies mit dem Link-Modul tun. Dieses muss beim LiDAX Ultra 1200 zusätzlich erworben werden (z. B. bei Amazon). Beim LiDAX Ultra 1600 ist es samt einem Jahr kostenloser Nutzung inbegriffen.
Alternativ ist die Bedienung direkt am Mäher möglich. Unter der Abdeckung verbergen sich neben einem recht großen Display die üblichen Tasten zum Starten, nach Hause schicken und Bestätigen von Eingaben. Durch die Menüs manövriert wird mit einem Drehrad.
Navigation & Hinderniserkennung: Zuverlässig ohne RTK
Wie bereits erwähnt setzt Mova in seinem Mittelklasse-Mähroboter, der sich zwischen ViAX und LiDAX Ultra AWD einsortiert, auf die aus Saugrobotern bekannte LiDAR-Technologie. Diese ist in einer kleinen Kuppel auf dem Mähroboter verbaut und ermöglicht diesem 360-Grad-Rundumsicht.
Damit hat der Roboter auf unserer Testfläche zumeist zuverlässig seine (sehr geraden) Bahnen gezogen und die Fläche weitestgehend systematisch gemäht. Hier gibt es insgesamt wenig zu kritisieren, auch wenn er bei seinen flüssigen und engen Drehmanövern gelegentlich gegen Hindernisse wie ein Schaukelgerüst gefahren ist.
Festgefahren hat sich der LiDAX Ultra in unserem Testzeitraum aber nie - wobei der Testgarten bis auf einige Engstellen (bis ca. 70 cm) auch nicht sonderlich anspruchsvoll hinsichtlich des Geländes ist. Kleinere Steigungen meistert der Mähroboter mit seinem rasenschonenden Hinterradantrieb problemlos. Wer mehr als rund 45 Prozent Gefälle im Garten hat, der sollte bei Mova lieber zum AWD-Modell (erhältlich bei Amazon) greifen.
Die LiDAR-Technologie wird von einer Kamera in der Front unterstützt, die für die KI-Hinderniserkennung zum Einsatz kommt. Diese hat uns im ersten Moment etwas enttäuscht, da kleinere Test-Hindernisse erst durch Kontakt mit dem Bumper oder gar nicht erkannt wurden. Aber da gibt es ja noch die vielen Einstellungsmöglichkeiten in der App.
Wird die Hinderniserkennung auf die kleinste (5 cm) der vier Stufen gestellt, hat der Mova LiDAX Ultra 1200 im Test alle unsere Test-Hindernisse erkannt, darunter ein Stück Gartenschlauch, einen Tennisball sowie eine Igel-Attrappe. Letzte wurde von der KI sogar als Igel identifiziert. Auch Menschen hat die künstliche Intelligenz identifiziert, diese bei aktiviertem Foto dann aus Datenschutzgründen sogar gepixelt.
Mähleistung & Randschneiden: Verschiebbares Mähwerk
Zuverlässige und flächendeckende Navigation ist die Grundvoraussetzung für ein gutes Mähergebnis. Diese ist nach unseren Test-Eindrücken erfüllt. Auch das Mähwerk mit seinen überschaubaren 20 cm Schnittbreite und drei Klingen macht eine solide Arbeit und hat das Gras auf die gewünschte Länge schnitten. Auf Flächen gibt es nichts zu kritisieren.
Eine der eigens ernannten Stärken des Mova LiDAX Ultra ist das Randmähen mit der UltraTrim-Funktion. Wird diese aktiviert, fährt das Mähwerk beim Randschneiden auf bis rund 5 cm seitlich zum Geräterand. Dies verkleinert den stehenbleibenden Rasenstreifen an nicht ebenen Rasenübergängen von Hause aus, wobei Ungenauigkeiten und ein gewisser Sicherheitsabstand bei der Navigation diesen wieder vergrößern.
Optional lässt sich die KI-Hindernisvermeidung beim Randmähen in den Einstellungen deaktivieren - leider aber nur insgesamt und nicht für Teilbereiche der Map. Dies hat im Test zu einem engeren Randmähen, aber auch dem einen oder anderen "Feindkontakt" wie mit einem Gartentor geführt. Hier gilt es im jeweiligen Fall durch Herumexperimentieren mit den Einstellungen die beste Lösung für den eigenen Garten zu finden. Letztendlich ist es ein Kompromiss: Mehr manuelles Nacharbeiten oder die Gefahr von Schrammen am Mähroboter.
Laufzeit & Lautstärke: Sparsam und leise
Im Praxis-Test hat der Mova LiDAX Ultra die vom Hersteller angegeben 90 Minuten Laufzeit pro Ladung des 5-Ah-Akkus sogar etwas übertroffen. Dies ist aber auch abhängig von der Mähintensität sowie der Geländebeschaffenheit. Dennoch hat er nicht ganz die angegebenen 170 bis 190 Quadratmeter erreicht, sondern ist leicht daruntergeblieben.
Die Herstellerangabe von 65 Minuten Ladezeit können wir hingegen bestätigen. Während der Zeit an der Ladestation sind rund 85 Wh mit bis zu 80 W durch das Messgerät vor dem Ladegerät in den Akku geflossen. Der Standby-Verbrauch des Mova LiDAX Ultra 1200 liegt laut unseren Messungen bei rund 5 Wh pro Stunde.
Um den Energieverbrauch von Mährobotern im Rahmen unserer Tests zu vergleichen, nehmen wir das theoretische Szenario von 500 Quadratmetern Rasenfläche, die dreimal die Woche gemäht werden sollen, an. In diesem verbraucht der Mova LiDAX Ultra 1200 rechnerisch laut unserer Erkenntnisse gut 6 kWh. Damit ist er erfreulich sparsam.
Auch bei der Lautstärke zeigt sich der Mova LiDAX Ultra im Test zurückhalten, wobei die Geräuschentwicklung natürlich abhängig von der Mähintensität ist. Bei moderater Aktivität haben wir rund 57 dB (aus 1 m Entfernung) gemessen.
Ist der Mova LiDAX Ultra 1200 laut unserem Test nicht der passende Rasenroboter ohne Draht für den eigenen Garten?
Dann hier viele weitere Modelle in unserer Mähroboter-Bestenliste 2026 entdecken!
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.



































