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Airseekers Tron Test

Batmans Mähroboter? Airseekers Tron im Test

Batmobil oder Badmobil?

Er sieht aus wie der Mähroboter von Batman. Aber ist er wirklich das Batmobil für den heimischen Garten oder doch eher ein "Badmobil"? Unser Test des Airseekers Tron gibt die Antwort.
Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸
Smart Home Robot / Robotics

Airseekers Tron Test-Fazit: Leider mehr Bad- und weniger Batmobil

Den durch sein cooles und auffälliges Design guten ersten Eindruck kann der Airseekers Tron im Test nicht in jeder Hinsicht bestätigen. In der Praxis hat er leider doch einige Probleme offenbart. Schuld hieran sind unter anderem die recht ungewöhnlichen X-Beine in der Front, die für einen unruhigen Lauf mit teils schmalen ungemähten Streifen sorgen.

Auch auf Seiten der Software ist leider noch nicht alles perfekt. Angefangen bei Problemen mit der Einrichtung des Testgerätes über Fehler bei der deutschen App-Lokalisierung bis hin zu einer leider nicht wirklich zuverlässigen Hindernisvermeidung gibt es doch einige Kritikpunkte, wo Airseekers durchaus noch nachbessern sollte.

Positiv aufgefallen ist die starke Leistung des Tron. Das kommt ihm unter anderem beim Mähen von hohem Gras sowie auf unwegsamen Untergrund, zu dem er aber gerne etwas sanfter sein dürfte, zugute. Die beworbene und von uns mit Spannung erwartete Mulch-Funktion mit den Doppelklingen hat nicht wirklich überzeugt. Dazu kommen die üblichen Probleme beim Randmähen.

Der Airseekers Tron ist ein durchaus interessantes Mähroboter-Debut der jungen Marke, das durch das eine oder andere Software-Update sicherlich auch noch besser werden kann. Auf dem von zahlreichen Herstellern umkämpften Markt der drahtlosen Mähroboter hat es der Tron aber aus unserer Sicht schwer, auch wenn es optisch zweifelsohne eines der coolsten Modelle ist. In der aktuellen Verfassung macht Gothams Mähroboter dem Joker, Riddler, Bane und Co keine Angst - und ist eher "Badmobil" (bad = Englisch für schlecht) statt Batmobil.

Pro

+ RTK oder nRTK
+ hohe Leistung beim Mähen
+ lange Laufzeit pro Akkuladung

Contra

- "eiernde" Fahrt
- teils ungenaue Navigation
- stehenbleibende Grasstreifen
- hoher Energieverbrauch

Preis und Verfügbarkeit

Die unverbindliche Preisempfehlung für den Airseekers Tron beträgt 1.999 Euro. Erhältlich ist er direkt beim Hersteller, bis Ende April 2026 mit 200 Euro Rabatt.

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Airseekers Tron 2400

Airseekers gehört zu den unbekannteren Mähroboter-Herstellern auf dem Markt. Mit dem Tron legt der Hersteller zumindest optisch ein beeindruckendes Debut hin. Mit seinem futuristischen und brachialem Design geht er glatt als Batmans Mähroboter durch.

Auch technisch fährt das "Batmobil" mit allerhand Hightech auf, darunter 300° KI-gestützte Navigation mit RTK oder nRTK sowie FlowCut Mäh- und Mulchsystem. Aber kann der Airseekers Tron auch in der Praxis überzeugen? Oder ist Gotham City alias der eigene Garten dem Untergang geweiht? Unser Airseekers Tron Testbericht gibt die Antworten.

Datenblatt Airseekers Tron

Eigenschaft/Modell Airseekers Tron
Fläche 2.400 m²
Navigation und Hinderniserkennung VSLAM + nRTK
Mähwerk Mähscheibe
Anzahl Klingen 6
Schnittbreite 22 cm
Schnitthöhe 30 - 90 mm
Schnitthöhe einstellen elektrisch
Steigung 65% / 33°
Display nein
Akkukapazität 15 Ah
Gewicht ca. 24 kg
Abmessungen ca. 70 x 47 x 35 cm
Wasserdichtigkeit IPX6
Garage im Lieferumfang nein
Anzahl Klingen im Lieferumfang 6 + 6
Farbe Grau
UVP 1.999 Euro

Ausstattung & Lieferumfang: Mähroboter im Batmobil-Design

Bevor wir zu unseren praktischen Erfahrungen kommen, werfen wir zunächst einen Blick auf die Ausstattung des Airseekers Tron. Dieser kommt mit rund 70 cm Länge, 47 cm Breite und 35 cm Höhe sowie ca. 24 kg Gewicht im massiven Design vorgefahren. Auf den ersten Blick auffällig sind die beiden schräg stehenden Vorderräder. So sieht der Tron eher aus wie ein Batmobil mit Frontschaden. Und das Thema wird uns im Laufe des Airseekers Tron Tests leider auch noch das eine oder andere Mal einholen.

Airseekers Tron im Test
Airseekers Tron im Test
Auffälliges Merkmal: die schräggestellten Vorderräder
Hinterräder mit Profil
Zwei Kameras in der Front
Je eine Kamera links und rechts
und eine Kamera im Heck
Mähwerk mit dreimal zwei Klingen

Ausgelegt ist der Tron für bis zu 2.400 Quadratmeter Rasenfläche, ist also auch für größere Grundstücke geeignet. Der Akku des Airseekers Tron fällt mit 15 Ah üppig aus. Er sitzt im Heck des Mähroboters und kann bei Bedarf entnommen und ausgetauscht werden - sehr nachhaltig.

Doppelklingen des Airseekers Tron
Doppelklingen des Airseekers Tron

Gemäht wird trotz der üppigen Dimensionen des Mähroboters allerdings nicht mit einem Dual-Mähwerk, sondern einer einzelnen Mähscheibe. Sie weist mit 22 cm eine übliche Größe auf - und zudem eine Besonderheit. Insgesamt sind sechs Klingen verbaut, jeweils zwei übereinanderliegend mit gut einem Zentimeter Abstand. Diese sollen nicht nur das Gras auf die eingestellte Höhe zwischen 30 und 90 mm (in 10-mm-Schritten wählbar) schneiden, sondern auch zeitgleich ultrafeinen Grasschnitt erzeugen. Der Hersteller nennt dies FlowCut Mulchen. Alternativ lässt sich für knapp 50 Euro eine mit 300 mm größere Mähscheibe nachrüsten.

Navigiert und orientiert wird wahlweise mit RTK oder nRTK, also mit oder ohne die beiliegenden und knapp 2 m hohe Antenne. Dies erfordert allerdings entweder flächendeckendes WLAN im Garten oder die Nutzung von 4G, das nach zwei kostenlosen Testmonaten kostenpflichtig ausfällt (z.B. 50 US-Dollar für 360 Tage). Zudem verbaut der Hersteller ein KI-Vision-System mit insgesamt fünf Kameras für 300° Sicht rund um den Roboter herum.

Lieferumfang des Airseekers Tron
Lieferumfang des Airseekers Tron
Inhalt der beiden Pappkartons
Inhalt der beiden Pappkartons

Der Lieferumfang umfasst viele Teile. Neben dem Mähroboter ist die RTK-Basisstation mit dreiteiligem Rohr und Erdspieß, die noch zusammenzuschraubende Ladestation samt Erdnägeln, zwei Ladegeräte sowie sechs Ersatzklingen, Werkzeug und ein Schutzblech in dem 80 x 50 x 45 cm riesigen und 32 kg schweren Karton.

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Verschönern Sie Ihren Garten mit der AIRSEEKERS Tron-Serie, dem Allround-Flaggschiff, das die Rasenpflege revolutioniert – von einfacher Automatisierung hin zu professioneller Geländepflege. Ausgestattet mit unserer wegweisenden FlowCut™-Technologie, zerkleinern diese Mäher das Gras mithilfe eines kraftvollen X-förmigen Wirbels in feinste Partikel, die als natürlicher Dünger wirken und so nachweislich die Dichte und Gesundheit Ihres Rasens verbessern.

Die Serie bietet für jede Gartenlandschaft die passende Lösung: Das Flaggschiff Tron ist mit seiner 300°-KI-Sicht und der hochpräzisen nRTK-Navigation für präzise Ergebnisse ideal für komplexe Grundstücke. Der Tron SE hingegen bietet professionelles Mulchen für Standardgärten und automatisiert die Kernpflege mit einer 140°-Sicht. Sichern Sie sich jetzt einen Frühbucherrabatt von bis zu 350 Euro und erleben Sie die nahtlose und leistungsstarke Navigation der Tron-Serie für einen sichtbar dichteren Rasen.

Einrichten & Wartung: Schon die ersten Probleme

Bevor es an die Kartierung geht, steht zunächst der Aufbau. Und der fällt hier minimal größer aus als bei vielen anderen Mährobotern. Denn die durchaus kompakte Ladestation, auf der nur die beiden Hinterräder des Roboters stehen, muss zunächst zusammengeschraubt werden. Sechs Schrauben müssen eingedreht werden, um den Ladeturm auf der Bodenplatte zu befestigen. Hierfür liegt ein kleiner Schraubenzieher bei.

Anschließend wird klassisch die Ladestation mit Erdschrauben im Boden arretiert und (wenn gewünscht) die RTK-Antenne aufgestellt sowie gemeinsam mit dem Stromkabel auf der Rückseite hinter einer kleinen Klappe mit der Ladestation verbunden. Das RTK-Kabel ist leider sehr kurz. Somit muss die Station nah bei der Ladestation stehen. Alternativ war im Lieferumfang unseres Testgerätes ein zusätzliches Netzteil dabei, mit dem die Station auch fernab aufgestellt werden kann, dann aber ebenfalls eine eigene Steckdose benötigt.

Nun kann der Verbindungsaufbau zur App erfolgen, der im Test problemlos funktioniert hat. Leider ging es dann nicht ganz so reibungslos weiter. Das Testgerät hatte zunächst Probleme mit der Verbindung zur RTK-Antenne, die nach Herumprobieren und Kontakt mit dem Hersteller behoben werden konnten. Dies muss aber nicht zwingend für die Serienmodelle aus dem regulären Verkauf gelten.

Kartieren mit dem Airseekers Tron
Kartieren mit dem Airseekers Tron

Anschließend folgt die obligatorische Kartierungsrunde. Bei dieser wird der Mähroboter über zwei virtuelle Joysticks auf dem Display einmal entlang der Rasenkante manövriert. Leider reagiert der Roboter sehr feinfühlig auf Eingaben auf dem Smartphone-Touchscreen. Hierdurch kann es schnell zu Überreaktionen wie zu schnelles Fahren oder zu starkes Einlenken kommen, was der Kartengenauigkeit schadet.

Zudem fällt bereits hier ein großes Problem des Airseekers Tron im Test auf. Die beiden schräggestellten Vorderräder sorgen für ständiges Versetzen auf nicht perfekt ebenen Rasenflächen. Hierdurch muss ständig gegengelenkt werden, was gemeinsam mit der feinfühligen Steuerung schnell zu ziemlich kurvigen Verläufen von eigentlich geraden Kanten sorgt.

Kartenverwaltung mit Sperrzonen und Co
Kartenverwaltung mit Sperrzonen und Co

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass keine automatische KI-Kartierung angeboten wird, obwohl der Airseekers Tron mit allerhand KI und Kameras bestückt ist. Auch eine Radiergummi-Funktion, um eine falsche oder ungenaue Kartierung automatisch rückgängig zu machen, gibt es nicht. Die Kartenverwaltung ist dafür solide und ermöglicht das Einrichten von mehreren Zonen samt Verbindungspfaden sowie Sperrzonen.

App & Bedienung: Schwache Lokalisierung, gängige Funktionen

Bereits auf den ersten Blick auf die Airseekers App fällt die punktuell schlechte Lokalisierung der deutschen Sprachversion auf. Hier gibt es leider einige Fehler. Ansonsten funktioniert die App größtenteils recht zuverlässig und wie von anderen Herstellern gewohnt.

Nach dem Start werden zunächst die verbundenen Geräte aufgelistet (falls mehrere Tron in einem Haushalt arbeiten), per Tipp geht es zum jeweiligen Geräteeintrag. Dieser zeigt zentral die kartierte Fläche und beim Mähen den Live-Fortschritt an. Rundherum sind allerhand Icons und Buttons angeordnet, beispielsweise unten einen großen "Starten/Pause"- und "Zurück zur Ladestation"-Button.

Übersicht mit Live-Fortschritt
Übersicht mit Live-Fortschritt
Einstellen der Schnitthöhe
Einstellen der Schnitthöhe
Einstellungen (1)
Einstellungen (1)
Einstellungen (2)
Einstellungen (2)

Oben links gibt es eine ganze Reihe von Symbolen, die über den aktuellen Status von Bluetooth, WLAN, 4G sowie RTK informieren. Daneben warten der Akkustand und die Kartenverwaltung sowie Shortcuts zu den Mäheinstellungen (u.a. Schnitthöhe) und den geplanten Aufgaben (für automatisiertes Arbeiten). Beim Mähen stehen der KI-Modus (mit automatischer Optimierung), globales Mähen, Randmähen, Zonenmähen, manueller Modus und Fernsteuerungsmodus zur Wahl.

Oben rechts gibt es das klassische Zahnrad zum Öffnen der Einstellungen. Hier öffnet sich ein Menü, das neben einer Übersicht über die Laufleistung eine rudimentäre Auswahl an Optionen rund um RTK/nRTK, Nachtmodus, Mähreihenfolge, 4G-Aktivierung und Datenaufladung sowie Firmware-Updates auflistet. Möglichkeiten zum Anpassen der Sensitivität der Hinderniserkennung gibt es nicht.

Bedieneinheit am Airseekers Tron
Bedieneinheit am Airseekers Tron

Alternativ zur App ist auch eine Bedienung direkt am Airseekers Tron möglich. Auf der Oberseite sind neben der Stop-Taste drei Tasten für die grundlegenden Funktionen verbaut. Ein Display gibt es hingegen nicht. Ein LED-Band oben sowie zwei LED-Streifen in der Front, welche die Batmobil-Ähnlichkeiten weiter unterstreichen, informieren je nach Farbe über den aktuellen Status. Deren Helligkeit lässt sich, genauso wie die Lautstärke der Roboterstimme, in der App einstellen.

Navigation & Hinderniserkennung: Mit oder ohne RTK-Station

RTK-Station des Airseekers Tron
RTK-Station des Airseekers Tron

Airseekers stellt beim Tron zwei Navigationslösungen zur Verfügung: RTK und nRTK. Der Wechsel zwischen der klassischen RTK-Antenne und dem Netzwerk-RTK basierend auf Wi-Fi und/oder 4G erfolgt einfach über die App. Allerdings ist dann eine Neukartierung erforderlich.

Beide Lösungen haben wir im Test ausprobiert und sie haben auf zwei Testflächen insgesamt okay funktioniert. 100 Prozent flächendeckend war das Ergebnis allerdings nicht immer. So blieben punktuell schmale Streifen ungemähtes Gras auf der Fläche stehen.

Eine Erklärung lässt sich in den bereits oben kritisierten Vorderrädern ausmachen. Auf einer perfekten Rasenfläche mögen sie noch ordentlich funktionieren. Ist der Untergrund aber etwas unebener, was vermutlich für sehr viele Gärten gilt, dann eiert der Mähroboter ziemlich hin und her. Denn hat nur eines der beiden Vorderräder satten Bodenkontakt, lenkt der Tron automatisch leicht schräg ein.

Die schräggestellten Vorderräder machen dem Airseekers Tron das Leben unnötig schwer.
Die schräggestellten Vorderräder machen dem Airseekers Tron das Leben unnötig schwer.
Airseekers Tron hat kartierte Fläche um gut 10 cm verlassen und sich festgefahren.
Airseekers Tron hat kartierte Fläche um gut 10 cm verlassen und sich festgefahren.

Gerade Bahnen, wie sie viele andere Mähroboter zuverlässig durch unsere Testgärten gezogen haben, ergeben sich so nicht. Außerdem hat der Mähroboter im RTK-Betrieb den kartierten Bereich gelegentlich um einige Zentimeter verlassen. Passiert dies an einer abschüssigen Kante, führt das zum Festhängen und Pausieren des Mähvorgangs. Eine Fehlermeldung hat die App leider nicht per Push-Benachrichtigung mitgeteilt. Zudem hinterließ der Mähroboter im Test beim Drehen mit seinen Rädern einen teils etwas rabiaten Eindruck, was gerade bei aufgeweichten Böden durchaus zu unschönen Spuren führen kann.

Unsere Igel-Attrappe hat der Airseekers Tron im Test zuverlässig erkannt.
Unsere Igel-Attrappe hat der Airseekers Tron im Test zuverlässig erkannt.

Besser hat die Hinderniserkennung funktioniert, ist aber auch nicht frei von Kritik. Der Hersteller wirbt mit 300 Grad Rundumsicht. Im Test hat der Tron aber dennoch mal ein aktiv in den Weg gestelltes Bein beim Drehen seitlich angerempelt und nicht mit seiner Seitenkamera erfasst. Auch mit seiner Stoßstange ist er seitlich das eine oder andere Mal an Hindernissen am Kartenrand hängengeblieben.

Noch rabiater ist er bei der Rückkehr zur Station vorgegangen. Einen rund 30 kg schweren (und in ca. 1,5 m Entfernung vor der Station stehenden) Sonnenschirmfuß hat der Tron im Test im wahrsten Sinne des Wortes mit seiner Stoßstange zur Seite geschoben. Das zeigt die beeindruckende Power des Mähroboters, sollte so aber natürlich nicht passieren.

Besser hat die Hinderniserkennung beim Mähen funktioniert. Hier wurde unsere Igelattrappe zuverlässig erkannt. Ein Stück Gartenschlauch hat er zumeist umfahren, einen neongelben Tennisball auf grüner Wiese hingegen nur selten. Insgesamt solide, aber mit Luft nach oben. 

Mähleistung & Randschneiden: Viel Power, aber schwaches Mulchen

Der Airseekers Tron hat richtig Power. Mit 2.000 W geht er zu Werke. Auch höheres Gras stellt so kein Problem für ihn dar. Das führt zu einer zuverlässigen Mähleistung, wenn die jeweilige Fläche überquert wird (und ihm die teils nicht ganz bündigen Bahnen einen Strich durch die Rechnung machen). Beim Fahren kommt dem Tron ebenfalls seine hohe Leistung zugute. Steigungen und unwegsames Gelände meistert er bis 65% Steigung. Eine Engstelle mit unter 1 m hat er ebenfalls problemlos überwunden.

Airseekers Tron bei der Arbeit
Airseekers Tron bei der Arbeit

Das vom Hersteller versprochene Mulchen hat in der Praxis aber nur bedingt funktioniert. Es sind noch sehr viele längere Halme auf der Rasenfläche zurückgeblieben. Wer dies nicht wünscht, der sollte also (wie bei anderen Modellen) eine hohe Wiese entweder erst vormähen oder die beachtliche Schnitthöhe ab 9 cm Schritt für Schritt herunterdrehen.

Der Airseekers Tron hinterlässt im Test längeren Grasschnitt...
Der Airseekers Tron hinterlässt im Test längeren Grasschnitt...
...als wir von der beworbenen Mulchfunktion erwartet hatten.
...als wir von der beworbenen Mulchfunktion erwartet hatten.

Beim Mähen der Rasenkanten, was der Mäher standardmäßig nach dem Mähen der Fläche vornimmt, treten die üblichen Probleme zutage. Der Tron hat kein separates Seitenmähwerk (wie beispielsweise der Mammotion Luba mini 2 -> ca. 1.500 Euro bei Amazon) und auch keinen Seitentrimmer (wie z. B. der Ecovacs Goat O1200 -> ca. 1.050 Euro bei Amazon). Das Mähwerk sitzt mittig und weist somit rund 12 cm Abstand zum Rand auf.

Somit bleibt mindestens in dieser Breite ein Streifen Rasen stehen, wenn dieser bis an nicht ebenerdige Übergänge heranwächst. Dazu kommen die kleinen (oder größeren) Abstände durch die Kartierung und Ungenauigkeiten bei der Navigation. Manuelle Nacharbeit ist also (wie bei nahezu allen Mährobotern) erforderlich, selbst wenn breite Rasenkantensteine verlegt sind.

Laufzeit & Lautstärke: ausdauernd, aber laut und energiehungrig

Der Hersteller verspricht mit dem 15 Ah riesigen Akku eine Laufzeit von drei Stunden. In der Praxis hat der Airseekers Tron diese Zeit sogar leicht getoppt und hierbei rund 350 Quadratmeter mit RTK-Navigation und Standardeinstellungen gemäht. Theoretisch wäre noch mehr Fläche möglich gewesen, wenn er nicht häufiger nicht mähend und wenig nachvollziehbar die Position gewechselt hätte.

Anschließend ist er mit rund 20 Prozent Ladestand zur Station zurückgekehrt. Dort sind in 2,5 Stunden knapp 350 Wh mit bis zu gut 130 W in den Akku geflossen. Negativ aufgefallen ist der Standby-Verbrauch, wenn der Mähroboter im RTK-Betrieb an der Ladestation steht. Hier fließen weiterhin rund 25 bis 30 Wh pro Stunde, was ein sehr hoher Wert ist.

Airseekers Tron beim Laden
Airseekers Tron beim Laden
15 Ah großer Akku zum Herausnehmen
15 Ah großer Akku zum Herausnehmen

Dementsprechend fällt auch die Energiebilanz aus, wenn der Mähroboter in unserem üblichen Vergleichsszenario dreimal die Woche 500 Quadratmeter mäht. Im Monat kommt der Airseekers Tron laut unser Hochrechnung dann auf deutlich über 20 kWh Energieverbrauch, was im Vergleich zu vielen anderen Mährobotern ein sehr hoher Wert ist - sprich: der Airseekers Tron ist auf der Stromrechnung teurer als viele Wettbewerber.

Die Laufzeit ist dank des großen Akkus durchaus beeindruckend, die Lautstärke auch - hier aber im negativen Sinne. Der Airseekers Tron ist, wohl auch aufgrund seiner hohen Leistung, im Betrieb recht laut. Die reinen Fahrgeräusche liegen (aus 1 m Entfernung gemessen) bei über 60 dB, beim Mähen kommt er sogar an die 70 dB heran. Damit gehört er zu den lautesten Mährobotern auf dem Markt und hat mit dem lautlosen Rächer aus Gotham City wenig gemeinsam...



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Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller oder einem Shop zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Leihstellers auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

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Autor: Marcus Schwarten, 26.04.2026 (Update: 26.04.2026)