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Wie viel Akkulaufzeit sich mit dem Dark-Mode einsparen lässt

Der Dark-Mode hilft bei der Akkulaufzeit
Der Dark-Mode hilft bei der Akkulaufzeit
Dass ein Smartphone im Dark-Mode weniger Strom verbraucht, ist bekannt. Wie viel macht der Unterschied jedoch aus? Handelt es sich hier nur um wenige Prozent, oder doch mehr? Auf der Android Dev Summit wurden Zahlen genannt, die den Dark-Mode mit Sicherheit noch populärer lassen werden.

Google hielt auf der Android Dev Summit 2018 einen interessanten Vortrag über den Dark-Mode ab. Für viele User ist dieser sogenannte Dark-Mode, der bei einigen Apps aktiviert werden kann und einen hellen durch einen schwarzen oder grauen Hintergrund austauscht, augenschonender. Doch dieser bringt noch weitere Vorteile, und zwar bei der Batterielaufzeit. Apps, wie beispielsweise Youtube, verbrauchen in diesem Dunkel-Modus rund 60 Prozent weniger Energie.

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Im oberen Bild sehen wir links ein pausiertes Youtube-Video im normalen hellen Modus und weißem Hintergrund. Bei einer Bildschirmhelligkeit von 50 Prozent verbraucht das Display 93 mA, bei einer Helligkeit von 100 Prozent steigt der Verbrauch sogar auf das 2,5-fache auf 239 mA an. Rechts hingegen das pausierte Youtube-Video im grauen Dark-Mode, bei dem wir bei 50% Displayhelligkeit nur 80 mA messen. Bei 100 Prozent steigt dieser allerdings nur mehr minimal auf 96 mA an. Hier ergibt sich durch den dunklen Hintergrund bei voller Bildschirmhelligkeit eine 60-prozentige Ersparnis gegenüber dem herkömmlichen hellen Hintergrund.

Unterschied zwischen AMOLED- und LCD-Displays
Unterschied zwischen AMOLED- und LCD-Displays
Mit der Helligkeit steigt die Energieaufnahme linear an
Mit der Helligkeit steigt die Energieaufnahme linear an

Aber nicht jedes Handy profitiert von diesem Dark-Mode. Voraussetzung dafür ist, dass das Smartphone ein OLED-Display besitzt. Bei Handys mit LCD-Technologie wurde hier keine Ersparnis beim Stromverbrauch festgestellt. Doch auch nicht nur die Helligkeit hat einen Einfluss auf die Energieaufnahme, auch jede verwendete RGB-Farbe hat seinen eigenen Stromverbrauch, wobei die Farbe Blau mit 800 mW den höchsten und Grün mit 580 mW den niedrigsten Verbrauch bei 100 Prozent Bildschirmhelligkeit verzeichnet. Bei der derzeitigen OLED-Displaytechnologie wird somit der Dark-Mode weiterhin auch in Zukunft noch interessant für die App-Entwickler bleiben.

Auch hängt der Stromverbrauch des Displays von den dargestellten Farben ab
Auch hängt der Stromverbrauch des Displays von den dargestellten Farben ab

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Autor: Daniel Puschina, 10.11.2018 (Update: 10.11.2018)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.