Xiaomi Redmi Note 17 5G im Test: Akku-Monster auf Sparkurs

Mit dem Redmi Note 17 5G verfolgt Xiaomi eine ungewöhnliche Strategie: Statt den beliebten Mittelklasse-Allrounder konsequent weiterzuentwickeln, konzentriert sich der Hersteller vor allem auf eine möglichst lange Akkulaufzeit. Dafür wächst die Kapazität auf satte 7.700 mAh. An anderer Stelle wird hingegen kräftig gespart.
So kommt statt eines Mittelklasse-SoCs nur noch der Snapdragon 4 Gen 4 zum Einsatz. Auch der Arbeitsspeicher schrumpft auf 6 GB, selbst in der 256-GB-Variante. Im Alltag macht sich das durch gelegentliche Ruckler und längere Ladezeiten bemerkbar. Zudem fehlen dem abgespeckten HyperOS Funktionen wie Split-Screen und schwebende Fenster.
Weitere Einsparungen betreffen die Kameras: Der neue Hauptsensor ist kleiner und löst geringer auf, die Ultraweitwinkelkamera entfällt vollständig. Bei Tageslicht gelingen dennoch ordentliche Aufnahmen, bei wenig Licht und beim Digitalzoom zeigen sich deutliche Schwächen. Das AMOLED-Display büßt gegenüber dem Vorgänger erheblich an Spitzenhelligkeit ein. Hinzu kommen eine ausgeprägte 120-Hz-Modulation und der Wechsel von Stereo- zu Mono-Lautsprechern. Positiv bleiben die präzise Farbdarstellung, die lange Updateversorgung und der microSD-Slot.
Seine größte Stärke spielt das Redmi Note 17 5G im Akkutest aus: Mit 21 Stunden und 8 Minuten im WLAN-Test hält es ausgesprochen lange durch. Gegenüber dem Vorgänger steigt die Laufzeit allerdings nur um elf Prozent, obwohl die Akkukapazität um knapp 40 Prozent wächst. Die Energieeffizienz fällt somit enttäuschend aus.
Das Redmi Note 17 5G (hier bei Amazon kaufen) ist somit ein ausdauernder Rückschritt. Wer maximale Laufzeit sucht, wird glücklich. Wer ein ausgewogenes Gesamtpaket bevorzugt, findet im Vorgänger die überzeugendere Alternative.





