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iOS 13: Pop-Ups mit Kartenansicht bei Zugriffen von Apps auf Standort

Ein Pop-Up mit Landkarte zeigt Zugriffe auf den Standort an. (Quelle: 9to5mac.com)
Ein Pop-Up mit Landkarte zeigt Zugriffe auf den Standort an. (Quelle: 9to5mac.com)
Die Entwickler von Apps interessieren sich oft für den Standort ihrer User. Je öfters eine Standort-Abfrage durchgeführt wird, desto höher die Datenqualität. Dies geht allerdings nicht nur zu Lasten der Privatsphäre, sondern auch der Akkulaufzeit. Mit iOS 13 will Apple den Nutzern ein Mittel geben, selbst herauszufinden, wie oft eine App den Standort ermittelt und dies übersichtlich darstellen.

Die Liste an Neuerungen in iOS 13, die im Rahmen der 2019 Worldwide Developers Conference präsentiert wurde, ist lange. Viele Apple iOS-Apps werden nicht nur in einem vollkommen neuen Design erscheinen, sondern sind auch mit neuen Funktionen ausgestattet. Apple hat dabei nicht auf das Kapitel Location-Tracking Privatsphäre vergessen.

iOS 13 gibt dem User die Möglichkeit, genau nachvollziehen zu können, wann, wo und wie oft eine App den Standort des Users ermittelt. Und zwar im Detail inklusive viel sagender Kartenansicht. Erst anhand der grafischen Übersicht wird so manchen klar, in welchen Intervallen die Apps den Nutzern auf Schritt und Tritt folgen. 

Diese Funktion ist nicht in einem Untermenü versteckt, sondern wird aktiv als Pop-Up auf dem Homescreen eingeblendet. Auch wird eine Begründung angezeigt, wozu die gesammelten Standort-Informationen von der App verwendet werden. 

So soll in Zukunft iOS 13 die User über Standort-Zugriffe informieren. (Quelle: 9to5mac.com)
So soll in Zukunft iOS 13 die User über Standort-Zugriffe informieren. (Quelle: 9to5mac.com)

Darunter stehen dann zwei Optionen zur Auswahl. Entweder kann bestätigt werden, dass die App weiterhin den Standort tracken darf, auch wenn diese nur im Hintergrund läuft, oder die App darf die Aufenthaltsorte des Nutzers nur dann aufzeichnen, wenn sie aktiv im Vordergrund in Verwendung ist. Auch soll es eine dritte Option geben, dass nur einmalig die Erlaubnis zur Standortermittlung erteilt wird. 

Dieses neue Feature für die Privatsphäre ist nicht nur aufgrund der Transparenz und Notwendigkeit, wie oft eine App überhaupt den Standort aufzeichnet, interessant, auch lässt sich dadurch der Akkuverbrauch reduzieren. Nicht selten greifen Apps unnötig und zu häufig auf das GPS zu. Indem Apple dies mit Pop-Ups in das Bewusstsein der User ruft, wird wohl mit iOS 13 für die eine oder andere App die GPS-Nutzung deaktiviert werden.

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Autor: Daniel Puschina, 10.06.2019 (Update: 10.06.2019)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.