iPhone 18 Pro: Apple soll Bestellungen um bis zu 20 Prozent kürzen

Die Rechnung war absehbar, jetzt scheint sie fällig zu werden. Apple soll einige Zulieferer angewiesen haben, weniger Bauteile für das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max zu fertigen. Das berichtet Nikkei Asia unter Berufung auf mehrere mit der Sache vertraute Personen. Demnach liegen die Bauteilbestellungen für Oktober mindestens 15 Prozent unter der ursprünglichen Planung, eine Führungskraft aus der Lieferkette spricht von 15 bis 20 Prozent für die beiden Topmodelle.
Als Ursache nennt der Bericht die Preise. Die stark gestiegenen Kosten für Speicherchips haben Apple zu Preiserhöhungen gezwungen, und die sollen die Nachfrage gedämpft haben. Schon seit Anfang September agiere Apple bei den Auslieferungen vorsichtiger, heißt es aus der Lieferkette – die Nachfrage im zweiten Halbjahr sei seit August schwächer als in früheren Jahren.
Wie deutlich der Aufschlag ausfällt, zeigt ein Blick auf die deutschen Preise. Das iPhone 18 Pro mit 256 GB kostet rund 1.450 Euro (hier bei Amazon erhältlich), das Pro Max rund 1.600 Euro (hier bei Amazon erhältlich) – jeweils 150 Euro mehr als die Vorgänger zum Marktstart. Hintergrund sind Speicherkosten, die laut TrendForce seit dem Vorjahresmodell um 400 Prozent gestiegen sein sollen.
Nicht nur ein Nachfrageproblem
Ist das neue Pro-iPhone also ein Ladenhüter? So eindeutig, wie die Schlagzeile klingt, ist der Befund nicht. Nikkei weist selbst darauf hin, dass ein Teil der Kürzung mit Apples neuem Startrhythmus zusammenhängen könnte. Erstmals hat Apple im September nur die teuren Modelle vorgestellt, also iPhone 18 Pro, Pro Max und das faltbare iPhone Duo. Das iPhone 18 und ein neues iPhone Air sollen erst im Frühjahr folgen, deren Bauteile brauche Apple frühestens gegen Jahresende. Die geringere Nachfrage nach Komponenten könne also auch schlicht am Zeitplan liegen.
Trotzdem passt der Bericht zu dem, was sich seit Monaten abzeichnet. Analysten hatten im Juni vor Preisen jenseits von 1.600 Euro schon für das günstigste 18 Pro gewarnt. Am Ende fiel der Aufschlag moderater aus – und war offenbar immer noch hoch genug, um Käufer zögern zu lassen. Für Apple ist das ein Test, wie weit sich Preise im Premiumsegment anheben lassen, ohne dass die Kundschaft abwinkt. Die Antwort scheint zu lauten: nicht ganz so weit wie erhofft.
Was das für Käufer heißt
Für Käufer hat die Meldung vor allem eine praktische Seite: Knapp wird das iPhone 18 Pro so schnell nicht, Amazon verkauft beide Modelle derzeit selbst und sofort lieferbar. Wer dagegen auf sinkende Preise hofft, sollte nicht zu viel erwarten. Der Speicher bleibt teuer, und an den Kosten, die Apple zur Preiserhöhung bewogen haben, ändert eine kleinere Bestellmenge nichts. Apple korrigiert lieber die Stückzahl als den Preis – zumindest vorerst.
Quelle(n)
Nikkei Asia
Bild: Apple



