Test Medion Akoya P6815 (MD98059) Notebook

Konrad Loos, 20.11.2012

Spar-Gamer. Medion bietet seit einigen Monaten ein Multimedia-Notebook an, das prozessormäßig mit einem Core i7 auf dem aktuellsten Stand ist und mit einem GT650M-Grafikchip auch anspruchsvollere Spieler anlocken will - und das zu einem Preis von aktuell unter 700 Euro. Das bietet zurzeit so gut wie kein Hersteller. Was ist also dran an dem vermeintlichen Technikwunder zum Traumpreis?

Das Medion Akoya P6815 - Multimedia-Notebook mit GT650M für unter 700 Euro
Das Medion Akoya P6815 - Multimedia-Notebook mit GT650M für unter 700 Euro

In den meisten aktuellen Prospekten von Media Markt & Co. sind in Multimedia-Notebooks der 15,6-Zoll-Klasse derzeit nur höchstens Mittelklasse-Grafikkarten, wie zum Beispiel die GT 630M, verbaut. Doch mit dieser laufen oft neue Spiele wie „Battlefield 3“ oder „Call of Duty: Black Ops 2“ in den attraktiven Grafikeinstellungen nicht flüssig. Dafür ist als Minimum eine Grafikkarte wie die GT 650M nötig.

Viele potenzielle Käufer denken jetzt bestimmt, dass man dafür noch einmal einige Hunderter draufblättern muss. Doch weitaus gefehlt: Medion bietet ein Multimedia-Notebook mit starkem Prozessor und der erwähnten GT 650M – und dies für einen überraschend günstigen Preis.

Doch an welchen Stellen hat Medion gespart? Etwa am Display? Dieser Test klärt die Stärken und Schwächen des günstigen Multimedia-Notebooks mit NVIDIA GeForce GT 650M auf.

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Das Gehäuse ist mit einem grau-schwarzen Muster verziert
Das Gehäuse ist mit einem grau-schwarzen Muster verziert
Der Displaydeckel spiegelt
Der Displaydeckel spiegelt

Nicht sehr auffällig, aber durchaus ansprechend - so lässt sich das Medion in wenigen Worten beschreiben. Ähnlich wie beim Schwestermodell P7815 ist das Gehäuse aus Kunststoff, es gewährleistet allerdings einen stabilen Halt. Der Displaydeckel ist, wie bei fast allen Notebooks dieser Klasse, leider glänzend und besitzt ein „schwarz-graues Wappenmuster“. In der Mitte des Deckels befindet sich ein durchgehend weißer Streifen, auf dem in der Mitte der Markenname zu sehen ist.

Im Vergleich zu früheren (Aldi)-Modellen ist das Design weniger verspielt und trotzdem nicht einseitig wirkend. Ebenfalls erfreulich: Neben dem Display bleibt auch der Displayrahmen von lästigen Reflexionen verschont. Ein Pluspunkt im Gegensatz zu vielen Konkurrenz-Modellen: Zwar verbaut auch beispielsweise MSI im GE60 ein entspiegeltes Display, jedoch wird das Notebook fast am gesamten Rest des Gehäuses, inklusive Displayrahmen, schnell mit Fingerabdrücken befleckt. Beim Akoya P6815 beschränkt sich dieses Problem auf den Displaydeckel. 
Das Design wird insgesamt als gut gewertet.

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

Medion zeigt sich bei den verbauten Schnittstellen großzügig: Gleich zwei USB-Schnittstellen mit dem neuen Standard USB 3.0 wurden verbaut, wohingegen die Konkurrenz (außer MSI) oft nur insgesamt 3 USB-Ports (davon nur einer in USB 3.0) verbaut.

Sonst aber bietet das Akoya P6815 die Standard-Schnittstellen: Angefangen von HDMI und VGA zum Anschließen von externen Monitoren bis hin zu 1x Line-In / 1x Line-Out (Mikrofon und Kopfhörerausgang) und dem klassischen Ethernet-Port, womit der Router per Netzwerkkabel verbunden wird.

USB 3.0 findet man in zweifacher Ausführung wieder
USB 3.0 findet man in zweifacher Ausführung wieder
Nebenbei befinden sich auf der linken Seite noch HDMI, VGA und ein klassischer Ethernet-Port
Nebenbei befinden sich auf der linken Seite noch HDMI, VGA und ein klassischer Ethernet-Port

Kommunikation

Kabellos geht´s über WLAN mit der Intel Centrino Wireless-N 2230 ins Netz, die alle Standards (802.11 b/g/n) unterstützt. Neben einem eher durchschnittlichen Datendurchsatz von 130 Mbit/s lag die Signalstärke in Innenräumen durch drei Wände hindurch bei 20 m Entfernung immerhin noch bei elf Prozent. Die Datenrate betrug dann noch magere 13 Mbit/s.

Zusätzlich befindet sich auf der WLAN-Karte der Bluetooth-Chip von Intel, der in der Version 4.0 arbeitet. Mit Bluetooth 4.0 ist erstmals der Protokollstapel Low Energy verfügbar, wodurch der Energieverbrauch gesenkt wird. Zudem kann die Distanz zwischen zwei Geräten theoretisch bis zu 100 Meter betragen. Ein integriertes UMTS-Modul ist beim MD98059 nicht vorhanden, wie übrigens beim MD98104 auch nicht.

Eingabegeräte

Das Akoya P6815 besitzt zwar einen Nummernblock, dieser ist jedoch nicht standardkonform - stattdessen ist die Enter-Taste doppelt so breit wie sonst üblich
Das Akoya P6815 besitzt zwar einen Nummernblock, dieser ist jedoch nicht standardkonform - stattdessen ist die Enter-Taste doppelt so breit wie sonst üblich

Tastatur

Bei Medion wird sie als „Solid Keyboard“ bezeichnet. Dort ist die Rede von einer „ergonomischen Tastatur mit separat gefassten Tasten und numerischem Ziffernblock für größere Stabilität und eine schnelle, komfortable Eingabe“. Doch in der Praxis beweist sich die scheinbar so gute Tastatur als Enttäuschung: Der flache Hub und die fehlenden beziehungsweise nicht spürbaren Anschlagsmarkierungen für das Zehnfingersystem sind allein schon ein absolutes No-Go für flottes und vor allem bequemes Schreiben auf der Tastatur.

Aber viel schlimmer noch: Während beim selben Modell P6815 mit der Modell-Bezeichnung MD98104 die Stabilität der Tastaturmatte nur durchschnittlich war, ist sie bei diesem Modell nochmals verschlechtert worden.
Schon bei einfachem Druck der Strg-Taste (linke, unterste Taste) dehnt sich die Tastaturmatte aus und drückt sich deutlich durch. Wenn selbst die Escape-Taste  dadurch schon bei mittlerem Tastendruck zu wackeln beginnt, dann mag das was heißen. Da hat sich Medion anscheinend nochmal besonders "Mühe" gegeben, um die Tastatur zu optimieren...

Für Vielschreiber ist diese Tastatur definitiv nicht zu empfehlen. Die Qualität der Tastatur war trotzdem noch befriedigend.

Touchpad

Besser sieht es da schon beim Touchpad aus. Die Oberfläche des Touchpads ist angenehm angeraut. Für bessere Erreichbarkeit und Spürbarkeit ist es allerdings um etwa einen Millimeter angehoben worden. Zusätzlich hat Medion dem Gerät noch in klassischer Form zwei extra Maustasten gegönnt. An den Rändern bis zur Mitte lassen sich die Tasten gut bedienen und geben dabei ein deutliches Klickgeräusch von sich und nerven mit einem sehr harten Druckpunkt. Je näher man den Klick am Rand tätigt, umso lauter wird leider auch das Klickgeräusch. Außerdem kann das Touchpad natürlich mit allen gängigen Gesten wie Drehen, Zoomen oder Scrollen umgehen und setzt diese akzeptabel um.

Tastatur und Touchpad. Zusätzlich befinden sich im oberen Bereich unterhalb der Lautsprecher eine Multimedia-Leiste.
Tastatur und Touchpad. Zusätzlich befinden sich im oberen Bereich unterhalb der Lautsprecher eine Multimedia-Leiste.
Das Touchpad lässt sich angenehm bedienen. Es ist nicht ins Gehäuse integriert, sondern besitzt lediglich eine angeraute Oberfläche
Das Touchpad lässt sich angenehm bedienen. Es ist nicht ins Gehäuse integriert, sondern besitzt lediglich eine angeraute Oberfläche

Display

Wie wir testen - Display

Wie bereits anfangs erwähnt, findet sich im vorliegenden Testgerät ein mattes Display, das mit einer Standard-Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln auflöst. Selbst unter direkter Sonneneinstrahlung störten im Test so gut wie keine Reflexionen. Ebenfalls konnten wir eine maximale Helligkeit von ca. 200 cd/m² feststellen.

Doch es gibt einen anderen Kritikpunkt: Der Kontrast war gerade mal mittelmäßig, im Zusammenspiel mit einem hohen Schwarzwert. Schwarz wird nicht wie üblich in Schwarz dargestellt, sondern eher als Dunkel- bis Mittelgrau. So macht Filmeschauen mit dem Notebook keinen Spaß!

Im Außeneinsatz ist das Gerät bestenfalls auf der Parkbank, dort wo keine direkte Sonneneinstrahlung vorherrscht, zu gebrauchen. Die Displayhelligkeit ist schlich zu niedrig, um die Umgebungshelligkeit wirkungsvoll zu überstrahlen.

161
cd/m²
186
cd/m²
174
cd/m²
181
cd/m²
188
cd/m²
186
cd/m²
187
cd/m²
193
cd/m²
194
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
Gossen Mavo-Monitor
Maximal: 194 cd/m²
Durchschnitt: 183.3 cd/m²
Ausleuchtung: 83 %
Helligkeit Akku: 188 cd/m²
Schwarzwert: 1.28 cd/m²
Kontrast: 147:1

Hinsichtlich der Blickwinkelstabilität scheint das Akoya den wohl schwächsten Punkt beim Display zu zeigen: Farben werden fast in alle Richtungen verfälscht dargestellt, hinzu kommt, dass Details ziemlich unscharf werden. Für einen Film mit mehreren Personen ist das Display des Akoyas genauso ungeeignet wie für Fotografen und/oder Designer, da eine sRGB-Abdeckung für eine korrekte Farbdarstellung nicht vorliegt.

Medion Akoya P6815 vs. sRGB
Medion Akoya P6815 vs. sRGB
Blickwinkel Medion Akoya P6815 (MD98059)
Blickwinkel Medion Akoya P6815 (MD98059)

Leistung

Wie wir testen - Leistung

Prozessor

Beim Medion Akoya P6815-MD98059 kommt ein Intel-Prozessor aus der Ivy-Bridge-Generation zum Einsatz. Genauer gesagt handelt es sich dabei um den Intel Core i7-3610M, der das kleinste und billigste Modell in der Core-i7-Reihe darstellt. Besonderheit ist unter anderem, dass er schon mit 22-Nanometer-Transistoren arbeitet, während die Vorgänger noch in 32 nm gefertigt worden sind.
Vorteilr bringt dies nicht nur für mehr Energieeffizienz und damit auch eine etwas längere Akkulaufzeit, es lässt sich gleichzeitig auch gegenüber der Vorgänger-Generation eine Leistungssteigerung von etwa fünf Prozent erzielen. Mit einer Taktrate von 2,3 GHz (Turbo-Stufen: 3,1 GHz für 2 Kerne, 3,3 GHz für 1 Kern) befindet sich der Core i7-3610M knapp unter dem 3615M (2,3 GHz) und besitzt einen 3 MB großen L3 Cache.

Im Prozessor integriert ist ebenfalls die neue Grafikeinheit Intel HD Graphics 4000. Diese unterstützt DirectX 11 sowie Shader 5.0 und bietet, gegenüber der älteren Generation (Intel HD Graphics 3000), eine Leistungssteigerung von bis zu 60 Prozent  (3DMark Vantage).

Im Vergleich der Ergebnisse der Cinebench-Benchmarktests positioniert sich das Medion Akoya P6815 auf erwartetem Niveau inmitten zahlreichen anderen Notebooks mit gleicher CPU.

Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
4429
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
17226
Cinebench R10 Shading 32Bit
4544
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
5588 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
21428 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
4542 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
41.75 fps
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.35 Points
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
6.2 Points
Hilfe

System Performance

Auf gerade mal 7.218 Punkte kommt das Medion im Test mit PCMark Vantage, mit PCMark 7 auf nur 2.445 Punkte.

Da machen es die Konkurrenten wesentlich besser: Zum Beispiel das MSI mit der Bezeichnung GE60-i789W7H und gleicher Kombination aus Prozessor und Grafikkarte liegt mit rund 9.000 Punkte deutlich vor dem Medion Testgerät. Was mit einem schnellen Massenspeicher möglich wäre, demonstriert hier etwa das Schenker XMG A502, das sich hier mit 20.151 Punkten unter den Top-Positionierungen im PCMark Vantage einreiht. Verantwortlich dafür ist in erster Linie die dort eingesetzte SSD (Intel SSD 330 Series), GPU und CPU entsprechen dem hier getesteten Medion-Notebook.

5.7
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
7.6
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
7.6
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
5.7
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
7.1
Primäre Festplatte
Datentransferrate
5.9
PC Mark
PCMark Vantage7218 Punkte
PCMark 72445 Punkte
Hilfe

Massenspeicher

Als Festplatte setzt Medion auf die Seagate Momentus 5400.6 Series mit 500 GB Speicherkapazität. Diese schafft nur 5.400 Umdrehungen pro Minute und bewegt sich auch, was die Testergebnisse anbelangt, nur im unteren Mittelfeld. Die Zugriffszeit als auch durchschnittliche Übertragungsraten bleiben unter den Erwartungen. Hier könnte einer der Gründe für das mäßige Abschneiden in den System-Benchmarks liegen.

Auch im Alltagsbetrieb merkt man die eher langsame Festplatte deutlich. CPU und GPU werden spürbar durch den eingesetzten Massenspeicher ausgebremst.

Samsung SpinPoint M8 HN-M750MBB
Minimale Transferrate: 14.1 MB/s
Maximale Transferrate: 98.1 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 71.7 MB/s
Zugriffszeit: 20.7 ms
Burst-Rate: 157.1 MB/s
CPU Benutzung: 1.3 %

Grafikkarte

Die Benchmark-Ergebnisse der eingesetzten Grafikkarte (Nvidia Geforce GT 650M) sind vielversprechender als die der Festplatte. Sie zeigen im Vergleich beispielsweise zum Acer Aspire V3 mit selber CPU und nur minimal leistungsschwächerer Grafikkarte (GT 640M) durchaus Unterschiede in den 3DMark-Tests.

Während es im 3DMark06 "nur" zwölf Prozent Steigerung sind, kommt man beim 3DMark11 sogar auf fast ein Fünftel mehr (plus 19,68 Prozent). So zeigt sich durchaus eine große Leistungssteigerung mit der GT650M, die durchschnittlich rund 18 Prozent schneller ist als die im Aspire V3-571G verbaute GT640M.
Im Vergleich zum höchsten beobachteten Score der in günstigen Multimedianotebooks oft eingesetzten Geforce GT 630M, kann die GT 650M im Medion-Notebook rund 75% drauflegen (3DMark 11). Verglichen mit ähnlich ausgestatteten Notebooks positioniert sich das Medion Akpya P6815 unauffällig inmitten seinesgleichen (CPU, GPU).

3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU
Medion Akoya P6815 (MD98059)
GeForce GT 650M, 3610QM, Samsung SpinPoint M8 HN-M750MBB
2113 Points ∼13%
MSI GE60-i789W7H
GeForce GT 650M, 3610QM, WDC Scorpio Blue WD7500BPVT-22HXZT3
1994 Points ∼12% -6%
Acer Aspire V3-571G-73614G50Makk
GeForce GT 640M, 3610QM, Toshiba MK5059GSXP
1778 Points ∼11% -16%
3D Mark
3DMark 06
 1280x1024
14990 Punkte
3DMark 112305 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Da die Geforce GT 650M bereits ausführlich getestet wurde, beschränken wir uns in diesem Test auf einen stellvertretenden Test mit Anno 2070. Zwar sind 30-40 Fps (Frames pro Sekunde) in den höchsten Einstellungen nicht die Traumvorstellung aller Zocker und Gamer, Anno ist damit aber relativ gut spielbar.
Allerdings liegt der Vorteil auch am Standard-Display mit der vergleichsweise geringen Auflösung, im Gegensatz zum MSI GE60, das den ganzen Prozess mit einem Full-HD-Display und einer Auflösung von 1.920 x 1080 Pixeln bewerkstelligen und damit doppelt so viele Bildpunkte berechnen muss.

Zahlreiche weitere Benchmarks bei aktuellen Games finden Sie einerseits auf unserer Detailseite zur Nvidia Geforce GT 650M bzw. in unserer großen Übersicht aktueller Grafikkarten im Test mit zahlreichen Computerspielen.

Anno 2070
 AuflösungEinstellungenWert
 1366x768High Preset, on AA, 2xAF37 fps
 1366x768Medium Preset, on AA60 fps
 1024x768Low Preset110 fps

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Im Normalbetrieb sowie bei gleichzeitigen Office-Aufgaben und Surfen im Internet ist das Medion Akoya P6815 so gut wie überhaupt nicht zu hören. Lediglich ein kleinerer Atemzug kommt von der Festplatte, die man vor allem auch im Leerlauf wahrnimmt. Der Lüfter ging nur bei kompliziert aufgebauten Webseiten bei einem nicht wirklich lauterem Geräusch als die Festplatte an. Nachdem der Internetbrowser geschlossen war, schaltete sich der Lüfter innerhalb von ca. drei Minuten wieder selbstständig ab. Auch beim Hochfahren ging der Lüfter nicht einmal zeitweise an.

Lediglich in den Benchmark-Tests und bei Spielen mit starker Beanspruchung der Grafikkarte war das Lüftergeräusch permanent da. Aber die Lautstärke war subjektiv auf jeden Fall noch in Ordnung (40,4 dB).

Lautstärkediagramm

Idle 31.4 / 31.4 / 33.8 dB(A)
HDD 33.6 dB(A)
DVD 36.6 / dB(A)
Last 40.4 / 44.4 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:    Voltcraft SL 320 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Im Idle-Betrieb bewegen sich die Temperaturen sowohl an Ober- als auch Unterseite bei ungefähr 30 Grad Celsius. Auch bei Officeaufgaben wurde das Gerät nicht spürbar wärmer.
Im Stresstest bei Auslastung von CPU und GPU provozieren wir Höchstwerte von 42,2 °C im mittleren Tastaturbereich, sowie 45,2 °C an der Unterseite des Gehäuses. Insbesondere die Erwärmung der Tastatur unter Last ist auch im Praxisbetrieb gut zu spüren, während die Temperaturen hier in der Regel niedriger ausfallen als im praxisfernen Stresstest.

Max. Last
 40.3 °C38 °C33.1 °C 
 40.2 °C42.2 °C34.8 °C 
 39 °C37 °C32.7 °C 
Maximal: 42.2 °C
Durchschnitt: 37.5 °C
29.6 °C33.2 °C42.3 °C
29.4 °C33.1 °C45.2 °C
27.7 °C29 °C29.6 °C
Maximal: 45.2 °C
Durchschnitt: 33.2 °C
Netzteil (max.)  56.1 °C | Raumtemperatur 23.5 °C | Voltcraft IR-360

Lautsprecher

Die Lautsprecher sind für ein Notebook in der Kategorie Multimedia als gut zu werten. Beim ersten Windows-Start war es fast schon schockierend, als ein derart lauter Sound beim Windows-Start auftauchte. Als wir die voreingestellte Lautstärke prüften, konnten wir einen Volumepegel von "gerade erstmal" 67% feststellen. 

Allerdings haben wir schon von Anfang an beim Windows-Startsound beim Ausklingen ein mitgetragenes blechernes Geräusch feststellen müssen. Das ist deutlich hörbar. Wie es scheint, ist nicht alles mit der "Dolby Home Theater 4"-Zertifizierung getan, denn schon bei über der Hälfte des Maximal-Volumens sind leichte Übersteuerungen und Verzerrungen zu hören. Dies steigert sich kontinuierlich bis an den höchsten Volumspegel. Deutlich verringern ließen sich die Verzerrungen durch Abschalten der Anwendung „Dolby Home Theater v4“. Dadurch ist aber auch die Gesamtlautstärke erheblich verringert worden.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Im Idle-Betrieb (keine Last) reicht der Energiebedarf von 12,4 bis 16,8 Watt. Intels Ivy-Bridge-CPU und Nvdias Optimus sorgen dafür, dass der Energiebedarf bei Niedriglast-Szenarios trotz leistungsstarker Komponenten auf ein mögliches Minimum reduziert wird.

Unter Last steigt der Energieverbrauch dagegen auf maximal 110,3 Watt (Stresstest). Erstaunlich trotz des hohen Stromverbrauchs bei Last: Medion legt standardmäßig nur ein Netzteil mit 90 Watt bei. Der mitgelieferte 90-Watt-Stromadapter ist daher eher sehr knapp bemessen, auch wenn im Alltagsbetrieb keine weiteren Probleme festzustellen waren. Im Last-Mix (3DMark 2006) messen wir einen Maximalverbrauch von 79 Watt.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.3 / 0.6-1.2 Watt
Idle 12.4 / 16.3 / 16.8 Watt
Last 79 / 110.3 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

Beim verbauten Akku handelt es sich um einen 6-Zellen-Akku mit nur 48 Wattstunden Kapazität. Den ersten Test im Battery Eater Classic-Modus (Last, maximale Displayhelligkeit, Profil Höchstleistung) schließt das Medion P6815 in kurzen 69 Minuten ab.
Positiv wirkten sich aber Prozessor und Grafikkarte im Reader's Test (min. Displayhelligkeit, Energiesparprofil) zum Ermitteln der maximalen Akkulaufzeit aus: Dort waren es immerhin 5:18 Stunden, nur 3 Minuten weniger als beim leistungsschwächeren Core-i5-Modell mit insgesamt 321 Minuten.
Noch akzeptabel sind die Werte im WLAN-Betrieb: Bei aktiviertem Energiesparmodus und eingeschaltetem WLAN waren es rund 186 Minuten, die das Notebook im automatischen WLAN-Skript durchhielt (rund 150 cd/m² Displayhelligkeit). Für eine kurze Zugfahrt würde das knapp noch reichen, jedoch wäre ein ganzer Arbeitstag ohne Steckdose kaum vorstellbar.

Auch die Akkuladung dauerte etwas lange: Erst nach 2 Stunden und 29 Minuten war das Akoya P6815 wieder vollständig aufgeladen.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
5h 18min
Surfen über WLAN
3h 06min
DVD
3h 14min
Last (volle Helligkeit)
1h 06min

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Viel Leistung für überschaubares Geld: Medion Akoya P6815 (MD98059)
Viel Leistung für überschaubares Geld: Medion Akoya P6815 (MD98059)

Wer es vor allem auf die Grafikleistung des Akoyas abgesehen hat, wird mit dem Gerät wohl glücklich werden – vor allem aufgrund des Gesamtpreises von aktuell weniger als 700 Euro (mit Versand und Gutschein). Zudem arbeitet es selbst mit eingebautem Vierkernprozessor ziemlich leise und gibt im Alltagsbetrieb nur selten ein Geräusch von sich – wenn überhaupt zu hören, dann ist dies meist die Festplatte. Diese ist zugleich auch die Schwachstelle im Gerät, wenn es um Performance geht. Ein nachträgliches Upgrade durch eine SSD scheint verlockend.

Vielschreiber dürften allerdings weiten Abstand vom Akoya P6815 nehmen. Die Tastatur ist zwar keinesfalls das Aushängeschild des Medions, auch wenn dies auf der Hersteller-Website anders angepriesen wird. Für Gamer und Filmfans könnte das Notebook allerdings als geheimer Kauftipp gelten.

» DasMEDION® AKOYA® P6815 ist derzeit ab nur 699 Euro im Medion-Online-Shop erhältlich.

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Im Test: Medion Akoya P6815 (MD98059)
Im Test: Medion Akoya P6815 (MD98059)

Datenblatt

Medion Akoya P6815 (MD98059)

:: Prozessor
:: Mainboard
:: Speicher
6144 MB, 1 x 2 GB + 4 GB, DDR3-SDRAM PC3-10600, Hyundai Electronics
:: Grafikkarte
NVIDIA GeForce GT 650M - 2048 MB, Kerntakt: 745/835 MHz, Speichertakt: 1000 MHz, DDR3-VRAM, ForceWare 295.55, Nvidia Optimus
:: Bildschirm
15.6 Zoll 16:9, 1366x768 Pixel, SEC5441, LED TFT, spiegelnd: nein
:: Festplatte
Samsung SpinPoint M8 HN-M750MBB, 750 GB 5400 U/Min Revision (Firmware) : 2AR10002
:: Soundkarte
Realtek ALC269 @ Intel Panther Point PCH - High Definition Audio Controller
:: Anschlüsse
2 USB 2.0, 2 USB 3.0, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: 1x Mikrofon, 1x Line Out inkl. S/PDIF , Card Reader: Multikartenleser für SD, SDHC, SDXC, MMC, MS und MS-Pro Speicherkarten,
:: Netzwerkverbindungen
Realtek RTL8168/8111 Gigabit-LAN (10/100/1000MBit), Intel Centrino Wireless-N 2230 (b g n ), 4.0 Bluetooth
:: Optisches Laufwerk
TSSTcorp CDDVDW SN-208BB
:: Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 380 x 263 x 34
:: Gewicht
2.8 kg Netzteil: 0.58 kg
:: Akku
47 Wh Lithium-Ion, 6-Zellen, 10.8V
:: Preis
749 Euro
:: Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Home Premium 64 Bit
:: Sonstiges
Webcam: 1.3 Megapixel, Lautsprecher: High Definition Audio mit 2 Lautsprechern - Dolby Home Theater® v4 zertifiziert, Tastatur-Beleuchtung: nein, Recovery & Treiber DVD, Office Starter, CyberLink Power2Go, CyberLink YouCam,..., 24 Monate Garantie

 

Oberhalb des Speicherkartenlesers befinden sich die 6 Status-LEDs.
Oberhalb des Speicherkartenlesers befinden sich die 6 Status-LEDs.
Die Unterseite: Hier lassen sich leicht Festplatte wechseln oder der Arbeitsspeicher austauschen.
Die Unterseite: Hier lassen sich leicht Festplatte wechseln oder der Arbeitsspeicher austauschen.
Der Lüfter ist angenehm leise - selbst unter Last.
Der Lüfter ist angenehm leise - selbst unter Last.
Der Displaydeckel ist schnell mit Flecken beschmutzt.
Der Displaydeckel ist schnell mit Flecken beschmutzt.
Die Pfeiltasten sind etwas zu klein geraten.
Die Pfeiltasten sind etwas zu klein geraten.
Die Tastatur lässt sich um drei Millimeter durchbiegen, der Druckpunkt ist in Ordnung, könnte aber besser sein.
Die Tastatur lässt sich um drei Millimeter durchbiegen, der Druckpunkt ist in Ordnung, könnte aber besser sein.
Auch im Schatten sind keine Reflexionen festzustellen
Auch im Schatten sind keine Reflexionen festzustellen
...dafür mangelt es aber am Kontrast.
...dafür mangelt es aber am Kontrast.
Das Display ist matt - und damit wirksam entspiegelt,...
Das Display ist matt - und damit wirksam entspiegelt,...
Speicherkartenleser des Akoyas: standardmäßig mit einem Dummy belegt, der gleichzeitig vor Staub und Schmutz schützt.
Speicherkartenleser des Akoyas: standardmäßig mit einem Dummy belegt, der gleichzeitig vor Staub und Schmutz schützt.

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Links

Preisvergleich

Pro

+matter Bildschirm
+großzügige Speicherkapazität
+leises Betriebsgeräusch
+gute Spieleleistung
 

Contra

-mäßige Blickwinkelstabilität, Bildkontrast
-ungünstige Anschlusspositionierung
-Tastatur
-etwas laut klappernde Touchpad-Tasten
-wuchtiges und „fiependes“ Netzteil (lautes Pfeifgeräusch beim Aufladen und im Betrieb)
-langsame Festplatte

Shortcut

Was uns gefällt

Ein Multimedia-Notebook mit starkem Prozessor und spieletauglicher GT650M-Grafikkarte mit Gutschein knapp unter 600 Euro.

Was wir vermissen

Mehr Bildkontrast und Blickwinkelstabilität beim Display und eine bessere Tastatur.

Was uns verblüfft

Ein mattes Display in einem günstigen Multimedia-Notebook vorzufinden.

Die Konkurrenz

MSI GE60-i789W7H, Sony SVS1511X9E, Acer Aspire V3-571G

Bewertung

Medion Akoya P6815 (MD98059)
20.11.2012 v3
Konrad Loos

Gehäuse
77%
Tastatur
70%
Pointing Device
80%
Konnektivität
70%
Gewicht
76%
Akkulaufzeit
79%
Display
70%
Leistung Spiele
90%
Leistung Anwendungen
90%
Temperatur
79%
Lautstärke
82%
Auf- / Abwertung
78%
Durchschnitt
78%
79%
Multimedia *
gewichteter Durchschnitt

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Autor: Konrad Loos (Update: 11.02.2014)