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Deutschland mit 58 Prozent E-Auto-Plus: Benziner verlieren über 22 Prozent

Der Toyota C-HR Hybrid zählt zu den beliebtesten Hybridmodellen in Europa.
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Der Toyota C-HR Hybrid zählt zu den beliebtesten Hybridmodellen in Europa.
Klassische Verbrennungsmotoren krachen bei den EU-Neuzulassungen auf einen historischen Tiefstwert von 28,2 Prozent. Der gemeinsame Marktanteil von Benzin und Diesel liegt damit deutlich hinter den Hybridautos, die den europäischen Automarkt mit 36,3 Prozent absolut dominieren, während reine Elektroautos auf 22,7 Prozent klettern.

Abschied vom Verbrenner: Europas Autokäufer wenden sich in einem extremen Tempo vom klassischen Verbrennungsmotor ab. Frische Zulassungsdaten des Branchenverbandes ACEA belegen für die ersten 9 Monate des Jahres 2026 einen massiven Einbruch bei Benzin-Pkw und Diesel-Fahrzeugen. Beide Antriebsarten krallen sich kombiniert nur noch an kümmerliche 28,2 Prozent Marktanteil. Ein Jahr zuvor stand dieser Wert noch bei 36,9 Prozent. Damit fallen klassische Verbrenner-Autos weit hinter die populären Hybrid-Modelle zurück, denn allein diese Antriebsform ohne externe Lademöglichkeit erreicht bereits 36,3 Prozent. Der Abstand zwischen den Antriebsarten wächst somit auf gewaltige 8,1 Prozentpunkte.

Elektro-Boom und staatliche Anreize

Während Benziner und Diesel massiv zurückfallen, pumpt der EU-Automarkt insgesamt weiter Fahrzeuge auf die Straßen. Zwischen Januar und September 2026 stiegen die gesamten Pkw-Neuzulassungen um 5,7 Prozent. Laut den offiziellen ACEA-Statistiken behauptet sich der Pkw-Markt trotz steigender Energiepreise äußerst robust. Den absoluten Löwenanteil dieses Wachstums saugen elektrifizierte Fahrzeugkonzepte auf. Batterieelektrische E-Autos (BEV) sowie Plug-in-Hybride (PHEV) katapultieren ihre Absatzzahlen massiv nach oben. Als harte Treiber für die E-Auto-Nachfrage nennt der Verband staatliche Kaufanreize und stark wachsende Modellangebote.

ACEA: Neuzulassungen in der EU im Zeitraum Oktober 2024 bis September 2026.
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ACEA: Neuzulassungen in der EU im Zeitraum Oktober 2024 bis September 2026.

Frankreich und Deutschland geben Gas

Die europäischen Zulassungsbehörden stempelten in diesem Zeitraum exakt 1.931.465 Papiere für reine Elektroautos ab. Damit jagen die batterieelektrischen Pkw ihren EU-Marktanteil von 16,1 auf 22,7 Prozent hoch. E-Autos setzen sich als zweitgrößte Antriebskategorie bei den EU-Neuzulassungen direkt hinter den Hybriden fest. Vor allem in Frankreich explodiert der BEV-Absatz um 79,1 Prozent. Der deutsche Auto-Markt schiebt die Elektroauto-Zulassungen um satte 58,1 Prozent an. Dänemark verbucht 40,3 Prozent E-Auto-Plus, Belgien meldet 15,7 Prozent Zuwachs.

Hybride und Stecker-Autos dominieren

Den absoluten Thron der EU-Zulassungsstatistik verteidigen allerdings die klassischen Hybrid-Autos. Über 3 Millionen verkaufte HEV-Modelle schaufeln dieser Kategorie den massiven Marktanteil von 36,3 Prozent auf das Konto. Die ACEA zählt hierzu ausschließlich Hybridfahrzeuge, die nicht an einer Ladesäule tanken. Spanische und italienische Autokäufer treiben diese HEV-Modelle mit Zuwächsen von 20,5 beziehungsweise 20,8 Prozent extrem stark an. Das deutsche Hybrid-Plus liegt bei 4,9 Prozent, Frankreich wächst um 0,6 Prozent.

Stecker-Fahrzeuge schöpfen am Automarkt ebenfalls kräftig ab. Rund 860.000 neu zugelassene Plug-in-Hybride pushen den PHEV-Marktanteil in der Europäischen Union auf 10,1 Prozent. Italienische Kunden eskalieren hier mit einem Zuwachs von wahnwitzigen 72,4 Prozent. Spaniens Auto-Käufer ordern 34,7 Prozent mehr Stecker-Hybride, Deutschland meldet 13,7 Prozent Zuwachs. Addiert man reine E-Autos, HEV und PHEV, vereinnahmen elektrifizierte Pkw-Antriebe inzwischen brachiale 69,1 Prozent des kompletten EU-Neuwagenmarktes.

ACEA: Neuzulassungen in der EU nach Antriebsart.
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ACEA: Neuzulassungen in der EU nach Antriebsart.

Rote Zahlen für Benziner und Diesel

Für reine Benzin-Autos hagelt es im Gegenzug eine dicke rote Quittung. Die Benziner-Verkäufe schmieren zwischen Januar und September 2026 um 19,1 Prozent auf rund 1,8 Millionen Einheiten ab. Der Marktanteil kollabiert von 27,7 auf 21,2 Prozent. Frankreichs Benziner-Markt bricht um katastrophale 36,1 Prozent ein. Deutsche Autohändler schreiben beim Benzin-Pkw ein sattes Minus von 22,7 Prozent in die Bücher, Spanien verliert 19,0 Prozent, Italien rutscht 16,4 Prozent ab.

Diesel-Fahrzeuge stürzen bei den Neuzulassungen endgültig in die Bedeutungslosigkeit. Ein weiterer EU-weiter Rückgang von 19,5 Prozent drückt den Diesel-Marktanteil von 9,3 auf winzige 7,1 Prozent. Die einstige Verbrenner-Allianz aus Benzin und Diesel rettet somit nur noch die besagten 28,2 Prozent über die Ziellinie. Diese offiziellen Zahlen offenbaren eine radikale Verschiebung bei den europäischen Neuwagen, spiegeln jedoch nicht den kompletten, historisch gewachsenen Fahrzeugbestand auf dem Kontinent wider.

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Autor: Ronald Matta, 22.10.2026 (Update: 23.10.2026)