Amazfit Zepp Health App: Viele Funktionen, doch diese Unterschiede zu Garmin gibt es

Im umfangreichen Test zur Amazfit Cheetah 2 Pro (bei Amazon) haben wir Zepp Health bereits angeschnitten - die App verdient es allerdings durchaus, einen eigenen Artikel spendiert zu bekommen. Dabei geht es an dieser Stelle nicht nur um die reine Bewertung der Funktionen. Stattdessen sollen (potenzielle) Nutzer möglicherweise auch einen besseren Einblick in das System gewinnen. Wie gut oder schlecht die Zepp Health-App am Ende wirklich ist, hängt natürlich auch ein wenig vom konkreten Einsatzszenario ab. Grundsätzlich bietet die App zahlreiche Funktionen, allerdings gibt es durchaus Kritikpunkte. Subjektiv sehr störend, aber am Ende nicht extrem relevant: Zepp Aura und damit der Premium-Service nehmen einen recht großen Raum ein. Zudem gibt es auch beispielsweise das Sleep Health Assessment nur hinter der Paywall. Gesundheitsbezogene Funktionen nur gegen Aufpreis verfügbar zu machen, hat zumindest für mich immer ein Geschmäckle. Anders als Garmin bietet Zepp Health keine Webansicht. Bei der Anzeige großer Datenmengen und eher spezifischen Suchanfragen und Auswertungen kann das Fehlen ärgerlich sein. Immerhin: Diese Web-Übersicht lässt sich - nicht immer frei von Einschränkungen - sozusagen durch die Hintertür mit der Synchronisation mit Drittanbietern wie Strava erreichen.
Wie Zepp Health Daten anzeigt, ist relativ flexibel konfigurierbar. Für die Home-Ansicht und die Übersicht stehen sogar verschiedene Vorlagen beispielsweise für Wellness- oder Hybridathleten bereit. Mit den Top Indicators gibt es eine sowohl vom Design als auch von den anzuzeigenden Werten individualisierbare Anzeige. Neben der Übersicht gibt es unter dem Home-Tab noch Seiten für Hybridcharge, Schlaf und die Anstrengung. Hier merkt man schon: Die Übersicht ist durchaus ein wenig verschachtelt, so wird am unteren Bildrand der Haupt-Tab und dann oben das Untermenü ausgewählt.
Die Workout-Übersicht zeigt dann eben Trainingseinheiten an. Der ganz unten und im Regelfall erst nach dem Scrollen sichtbare More-Kasten ist durchaus wichtig: An dieser Stelle lassen sich beispielsweise der Zepp Coach und Trainingspläne verwalten. Anzeigen lassen sich dort auch die Vorhersagen für Wettkampfzeiten für verschiedene Distanzen. Bei der Anzeige von Trainingseinheiten gibt es wenig zu meckern, inzwischen gibt es auch im Amazfit-Ökosystem eine Ausrüstungsverwaltung. Unterstützt wird eine automatische Erkennung von Übungen beim Kraftsport - die Qualität dieser ist meiner Erfahrung nach eher grenzwertig, hier gibt es noch Potenzial. Wie gut die Erkennung funktioniert, ist offenbar auch ein wenig von der Übung abhängig, Bankdrücken wird beispielsweise besser erkannt als Klimmzüge.
Wie bei Garmin auch, gibt es inzwischen Badges und damit Auszeichnungen. Nutzer können auch an Aktionen beziehungsweise Challenges teilnehmen. In der Devices-Übersicht lassen sich umfangreiche Konfigurationen vornehmen, zudem ist dies der Platz für die Installation neuer Apps. Bei Garmin ist dafür mit Connect IQ eine zweite App nötig. Justieren lassen sich in der App quasi alle relevanten Einstellungen, was bequemer als auf der Uhr selbst sein kann. Alarme und Uhren lassen sich ebenfalls konfigurieren - und zwar in den etwas versteckten und erst nach dem Scrollen sichtbaren Device Applications Settings. An dieser Stelle findet auch das Kartenmanagement statt. Wichtig: Beispielsweise Routen von Drittanbietern wie Komoot werden eben nicht an dieser Stelle importiert, sondern in den Benutzereinstellungen - das macht schon Sinn, ist aber ein wenig unintuitiv.
Quelle(n)
Eigene






















