Apple MacBook Neo spielt in ersten Tests Cyberpunk 2077, punktet mit Display und Verarbeitung

Während wir das neue MacBook Air mit Apple M5 und das jüngste MacBook Pro bereits testen konnten, hat uns Apple kein MacBook Neo (ca. 699 Euro auf Amazon) zum Testen zur Verfügung gestellt. Einen Tag vor dem Start der Auslieferung sind zumindest ein paar wenige unabhängige Tests verfügbar, die zeigen, wie sich Apples Billig-MacBook in der Praxis behaupten kann.
Der ausführliche Test von PCMag zeigt, machen sich die eingeschränkte Performance des Apple A18 Pro, dem nur 8 GB Arbeitsspeicher zur Seite gestellt werden, im Alltag kaum bemerkbar – Apps starten schnell, der Wechsel zwischen mehreren Anwendungen klappt problemlos, und selbst einige Spiele laufen problemlos. PCMag konnte Cyberpunk 2077 mit 52 Bildern pro Sekunde spielen, allerdings mit Frame Generation, was bei derart geringen Bildraten zu einer relativ hohen Input-Latenz führt. Dave2D kommt im Test auch ohne Frame Generation auf etwa 50 fps, reduziert aber alle Grafik-Einstellungen auf das Minimum.
Weniger anspruchsvolle und vor allem ältere Spiele dürften damit aber durchaus spielbar sein. Beim Abspielen eines Videos bei 50 Prozent Display-Helligkeit konnte das MacBook Neo 15:35 Stunden lang durchhalten – vier Stunden kürzer als das 13 Zoll MacBook Air mit Apple M4 und nur knapp halb so lang wie ein Lenovo IdeaPad Slim 3x 15 mit Snapdragon-Chip, was vor allem am sehr kleinen 36,5 Wh Akku des MacBook Neo liegen dürfte.
Das 13 Zoll IPS-Panel erntet ebenfalls Lob – mit einer Helligkeit von 516 Nits ist der Bildschirm heller als bei den meisten ähnlich teuren Konkurrenten, während der DCI-P3-Farbraum immerhin zu 76 Prozent dargestellt werden kann, womit die Farbdarstellung nicht mit günstigen OLED-Panels Schritt halten kann, LCDs in Einsteiger-Laptops sind in der Regel aber nicht annähernd so farbtreu.
Die Tests von 9to5Mac und The Verge loben die Verarbeitung, das Multitouch-Trackpad, das Display und die Lautsprecher, kritisieren aber auch die vielen Einschränkungen. 8 GB RAM, eine relativ langsame SSD, die fehlende Tastaturbeleuchtung und Ladevorgänge, die auf nur 20 Watt beschränkt sind – diese Kompromisse machen die wenigsten ähnlich teuren Konkurrenten, und auch die Anschluss-Auswahl fällt mit zweimal USB-C, darunter einmal nur mit Support für USB 2.0, sehr mager aus.








