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E-Autos: Millionenstrafe gegen Mercedes wegen falscher Batterie-Angaben

Behörden sanktionieren Mercedes wegen irreführender EV-Marketingangaben.
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Behörden sanktionieren Mercedes wegen irreführender EV-Marketingangaben.
Die südkoreanische Wettbewerbsbehörde verhängt eine hohe Strafe gegen Mercedes-Benz. Grund sind irreführende Angaben zu Batterie-Lieferanten in den Elektroautos EQE und EQS. Auslöser der Untersuchung war der Brand eines Fahrzeugs in einer Tiefgarage.

Die Korea Fair Trade Commission verhängt gegen Mercedes-Benz eine Strafe von 11,2 Milliarden Won, umgerechnet rund 6,4 Millionen Euro. Ermittler werfen dem Hersteller vor, Käufer über den tatsächlichen Batterie-Lieferanten einiger Elektroautos getäuscht zu haben.

In Marketingunterlagen sowie Händlerleitfäden habe Mercedes vor allem Batteriezellen von CATL hervorgehoben, so der Vorwurf. Der chinesische Hersteller stellte 2025 laut Branchenanalysen rund 39 % der weltweiten EV-Batterien.

In mehreren Fahrzeugen der Modelle EQE sowie EQS stecken jedoch Zellen von Farasis Energy, worauf Mercedes nicht explizit hinweist. Händler bewarben die Fahrzeuge in Südkorea daher mit CATL-Technik, obwohl ein Teil der ausgelieferten Fahrzeuge tatsächlich andere Batteriezellen nutzte. Grund genug für die Wettbewerbsbehörde des Landes, um eine hohe Strafe zu verhängen. Mercedes habe seine Kunden hinters Licht geführt.

 

Mercedes: Rund 3.000 Elektroautos mit Farasis-Zellen verkauft

 

Der Fall gewann nach einem Brand eines Mercedes EQE im August 2024 in einer Tiefgarage in Südkorea an Aufmerksamkeit. Untersuchungen ergaben, dass das Fahrzeug Batteriezellen von Farasis nutzte. Der Vorfall beschädigte mehr als 100 geparkte Fahrzeuge und führte zu umfangreichen Ermittlungen.

Zwischen Juni 2023 und August 2024 verkaufte Mercedes-Benz in Südkorea etwa 3.000 Fahrzeuge mit Farasis-Batterien. Die Verkäufe erreichten laut Behörden einen Wert von rund 281 Milliarden Won, umgerechnet etwa 164 Millionen Euro. Die jetzt verhängte Strafe entspricht rund 4 % dieses Umsatzes und stellt damit die maximal mögliche Sanktion dar.

Mercedes hat bereits angekündigt, rechtliche Schritte gegen die Entscheidung einzuleiten. Einem Sprecher zufolge habe man „sowohl den Medien als auch unseren Kunden wahrheitsgemäße und korrekte Informationen übermittelt“. Mit der Entscheidung der Wettbewerbsbehörde sei Mercedes „überhaupt nicht einverstanden“.

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Autor: Simon Stich, 10.03.2026 (Update: 10.03.2026)