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Apple: Nimmt wohl Milliarden-Kredite in Taiwan und Australien auf

Neue Milliarden-Kredite für das reichste Unternehmen der Welt. (Foto: Apple)
Neue Milliarden-Kredite für das reichste Unternehmen der Welt. (Foto: Apple)
Trotz hoher Rücklagen nimmt Apple immer neue Kredite auf, jetzt ist die Ausgabe von Anleihen in Taiwan und Australien geplant.

Was macht man, wenn man jedes Jahr rund 200 Milliarden Umsatz und 30 Milliarden Gewinn macht? Sicherlich keinen Kredit aufnehmen, würde man meinen und dennoch gibt es Gerüchte, dass Apple demnächst zwei neue Anleihen auflegen wird, um sich in Taiwan und Australien neues Geld zu beschaffen.

Der Grund: Apples Bargeldreserven liegen nur teilweise in den USA und sind ansonsten in der ganzen Welt verstreut. Würde der Konzern das Geld in den USA zusammenziehen, müsste er Steuern zahlen und das kommt insgesamt teurer, als die Zinsen für diese Anleihen zu begleichen. Zumal die Anleger in Taiwan (dem Vernehmen nach vor allem Lebensversicherer) viel Geld zum investieren haben und sich bei großen Namen auch mit geringen Zinserträgen zufrieden geben. Praktischerweise sitzen in Taiwan auch viele von Apples Zulieferern, sodass das Geld sich gut nutzen lässt, um die Partnerschaften hier zu vertiefen. Rund eine Milliarde US$ will das Unternehmen mit einer auf 30 Jahre angelegten Anleihe verdienen.

Auch in Australien will man sich eine Milliarde beschaffen, allerdings Australische Dollar (etwa 726 Millionen US$). Hier geht es wohl zusätzlich darum, Anleihen in Fremdwährungen auszugeben und so gegen Kursschwankungen beim Dollar abgesichert zu sein. Apple selbst gab übrigens noch keinen Kommentar zu den Gerüchten ab.

Das geliehene Geld nutzte Apple bisher übrigens für sein groß angelegtes Aktien-Rückkaufprogramm und seine Dividende.

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Autor: Florian Wimmer,  2.06.2016 (Update:  2.06.2016)
Florian Schmitt
Florian Schmitt - Managing Editor Mobile
Als ich 12 war, kam der erste Computer ins Haus und sofort fing ich an rumzubasteln, zu zerlegen, mir neue Teile zu besorgen und auszutauschen – schließlich musste immer genug Leistung für die aktuellen Games vorhanden sein. Als ich 2009 zu Notebookcheck kam, testete ich mit Leidenschaft Gaming-Notebook, seit 2012 gilt meine Aufmerksamkeit vor allem Smartphones, Tablets und Zukunftstechnologien.